Hersfelder Kreisblatt
Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld
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Nr. 81 Dienstag den 10. Juli 1923
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^ Aüs London wird gemeldet: Die ungeheure Bedeutung, die man hier den gegenwärtigen politischen Verhältnissen zumitzt, zeigt sich darin, daß ein ernst zu nehmendes Organ wie die Wochenschrift „Aulook" schreibt: Dies sind Tage der Geburtswehen eines neuen Europa. Von dem Ergebnis der jetzigen Verhandlungen verspricht sich „Aulook" nichts mehr, denn Poincarees Antwort sei nur eine Wiederholung der ablehnenden Erklärungen seines Botschafters. Wenn aber der Bruch zwischen zwei Parteien unheilbar sei, dann bleibe nichts als die Scheidung übrig. Die europäische Geschichte zeige, daß zwei vorSerrschende Mächte auf die Dauer keine .verschiedenen Ziele verfolgen könnten. Eine künftige Zusammenarbeit Frankreichs und England habe Frankreich unmöglich gemacht. Ob sie es nun wollen oder nicht: Deutschland, Italien und die kleinen Mächte seien ge» zwungen, sich entweder England oder Frankreich anzu- schließen. Ebenso hält die „Nation" die Lage so gut wie hoffnungslos. Seit 1920 habe Europa keine solche Krisis erlebt, und der wahre Grund des französisch-engli- schen Streites liege viel tiefer als in der Frage des vas- üven Widerstandes. Seit dem Abschluß des Friedens- vertrages habe Frankreich kein anderes Ziel verfolgt, «als Deutschland zu zerstückeln. Eine solche Politik könne England aber im eigenen Interesse nicht mitmachen. In dieser Beziehung sei es vollständig gleichgültig, wer Pre- hnermmifter des Landes sei. Daran, daß Poincaree dies glicht erkannt habe, seien Blätter wie die „Daily Mail" und die „Morningpost" schuld. Die Rolle, die diese und ähnliche Zeitungen zur Ermunterung Poincarees, ohne sich um die englische Regierung zu kümmern, gespielt hatten, m dem sie Poincaree einredeten, er habe das englische Volk hinter sich, verdiente ehte ernste öffentliche Unterstützung. Die Wochenschrift „Spectator", die die Hoffnung noch nicht ganz aufgibt, schreibt: Trotzdem, wenn England zwischen der Freundschaft mit Frankreich und der eigenen Sicherheit und Wohlfahrt zu entscheiden habe, dann müsse es sich für die eigene Sicherheit entscheiden. Jeder Tag verringere die Hoffnung auf Wiederherstellung Europas. Man nähere sich in gefähr- icher Weise der Zeit, da Deutschland seine letzte Kraft
daß England, falls es nicht
isen. Die Lage würde hierdurch ^um klaE Abschluß kommen. Schließlich bestätigt noch die
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. _......... ■ .. .... gemeinsam mit Frankreich handeln könne, seine eigenen Wege gehen Müsse. Poincaree habe ihm keine andere Wahl gelassen. Das Blatt macht den Vorschlag die Entschädigungsfrage dem Völkerbünde au überweisen. • - -■-«■—■
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►* Die in Paris vorliegenden Meldungen aus London lauten außerordentlich pessimistisch. Man erwartet, daß ein Kabinettsrat am Dienstag die Entscheidung darüber fällen wird, ob die englische Regierung ihren Meinungsaustausch mit Paris und Brüssel fortsetzen oder die mehrfach angekündigte diplomatische Sonderaktion einleiten werde. Die Hoffnung auf eine Verständigung sei außerordentlich gering. Auch die Entwicklung in der Einstellung Amerikas den europäischen Angelegenheiten gegenüber gebe zu lebhafter Berunruhigung Anlaß.
Der britische GesnndheitAminister Neville Chaim- berlai» hielt in Birmingham eine Rede, in der er an- kündigte, daß Baldwin tu allernächster Zeit eine diplomatische Aktion unternehmen werde. Die einzige Wolke am Horizont, so erklärte er, sei die Besetzung des Ruhr- gebiets, die von den Franzosen gegen unseren Entschluß unternommen wurde und deren Ergebnisse unsere Befürchtungen wahr gemacht hätten. Die Besetzung habe den Franzosen nichts eingebracht und in England hätten sich ihre Folgen in Form einer Beeinträchtigung des Handels bemerkbar gemacht.
Der franzsUch-belgifche Protest
Die Antwort des Außenministers.
Der französische Botschafter und der belgische Gesandte in Berlin haben den Protest ihrer Regierungen gegen die Sabotageakte im Ministerium des Aeutzeren dem Reicksminister Dr. von Rosenberg übermittelt. Ein Ultimatum wurde nicht gestellt, sondern lediglich gefordert, daß die Reichsregierung ihre Mißbilligung der Attentate und Sabotageakte im besetzten und Einbruchs- gebiet ausspricht.
