Hersfelder Kreisblatt
Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld
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Nr. 56
Sonnabend, den 12. Mai
1923
Die Empörung im Ruhrgeviek.
Proteststreik in Essen.
SFn eitler gemeinsamen Sitzung der Leiter der Ge- werkschaften in Essen und dem Betriebsrat der Firma Krupp ist beschlossen worden, am Freitag in einen Proteststreik in der Zeit von 11 bis 4 Uhr einzutreten. Dieser Proteststreik wird nicht nur die Kruppwerke, sondern alle Betriebe in ganz Essen mit zusammen 150 000 Arbeitern umfassen. Zugleich wurde ein Aufruf an öte Geschäftsleute gerichtet, von 11 bis 4 Uhr ihre Geschäfte ebenfalls zu schließen. Die Trambahnen werden nicht faßten, die Straßen sollen während dieser Zeit nach Möglichkeit nicht betreten werden. Der Beschluß ist ein- stimmig gefaßt worden.
Seit dem frühen Morgen wurde am Mittwoch der Betriebsrat der Firma Krupp bestürmt, daß etwas geschehen müsse, was der Meinnng der Arbeiter nachdrück- lrcher entspeche als ein schriftlicher Protest. Bei der Sitzung, die darauf am Nachmittag stattfand, waren alle politischen Richtungen von der äußersten Linken bis zur äußersten Rechten vertreten. Der Beschluß, der gefaßt wurde, ist ein Kompromiß, bei dem die Mehrheit innerhalb jeder Partei den Ausschlag gegeben hat. Allgemein gewünscht nmröe ein Proteststreik von längerer Dauer im ganzen Ruhrgebiet oder wenigstens im Bezirk Esien. Infolge der schlechten Verbindungen hat sich aber eine solche Maßnahme nicht durchsühren lassen. Der Streik bedeutet ein erhebliches Opfer für jeden Arbeiter, der an ihm teilnimmt, weil die Arbeiter auf eine Lohnzahlung während des Streiks einstimmig verzichtet haben. Den Gewerkschaften außerhalb Essens ist es natürlich freigestellt, soweit es möglich ist, dem Beispiel der Essener Arbeiterschaft zu folgen.
Ein Schrei der Empörung an Sie Well.
Protestnote der Reichsregiernng.
e^ Sie deutschen Missionen sind beauftragt worden, den nicht an der Ruhrbesetznng beteiligten fremden^ Mächten folgende Note zu übermitteln:
Die französischen Befehlshaber haben den unheil
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in
verfahren folgen lassen, das die gransame Bergewalti- zung der Ruhrvevölkerung in fast noch grellerem Lichte ?eigt als jene Bluttat es schon selbst getan hat. Das französische Kriegsgericht in Werden a. d. Ruhr hat am 8. Mai ein Urteil erlassen, das über den Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Kruppwerke, über acht Mitglieder der Werksleitung und über ein Mitglied des Betriebs- cates Freiheitsstrafen bis zu 20 Jahren Gefängnis und Geldstrafen bis zu 100 Millionen verhängt. Es ist über- ssig, das Verfahren des französischen Kriegsgerichts ... semen einzelnen Richtlinien und tatsächlichen Bor- mssetzungen zu beleuchten. Der feste Entschluß der Ruhrbevölkerung, nicht unter mtmäriscßem Druck zu irBeiten, hat zu dem Brauch geführt, den Arbeitern Bei üner Militärischen Besetzung ihrer Produktionsstatteu mrch Si'renensignale das Zeichen zur Arbeitsuieder- feaung zu gefielt. Dieser Brauch, den die französischen Sefehlshaber längst kannten und sonst niemals bean- flandet haben, ist jetzt benutzt worden, um daraus ein leheimes Komplott der Werksleitung gegen die Be- atiungstruppen zu konstruiere«. Der Zweck dieser sinn- fifen Anklage lag also von vornherein klar zutage. Sie lotste die Verantwortung für die Ermordung der 14 Arbeiter von den Besasinngstruppen abwälzen und einer deutschen Stelle aufbürben. Zugleich sollte ein Keil zwi- ichen die Arbeiterschaft und die Unternehmer