Hersfelder Kreisblatt
Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld
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Ar. 251
E®tn Kabinett der Arbeit. ~
^k Die erste« Verhandlungen C«nos.
"^ Generaldirektor C««o hat bereits mit dem Reichs- tagspräsidenten Loebe und den Vertretern der Deutschen Volkspartei, der Socialdemokraten, des Zentrums und Der Demokraten verhandelt. Cuno ist darauf nach Ham- Hurg abgereist, um sich mit der Hamburg-Amerika-Linie Ms Eiiwernehmen zu setzen. Er wird Freitag abend wieder in Berlin zurückerwartet. In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß das neue Kabinett, das ein Kabinett der Arbeit präsentieren wird, anfangs nächster Woche gebildet sein wird. Mit Rücksicht auf die Neubildung der Regierung und auf die schwierige Wahl der gineten Männer wird sich der Reichstag auf einige vertagen. Cuno steht seit langem mit dem Reichs- ldenten Ebert in freundschaftlicher Beziehung. Er auf dem Boden des Wirtschaftsprogramms, das sowohl von der Deutschen Volkspartei, als auch von der Socialdemokratie angenommen worden ist.
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Geheimrat Dr. Wilhelm Cuno wurde am 9. Juli $876 in Suhl geboren: er ist also 46 Jahre alt. Er ist katholischer Konfession. Seit 1907 hat er im Reichsdienst gestanden und war zuerst im Reichsschatzamt tätig: er war während des zkrteges mit der Bearbeitung kriegswirtschaftlicher Fragen betraut. Später war er Leiter der Getreidestelle und 1916 schuf er die Organisation des Kriegswirtschaftsamtes. Am 1. November 1919 wurde er zum Generaldirektor der Hamburg-Amerika-Linie gewählt. Cuno hat später bei den Waffen- stillstarrds-Nachverhandlnngen in Trier und Brüssel und dann ebenfalls als Sachverständiger bei den Verhandlungen in Versailles mitgewirkt. Besonderes Ansehen erwarb er hch bei den Wirtschaftsverhandlungen mit Amerika. Als Leiter der Hamburg-Amerika-Linie hat
er-
er sich im In- und Auslande große Sympathien worben. .
Die ersten Schwierigkeiten.
8* Sie „Kreuzzeitung" schreibt: Im Reichstag ist bekannt geworden, daß Geheimrat Cuno bereits auf die ersten Schwierigkeiten gestoßen ist. Er will Dr. Strese- Mann als Außenminister in fein Kabinett aufnehmen. Die Socialdemokraten sollen den Führer der Deutschen Volkspartei aber sehr energisch ablehnen. Das würde nicht die einzige Schwierigkeit sein, der Generaldirektor Cuno begegnen werde.
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THflSIT^ie l^ttäTTW^ von 1w um an eu wt Kabinett Cuno, in dem die Teutsche Bolksvarter rertre- ien fei, überhaupt nicht beteiligen konnten. Daraushm fanden vertrauliche Besprechungen fischen den Frak- Uonsvorständen der Socialdemokraten, des.Zentrums und der Demokraten statt. Senator deierwutDemA wirkte auf die Socialdemokraten ein, die sich schließlich bereit erklärten, ihren Beschluß zu revidieren. .^Socialdemokraten stellten nach der Ausivrache für ihre Mitwirkung an dem Kabinett Cuno die eme BedingunL, daß das Kabinett an der Stabilisierung der Mark und an der ^K?frts(*iitit<Y bet mi^fstbüflütüeV JVtÄctcn. rote sie in ben Vorschlägen an die Reparationskommission ^um Ausdruck kommen, festhalte. Der für die Sozmldemokratre gaug- Vare Ausweg besteht, wie verlautet, darin, da«, sich da» Kabinett Cuno nicht als Parteikoalitwu konsrrtu'erh sou- derrl als ein Kabinett der Persönlichkeiten, lkn Diesem pralle würden gegen die Beteiligung eiuzetuer Volk»- parteiler bet der Socialdemokratie keine Bedenken be- ^Aeran schloß sich eine Sitzuna der socialdemokratischen Fraktion des Reichstages. Die Fraktion faßte nach zmeiüündiaer Beratung einen Beschluß, der entsprechend den Verhandlungen mit den anderen Parteien dann «cbt daß die Fraktion keinen Einspruch dagegen erbebt, daß Cuno den Versuch der Kabinettsbildung unter-
Die Haltung des Zentrums.
