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Hersfelder Kreisblatt

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

Erscheint Dienstag. Donnerstag unS Sonnabend. Der Bezugspreis beträgt durch die Dost bezogen monatlich 1200. Mk.. für Hersfeld 1000 Mt.. Abholer 900. Mt. / / Ameiaen- p^is für Sie einspaltig? Vetitzeile oder deren Raum 80 Mk., für auswärts 100 Mk.. die Reklamezeile 200.- Mk. / / Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei in Hersfeld

Mitglied des Vereins Deutscher Zettungs-Derleger. / / Für die Gchriftleitung verantwortlich Franz Funk in Hersfeld. / / Fernsprecher Nr. S.

Nr. 61 Donnerstag, den 24. Mai 1923

WWWWWn und krlelienrwiiis.

.Das Wort Faszismus ist jetzt Ät Schlaawort ge- uwröen, und Schlagworte sind immer gefährlich, da sie rasch rrreführend werden und verwirrend wirken. Ueberall sieht man sofort faustische Gefahren, wo sie im Traume garnicht existieren. Damit soll nicht bestrit- ten werden, daß der Faszismus zur Gefahr werden kann, wo er keine Berechtigung hat. Europa befindet sich jetzt in einem psychovathischen Zustand. Alle Völker leiden jetzt an Psychosen, an Mißtrauen und Verfolgungs- wahn. Und daher die europäische Zerfleischung und die Unmöglichkeit gegenseitigen Bersteüens. Daher das Recht der Macht und die Ohnmacht des Recht. Verträge werden geschlossen und durchs Schwert wieder zerrissen. In Lausanne sucht man das schwierige türkische Problem mit dialektischem Scharfsinn zu lösen und die glimmen­den Funken zu zertreten, und hier und da züngeln doch plötzlich Flammen auf, die sich durch das Papier nicht ersticken lassen. Die griechisch-türkische Spannung droht zum Konflikt zu werden, und in derselben Stadt, wo jetzt die Friedensgöttin sich vergeblich abmüht, geschah der Gesanötenmord, dessen Folgen noch nicht auszuöen- ken sind. Sofort ertönte wieder das Wort Faszismus, so schwer er gerade mit der Schweiz vereinbar ist. Faszismus gegen Bolschewismus. Und vielleicht ist der Kern dieses Attentats doch nur eine Vrivatrache mit po­litischem Einschlag. Conradi gegen Worowski. Der Rä­cher des Todes seines Vaters an dem Vertreter der Sowjetregierung, die ihn verbrochen hat. Aber selbst wenn der Mord nur reiner Privatrache entsprang, er kann noch schwere politische Folgen zeitigen. Die rus­sische Gefahr existiert für die Westmächte. Moskau ist allzusehr mit den Vorgängen im nahen Orient verfloch­ten, und gerade Lausanne ist ihm zum Aergerniß ge­worden. Und auch die englisch-russische Spannung ist nicht dazu angetan, die Orientgefahr zu bannen. Viel­leicht gelingt es Krassin, in London noch eine Verständi- gungsbrücke zu schlagen: aber dann bleibt immer noch die Frage: auf wie lange? Denn heutzutage gleicht die europäische Politik einem reißenden Strome und nicht dem breiten Stufte, der Schiffe der friedlichen Arbeit trägt. Einst aber wird die Geschichte zeigen, daß sich Deutschland aus ihm wie eine Stufet erhob, auf der die Friedenssaat immer und immer wieder ausc-eBeut verworfen worden, England tat's mitgroßer Enttäu­schung" und Italien mitErstaunen und Bedauern". Aber beide verlangten neue, erweiterte Vorschläge und baldige neue Entschließung. Und die deutsche Regierung hat sich unermüdlich an neue Friedens arbeit gemacht. Deutschland will das Aeußerste für den Wiederaufbau leisten, nur nicht seine Souveränität und Rhein und Ruhr zum Opfer bringen. Stresemann fand die rechte Formel: Die politische AreMit soll uns höher ließen As die materiellen Leistungen. Ein Volk, dem die Frei­heit nicht wirtschaftliche Leistungen wert ist, mag viel­leicht wieder Wohlstand erwerben, hat aber die sittliche Grundlage zu seinem Wiederaufbau vernichtet. Kür die Freiheit von Rhein, Ruhr und Saar dürfen wir keine wirtschaftlichen Opfer scheuen, sofern sie in- unseren Kräften stehen. Das ist Deutschlands Opferwille. Stete Lchulönerarbeit will es leisten, aber nicht die eines Lchulöknechtes, selbst wenn es sich damit die Fleischtöpfe Aegyptens erwerben könnte. . C. M.

