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Hersfelder Kreisblatt

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

Erscheint Dienstag, Donnerstag und Sonnabend. Der Bezugspreis beträgt durch die Dost bezogen monatlich 300. Mk.. für Hersfelb 300. Mk., Abholer 280. Mk. r / Anzeigen­preis für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 30. Mk., für auswärts 40 Mt., die Reklamezeile 80 Mk. / / Drück und Verlag von Ludwig Funks Duchbrnckerei in Sersfelv, Mitglied des Vereins Deutscher Zeitungs-Verleger. / / Für die Schriftlestung verantwortlich Franz Funk in Hersfelb. / / Fernsprecher Nr. 8.

Nr. 15

UWKWWWL

Regiertt«sspräside«t Dr. Grützner lehnt ab.

^General Degoutte hat dem Regierungspräsidenten in Düsseldorf Dr. Grützner folgenden Befehl zustellen las­sen: Auf Befehl der belgischen und französischen Regie­rung ist die Ausfuhr von Koks nud Kohle aus Sem be­setzte« Ruhrgebiet in das unbesetzte Deutschland vom k Februar au verboten. Die Ein- und Ausfuhr von allen anderen Waren bleibt bis auf weiteres frei. Was Sie Verpflegung der Bevölkerung anlangt, wird die Einfuhr vou Levensmjttel« nicht verhindert werden. Die­ser Befehl ist an die in Frage kommenden Behörden weh ler zu geben.

Der Regierungspräsideilt Dr. Grützner hat darauf geantwortet: Ich kann die Abdrücke der Verordnung des Herrn Generals Degoutte betreffend das Verbot der Kohlenausfuhr aus dem besetzten Ruhrgebiet nach dem unbesetzten Deutschland nicht weiter geben, da die deutsche Regieruug den Einbruch der französischen und belgischen Truppen in das Ruhrgebiet als einen Vertragsbruch an- steht «ud die dsutscheu Behörden angewiesen hat, keiner­lei Anordnungen der Besatzungsbehördeu auszuführen, welche sich als eine Folge des Einbruchs bar ste ilem Es würde für mich als deutscher Beamter eine Pflichtver­letzung sein, wenn ich eine Verordnung, die von deutscher Seite als unberechtigt angesehen werden muß, zur Kennt­nis der beteiligten Stellen Bringen wollte. Ich lege ge- Sen das Kohlenausfuhrverbot, das ein durch keinerlei Be- immungen des Friedensvertragcs ober des Rheinland- abkommens gerechtfertigter Eingriff in das deutsche Wirtschaftsleben im besetzien Ruhrgebiet ist, mit Ent­schiedenheit Protest ein. Das Verbot ist mh -ber Zusiche- rung des Herrn Generals Degoutte, daß die Matznahnre der Besetzung des Ruhrgebieres eine friedliche sei, ganz unvereinbar.

Mische und

> - Die Absperrungsmühnahm- n.

Die Eiseubahuanlagen an der Abspercungsgrenze, soweit dies noch nicht geschehen war, sind nunmehr militärisch besetzt worden. Mit her Zurückhaltung der Kohlen, Koks und Fahrzeuge ist begonnen worden. Der übrige Güterverkehr ist einstweilen noch unbehindert. Jedoch werden auch die Fahrzeuge, die aus Deutsch­land ins besetzte Gebiet kommen, von den Franzosen «a» W txcxwwn Äwvw «EMMLN,. um tuo EU- zösische und belgische Zwecke, verwendet zu werden.

Die Franzosen haben 12 Kontrollstationen einge­richtet. Alle vom Ruhrbezirk nach dem übrigen Deutsch­land führenden Linien sind überrvacht und zwar im Sü­den, Osten und Norden. Von diesen Kontrollstellen sind gegenwärtig zwei, die in Hörbe und Brakel, in Betrieb. Während der Kontrolle müssen die Züge eine Viertel­stunde halten, während der Herkunst, 2(rt, Menge und Empfänger der Kohle festgestellt werden. Auch bte nach dem von Engländern Befehlen Gebiet führenden Linien haben auf den Stationen Kontrollstellen.