^.Das B ^«schreibt: Die Zeutrumsfraktion hat in ihrem Beschluß zur Kanzlerfrage erklärt, daß ne, wenn sie einen neuen Kanzler stellen wvte wieder Dr,. Wnty
•tivnfettfieteit iÄtSc* (£mw ßtlt tritt 6iV vvcti^liCv i *- Zenttums^ Es muß daher ein Weg gefunden werden, der es dem Zentrum ermöglicht, Cuno trotz des Beschlusses als Kanzler auzuerkenuen. In parlamentarischen Kreisen erwartet man, daß über diesen Punkt euie Einigung mit dem Zentrum zu erzielen sein werde.
Die Regierungserklärung.
wie verlautet, rechnet man mit der Möglichkeit, daß d^mogrammatische Erklärung der neuen Reich^regie- runa am Mittwoch nächster Woche erfolgen wird.^ Da Die Bildung des neuen Kabinetts vorattssichtluy im ^inse des Freitags oder spätestens am Sonnabend. er- ikolaen dürfte wird der Reltesten-Ausschuß des Reichs- mdes ^usammentreten, um erst über oen Tag, an dem die Erklärung der Reichsregiernug abgegeben werden
ifoU, errdgültig zu beschließen. ^
43 ^ DisKabinettsneubNduAg:
i „ w x (Rebeimrat Cuno wird erst zwischen
l ^ B"tt«. lL. A^ Geyen^ ^ Die Besprechun-
28 und b Uhr in Bernn »nr Kabinetts können 'Och libF die Zusammen^ fortgesetzt wer- atso erst im Laufe des Sva^ fcen Berhandlungen am • den. Uebrigens bat Limo Zentrumspartei ' Donnerstag betont, daß er man has öffentlich fest- anaehöre...^le^ ^.rrt ta m^^^ 6te Bedenken des , gestellt wurde. ^amtt k»as bekanntlich
1 Zentrums gegen Cuno mniamg i ^^ seinen
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Sonnabend, den 18. November
^Mahuuag Kuilllngs gut Besonnenheit. 1 "I Im bayerischen Landtag hielt Ministerpräsident Dr v. Knillivg eine Rede. Er erklärte, die Einsicht, daß au! dem Wege der Gewalt keine Rettung möglich sei, sollte heute Gemeingut aller Volksgenossen sein, besonders auch derjenigen, die in leidenschaftlicher Vaterlandsliebe an der Rettung Deutschlands auf ordnungsmäßigem Wege verzweifeln zu müssen glauben und in der Am Wendung von Gewalt das einzige Heilmittel erblicken: Es handele sich nicht um den längeren oder kürzeren Bestand der gegenwärtigen Regierung, sondern um di« Liebe zum Lande und Volk, das Wer die kommenden schweren Zeiten nur hinweggeführt werden könn^wenv Die Sältlen der staatlichen Ordnung nicht ins SOvan- ken geraten. Die gegenwärtige bayerische Regierung werde jeder gegen den Bestand des Staates gerichteter Gewaltanwendung mit allen verfügbaren Gewaltmit» teül entgegentreten und vertraue dabei auf die Mitwirkung aller staalserhaltenöen Volkskreise. Sie neunte die Dinge nicht leicht und wisse, daß eine bedenkliche Stimmung durch das Land gehe.