getrieben iveröeir. Als am Tage der Bluttat die erste Verhaftung von Mitgliedern des Krupp-Direktoriums erfolgte, hat die deutsche Regieruug bei der französifcheu Regierung regen den Versuch, über das Verschulden der Böatzungstruppen einen Schleier zn werfen, sofort Verwahrung eingelegt. Slntzerdem hat sie aber, um die Hand ru einer unparteiischen Feststellung des Sachverhaltes tu bieten, schon vor Wochen der französischen Regierung teil Vorschlag gemacht, eine internationale Unter- fnchungskommissiön einzusetzen, die gemäß dem Haager Abkommen von 1907 das beiderseitige Beweismaterial zu prüfen und auch alle sonstigen für den Zwischeusall in Betracht komruenden Tatfragen aufzuklären hätte. Die französische Regiernng hat auf diefeu Vorschlag nicht geantwortet. Sie hat es vorgezogen, die Frage, ob die Schuld an dem Zwischenfall bei den aus deutscher Seite beteiligten Personen oder bei den französischen ßesatzungstrupren liegt, von einem aus Angehörigen dieser Truppen gebildeten Kriegsgericht entscheiden fassen, das zugleich Partei «ud Richter war. Dem entspricht das Ergebnis, wie es heute in dem Urteil des Kriegsgerichts vorliegt. Anstatt das an den deutschen Arbeitern begangene Verbrechen zn sühnen, wird in fri« »vier Fälschung der Tatsachen eine neue Untat begangen, dnrch die schnldlose, ehrenhafte Männer ins Gefängnis geworfen werden und das größte industrielle Unternehmen des Ruhrgebiets der Führung beraubt
.wird.
Die deutsche Regierung protestiert feierlichst gegen diesen Gewaltakt, den Frankreich in dem Augenblick be- geht, wo Deutschland seinerseits einen Schritt getan hat, um im allgemeinen Interesse die Beendigung des gegenwärtigen Konfliktes herbeizuführen.
; Ungeheure Strafen gegen Eisenbahner.
Das französische Kriegsgericht in Mainz hat unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen eine Reihe von Gewerkschaftsführern und Angestellten des deutschen Ej-
senbahnervervanöes sowie gegen Beamte des Drrer- tionsbezirks Maiuz verhandelt, die vor ungefähr einem Bierteliaür verhaftet wurden, weil sie die Eisenbahner allgemein aufgesordert haben sollen, nur die Gesetze und Anordnungen der deutschen Regierung äu befolgen. Es wurden folgende furchtbare Urteile gefällt: Roth, Be- zirksleiter des DEB., zehn Fahre Gefängnis, Becker, Kassierer des DEB. sechs Monate Gefängnis, 100 000 Mark Geldstrafe, Böswetter, Ortsbeamter des DEB., sieben Fähre Gefängnis, Leppert, Sekretär der Beamten- abteiluna des DEB.. fünf Fahre Gefängnis, Weiß,! Schreibgehilfe des DEB.. vier Monate Gefängnis, 100 000 Mark Geldstrafe, Leinweber. Vorsitzender des Betriebsrates in Wiesbaden, drei Fahre Gefängnis, Nuß. Ortsbeamter des Eisenbahnerverbandes, acht Fahre Gefängnis, Harzdorf, Eisenbahnbediensteter, drei" Monate Gefängnis, 100 000 Mark Geldstrafe. Engel. Ei- senbahnvediensteter. ein Fahr Gefängnis, 100 000 Mark Geldstrafe, Klingler, Vorsitzender des Betriebsrates Mainz. sechs Fahre Gefängnis, Salomon-Schwind, Angestellter des DEV.. vier Fahre Gefängnis, Hummel, Oberbaurat der Eiieubahndirektion Mainz. ein Fahr Gefängnis. 100 000 Mark Geldstrafe, Hack. Reaierunas- vaurat der Eisenbahndirektion Mainz. acht Fahre Gefängnis, Ersling, Vertreter der Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahner, sechs Fahre Gefängnis, Krimmel, Vertreter der Gewerkschaft der Rangierer, sechs Fahre Gefängnis, Ludwig. Vertreter der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner. sechs Fahre Gefängnis. Lievke. Vertreter der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner, sieben Führe Gefängnis.
