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Hersfelder Kreisblatt

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

Erscheint Dienstag, Donnerstag nad Gonaabenö. Der Bezugspreis beträgt durch Sie Dost bezogen monatlich 1200 Mk.. fürHersfeld 1000 Mk.. Abholer goo. Mk. / / Anreigen- preis für Sie einspaltige Detitreile oder beren Raum 80. Mk.« für auswärts 100 Mk.. die Reklame,eile 200 Mk. / / Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei in SerSfeld, Mitglied des Vereins Deutscher Ieitungs-Derleger. / / Für die Gchriftleitung verantwortlich Franz Funk in Hersfeld. / / Fernsprecher Nr. 8.

Nr. 60

Dienstag, den 22. Mai

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Volksgemeinschssk.

Von Dr. H. H ersch el, Mitgl. des Reichstages. ,

Sei-' Adam Stegerwald über die Notwendigkeit und öe st wahrer Volksgemeinschaft in Deutsch­land rein -nd schrieb, will und wird der Ruf nach ihr dort nicht u^yr verstummen. Ja, er erschallt angesichts des Ruhrunrechts der Franzosen und Belgier heute lau­ter und eindringlicher wie je zuvor. Aiit Recht.

Es ist ja gemeinsame deutsche Pflicht, mit ruhiger Festigkeit und ohne Unbesonnenheiten weiter abzuweh­ren, was uns im Westen droht. Einfachste Ueberlegung zeigt, daß der Erfolg unseres Widerstandes ganz anders sein muß, je nachdem das ganze Volk ihn leistet m Front und Etappe oder aber wenn entweder gar keine Einheitsfront zustandekommt oder gar, was das Schlimmste wäre, wenn sie nachträglich zusammenbrache.

Andere Nationen hatten schon früher mehr Volksge­meinschaft als wir. Der ®rmtö dafür liegt in unterer unglücklichen Geschichte. Wir litten und leiden zu sehr unter Zerrissenheit. Konfessionell, politisch, sozml wa­ren und sinö wir zerklüftet.

Bismarck brächte uns die deutsche Einheit, aber nur im kleindeutschen Sinne. Die Bestrebungen, eine um­fassende äußere Volksgemeinschaft zu begründen, soweit Sie deutsche Zunge klingt, scheiterten in Weimar an der brutalen Verletzung des Selbstbestimmungsrechtes öur* Frankreich, welches den Anschluß Oesterreichs, an das Reich ebenso verhinderte, wie es später den W-llen des vberschlesischen Volkes mißachtete. Heute ist die äußere Gemeinschaft aufgehoben zwischen uns und den Brilöern und Schwestern, welche Durch den Friedensvertrag und durch den Machtspruch von Genf von uns losgeristen wurden. Freilich wurde das Bewußtsein der Zusam­mengehörigkeit bet vielen durch öie/Trennuna nur noch stärker. Der oberste Rat mochte Macht habe» über Grenzen, über deutsche Herzen hat er keine Macht.

; Neues Unrecht bedroht uns heute im Westen, wo man deutsches Land, sei es wirtschaftlich, sei es auch poli­tisch, von was abschnüren und die vorhandene Volksge­meinschaft erneut schwächen will. Um so stärker muß sie Nun werden. Die Deutschen an der Oder fühlen mit denen an Ruhr und Rhein, wie diese mit ihnen emp­fanden während der Besatzungszeit in Oberschlesien. "irainCT^^^ if len wir. ,. c ,

In Sprache und Gesang waren und sind die Deut­schen von je eins gewesen sowie auch in irgend einer Sehnsucht. Heute muß der Gedanke der^Freihei! glühend erwachen und uns einen. Er regt sich diesseits und jenseits Willkürlicher neuer Grenzen, ebenso wenn wir die Knechtung innerer Bruder fegen, Hallt das Echo der Schüsse von Essen nicht in allen deut­schen Herzen wider? S 0 f f n n n a klingt in uns,, wie sie der oberfchlestsche Dichter Srür. von Eiwendorii unter Fremdherrschaft 1809 erschütternd heute:

Denn eine Zeit wird kommen, da nrucht der ©crr^ciit

Da wird den Falschen genommen ißt schlechtes Reut-

Wie könnte solchem großen gemeinsamen Ziele gegenüber die soziale Schichtung uns Spultnng der Deutschen stärker sein? Heute muß es heißen: Stadt uN d L aN ö H an d in H aN öl Arbeitgeber und Ar­beitnehmer sollen, wie an der Ruhr die fremde Winkuc gemeinsam von Unten abgewehrt wird, auch auMnvar.» zusammengehen. Der Erzeuger muß heute dem Ver­braucher helfen. Es muß die Stoßkraft des Volks ganzen überall zusammengemßt bleiben. Gegenüber den fremden Bedrückern dürfen wir uns nicht im Innern zerfleischen oder auch nur unnötig be-, gen. Etwas wie Burgfriede tut ami) jetzt wieder not im Volke.

Parteien sind da und Parteien sind nötig. Aber, das, worum es jetzt geht, die 9t a t i 0 n, öa^ Leben uno die Zukunft von uns allen, steht den berechirgsten Sonde^- Selen voran. Eine höhere Warte brauchen wir Senfe um die Dinge im rechten Lichte zu sehen, als nur die Zinne einer Partei. .

Kein konfessioneller Hader darf nun unser Bock ent­zweien und lähmem Nicht verwa,chene Ueberzenguu- zen, wohl aber Toleranz, wie die geschichtlichen Bekennt- uisir in Deutschland sie uns lehren sollte, muß Seife uns e«n! 'Damit wird jeder j-i-rer Ueberzeugung am besten dienen. Ebenso aber auch dem Volksganzem Wir brauchen heute weder Kastengeist noch Klan,u- kampf. Der erstere wäre lächerlich, der letztere verdeeb- lich. Also lassen wir beide.

Wie Ost und West sich finden, in gemeinsamer Erinnerung und gemeinsamer Hoffnung, bei dem Ge­danken an das Unrecht an Oberschlesten und an der Ruhr, so müssen und werden sich finden, auch Nord und Süd. Es darf keine geistige Mamlinre geben. Welche fitrcßtßare Tragik, wenn alle die Opfer bey Friedensschlusses und der liltirnate für die ocuiiche Ein­heit umsonst gebracht worden wären, wenn nie Teut­schen selbst jetzt noch nicht verstanden. Miteinander und !füreinander zu leben. Das bedcrrtct seKstverstmAl-ch keineswegs, daß der Eigenart eures so urwüchsigen Volksstammes wie die Bayern es sind, nuht verständ­nisvoll Rechnung getragen werden konute. tbcr ^as . große Ganze muß voranstehen. Noch patzen wir das ' Reich. Das Reich muß uns ble.Sen.

So können wir, wenn wir uns einig, treu und »guten Willens sind, zu wahrer deut ich er Volks- a e m e i n s ch af t gelanaeu. Erho>?en Wit sie vom - jetzigen Lenz nach diesem Winter des Mißvergntigens als wabren Völkerfrüblirrg.

Triumph der OewÄlk.

Die Revision der KE-MuBore« verworse«.

von ichte

Die qeaen das Werdener Urteil von Krupo Bohleu-Halbach und den «MpV-Dlrektoren. em«: Revision ist von dem Nevistousgericht in DuaeleT, ver­worfen worden. Dagegen ist die von demVetr mrtglred Müller eingelegte Revision zugelassen worden.

Das Revisionsgericht Satte sich nach bem.fr^t^Wit Recht nur mit der Gracie von Formfehlern in dem Wev- dener Verfahren zu befassen. Daß solche ^ürnneSler uck hätten finden lassen, wenn der Wille zu einer -feinen her unerhörten Urteile bestanden hatte, kannka;nu einem Zweifel unterliegen. Aber dieser Wille war eben nicht vorhanden: fiat iniustitia, percat mundus das Um'echt des Siegers muß triumphieren um jeden Preis!