Der Minister des Innern Dr. Schweyrr wandte sich mit großer Schärfe gegen die terroristisch-fasztsten- mätzige Kampfesweise der bayerischen Nationalsozialisten und erkärte, es könne nicht länger geduldet werden, daß diese Gruppe von Volksgenossen sich bewaffne und PolizeiMachtbefugnisse anmaße.
Nachdem der Ministerpräsident Dr. von Knilling neuerdings den Föderalismus verteidigte und vor allem gegen die Anschuldigung Stellung genommen hatte, daß der Föderalismus mit Absichten und Zielen der fran- Töstsch-föderalistischen Polink in Verbindung zu bringen sei, erklärte der Führer der Bayerischen Volkspartei, Abg. Heldt, daß Hier Föderalismus ganz zu Unrecht mit der Gefahr für Einheit imü Bestand des Reiches verdächtigt werde. Die deutsche Geschichte beweise im Gegenteil, daß gerade der Föderalismus Leben und Ausbau für das Reich bedeute. Ungeheurlich fei die Behauptung, daß das Bamberger Programm französischen Plänen in Deutschland Hilfe leisten wolle. In einem föderalistischen Deutschland würde Frankreich nicht im-! stände sein, uns zum Beispiel eine Finanzkontrolle aufa zuzwingen. Die nationalen Bewegungen unserer Tage offenbarten eine FMe staatserhaltender Kräfte, die die Regierung zusammenfassen müsse. Gegen Auswüchse und ungesetzliche Unternehmungen müsse selbstverständ-
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J Sie Wahlen in England.
r' Die Blätter heben den allgemein überraschenden Sieg der Arbeiterpartei und der unabhängigen Liberalen isowie die Niederlage der Lloyd Georgeschen KoaNtwn hervor, halten jedoch noch mit ihrem Urteil zurück, da der größte Teil der Wahlergebnisse tlvch aussteyt. Die .Morning Post« schreibt, es müsse schon letzt zugegeben merken, daß die Hoffnungen der Liberalen und Arbeiterpartei in hohem Maße erfüllt sind. Das Bintt hebt ie- doch hervor, datz im Norden, insbesondere in Yorkshire und Lancafhire, die Arbeiter ihre beträchtlichen Gewnme zum größten Teil auf Kosten der Aood Georgesche l Li- beralen davontrugen. Wenn der ^ortsHritt dtt Arbei terpartei in demselben Maße bis zum Ende der Wahl an- hielte, müßte die Lage als ernst angesehen (werden. Die Arbeiterpartei könne gut 160 btS l/0 Sitze gewinnen. Wenn die Asanith-Liberalen ihre Stellung weiter so verbesserten, so wäre die Lage leicht vorauszmehen, m per eine Kombination der Asauich-Liberalelk und der Arbeiterpartei im neuen Unterhause die Mehrheit haben würden. Die „Mornina Post« schreibt zum Schluß, für den Augeiiblick scheine es, daß die Wahl mit einem derartigen Kräfteverhältnis der drei hauptsächlichsten Parteien enden werde, daß keine eine Mehrheit erhalten könne, autzep in Verbindung mit der einen oder anderen der beiden fdd M^^^Mhy ist in Hull als Kandidat der irr abliän- gigen Liberalen wiedergewählt worden. Der bekannts Pazifist Buxton ist als Kandidat JA Arbei erpartei ge- aen den konservativen Kandidaten Acerinaton gewählt. Der Socialist Rmnsay Macdonald, der bei den letzten Wahlen wegen seines pazifistischen Auftretens währerrö des Krieges geschlagen' worden war, wurde in Aberavon an Stelle eines nationalen Liberalen gewählt.. In der Londoner Vorstadt Leuton haben die Konservativen deu Liberalen ihre beiden Sitze avgenom"ien.o Der Gesunde Heitsminister Boscaven wurde in Taunton von den Liberalen besiegt. In Motberwell wurde der Kommiiiiist, der drei Gegenkandidaten hatte^ gewählt. Morel von der Arbeiterpartei ist gewählt. Der Liberale Donald Mac- lean und der NationMiberale Hamar Greenwood wurden von ihren konservativen Gegnern geschlagen. Im Wahlkreis Widnta (Lancester) siegte der Konservattve Clauton mit 14679 Stimmen über den Arbeiterführer Senderson, der 12 897 Stimmen erhielt. , , .