Ungeßeurß KWMe tettel

« Aus Network wird gemeldet: Der bisherige unpaL teihföe Vorsitzende der gemischten deutsch-amerikanischen Kommission zur Prüfung der deutschen und amerikani­schen Forderungen, Day, hat sein Amt niedergelegt mit der Erklärung, die vom amerikanische« Staate an«emel- deten Ersatzansprüche seien zu ungeheuerlich, als daß er sie vertreten könne.

Also auch die Vereinigten Staaten, aus die das deutsche Volk immerhin noch eine gewisse Hoffnung ah setzen geneigt war, daß sie die Wiederherstellung des Handels mit Deutschland wichtiger als hohe Emschädt- gungsforderungen ansehen und gegebenenfalls Deutsch­land noch inirÄ Gewährung von Anleihen für dre Erfül- lmm seiner Zahlungsverpflichtungen aus dem Verfail- ler Diktat unterstützen würden, stellen selbst Ermtzan- sprücke, die einem unparteiischen Beurteiler so unge­heuerlich erscheinen, daß er es ablehnt, sie zu vertreten. Daraus können wir auch ersehen, wie wertlos und falsch es gewesen ist, unsere Entschädigunasangebole zum Teil »ou tniernatioualen Anleihen abhängig zu machen, die von einem Lande gegeben werden sollen, bet» selbst über alles Erwarten hohe Ansprüche stellt, die Denti hlaud zu befriedigen über die Zahlungen an die Alliierten hinaus wohl nicht in der Lage sein würde. Zwar kennen wir die genaue Summe der amerikanischen Forderungen nicht, aber die schon früher bekannt gegebenen waorschein- lichen Ziffern waren außerordentlich hoch. Deutschland kann auf auswärtige Hilfe in seinem schweren Daseins­kampf nicht rechnen. Dieser Erkenntnis darr sich- nie­mand verschließen. Und sie muß das Ziel unserer Po­litik und unseres Handelns fein.

j Kammerdebaite Wer die NAhrkrediLe-

| Die französische Kammer hat die Beratung der von yber Regierung angeforderten Kredite für die Overatio- z neu an der Ruhr begonnen. Für die Debatte, die die Zeit Wochen erwartete Aussprache über die Ruhr- und Meparationspolitik der fratuöfiMen Regierung bringen iwird, find bereits mehr als 20 Redner eingeschrieben, yunö man rechnet damit, daß sie die Sitzungen bis zu 8Ende der Woche ausfüllen wird. Als erster ergriff Abg.

Barthomder ehemalige Präsident der Revaratconskom-

Mission, das Wort. Deutschland sei den ihm im Bersail- ler Vertrag auferlegten Verpflichtungen niemals nach­gekommen. (!) Die von ihm geleisteten geringfügigen Zahlungen (!) und Restitutionen seien unter dem Druck der Gewalt und erst nach Ueberwindung großer Schivie- rigkeiten erfolgt. Bereits am 80. März 1920 habe sich die Revarationskommission gezwungen gesehen, die erste vorsätzliche Nichterfüllung Deutschlands bei den Kohsiil- lieferungen festzustellen. Drei- oder viermal habe die Kommission in der Folgezeit Verfehlungen Deutschlaudo zur Kenntnis der alliierten Regierungen aelangetl lassen. Bereits auf der Londoner Konferenz habe Deutschland so offenkundige Beweise seines bösen Willens (!) gege­ben, daß die Gesamtheit der alliierten Delegationen dar­über aufs äußerste entrüstet gewesen sei. An Stelle der damals als Gesamtbetrag der deutschen Schuld festgesetz- , tot 132 Milliarden habe die deutsche Regierung gewagt, 30 Milliarden anzubieten.