Auch die Revision des Todesurteils verworfen.

»^-Das Düsseldorfer Revisionsgericht hat die ReZsieu des vom französischen Kriegsgericht in Düssindor, am 8. Mai zum Tode verurteilten Kaufmanns Schlagewr aus Berlin und des am gleichen Tage zu leSeüslä'.rgliorer Zwangsarbeit verurteilten Kaufmanns Saborvski aus Essen verworfen.

versus

-x^ Französische Bestien. ^

Freitag morgen wurde der Schutzmann Tranb ir Mannheim, der in Zivil an der Neckarbrücke stand, un etwaige Belästigungen der dort liegende h französischer Truppen abzuwehren, von französischen Soldaten fest genommen und in das Wachlokal des Hrfsischen Bahn­hofs gebracht. Traub machte angeblich einen Flucht- ' " süch. Er soll in den Neckar gesprungen sein, um nacl dem linksseitigen Ufer zu schwunmen. Die Franzosen gaben etwa ein Dutzend Schlisse anf ihn ab und ver­letzten ihn schwer, so daß Traub unterzugehen drohte. Mit einem Nachen holten die Franzosen den Schwer- verwundeten aus dem Wasser und brachten ihn nach der iHildaschule, wo die Franzosen einquartiert sind. Die -Herausgabe des Schwerverwundeten haben sie verwei­gert. Im Laufe des Vormittags ist Traub seinen Ver­letzungen erlegen.

Die schwarze SchNtäch.

Mindestens drei farbige Infanterie-Regimenter neu eingerückt. Auster Malaien erscheint in immer stär­kerem Matze der reine Neaertvvus.

Verräter unter marokkanischem Schutz.

Außer den Verrätern Longee und Cassel in Bonn ist nunmehr auch der frühere Bahnunterhaltungsarbei- ter Henk aus Bonn in den Dienst der französischen Re­gie übergetreten. Auf dem Wege von und nach den Ar­beitsstätten werden die Verräter dauernd von drei Ma­rokkanern begleitet und beschützt.

712 neue Ausweisungen!

Nach einer HavasmelSung aus Kobleuz hat die Jn-- teralliierte Rheinlandkommission 712 neue Ausweisun­gen angeordnet, die zum größten Teile Eisenbahn- und Zollbeamte btereffen.

270 Millionen Mark geraubt.

Wie derRheinisch-Westfälischen Zeitung" aus Duisburg gemeldet wird, sind bei der dortigen Zweig- stelle des Barmer Bankvereins 150 Millionen Mark für nichtgelteferte Kontributionsgelder der Stadt Duisburg weggenommen worden.

Von den Franzosen wurden in Düsseldorf die Er- werbslosengelder in Höhe von 11 Millionen Mark be­schlagnahmt. Im ganzen sind hier jetzt 120 Millionen Mark Erwerbslosengelder beschlagnahmt worden. In Vohwinkel wurde der Landrat Dr. zur Rieden ver­haftet.

Zu 10 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Der Arbeiter Banks aus Mitten ist vom Hattinger Kriegsgericht zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in das Militärgefänguis Mitten übergeführt worden.

Drei Direktoren der Auilinfabrik verhaftet.

Drei Direktoren der Basischen Anilinfabrik, Dr. Mohner, Scharff und Krcmsel, sind verhaftet worden.

te'WiW polMNees MS dem WWöket.