Diese Schreckensurteile lösen in den Kreisen der Eisenbahner größte Erbitterung aus.
Ein Gegenstück zum Kruppurteil.
Aus Horst-Emscher wurde vor einigen Tagen über den Ueverfall zweier französischer Soldaten auf drei Bergleute und drei katholische Geistliche berichtet, wo- bet den Ueberfallenen Geldbeträge unter vorgelialtenem Revolver abgenommen wurden. Der Ortskommandant teilte mit, daß er dem Sachverhalt nachgeganqen und daß gegen die Uebeltäter fünfzehn Tage Gefängnis (!!) das Höchstmaß der Strafe, die dafür verhängt werden könnte, ausgesprochen worden seien.
Fortsetzung der Massenauswersungen.
Händler verhaftet, um von ihnen die Lieferung von Möbel für 480 französische Eisenbahnerfamilien zu erpressen. Da die Händler die Lieferung ablehnten, wurde dem Oberbürgermeister ein Befehl zugestellt, in dem die Ausweisung von 180 Familien, meist pensionierte Offiziere und Beamte-, angedroht wurde. Gleichzeitig wurde auch mit der Besetzung der Wohnungen Begonnen. Die Familien erhielten nur vier Stunden Frist und durften nur die notwendigsten Kleider und Wäsche einpacken, alles andere mußte unter Bewachung französischer Soldaten, die das Bajonett aufgepflanzt hatten, zurückgelassen werden. Die Vertriebenen sind einstweilen notdürftig untergebracht worden.
In Köln erhielten 100 Eisenbahner Befehl, sich mit ihren Familien auf dem Bahnhöfe einzufinden, um aus dem besetzten Gebiet abgeschoben zu werden.
Der Landrat von Wipperfürth wurde zu einem Jahr Gefängnis und 5 Millionen Mark Geldstrafe verurteilt Mit der Ausweisung des Laudrates Burkhoff in Trum in der Eifel und des Beigeordneten Rademacher aus Trier ist nunmehr der letzte Landrat und der letzte Beigeordnete des Regierungsbezirks Trier ausgewiesen wordem »
AAswersungeN ohne Englands Zustimmung.
e-t Aus London wird gemeldet: Im Laufe der Sitzung des Unterhauses hat der Unte^staatssekretär des Auswärtigen Amts Mac Neill in Beantwortung einer Anfrage die Erklärung ahge-p'ben. dst Fünfen Ausweisungen der deutschen Beamte», die von der interalliierten Rheittlandkomumsion angsordnet wurden, wären durch, weg ohne die Zustimmung des eugüschen Kommissars erfolgt. Mac Neill fügt hinzu, der englische Kommissa, habe die Weisung erhalten, sich von allen Entscheidung«' der Rheinlandkommission über Fragen, die sich aus d« Nnhrbesetzuug ergeben, fern zu halten.