Der AbiraySpori der Ferbstoffe.

In der Badischen Anilin- und Sodafabrik sind die von den Franzosen eingestellten Arbeiter ununterbrochen von morgens 4 bis abends 7 Uhr in verschiedenen Schichten damit beschäftigt, die beschlagnahmten Farb­stoffe abzufahren. Obwohl nach dem Versailler Vertrag den Franzosen nur das Recht zusteht, 25 Prozent in An­spruch zunehmen, verladen sie bedeutend größere Mengen,

r Etkel

erschien im TeleMapheuamt in Wanne ein Franzose, der ein Telegrannn aufgeben! wollte. Der Beamte weigerte sich, dieses anzunehmeru Eine Stunde darauf wurde der Postdirektor Hartwig aus seiner Wohnung geholt und über die Einbruchs­grenze ins unbesetzte Gebiet gebracht. Nachdem Wanne am Montag besetzt worden war, wurde am Dienstag auch Eitel mit einem Bataillon französischer Truppen belegt.

Verzögerung des deutschen «chrittes. , k Wie aus Berlin gemeldet wird, dürfte der englische Regierungswechsel eine Verzögerung des neuen deut­schen Schrittes in der Entschädigungsfrage nach sich zie­hen. Dre deutsche Regierung wird zunächst die genaue

_ er die neuen Maßnahmen sind fortgesetzt worden, ben aber zu keinem abschließenden Ergebnis gefiihrt.

ArzsfchalwKg der Ruhrfrage?

In Berliner Bank- und Industriekreisen ist man der Auffassung, daß zu wenig in der deutschen Ocffentlichkeit die Adlehnung der Ruhraktion in der englische« rmd ita­lienischen Note beachtet wurde. Tatsächlich haben diese beiden Alliierten Frankreich eine Absage erteilt, die frei­lich nur von Frankreich verstanden zu fein scheint, denn Frankreich hat darauf hin sofort mit den Alliierten Ver­handlungen aufgenomnren, um sie umzustimrnen. Man erwartet jetzt in den Berliner maßgebenden Kreisen, daß die Regierung sich zu einer einheitlichen Note entschließt, die gleichsam an alle Mächte geht, die aber jede Berüh­rung der Ruhrfrage und des passiven Widerstandes ver­meidet. Man hält eine Lösung der schwierigen Ruhr- frage nur auf diese Weise für möglich und für klug, wenn Deutschland sich über die Ruhrfrage allein mit Frankreich zu verständigen versucht und die übrigen Al- lterten nicht hineinzieht. Diese Taktik wird unterstützt durch die Erklärung der Ruhr-Industriellen, daß der passive Widerstand noch viele Monate fortgesetzt werden könnte. Auch der Allgemeine Deutsche Gewerkschafts­bund hat einen Beschluß gefaßt, den Widerstand unein­geschränkt fortzusetzen.

Die Frage der Garantien.

Wie unser Berliner Vertreter zuverlässig hört. Hat sich die Industrie nunmehr hinter die Regierung gestellt und bereit erklärt, die von der Regierung verlangten Garantien zu übernehmen. Nur Hugo Stinnes hat es bisher abgelehnt, der Regierung zu folgen. Man bringt seine Haltung damit in Zusammenhang, daß er wieder mehr nach dem Osten orientierte Geschäfte sucht. So hat er der Sowjet-Regieruug einen großen Kredit bewilttgt und einen regen Hairdel mit Polen aufsen^muten.

Boldroln Itoiflfolger Sonor Eams.

Sir Robert Hörne wieder SchaManzler.