^mch den eingegangenen Meldungen wurden bisher a^wäblt' Konservtave 343, Lloyd-George-Liberale 47, Asauith-^iberale 53, Arbeiterparteller 130, Unabhängige 13. Nicht gewählt wurden Churchill und Runciman. .
Reichsrat.
Der Reichsrat beschäftigte sich mit einer Novelle zum Landessteuergesetz vom 19. Diärz 1920, die unter dem Titel „Finauzausgleichsgesetz« verabschiedet werden soll. Die Ausschüsse des Reichsrates schlagen dazu eine Reso- kution vor, in der es heißt: „Wenn der Zieichsrat dem Gesetzentwurf seine Zustimmung erteilt, so geschieht es in der Voraussetzung, daß auch die jetzige Regelung nur als vorläufige anzusehen ist, und unter dem Vorbehalt der Geltendmachuua seiner weitergebenden Forderun
1922
gen für einen endgültigen Finanzausgleich.« Der Ge-i fetzentwurf wurde im allgemeinen nach den Beschlöflerv
Ausschüsse angenommen. Ferner genehmigte dev Rttchsrat den Gesetzentwurf über das deutsch-polnische Abkommen betreffend Teilung des oberschlesischen Knappschaftsvereins. Augerrommen wurde ferner eine ^^^ »er ©^erbsiofenunterftüwnö, die am 20j Nopember in Kraft treten soll.
t _ Eine Million Zentner „Neparatio»s«-Kali.
- Der Verband der Bergarbeiter Deutschlands hat zu einer Forderung der Reparationskommission Stellung genommen, die von Deutschland die Liefernnq von 60 000 Tonnen Reparationskali verlangt. Der Ver- band stellt hierzu fest, daß dieser Forderung der Entente jede Begründung fehlt, und daß dies Verlangen bei den Mangel an Düngemitteln in Deutschland zu den schlimmsten Folgen für die Landwirtschaft führen müsse, die heute von der deutschen Kali-Industrie kaum zureichend mit Kali beliefert würde. Von der Regierung wirk deshalb eine sorgfältige Prüfung dieser Entente-Forderung mit der Maßgabe verlangt, daß eine Entscheidung micht ohne Zustimmung der Arbeiter erfolgen dürfe. — Wie der „T. ü.« hierzu von unterrichteter Seite mitge- teilt wird, soll jedoch die Absicht bestehen, dieser Forderung der Entente zu entsprechen.
Noch 8 Millionen Hungernde in Rußland.
- Nach einer Mitteilung des Nansen-Komitees müssen noch acht Millionen hungernde Menschen in Rußland verpflegt werden. In dieser Zahl sind jedoch die sieben Provinzen des Hungergebietes, über die das vrm Kalentin geleitete Komitee noch keine Angaben hat, nicht einbegriffen. Der ukrainische Zentralexekutivausschutz teilt mit, in diesem Winter werde die Hungersnot größer sein, als im vergangenen Winter.