Der Reichsminifter des Auswärtige» antwortete den beiden Missionschefs, daß der Vorfall auf der Rhein- brücke der deutschen Regierung selbst erst durch Zer- tungsmeldungen bekannt geworden sei. Ihre Versuche, sich ein klares Bild davon zu verschaffen, seien gescheitert, was nicht zu verwundern sei, da die deutschen lokalen Behörden keinerlei Möglichkeit hätten, den Sachverhalt an Ort und Stelle nachzuprüfen. Aber selbst, wenn an dem Vorfall Deutsche beteiligt gewesen sein sollten, könnte nicht »»gegeben werden, daß dre deutsche Regierung irgend eine Verantwortung dafür trage oder in irgendeiner Weise zu derartigen Aktionen ermächtigt habe. Die von der deutschen Regierung nach Beginn der Ruhraktion erlassenen Verordnungen waren nicht die Ursache, sondern die Folge des spontanen, aus der Bevölkerung erwachsenen Widerstandes. Die Beileidstelegramme im Falle Schageter seien eine natürliche und durchaus selbstverständliche Knndaebnng, nachdem ein deutscher Mann von fremden Kriegsgerichten aus deutschem Boden für eine wahrlich nicht aus ehrlosen Motiven begangene Handlung widerrechtlich verurteilt und hinge- kichtet worden sei. Es stehe jedoch außer Zweifel, daß seine Absicht nicht aus B>-^vergießen, sondern darauf gerichtet war, den Besatz-; ^Struppen die unrechtmäßige
Benutzung deutscher Ve lehrsmittel unmöglich zu machen. Eine Verdrehung der Begriffe sei es, wenn sich jetzt Frankreich und Belgien für berechtigt hielten, Deutschland für die Folgen ihres widerrechtlichen Einmarsches in das Ruhrgebiet und für die Folgen des maßlosen Terrors der Besatzunqstruppen verantwortlich zu machen. Man dürfe nicht vergessen, daß, bevor irgendeinem Belgier oder Franzosen im besetzten Gebiet auch nur ein Haar gekrümmt worden sei. bereits mehr als zwanzig Deutsche schuldlos ihr Leben unter den Kngeln der Besatznugstruppen eingebüßt hätten.
Ein C "waltakt, wie er nach der französischen und belgischen Darstellung auf der Duisburger Brücke begangen worden sei, liege nicht in der Absicht und der Politik der deutschen Regierung, die nichts unterlasse, um die beteiligte Bevölkerung zum besonnenen Ans- Harren aus der Linie des passiven Widerstandes zu be-' wegen. Die Angabe, daß man am Ort der Tat Trümmer einer Bombe gefunden habe, könne jedoch keineswegs genügen, um die deutsche Regierung von einer verbrecherischen Beteiligung Deutscher zu überzeugen.
In diesem Zusammenhänge müsse z. B. daran erinnert werden, daß sich nach französischen Meldungen in letzter Zeit wiederholt Fälle ereignet hätten, daß französische Soldaten von ihren eigenen Kameraden erschossen worden seien. <
Was die deutsche Mitwirkung bei der Wetterbehand. lung des Falles anlangt, so werde die Reichsregterunc sich dazu äußern, sobald ihr in konkreter und fubstan- zierter Form das Ergebnis der bisherigen Untersuchung vorgelegt werde. Im übrigen sei zu bemerken, daß du deutsche Regierung in mehreren Fällen gefordert habe den deutschen Behörden zu einer Untersuchung an Ori und Stelle Gelegenheit zu geben. Dieser Forderung sei niemals entsprochen wordeu. Ebensowenig habe die französische Regierung auf den wiederholten Vorschlag eine internationale Kommission zur Feststellung des Tatbestandes einzusetzen, eine Antwort erteilt.
Französische Drohung.
»-»Die Pariser Morgenblätter begnügen sich in der Mehrzahl damit, die britischen Kommentare ihrer Ber- Uner Berichterstatter zu dem Schritt der diplomatischen Vertreter Belgiens unii ^raiffBMrrmr^^
Minister des Auswärtigen Dr. von Rosenberg in der Sabotagesrage wiederzugeben. So spricht der „Mattn" von einer ungerechten Auslaffung des deutschen Ministers des Aeutzern. Es sei klar, daß Herr von Rosenberg nicht eine derartige Sprache führen würde, wen» seine Beziehungen zn London ihm nicht Grund gäbe« seine Hoffnung auf die englische Regierung zn setze« Doch Belgien sei bestrebt, das Einvernehmen zwischen Frankreich und England in der Entschädigungsfrage wieder herzustellen. Darüber aber müßte sich Belgien klar sein, daß England die deutsche Regierung in ihrem Widerstände ermutige. Da man eine gerechte Anforde- mng nach Berlin geschickt habe, sei es klar, daß man sich nicht mit ausweichenden Antworten begnügen werde. Als man diese Aufforderung formulierte, habe man auch Maßnahmen vorgesehen, die im Weigerungsfälle oe*' troffen werden sollen.