Vor der englisch-italienischen Antwort.
o-s- London. Die enalische Note an Deutschland ist fer- tiaaestellt und im Laufe des Freitag Vormittags nach Rom, Paris und Brüssel zur Kenntnisnahme übermittelt wordem 24 Stunden nach Bekanntgabe der Note an die Alliierten Englands, also nicht vor Sonnabend mittag, wird sie dem deutschen Botschafter zur Weitergabe nach Berlin ausaebänöiat werden. Die bisherige Verzögerung der Fertigstellung der Note rührt von einem eingehenden Meinunasaustausch zwischen England und Italien her, der zu einer völlraen Uebereinstimmung zwischen London und Rom über die wichtigsten Gedankenaänge der englischen und der italienischen Antwortnote geführt hat. — Reuter erfährt. daß bisher kein Entwurf der englischen Note nach Paris gesandt worden sei. Aber aller Wahrscheinlichkeit nach werde die Note in ihrer endaültiaen Gestalt der französischen und der belaischen Reaieruna m Uebereinstimmung mit den üblichen diplomatischen Gepflogenheiten mitgeteilt werden, bevor sie Deutschland selbst überreicht werde. Es sei möglich, daß auch eine Kopie an die Vereinigten Staaten gesandt werde. Es verlautet, daß die italienische Antwort sich in derselben Rrchtnna Bewegen werde, wie die britische. London und Rom würden ebenfalls ihre Noten austauschen, bevor sie den deutschen diplomatischen Vertretern ausaeüanöigt würden.
^Frankfurt a. M. Die „F. 3." meldet aus Rom: Die
italienische Note, die nunmehr in der Ansarbesinna be- nriffen ist, wird textlich verschieden von der englischen ansfallesf, aber in aleicher Weise bemüht sein, alle noch vorhandenen Aussichten auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen ans.znnntzen. Zwar verkennt Rom nicht die Schwierigkeiten, nachdem Frankreich durch das Urteil im Krupp-Prozeß und den Paßzwaug die Ge- aensütze gefährlich verschärft hat, doch Möchte Mussolini angesichts der furchtbaren Anssichtett eines Andauerns des dentsch-französischen Konflikts auch die geringsten: Möglichkeiten ansnutzen. Die italienische SIntwort wird! sehr nüchtern fein. Sie wird weder technische Einzelhei-! ten noch Zahlen bringen, Um die frauzösische Ablevulmai zu rechtferiiaeu. aber biuzufüacn. daß eine gemeinsame Antwort der Alliierten vorzuziehen gewesen wäre. Deutschland wird alsdann aufaefordert «»erden, seine Vorscbläae genauer zu umscbreibeu und die Garautieu zu vräzisierell. Ftalieu versichert ferner, feine Gelegenheit zu einer Wiederaufnahme der Berhandlunaen vor- überaehen zu lassen, iedock, dürfe Deutschlaud keine unerfüllbaren Vorbedingungen stellen. Die Note wird ferner die Grüride wiedcrüoleil, weshalb Italien die Ergreifung wirtschaftlicher Pfänder rechtfertigt, jedoch wird sie auch den Unterschied zwischen der italienischen iechnischen Kontrolle mid der französischen Militäraktion darleaen.
Die Teilnahme an dem Schicksal Krupps.
K Essen. Fra« Bertba Krupp von Bohlen und Hal- bach hat sich am Freitag zum Besuch ihres Gatte» nach Düsseldorf begebeu. In den letzten Tagen sind auf der Villa Hügel Hnnderte von Telegrannuen mit den Airs-' drücken herzlichsten Mitempfirrdens sowie flammendster Entrüstung über das unmenschliche Urteil eingelauseu..
Wieder ein Todesopfer.
Fn Werne wurde der Schuldiener ESrhoff beim Ueberschreiteu der Emschertalbabrr von einem französischen Posten durch Kopfschuß getötet.
Französischer Gewaltkitzel.