Auf dem Bahnhof Meschede haben die Franzosen 25 Waggons Kohlen beschlagnahmt und laden sie dort für eigene Zwecke aus. Die Eisenbahnoerwaltuiig wei­gert sich, weitere Waggonladungen anzunehmen, weil sie für deren Transport keine Haftung mehr übernehmen könne. Die Kohlcir der Oberhäuser, Duisburger und Mülhäuscr linksrheinischen Zechen werben wegen der Störungen im Eisenbahnbetrieb durch Autos iveiterbe- förbert, die an der Landstraße von der Besatzung kon­trolliert werden. Die Stbfpcrrnng der Köhlentransporte in das unbesetzte Gebiet ist an den oben genannten Zechen noch nicht durchgeführt.

Nnlawrl aus polnearees belchweräen.

Fn fünf Noten hat die französische Regierung der deutschen Regierung BerüßGsverlrtzuuge« voraeworfen. Daacgen erhebt diese in einer durch den Geichaustrager in Paris übergebenen Note Einspruch, da das von der französischn Regierung beanstandete Vorgehen der dem- a-en Behörden die unausbleibliche Folge be* von Frank­reich durch die Besetzung des Ruhrgebiets begangenen K . MKH M d-«I!».s,m.»S. fischen gemischten Schiedsgerichts erklärten, dass sie ange­sichts der gegenwärtigen politischen Lage bis auf weiteres an keinen Sitzungen mehr teUnehinen konmu, so steht die Reichsregierung auf dem ^taudpttnkte. datz nach dem Einmarsch ins Ruhrgebiet eine dem Sinnund Meckdes Schiedsgerichtsverfahrens entsprechende ^ufannncuarviit "'^2. Dw^Franzosen Aigen, daß die Hotelbesitzer Berlins Boykottmatznahmcn gegen die französischen Staatvauge-« Hörigen treffen unb behanplen, datz die Polizei oie Hotels pcüber zu diesen Maßnahmen verpflichtet habe. Talsach» lich nehmen viele Gasthosbesitzer Berlins, i^anzö suche Gäste vorläufig nicht auf. Aber die Behörden haben dies nicht angeregt, sondern otelmebr davon abgeraien. h ^? des Friedensverträges gewährt den alliierten Staat^ait- gehörigen gesetzlichen und gerichtlichen Schutz.. Das Ver, balteii deutscher ^rHiatperfmien in ihrem HrUnltvertrhz mit Ausländern wirb aber von diesen Bestimmungen ."^"'^'Dst^Frauzosen beklagen, daß in Verletzung der ^Artikel 276 und 277 des Friedens Vertrages der Postd'^b «tor in Essen zwischen dem französischen KohlenkoMiMM hin Essen und dem in Rotterdam keine telephomschc Ber, !bindung herstellen wollte. Die genannten Kwmusw^ sind nun aber Teile der DrganiWiMt. die W'tÄÄ losen Belieferung Fmnkrelchs mit^Reparatio skohle ae- schaffen wurde. Durch den ghtf)Wumam umchüugen, die zu dieser Orüanisai>ou gesuhil haben, gebrochen worden. . . . ... -..-

Sonnabend, den 3. Februar

4. Es wird ohne nähere Begründung Klage gemor' darüber, daß in Verletzung des Artikels 225 des Frie^ densvertrages der französische Ausschuß zur Nachsop hbuna nach Vermißter, wegen feindseliger Haltung bei Bevölkerung seine Arbeiten habe unterbrechen müssen Tatsächlich beging nirgends die Bevölkerung feinöseliM Handlungen. Einige Mitglieder des Ausschusses fander nur Schwierigkeiten, in Hotels unterzukommen. Ferne: * hat die bayerische Regierung angesichts der gegentvärti gen Lage wegen zu befürchtender Zwischen fülle gebeten die Erhunlierung in Bauern vorläufig uoch hinauSzu schieben. Das ist aber alles keine Verletzung des Ver träges.

5. Es wird erklärt, daß die deutsche Regierung bet deutschen Gesellschaften verboten habe, französische nnl belgische Interessen wahrzunehmen. Tatsache ist, daß bi< deutsche Regierirng den Geiillschasien keine solchen An­weisungen gegeben hat.