Keine Abberufung der Botschafter.
»-»Nach einer Meldung aus Paris stellt der „Temps" fest, daß die Anregung zu der französisch-belgischen Demarche von der Brüsseler Regierung ausgegangen i'et.i Ob nach dem Ergebnis dieser Demarche die Abberufung des französischen Botschafters und des belgischen Gesandten von der wohl voreilig gesprochen wurde, wirklich erfolgen würde, läßt der „Temys" dahingestellt. Durch eine „Sanktion" müsse man denjenigen, den man treffen wolle, am empfindlichsten Punkt treffen, sagt das offiziöse Blatt.
•# Bawwkn krängt auf Entscheidung. W
** London. Der diplomatische Korrespondent der „Sun- day Times" erfährt, daß im Laufe dieser Woche eine Entscheidung fallen werde, wenn auch nicht feststehe, daß Baldwin seine erwartete Erklärung im Parlament abgeben werde. Der Korrespondent schreibt weiter, Baldwin habe genug von Unterhandlungen, die die Dinge nicht fördern, und werde Poincaree eine entscheidende Mitteilung zugehen lassen, daß der britische Fragebogen ohne weiteren Verzug beantwortet werden müsse.
*♦ London. Die Morgenblätter erklären, daß die Lage sich in den letzten Tagen nicht geändert habe, halten es aber unter Hinweis auf die Erklärungen Churchills und Armeys für sehr wahrscheinlich, daß im Laufe dieser Woche eine Entscheidung fallen werde. Die Ansichten gehen darüber auseinander, ob noch mit dem Eintreffen einer schriftlichen Entwort Poincarees zu rechnen ist. Den „Times" zufolge wird ein Kabinettsrat abgehalten werden, in dem voraussichtlich auch die Ent- schädigungssrage erörtert werden dürfte.
»-»London. Die Morgenblätter sind allgemein der Ansicht, daß nach den letzten Erklärungen Churchills und Amerys sich die Verhandlungen unter den Alliierten entscheiden müssen. 1
Der Schritt des Papstes in Paris «nd Brüssel. ,
** Rom. Ueber den vor einigen Tagen erfolgten neuen Schritt des Papstes in Parts und Brüssel veröffentlicht der vatikanische „Osservatore Romano" folgende offi- fiöse Darstellung: 9Za6 Zeitungsmeldungen haben die Franzosen die belgische Regierung wegen des Attentats »om 30. Juni gegen einen belgischen Urlauberzug bei Duisburg beschlossen, strenge Maßnahmen zu ergreifen. Nachdem der Heilige Vater die Attentate im Ruhrgebiet gedauert und die deutsche Regierung angeregt hatte, sich feinem Bedauern anzmcb ließen und alles zu vermeiden.
vas eine Verständigung erschweren könnte, hat der apo- äolische Nuntius in Paris und der päpstliche Geschäfts-, räger in Brüssel der französischen und der belgischen! Negierung mitgeteilt, daß der Heilige Vater hoffe, daß keine Maßnahme ergriffen werde, die die Spannung mit- küren entsprechenden Folgen vermehren würde. j Der Eindruck der Berliner Besprechungen beim Vatikans »-cRom. Es wird mitgeteilt, daß der von der Reichs-, cegiernng über die Unterredungen des Reichskanzlers' Üit den: 9tuntiu§ Pacelli herausgegebene Bericht im Vatikan mit großer Befriedigung aufgenommmen worden ist.
Die Duisburger Explosionskatastrophe.
** Paris. Durch die Veröffentlichungen des W. T. B. rnd des „Ossek'vatore Romano" gezwungen, gibt die klgence Havas zu, daß in den letzten Tagen ein Sekre-- tär der päpstlichen Nuntiatur in Paris voraeiurodteu and eine Erklärung abgegeben habe, die sich mit dem Veröffentlichungen des „Osservatore Romano" decke.
hat von der Pariser Regierung die Antwort erhal- en, daß bisher wegen des Duisburger Attentats nur sie belgische Regierung Maßnahmen veranlaßt habe, laß aber auch die frauzösische Regieruna gezwungen verden würde, Maßregeln zu ergreifen, um die Wieder-! wluug derartiger Attentate zu verhindern. I
Deutsche Geiseln auf belgischen Militärzüge« t
»-»Duisburg. Die Belgier haben ihre Drohung vom konnabend voriger Woche wahr gemacht und führen in federn Zuge der Strecke Buer-Oberhausen 50 Devtscho ils Geiseln mit. Die Geiseln, die den angesehensten Be- »ölkernngskreisen angehören, werden für jeden Zug neu lefttmmt.