L^717 Euglisch-fra«zSfische EUtiAMgJ^ , ' A i »S Paris. Die englische Denkschrift, die am Quai d'OÄ fan überreicht wurde, wurde von Poincaree geprüft. Die diplomatischen Mitarbeiter der Agentur Havas glaube» zu wissen, daß die darin enthaltenen Ansichten der französischen Regierimg sehr ähnlich seien. Sie beruhtes hauptsächlich auf dem interalliierten Abkommen vom 23; September. Poincaree verständigte London, ohne auf die britische Denkschrift mit einer ins einzelne gehenden Note zu antworten, er fände nicht in diesem Schriftstücks mag geeignet sei, ein Einvernehmen zwischen den beiden Regierunaen cu verhinbern ttem-r m» L>cryanotunsen vStUctuchNgen werben, iterrW bv.vLrrf seits Entgegenkommen. Unter dieien Umstanden olr^l- felt man nicht daran, daß Curzon am SonnabeW zu Be-. ratnugen mit Poincaree nach Paris kommt. Die britischen Staatsmänner werden Paris am nächsten Tage auf der Reise nach Lausanne verlassen, wo sie mit dem maischen Vertreter vor der Eröffnung der Konferenz zu- ...^...„.en. Poincaree wird jedenfalls an der
gssitzung am 20. November teilnehmen, aber niM Es Wort' erstreifen. Der Departementschef des politischen Departements des Schweizerischen BundesE Motta wird den Vorsitz führen und die Eröffnungsre^ halten. Es ist wahrscheinlich, daß die Abordnungen sich dahin einigen, die weiteren Sitzungen als privat zu betrachten. ' . -
' — Die englische Denkschrift für Lausanne.
i ►* Paris. Aus London wird gemeldet, daß die englische Denkschrift über die P«nkte, in denen eme Verständigung der alliierten Hauptmächte vor der Eröffnung der Laufanner Konferenz erwimscht erscheint, Mitt- woch früh in Paris eingetroffen ist Es rmrd behandelt die Frage der Volksabstirmnung in arabischen Ländern und in Östthrazien, die Frage von Smyrna, von Mosiul und von Mesopotmuien. Ein anderer Teil des Memorandums bezieht sich auf die Kapitulationen sowie Fritz gen wirtschaftlicher wie juristischer Art. Der letzt- Te des Schriftstücks wirst die Frage aus, was die alliierten Mächte zu tnn gedächten, falls Zwangsmaßnahmen erft ^^Loudom^^s Außenininist verlangt in dem! Memorandum, das nach ^ariS ßefanbt mürbe, ha^t Frankreich seine Auffaßung kundgebe. Es soll festge^ stellt werden, wie man sich über das neue Statut eirugesH türme das in gewissen Fällen an dre Stelle des altem tret?« werde ES handelt sich ferner um die Frage der! Post, der .'näfen, des Regimes für Auslaiider sowie des Reaimes der Gerichtsböse, dem die verschiedenen Skatio-- nalitäten unter dem System der Kapitulationen inner^ stehen sollen. „ , .
i Poincaree nimmt an der Laufanner Konferenz teil. ^ »-«.Paris. Der Berichterstatter des ^Neuyork Herold will erfahren haben, daß der üntschluß Pvincareey, m11 £orb Curzon nach Lausanne zu rcsten. in hohenr .. urßo auf das Drängen Mussolinis zurückzusübren ist. j
Jntervettattone« über de« Fecheubach-Prozep.
»-«>Mü«chen. Der bayerische Landtaa verhandelte arm Donnerstag in später Abendstunde zwei Interpellation nerr der Socialdemokraten gegen das Urteil des ^olk»i gerichtes im Landesverratsproceß Fecheubach. Der Ju^ icrpellant kündigte an, daß die Socialisten gegen atm solche Justiz im ganzen Lande Stur,n lmtfen wuiden. Die Bcarltwortung erfolgt durch den Jiütizmmlk... "
Räumung Koustautiuoyels? .....
^ Reuter meldet: Nach London ist eine offtzion unue- nische Meldung gelangt, wonad) die Alliierten bereit tuten, Koustantinopel zu räumen, vorausgesetzt, daß hm tue Regierung von Angara übereilter Hanolungin e -Hilt^ Dies wird in britischen maßgebenden Krenen a.» un^ richtig angesehen, weil die alliierten ©berfommmare nicht befuat sind, ohne JnstruUonenfthrer Regierungen
äschlutz Poincarees, mit reifen, in hohem Maße