Las GrgeLnrZ desMvdAkiiren Pfanses".

Zur Beurteilung der Folgest des Ruhrabenienerk für dre französische Wirtschaft werden aus Parks nock folgende Ziffern gemeldet, die nicht ohne Interesse sind Die Zahl der im ostfraüzösiichen Industriegebiet still gelegten Hochöfen, die sich in der abgelausenen Woch< auf 13 velief, ist Mch dern^Intransigeani" ÄWtt bereits anf mehr als 30 gestiegen. Der Preis für Zechen­koks, der für Februar für das den Hütten zusteherrde Kontingent aus lio Franken und für Sie über das Kon­tingent hiMusgehenöen Mengen auf 155 grausen die Aonne festgesetzt war, ist mit sofortiger Wirkung auf 150 bezw. Lüg Franken erhöht worden. Der Franken setzt seine AbwärtsSewegung in beschleunigtem Tempo fort. Das Pfund, das Anfang Januar auf 62,80 stand, erreichte am 31. Januar an der Börse die Rekordhöhe von 78,50 und ist nachbörslich auf etwa 80 gestiegen. Der Dollar ist in der gleichen Zeit von 13,50 auf 17 em- Porgeschnellt. -

Sireneu-KläRge.

Wie in Paris aus zuverlässiger Quelle verlautet, hat Frankreich am Sonnabend in London einen inoffi­ziellen Schritt getan und der englischen Regierung mit­geteilt, daß sich die Aktion Frankreichs im Ruhrgebiet nicht gegen das deutsche Volk, fo rbern lediglich gegen Westens richte, decs Frankreich betrüge und über Deutsch­land eine nicht demokratische Herrschaft ausübe. Mit diesen beiden Stellen zu verhandeln sei unmöglich. Frankreich werde sich erst auf Berharldlungen cinlassen, wenn die Macht der Bethen Stellen beseitigt sei. Als Grundlage derartiger Verhandlungen müßten die Be­dingungen des letzten französischen Moratorkumsplanes gelten. Falls Deutschlanö diese Bedingungen anzu- uehmen geneigt sei, wolle Frankreich das neubesetzte Ge­biet räumen, müsse aber dennoch die Stadt Effen als Pfand in der Hand behalten. j

. Pariser Katzenjammer. ^ tz^P arls.H Die >Hnmauites" schreibt unter M Ueber- schriftRückzug oder ZnsammeubruÄ»: Alle Beratnuge« Poincarees mit Sachverständige,t, Wirtschaftlern, Bank- Beamten usw. werden ihm gar nichts nützen. Da», Ruhr­problem ist kein wirtschaftliches, fondern ein technisches Problem und die Ansbetttmm des Ruhrgebietes wird jeden Tag größere Verluste zeitige«. Für den franzö- fischen Staat heißt nur: unaoetiturater Rückzug obel größter Zusammeubruch, den die Gefchichte jeurals zr verzeichnen gehabt hat. Andres Tardieu schreibt imEchr nationale" über die Lage im Ruhrgebiet: Der Eisen bahnerstreik sei so gut wie allgemein. Der Prodttktious- streik fei ein Teilstreik. Bis jetzt hätten sich alle Mittel als «Nkoirksam erwiesen. Der Sonderberichterstatter bei Times" meldet: Die Franzosen seien trotz ihres offi­ziellen Optimismus tief enttäuscht über das Ergebnis des Ruhraventeners in wirtschaftlicher Hinsicht.

Der Entscheidnngökampf im Ruhrgebiet.