Der Plan der Besetzung Cassels.
»-»Paris. In dem englischen Kabinettsrat werden, wie •er „Neuyork Herald" wissen will, Baldwin 9 Fragen »etreffenö die Ruhrokkuvation vorgelegt werden. Dar- lnter wie die Frage eines Mitglieds der Opvositiöns- «arteien sein, ob die britische Regierung offiziell von der »eplanten Besetzung Frankfurts itnö Cassels Nachricht irhalten habe und welche Maßnahme» sie zu ergreifen reabsichtige. Baldwin wird wahrscheinlich vorschlaaen, sie deutschen Borschittge als Grundlage für weitere Ver-
mudlunaeu auzuerkeunen.
Sabotageakte. ’
»-»Paris. Nach einer Havasmeldung aus Coblenz hat »er Negierungspräsident der Rheinprovinz eine Mtt- ieiluug ansMagen lassen, die sich mit energischem Nuch- sritd gegen alle Sabotaacakte wendet. Dieser Anschlag, v setzt das Havasbüro hinzu kann als Zeichen für einen rmschwung der Auffassung der Deutschen angesehen verden und als ein Beweis dafür, daß die Retchsrogte- rung eine Weisung in diesem Sinn nusnegeben habe.
i Ms dem besetzte« GeMV ^
►* Nach einer Havasmeldung sind in der Nacht vom S. zum 6. Juli in Dortmund sämtliche militärische» Te- kephouleitnugen -nrchschnitte« worden. Der Stadt i9 dafür eine Buße von 100 Millionen auferlegt worden. In Witte» ist nach einer Havasmeldung aus Anlaß eitles Anschlages auf eine Schildwache der Belagerungszustand verhängt worden. Die Cafeeväuser und Kinos sind geschwssen. Der nächtliche Verkehr auf den Straßen ist untersagt: ausgenommen sind nur Arbeiter mir besopLerem Paffaaierschein sowie Geistliche und Aerzte
Grauenhafte Bestialität. -
Ueber ein besttalisches Verbrechen farbiger Franzosen an einem Kriegsbeschädigten bei Linz a. Rh. werde» jetzt nach Abschluß der Untersuchungen folgende grauenhafte Einzelheiten bekannt: Der Arbeiter und Kriegst invalide Alfter aus Ockonfels wurde am 7. Mai in unmittelbarer Nähe eines marokkanischen Postens tot auf- gefunöem Die ärztliche Untersuchung der Leiche eraaü schwere Berletzunaen am Unterleib und einen Bluterguß ins Gehirn, der offenbar durch Schläge auf den Kopf verursacht war; in der Luftröhre befand sich ein Fingernagel mit Fleischteilen, durch die wahrscheinlich der Er-; stickungstod des A. herbeigeführt worden ist. Aus den Verletzungen und dem Zustand der zerrtffeuen Klei-! bunasstücke des Ermordeten geht zweifelsfret hervor, daß der Kriegsbeschädiate Alfter von den Marokkanern, denen er wegen feines steifen Beines nicht entfliehen konnte, in ihrem Wachraum geschleppt, dort in viehischer Weise vergewalttat und dann ermordet wurde. Offen- ban wollte ihm ein Marokkaner den Mund zuhalten,! um ihn am Schreien zu hindern, wobei diesem von dem Opfer die Fingerspitze abgebissen wurde. Die Leiche wurde auf die Straße geworfen. Der französische Kom- mauüaut lehnte We Vestraiuna.dcr Täler ab. QD
Das Urteil im Fuchsprozeß.
»-»München. Montag vormittag ist im Fuchs-MaM aus-Prozetz das Urteil gefällt worden. Der Angeklagie Professor Dr. Fuchs wurde wegen Hochverrats zu 13 Jahren Zuchthaus, 2 Millionen Mark Geldstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre venrurteilt. Der Kohlenhändler Munk erhielt wegen Beihilfe zum Hochverrat 1 Jahr 3 Monnate Zuchthaus, 30 Millionen Mark Geldstrafe. Außerdem wurde auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und Ausweisung aus dem Reicksaebiet nach Verbützuna der Strafe, erkannt. Deaer und Gutermann wurden freigesprochen. !-, Das Urteil, dessen Formulierung 400 Schreibmaschinen-!, feiten umfaßt, wurde etnffimmia gefällt. J
Abermalige Verdoppelung der Eisenbghntarife.
»-»Berlin. Am 18. Juli wird der Reichsrat zusammen-'! treten, um die ErSLhuna der Eisenbahntarife zu bera-' ten. Als Mindestmaß der Erhöhung ist das Doppelte ber-ielsiaen Sätze ins Auae aefafit ^. _______________„