W Aus London wird gemeldet: Der König hat Diens­tag nachmittag 4 Uhr nach einer einstündigen Bespre­chung den Schatzkanzler Stanley Baldwm mit dem Po­sten des Ministerpräsidenten betraut und ihn beauftragt ein neues Kabinett zu bilden. Baldwin hat sein Amt sofort übernommen und dem König mrtgeteilt, daß er die Absicht habe, vorläufig nur einen Posten im Kabinett neu zu besitzen, n. zwar das von rhm bisher rnnegehabte Amt des Schatzkanzlers. Der hervorragende Wirtschafts- politiker der Chamberlain-Gruppe und Schatzkanzler im Koalitionskabinett Lloyd George. Sir Robert Hörne, hat das Amt eines Schatzkanzlers übernommen. Damit ist der bisher bestehende Gegensatz innerhalb der Konser­vativen Partei eridgültig beigelegt worden.

Dienstag mittag fanden zwei Konferenzberatungen statt, deren Ergebnis den Entschluß des Kmrigs entschei­dend beeinflußt hat. Die vom König um Rat befragten Minister traten Dienstag mittag zu einer Besprechung zusammen und beschlossen einstimmig, dem König zu empfehlen, den Schatzkanzler Baldwin mit der Neubil­dung des Kabinetts zu betrauen. Der König entsandte seinen Privatsekretär zu Lord Curzon, um an den Au- ßenminjster die Frage zu richten, ob er bereit sei, in

einem Kabitlett des viel jüngeren Baldwin sein bishe­riges Amt weiterzuführen. Lord Eurzon hat sich sofort bereit erklärt, in einem Kabinett Baldwin das Außeumi- nisterium beiznbehaltclt: ein ungeheures persönliches Opfer für den ehrgeizigen Staatsmann, das ihm vielleicht mehr als jede schöpferische Tat seiner Reformvolitik die ihm bisher vorenthaltene Beliebtheit im englischen Volke einträgt. Am Mittlvoch wird die amtliche Liste des neuen Ministeriums veröffentlicht mtö am Montag wird sich das neue Kabinett voraussichtlich dem Parlament vor­stellen.

Für die Ernennung Baldwins zum englischen Mi- nisterprüsidentefl sind mehr innerpolitische als außenpo« litische Gründe maßgebend gewesen. Baldwin dürfte es viel eher möglich seht als Lord Eurzon, die englischen innervolitischen Fragen, die sich aus der Arbeitslosigkeit ergeben, zu lösen. Außenpolitisch ist Baldwin ein unbe­schriebenes Blatt. Vielleicht wäre hier vom deutschen Standpunkte aus eine Ernennung Lord Curzons zum Nachfolger Bonar Laws mehr zu begrüßen gewesen, Sowohl Baldwin als auch Eurzon gehören der Konser­vativen Partei an, nur kann Baldwin als der konserva­tivere gelten. Er gehört also dem rechten Klügel an, der eine bessere Zusammelrarbeit mit Krankreich befürwor­tet. Ob die englische Politik im gegenwärtigen Augen­blick einen anderen Kurs nehmen wird als unter Bonar Law, ist nicht wahrscheinlich. Baldwin und Eurzon ha­ben während der Krankheit des bisherigen Premiermi­nisters die polittschen 6stschäfte geleitet, und es ist anzu- nehmen, daß auch Baldwin allein sie in dem Sinne Bo­nar Laws weiterführen wird. Die rechtskonservative und besonders die franzosenfreundliche Londoner Presse erwartet von Baldwin eine gradlinige Fortsetzung der Politik Bouar Laws. Auch in Berliner Regterungs- kreisen ist man der Ansicht, daß die Wahl Baldwins keine Aenderung in der Haltung Englands, besonders gegen­über dem Entschädigungsvroblem, bedenterr werde.

Baldwin zur Entschädignitgsfrage.