»^ Esfe «. Aus gut unterrichteten Kreisen des R»hr- gebiets wird mitgeteilt: Poiucarees Bericht über 6h Rntzrbesetzrmg, der dem Kammerausschutz erstattet wor- Sen ist, hat im RnhrgeSiet berechtiates Erstaunen her- vorgerufen. Mau glaubt, sich hier über den Stand 6« Dinge im Ruhrgsbiet kernerTünfÄung hinzugsben. Di< Kampfmittel der Franzofen werden hinsichtlich ihre, Wirkung durchaus gewürdigt. Indessen ist soviel fidjer, daß es den Franzosen bisher nicht gelungen ist, die Be- fetznug des Ruhrgediets tatsächkich .produktiv z» gek^l- ieu. Der französische MiNistervEsiösut hat wohlweislich darauf verzichtet, das Material der Kammer in voller Offenheit vorzulegen. Alsdann hätte sich die Gelegen­heit geboten, mit der gleichen Offenheit uns aus Grün! zahlenmäßiger Unterlagen Sie französischen Behsns^un- geu im einzelnen zu prüfen nud richtig zu stellen. Ab­solut unsinnig ist die VeSanutuna. daß die Sterilen und Kokswagen, die von den Halden abbefördert werden, zur Zeit die Tonnettzshl erreichten, Sie Dentschland vor der Besetzung geliefert hat.

Frankreichs VerhanSluMsbedingnngen unverändert.

London. Dem Pariser Berichterstatter derTimes" lUsolge, würde der soaeuanute Wafkenstillttand dazu fü6=

ren, datz das Senmächstige deutsche Angebot öffentlich ge- prüft werde. Die Bedingnngerr dieses Waffenstillstan­des müßten etwa folgende sein: 1. Deutschland muß alle Erlasse zurückzieüen, die die Einstellung der Arbeit durch die Bergarbeiter und Eisenbahner sowie die Mitwirkung der deutschen Beamten im Ruhrgebiet zum Zweck hätten. 2. Die Arbeiter und Beamten müßten ihre Arbeit wie­der aufnehmen und die Koülenlieferunaen nicht verhin­dern. 3. Frankreich muß, während es seine Truppen nicht zurückzieht, eine rein überwachende Haltung etn- nehuren. 4. Die Wiederherstellung des normalen indu­striellen und zivilen Lebens im Ruhrgebiet muß fort« dauern bis zu dem Augenblick, da eine Regelung zu­standekommen wird, oder die Verhandlnngen über eine Regelung wieder aufgegeben werden.

Blutige Ausschreitungen auf einer Zeche.

Lw Dortmnud. Anschließend an eine Verfamutlung strei­kender Bergleute der beiden Zechen Kaiserstuhl bildete sich ein stärkerer Demonstrationszug mit mehrerell kom- mnnistischeu Hnudertschasten mit Knüvveln und Hacken an der Spitze. Der Zug bewegte sich zur ZecheMini­ster Stein", um die dortigen Arbeiter.zur Arbettsetn- stelluna zu veranlassen. Die die Zeche besetzt haltenden Polizetbeamten des dortigen Bezirks wurden mit Stöcken und Steinwürfen von den Demonstranten angegriffen. Auch fielen mehrere Schüsse aus der Menge. Im Au­genblick des Eintreffens von Verstärkungen für öle Be­amten, die gleichfalls mit einem Steinhagel empfangen wurden, war das Tor zur Zeche gewaltsam geöffnet worden. Die Polizei machte von der Waffe Gebrauch, lvobei ein Zivilist lebensgefährlich verletzt wurde. Von den Poltzeibeamten sind durch Steiuwürfe und Messer­stiche sechs schwer und drei leicht verletzt worden. Die Morgenschicht der Belegschaft konnte wieder ungestört! arbeiten.

Die Rsquirieruug der Farbstoffe.

-m LuSwigshafen. Zum Abtransport der Farbstoffe aus der Badischen Anilin- und Sodafabrik sind aus dem El­saß ungefähr 300 Arbeitslose, die von den französischen Militärbehörden etngezogen worden sind, eingetroffen. Das Gerücht, daß drei Direktoren der Badischen Antlin- und Sodafabrik von der französischen Besatzungsbehörde als Geiseln festgehalten werden, bestättgt sich. Die drei Direktoreir sind im Hauvtverrvaltnngsgebäude uuterge- bracht und durften erst am Freitag von ihren Angehö­rigen besucht werden. »

g gegen die WseNSaWer.