w Essen. Die an den Grenzen des Ruhrgebietes vor den Franzosen und Belgiern eingerichtete Kvülensperrc Bat bereits große Verkehrsstockungen zur Folge gehabt. Die Bahnhöfe Vorhalle und Lünen-Süd sind schon jetzt gänzlich versperrt, und auf dem Bahnhof Lünen-NSrd stehen die Kohlenzüge in langer Reihe und machen jeden Güterverkehr unmöglich. Der Eiugrisf in den Verkehr kann nach drei bis vier Tagen zu einer vonftanbtgen Lahmlegung führen. Dann muß die Lebensmittelver­sorgung durch andere Verkehrsmittel erfolgen, falls die Franzosen bis dahin nicht etuseben, daß es ihnen nuBi gelingen werde, den Verkehr wieber herznstellen. Eurer Meldung desB. T." zufolge haben die Eisenbahner die Fordern ho der Franzosen abgelchttt, bte leeren Kohlen, züge wieder nach dem Ruhrgebiet suriickztttranSportle- reu. Die Leitungen der Gruben verweigern nach wie vor aller Auskünfte. Französische Anwersungen werden zum Teil gar nicht Beantwortet. Der erbitterte Kamm gegen den geplanten französischen Raubzug hat Benotn neu. Der deutsche Widerstaud wird wobl crit letzt h vollem Maße etusetzen. m

Ueber bic Form der geplanten Seuttchen Alnvehr er­fahren wir voir gut unterrichteter Seite: ES kann an. genommen werden, daß die Frauzoien versuchen werden, von dem etwa 200 ooo beladenen Kohlenwagen, die nw zur Zelt im Ruhrgebiet besinden, einen Teil nach Frailkreich zu schafseu unb zwar sollen dazu die l-mde.i tot Rllhrgcbiet militarisierten Strecken der Ruhrtatbahu mib die Strecke 'Düsseldorf- -DRisburg-Oberhalisen Bütten dienen. Die Kohlenzüge sollen dann über die militarisierten Strecken des altbesetziertz Gebietes geben unb über Kobleuz-BoriUTrierEuskirchen-Aachen - Düren abtransvortiert werden. Wieweit es den Frau-

1923

Hosen möglich sein wird, die Kohlenzüge aus dem Ruhr­gebiet und dem altbesetzten Gebiet herauszubringen, mnH abgewartet werden. Erlasse des Reichsverkehrsministe- riums haben die Eisenbahner über geeignete Slbwehr- maßnahmen unterrichtet. Im Ruhrrevier herrscht das Bestreben/ die Wirtschaft, wenn irgend möglich, auf­rechtzuerhalten, da deuifcherfeiis Interesse an der geord­neten Fortführung der Wirtschaftsbetriebe im Ruhrge­biet unbedingt besteht. Sollten von französischer Seite Versuche unternommen werden, geförderte Kohlerr für die Zwecke Frankreichs zu verladen, so wird die Berg­arbeiterschaft des Ruhrgebietes geschlossen Best: einen derartigen Kohlenraub zu vereiteln. D . ... sehenerr Maßnahmen werden äußerlich vollkomnren tu

strebt fein/ ")te vorgc-- hig

und planmäßig durchgeführt werden. Jede Maßnahme wird sorgfältig geprüft werden, ob sie den Interessen des deutschen Volkes zu dienen geeignet ist und die sranzö- schen Raubabsichten wirksam zum Scheitern bringen kann.

- Französische Willkür.

te Paris. Die Beamten des Ausfuhrbewertungs- amtes Mainz haben in einer Eingabe an die Rhein­landkommission um Enthebimg von ihrem Dienst ge­beten. Die Rheinlaildkommission hat daraufhin den Beamteil und Angestellten mitteten lassen, daß diese mit ihrer Eingabe eine schwere Autoritätsverletzung gegenüber der RhemlMldkommission Begangen hätten und daß sie sich auf weiteres zur Verfügung der Rhein- lanbEommiffion zu halte« hätten.

Wir müssen durchhalte«. '

te Rotterdam.Nienwe Rotrerdamscher Courant" meldet eine Unterredung seines Berliner Berichterstat- iers mit Reichskanzler Dr. Euno, in deren Verlauf der Reichskanzler u. a. folgendes erklärte: Das swttzömche Verhalten im Ruhrgebiet bestärkt uns in der Ausübung unserer passiven Resistenz, die die einzige Waste ich die wir haben. Wir werden uns hüten, durch irgend, wel-. ches Vorgehen die Entfaltung her gesamten imlttarnd}en Machtmittel unserer Gegner zu veranlassen.. West bte passive Resistenz unser einziges Mittel stt, mit dem wir »em Gegner begegnen können, so ergibt nch daraus, Sag wir mit diesem Mittel bis zum Ettde. durchhaltem müssen, d. h. bis zu dem Punkte, das; unsere GegnA merken, daß sie das Gegenteil von dem erzielen, was sie zu erzielen beabsichtigten. . - -

L S »i§S ÄS angehalten und beschlagnahmt. Der eingereichte Protest war erfolglos. Auf der Station, Bischofsheim fuhren zwei Lokomotivführer ihre Nkaschrnen in die Drehscheibe, und gingen in das unbesetzte Gebiet hinüber, !

