Hemmer Tageblatt
Amtlicher Anzeiger
Bezugspreis visrtchShrltch fär Herold LM Mark, durch die Post be« zogen« Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks BuchdmSrrei Hersfeld. Für die Redaktion verantwortlich Franz Funk in Hersfeld.
MBtr
für den Kreis Hersfeld
Wlatt
Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile 10 Pfennig, im amtlichen Teile 20 Pfennig, Reklamen die Zelle 25 Pfg. Bei Wiederholungen wird Rabatt gewährt. Erscheint jeden Werktag nachmittags.
Nr. 297. ■"^S*“ Donnerstag, den 20. Dezember
1917
An unsere Leser!
Die am 1, November eingetretene bedeutende abermalige Erhöhung des Preises für Zeitungsdruckpapier, sowie die erfolgte erhebliche Steigerung der Löhne usw. zwingen uns, nom 1. Januar ISIS eine nochmalige Erhöhung des Bezugspreises unserer Zeitungen um 10 Pfg. für den Monat, 30 Pfg viertel jährlich, eintreten zu lassen, wie dies von allen Blättern des engeren und weiteren Vaterlandes geschieht, zum Teil schon geschehen ist.
Verlag der Herssel-er Zeitung und des Hessischen Boten,
Verlag des Hersfelder Tageblattes.
Das Hersfelder Tageblatt kostet vom 1. Januar 1918 monatlich 70 Pfg., vierteljährlich Mk. 210, ohne Bestellgeld. Das Hersfelder Tageblatt ins Feld gesandt kostet monatlich Mk. 1.—.
Amtlicher Teil.
Verordnungen und Bekanntmachungen
-er Königlichen PrvviuzialSehör-en.
689 Die beigegebene Zusammenstellung der von unS für das Kalenderjahr 1918 festgesetzten Prüfungstermine wir- hierdurch mit folgenden Erläuterungen und Nachrichten bekannt gemacht.
Bet der Anmeldung von Zöglingen zur AusnahmeprüfunA in die Pr. Jaranden nnstE fiwh
a) ein von dem Bewerber selbst angefertiger Lebenslang
bj -er Geburtsschein,
c) ein Impfschein, ein Nachimpfschein und ein Zeugnis über den Gesundheitszustand, aus- gesteLt von einem zur Führung eines Dienstsiegels berechtigte« Arzte,
d) die Schulzeugnisse,
e) ein Sittenzeugnis,
f) die Erklärung des Vaters oder des Nächst- verpflichteten, daß er die Mittel zum Unterhalt des Bewerbers während der Dauer des Unterrichtskursus gewähren werde bezw. ein Ber- mögensnachweis.
Der Aufzunehmende muß das 14. Lebensjahr vollst haben. Schüler, die sofort in die zweite oder in die erste Klasse eintreten wollen, haben dies in ihrem Meldungsschreiben z» bemerken.
Das, Schulgeld beträgt in den Königlichen An
stalten monatlich 3 Mark. Für Kost und Logis haben die Schüler selbst zu sorgen. Bedürftigen und fleißigen Präparanden können Unterstützungen aus Staatsmitteln bewilligt werben.
Wegen des Unterkommens der Zöglinge bei geeigneten Familien der Stadt wird der betreffend« Anstaltsvorsteher Weisung erteilen.
Die Anmeldungen sind 4 Wochen vor Beginn der schriftlichen Aufnahmeprüfung an den in Betracht kommenden Herrn Anstaltsvorsteher einzureichen.
Zur Aufnahmeprüfung an den Seminaren haben die Prüflinge vorzulegen:
a) einen Geburtsschein,
b) einen Impfschein, einen Nachimpfschein und ein Zeugnis über den Gesundheitszustand, ausgestellt von einem zur Führung eines Dienstsiegels berechtigten Arzte,
c) für diejenigen Bewerber, welche unmittelbar von einer anderen Lehranstalt kommen, ein Führungszeugnis von dem Vorstand derselben, für die anderen ei--. amtliches Zeugnis über ihre Unbescholtenheit,
d) eine Erklärung des Vaters oder an dessen Sttzlle des Nächstverpflichteten, das er die Mittel zum Unterhalt des Bewerbers während der Dauer seines Seminarkursus gewähren werde, mit der Bescheinigung der Ortsbehörde, daß er über die dazu nötigen Mittel verfügt.
Die Anmeldungen sind 4 Wochen vor Beginn der schriftlichen Aufnahmeprüfung an den betreffenden Herrn Seminar-direktor einzureichen.