In einer Rede, die setzt nach der Annahme des Po­stens eines Ministerpräsidenten eine besondere Bedeu­tung hat, verwies Stanley Baldwin auf die Bedeutung eines völligen Friedens in Europa im Zusammenhang mit der Wiederherstellung des Handels. Er sagte u. a., es öhnte keine allgemeine Ausnahme des Wandels w»

Problems zwischen den eutschen und den Alliierte« erfolgt fei. Es bestehe natürltd) eine Lage von außer-, ordentlicher Schwierigkeit durch die wirklichen Mei^ nungsverschiedenheiten zwischen Frankreich und Belgien auf der einen und Großbritannien auf der anderen Seite.' Man müsse jetzt auf weitere Mitteilungen von Deutsch» land warten, die, wie zu hoffen, etwas enthalten wur­den, was eine Bereittbarrtug zwischen den Alliierten zu­stande bringen und schließlich zu einer Regelung führen werde.

. Die Rückfragen in Lonhon abgeschlossen. ' »-«-London. Fn hiesigen unterrichteten Kreisen verlau­tet, daß die deutschen Rückfragen über die englische Re» varationsnote in Berlin bei Lord d'Abernon und dem hiesigen Auswärtigen Amt zu einem befriedigenden Ab^ schlutz geführt hätten. Die neue deutsche Note werde zwar keine höhere Endziffer enthalten, aber wohl die; von Lord Eurzon geforderten größeren Garantien der deutschen Industrie. Man nimmt in hiesigen diploma­tischen Kreisen an, daß England, Belgien und Italien einen sehr starken Druck auf Frankreich ausüben wür» den, um Paris zur Teilnahme an interalliierten Besv.xe>- chunaen über die neue deutsche Note zu bewegen.^

Die Vorbereitrmg der neuen Note.

»-»Berlin. Die Beratungen innerhalb der ReareruM Über eine neue deutsche Entschädigungsnote dauern fort: Die Beratungen sind jedoch noch nicht soweit gediehen«' daß in einer Besprechurig mit den Parteiführern ein: genauer Vorschlag gemacht werden könnte. Der von der Regierung vorbereitete Schritt erfordert wohl in der. Sache als auch in der Form eine genaue Durchberatungt Es dürften daher noch einige Tage vergeben, bis ge» nauere Mitteilungen gemacht werden können. Es er«, scheint verfrüht, die Note Ende dieser oder anfangs näch­ster Woche zu erwarten. Auch die Führer der Industrie sind bis zur Stunde noch nicht gehört worden.

Beschlagnahme von Koksliesernngen an Holland..-1 ^Berlin. Nach Blättermeldungen aus Gelsenkirchen haben die Franzosen aus der in Gelsenkirchen-Bismarch eingerichteten Kontrollstelle mehrfach Kokswagen aus' den Güterzügen herausgenommen und auf die milita- risierte Strecke übergeleitet. Das Zugpersonal wurde verhaftet, weil die Franzosen annahmen, daß der Koks in das unbesetzte Gebiet geschmuggelt werden sollte. Bet dem beschlagnahmten Koks handelt es sich in WirMch- keit um für Holland bestimmte vertraglich zu liefernde Koksmengen. «

Noch 28 DeMsche in Amerika interniert.

Der VolksbundRettet die Ehre" gibt folgende Nachricht aus: In der amerikanischen Wochenschrift Jssues of To-Day" vom 24. März 1923 berichtet Char­les Nagel, daß im Gefängnis zu Leavenworth noch 28 Internierte sitzen, die in Chicago während des Krieges ' auf Grund von Anklagen, die das Appellationsgertcht Zurückgewiesen hatte, verurteilt wurden. Man hat ihnen die Freiheit angeboten, wenn siewiderrufen wollen". Sie haben sich geweigert,ihre Freiheit" durch unehren­hafte Versprechungen zu erkaufen. Diese Unglücklichen haben bereits längere Freiheitsstrafen verbüßt, als diÄ Anklagen nach amerikanischen Gesetzen zulassen. Ehar-»r leg Nagel fordert ihre Kreilasiuna. weil das. was .fie