Rättmung Dorimntt-s.

Die Besatzungstrnvpen in Dortmund sind Donners- tag vormittag aus beut Stabtinnern in dw Vororte zu­rückgezogen worden. In Bottrop und 40 belgische M -1- minalbeamte eingetroffen.

S Der deutsche Abwehrkamm gegen tue MUMWW und wirtschaftliche Vergewaltigung im RuhrgeMet wr^ zähe fort- und hoffentlich aruh brs aus Ende durchgesührt im neubesetzten Gebiet selber, wie im ganzen deutt schen Reich, wo jetzt eine Einmütigkeit sich in spontaner Weise kunhgibt, wie wir sie nur in den Augusttagen von 1914 erlebt haben. War diese aber damals laut und ag­gressiv ' ""

fiv, so ist sie jetzt still, »ab und defensiv.

Dieser Abwehrkamps wird nicht uur,, wie bisher, mit papierenen Protesten geführt, sondern mit Taten, die lm mssiven Ltziderstand bestehen, in einerReMeu» m d in aktiver Hilfeleistung, die den bedrängten Brüdern tut Ruhrgebiet au teil wird. . _ ., ..

Allerorten regt sich dreie HUsstat akelt, in aronen imd kleinen Städten und greift her in das stille Land

^^Dst Rheinschiffer, die Arbeiter und Angestellten her Stiuneszechen, die Post- und EieirlbahEamien im rieu- besetzten Gebiete, sie alle haben eine Alle^^einheitlicheWlb- wehrsrrmt gebildet und lassen sich weder durch Zuambrot noch Peitsche einschüchtenl. , . . .. ^. .

Die Ftunzosen begumen emzusth^n, d^mst blou^ Bajonettgewalt in einem wrrtschaftlrchen Kriege mchts zu erreichen ist. Ihre Repressalien und Drohungen zer-^ schellerr an dem festen Widerstand der DeustchemZnm ersten Male seit dem Zusammenbruch und vor allem zeit dem Bersailler Diktat müssen die Franzosen erfcnnett, daß sie ein plötzlich verwandeltes Deutschland vor sich'tra­ben, das zroar klugerweise den Rcchtsboöen nicht verlaut, aber ebenso beherzterweise sich sein Stecht auf, Freiheit und Selbständigkeit fürderhin nicht mehr cmgi-effttr laßt.

Die Franzosen, die mit scharfen Waffen m das nmö- liche Deutschland eingebrochen sind, müssen jetzt erfahren» daß sie mit stumpfen Waffen fämpfem Je länger Swwr ungleich Krieg dauern wird, umso mehr wird die ge­samte Welt ihr Urteil über dirJEzoien und Deutschen nach und nach korrigieren. Falscher OptimiSmm. soll uns aber keineswegs darüber tauschen, daß diese Korrek­tur nicht von heute auf morgen geschieht. Dazu ist der etnaeinrpfte Haß und das bartnackigc! Vorurteil gegen Deutschland doch noch zu sehr ist den Hmzen der Vetter cingenistet. Die Verleumdungen gegen Deutschland to ­nen nur nach und nach mit ^ber Mütze dmch die br ab- rungen auf den Schlachtfeldern des Ruhrgebletes . -mc-

^te neutralen Länder, die ebenfalls mit schwer unter dem Kriege gelitten und desbalb Deutschland die Ha.ipt- schuld zuaestdoben haben, haben ano den Erelgnifsetc und Erlebnissen nach dem Kriege eruwut. daß letzt der Haupt­schuldige des wirtschaftlichen Veruillo Europas und deZ