Im übrigen verweisen wir aus die Vorschriften über die Aufnahmeprüfung bei den Könglichen Lehrerseminaren vom 15. Oktober 1872 (f. Zentralblatt für die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preußen, Oktoberheft 1872, S. 611 ff.) und auf die Aenderungen dieser Bestimmungen vom 1. Juli 1001 (f. dasselbe Zentralblatt 1901, S. 641 ff.).
Die Meldungen, de- nyy_JjL_^^ vorgeoitDeten Lehramtskandidaten zur ersten Volks- schullehrerprüfung find spätestens 4 Wochen vor Beginn der schriftlichen Prüfung an uns einzureichen.
Den Meldungen sind beiznfügen:
a) der Geburtsschein,
bt eine Gesundheitsbescheinigung, ausgestellt von einem zurFtthrungeinesDienstfiegels berechtigten Arzte,
c) ein amtlichen Zeugnis über das sittliche Verhalten des Kanüitaten,
d) ein von dem Kanditen verfaßter Lebenslauf.
Bei der Prüfung haben die Bewerber von ihnen sebst angefertigte Probezeichnuugen uud Probeschriften vorzulegen.
Im übrigen verweisen wir auf die Prüfungsordnung für Bolksschullehrer vom 15. Oktober 1872 Zentralblatt für die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preußen 1872, S. 635 ff. und die Bestimmungen über die Entlassungsprüfung an den Lehrerseminaren vom 1. Juli 1901, in demselben Zentralblatt 1901, S. 642ff.).
Stationen, die -500 Kilometer und mehr von bet Frachtausgangsstation entfernt liegen, ist -er Ausnahmetarif 3, Kalitarif, in der allgemeinen Kilometer- tariftasel vom 1. Oktober 1917 maßgebend. WW ^W
• b) Verpackung. Die Lieferung erfolgt nach Wahl der Werke in haltbaren Papier- oder Gewebesäcken. Wird in Papiersäcken geliefert, so wird ein Aufschlag von 50 Pfennig für je 100 Kilogramm berechnet. Werden Gewebesäcke verwendet, so wird bei Säcken mit 100 Kilogramm Fassungsvermögen ein Aufschlag vou 3 Mk. für 100 Kilogramm, bei Säcken mit 75 Kilogramm Fassungsvermögen ein Aufschlag von 2.50 Mark für 100 Kilogramm berechnet.
Die Gewebesäcke sind, wenn sie unbeschädigt unb zur Versendung von Thomasmehl noch verwendbar sind, gegen eine Vergütung nach folgenden Sätzen frei Werk zurückzunehmen:
Die Vergütung beträgt, je nachdem die Säcke 100 oder 75 Kilogramm Fassungsvermögen haben, wenn die Rückgabe erfolgt:
vor Ablauf der 4. Woche . . 2,50 Mk. oder 2,00 «k.
„ „ „ • 2,40 „ „ 1,90 „
„ „ „ 6. „ . . 2,15 „ ,, 1,65 ,,
„ „ „ 7. „ . . 1,90 „ „ 1,40 „
„ „ „ 8. „ . . 1,65 „ „ 1,15 „
Die Frist wird jeweils vom Tage des Empfanges der Lieferung angerechnet. Nach Ablauf der 8. Woche sind die Werke zur Rücknahme der Säck« nicht mehr verpflichtet.
Die Entscheidung über die Brauchbarkeit der Säcke steht den Werken zu.
Artikel 2.
Diese Verordnung tritt mit dem 1. Januar 1918 in Krast.
Berlin, den 10. Dezember 1917.
Der Staatssekretär des KriegSernährungsamts. von Waldow.
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Bus der Heimat.
):( Hersfeld, 19. Dezember. sW e i h « a ch t s- P o st dien st). Am S o n n t a g e, den 23. Dezember, sind die Paket-Annahme und -Ausgabeschalter wie an Werktagen ü. i. von 8-12 Borm. und von 2—7 Nachm. die überigen Schalter wie an sonstigen Smintage» geöffnet. Ferner findet am 23. und 25. Dezember eine einmalige Paketbestellung und am 26. Dezember eine Gelöbsstellung statt. Am Sonntage, den 23., und am zweiten Weihnachtsfeiertage erfolgt nach allen Landorte« eine einmalige Brief- Gelt- und Paketbe- stellung. Die Ortsbriefbestellung wird am 23., 25. unb 26. Dezember wie Sonntags ausgeführt.