*m Paris. Während sich die Pariser Presse bis teilt damit begnügt hat, die telegraphischen Berichte ihrer Son- oerkorresovorröenren über den Prozeß in Werden wie- derzuaeberr. saßt nunmehr ein Blatt den Mut, die politische» Motive der Urteilssprüche offen einAuaeftefien. Es handelt sich um den „Ganlois", der in seinem Leitartikel schreibt: Der Charakter der Deutschen sei genug bekannt, um keinen Zweifel darüber zu lassen, daß sie
CMrnie emvsinblich ielen. Da- ber sei man tu Werde« aeWsckffDvraeaaiiaem DaditE, daß die Franzosen Kritvv von Bohlen zu 15 Fahren Ge- 'fänanis verurteilte«.. Bästen sie den Nagel auf den Kopf getroffen. (I!) Das Blatt hofft, daß diese ernste Warnung der Bevülkernna im Rußraebiet und im Rhein- lande, deren Auaen bis setzt ans Berlin allein gerichtet seien und die sich eingebildet hätten. Frankreich werde niemals ihnen aeaenübcr die starke Sand zeigen, die Augen öffnen werde. (!!) Fe nrehr Frankreich gefürchtet werde, um so stärker werde es sein, «msomedr beschlen- uiac es die Lösung, die Unterwerfung Deutschlands unter den Willen der Sieaer.
IWirnWg auf die öW^küslegallo^ -n teiw
»-» Aus Lausanne wird gemeldet: 8lm Sonntag Abeni gegen 9 Uhr wurden die drei Mitglieder der russische«. Delegation, der russische Vertreter in Rom Worowski sowie der frühere Pressechef der russischeu Delegation Arens von der Berliner Botschaft und sein Privalsekre- tär, ein junger Mann von etwa 20 Jahren, im Hotel „Cecil" von einem offenbar im Aufträge der Nativual. liga (schweizerische Faszisten) Haudeiuden Lausannei durch mehrere Rcvolverschüjse schwer verletzt. Worowsk Ist seinen Verletzungen erlegen. Der Zustand der beider anderen Schwerverletzten ist sehr ernst.
OroWer fißörudj englijdimWer Keriegungei
Wie aus London aemeldet wird, hat Lord Curzor den britischen Vertreter in Moskau angewiesen, ir Uebereinstimmung mit der iüuasten Note des „Foreigr Office" mit der ganzen cnalinben Miision nach Enalanl znrückzukebren. falls die Sowielreaieruna die britisch, Note nicht binnen 10 Tagen beantworte oder wenn dieß Antwort offenbar unbefriedigend wäre.
Polnischer Ueverfall auf einen deutschen Zug.
Wie aus Oberschlefien gemeldet wird, wurde daS Zugpersonal des Güterzuges 8965 dieser Tage auf den Güterbahnhof Morgenrot von Polen überfallen. Al^ der polnische Zollbeamte nach der Einfahrt des Zuges wie üblich das Zug- und Begleitpersonal nach Schmug gelsachen untersucht hatte, setzten etwa 30 Mann üb« den Bahnhofszauu hinweg. Eine Baude von 8 Man, drang in den Packwagen ein. Das Zugpersonal würd- mit Gummiknüppeln verprügelt. Dann erklommen üb Burschen die Lokomotive und verprügelten den Heize^ und den Lokomotivführer, den letzteren mit einer Kette Die polnischen Eisenbahner auf dem Bahnhof sahen die sem Treiben ruhig zu. Die Verlctzungeu des deutsche, Persouals — es wurden 7 Mann mißhandelt — sim schwer.
Störung einer Negimeutsfahnenweihe.
^Fn Eileuburg kam es am Sonntag früh anläßlic! der Fahnenweihe des ehemaligen FnianterieregiMent- Nr. 27 Bei einem Amzua zu heftiger, Zusammcustdße, mit Kommunisten, die den Zug zu stören versuchten -Die Fahnenstange des LaudweSruereins wurde zerbro cheu und die Fahne von kommnnistischeu Frauen zerr« seit. Der Konnnnnistenführer Michaelis wurde fdiwe: verlebt. Ebenso erlitten aittb zahlreiche andere Persi^ nen Verletzungen.
Edler von Braun t. ' |
^ Berlin. In der Nacht von Mittwoch zum Donners- ag ist in München in einem Privatsanatormm an den