'r^- ' isieldorf hat die VesatzunaSbehörde einen An­schlag aubringen lassen, durch den die Eisenbahner auf« gefordert werden, binnen 48 Stunden den Dienst wieder aufzunehmen. Bei Nichtbefolgung des Befehls wird Entlassung und Ausweisung der Eisenbahner samt ihren Familien angedroht.

W^ werden die pi;*rei poinearees enttarnen.

Aus Berlin wird gemeldet: Zu den Erklärungen vor den vereinigten Kammerausschüssen, in denen Potn- caree die Bilanz des Ruhrabenteuers gezogen hat, wird eine halbamtliche oder amtliche deutsche Darstellung er­folgen. Die Prahlereien mit den Erfolgen der Ruhr­aktion mögen aber schon jetzt mit dem Hinweis darauf zurückgewtesen werden, daß in der Zeit vom 10. Januar 1922 bis 30. April 1922 von Deutschland an Frankreich und Belgien 3,58 Millionen Tonnen Kohle« geliefert wurden, während sich beide Mächte in der gleichen Zeit dieses Jahres nur 0,26 Millionen Tonnen gewaltsam zu verschaffen vermocht haben. Bezeichnend ist übri--, gens, daß Poincaree die in diesem Jahrerequirierten" Kohlenmengen in Franken bewertet, während er bis daher peinlich darauf achtete, daß die Reparationskohlen immerhin in deutscher Mark bewertet wurden, wie es ja auch der Versailler Vertrag verschreibt. Offenbar wollen die Franzosen einen Vergleich Ser von den deut­schen Stellen freiwillig gelieferten Kohlenmengen mit der geraubten Menge möglichst erschweren. Auch auf diesen Punkt dürfte Sie zu erwartende Seutsche Aus­lassung eingehen. . ~

Was Deutschland geleistet Hak

Der englische Schatzkanzler BalSwin hat im engli­schen Unterhause eine Aufstellung über die bisherigen deutschen Leistungen vorgelegt. Die Nachprüfung durch die Seutsche Regierung ergab, Satz Siese Aufstellung nicht zutrifft, Sa Dentschland bedeutend mehr geleistet hat. Der Reichsfinanzminister Dr. Hermes hat jetzt, wie un­ser Berliner Mitarbeiter hört, den Auftrag erhalten, eine Gegenrechnnug anfzustellen. Sie wird in nächster Zeit bekannt gegeben, außerdem wird sie bei der Abfaf- snna Ser neuen Vorschläge eine Rolle spielen unS den Alliierten zugestellt werden.

Französischer Besuch bei Sen Vasallen.

*h- Ser französische General Lerond ist aus Bukarest in Belgrad eingetroffen. Er bat nach einer Audienz beim König den Miltisterpräsidenten Paschitsch, den Autzenmi- uister Nintschitsch und den Kriegsminister General Pe- schitsch besucht. Die Reise des Generals Lerond be­zweckt, wie die Blätter melden, die Fsstiauna uns Stär­kung des FreunSschafiS-Mdnisses zwischen Frankreich und den Staaten der kleinen Entente. Während seines lOtägigen Aufenthalts in Süöflaroien wird General Le-: ronS die StäSte Nifch, Aaram uns Laibach besuchen und- dann von BelgraS nach Paris zurückkehren. 3 90 Urteile des Militärgerichts in Hattingen.

Bis zum 2. Mai sind vom französischen Mitttärge-ß richt in Hattingen 90 Bürger verurteilt worden, davon zwei Arbeiter in Abneseuhert zum Tode wegen angeb-z lichen Angriffs auf einen französischen Offizier. Ins-; gesamt sind 13 Jahre i Monate 23 Tage Gefängnis ^ und 76 675 000 Mark Geldstrafe verhängt ffi®'^