Fulda, 16. Dezember. Diebereien im Große« betrieb ein Bäckergeselle von auswärts, der bet einem hiesigen Meister in Arbeit stand. Er schaffte das Brot und Mehl seines Meisters paket- und kistenweise nach auswärts. Als er wieder drei Pakete Mehl und Brot zurecht gemacht und ebenso zwei 'Koffer voll hatte, um nach Frankfurt zu fahren, wurde er verhaftet.
Zusammenstellung
der von dem Königlichen Provinzial-Schulkollegium der Provinz Hessen-Nassau für das Jahr 1918 festgesetzten Prüfungstermine an Seminaren und Präparandenanstalten.
Z
Sitz
Art
Beginn der
Aufnahme-
1
EntlassungS-
Prüf»
ng
o er a 11
schriftlich
mündlich
schriftlich . mündlich
1.
Cassel
Israel. Seminar
22. März
26. März
—— ——
2.
Dillenburg
Lehrerseminar
28. September
1. Oktober
27. August 5. September
3.
Eschwege
—*—
22. März
25. März
—— . *—
4.
Frankenberg
-—
82. März
25. März
•
5.
Fulda
22. März
26. März
26. Februar 7. März
6.
Homberg
---r---
22. März
25. März
19. Februar 1. März
7.
Montabaur
—-#—
15. März
18. März
— —
8.
Rinteln
--—
22. März
25. März
12. Februar 22. Februar
9.
Schlüchtern
----'---
28. September
1. Oktober
3. September 12. September
10.
Usingen
---s-—
22. März
25. März
5. Februar 15. Februar
11.
Eltville
Lehrerinnensemiar
15. März
18. März
—
—-s—
KommissionSprüfung
—
V —■
29. Januar । 13. Februar
12.
Rotenburg
Lehrrrinnenseminar
22. März
25. März
—- —-
13.
Fritzlar
Präparandenanstall
26. März
4. März 14. März
14.
Herbron
—^.—
6. August
26. Juni 3. Juli
Cassel, am 19. November 1917. (S. 3399 L. B.)
Königliches Provinzial-Schulkollegium.
Paehler.
Verzeichnis
der bei L. Pfeiffer, Depositenkafse, Hersfeld ferner eingegangenen Spenden für Weihnachtsgaben für die Krieger im Felde, worüber wie nachstehend dankend quittiert wird:
bereits früher aufgegeben: Mk. 3478.54
von Herrn Georg Bolz, hier
//
//
tr
//
N
//
//
Ungenannt
Herrn Johs. Mohr, hier
„ Professor Kühnemuth, hier
„ Heinrich Zickendraht, hier
Ungenannt
Herrn Elias Stern, hier
Fräulein Hilde Halmel, hier Königlichem Gymnasium Hersfeld Herrn H. Görk, Eitra
„ Alfred Echimmelpfeng, hier
„ Jerome Schüßler, hier
„ Jakob Lenz, Reilos
„ Arthur Rehn, hier'
„ Wilhelm Strippe! hier
Fräulein Göbel, hier
Herrn D. Stern, hier
„ Regierungsaffeffor von mann, hier
20— 10—
30.— 10—
10—
5—
10—
5—
150—
Hede-
50—
10—
49—
20—
20—
10—
20—
Berordmag
Über die Preise und besonderen LieferungS- bedinguge« für Thomasphosphatmehl.
Vom 10. Dezember 1917.
Auf Grund des $ 12 der Verordnung über künstliche Düngemittel vom 11. Januar 1916 jReichs-Ge- 1'etzbl. S. 13) in der Fassung der Verordnung vom 5. Juli 1916 (Retchs-Gesetzbl. S. 440) wird bestimmt:
' , Artikel 1.
Die in der Verordnung über künstliche Dünge
mittel vom 11. Januar 1916 beigefügten Liste unter G aufgeführte Preise und besonderen Lieferungsbedingungen für Thomasphosphatmehl werden, wie folgt abgeändert:
1. Preise:
Der Höchstpreis beträgt bei Lieferungen vom 1. Januar 1918 ab für 1 Kilogrammprozent:
Gesamt-Phosphorsäure ...... 3412 Pfennntg, Zitronensäurelösliche Phosphorsäure 391/2 „
2. Besondere Lieferungsbedingungen.
ci) Fracht. Für die Berechnung der Frachtver- gütuug von 10 vom Hundert bei Lieferungen nach
//
z/
Ungenannt
A. Oppenheim, hier Eteinhoff, Hermannshof Otto Schimmelpfeng, hier J. H. Otto
*
20—
10—
20—
10—
30—
30—
4023.54
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