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Hersfelder Kreisblatt

: Bezugspreis vierteljährlich für Hersfeld 2.10 Mark, durch die Post be- : zogen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckerei ; Hersfeld. Für die Schristleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld.

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Nr. 60.

Amtlicher Teil.

tzötWpreisfeftletzung

Auf Grund des § 13 der Anordnung des Kreis- ausschusses über den Verkehr und Verbrauch der Eier vom 9. Januar 1918 werden hiermit Höchstpreise festgesetzt:

folgende

1. Die Kreissammelstelle zahlt für das Hersfeld:

Ei

frei

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

Dienstag, den 12. März

Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zeile 15 Pfennig, im j amtlichen Teile 25 Pfennig, Reklamen kosten die Zeile 40 Pfennig. : Erscheint jeden Wochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8.

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1918

a. dem Eieraufkäufer (Händler usw.)

b. Erzeuger bei direkter Ablieferung den Erzeugerhöchstpreis von

2. Die Kreissammelstelle fordert für das Ei:

a. bei Abgabe an

31

28

b.

die

//

//

//

Pfg.

meinden bei den Zeichnungen zur nächsten Kriegs­anleihe halten. Die Herren Bürgermeister und Guts­vorsteher des Kreses ersuche ich andem fraglichen Vortrag teilzunehmen. Gleichzeitig gestatte ich mir die Herren Pfarrer beider Konfessionen, sowie die Herren Ob­männer und Vertrauensmänner deS Ausschusses für Kriegsanleihe zur Teilnahme an dem Vortrag er- gebenst einzuladen. Der Herr Redner beabsichtigt über eine neue Art der Beteiligung an der Kriegs­anleihe von Gemeinden und Körperschaften öffent­lichen Rechts zu sprechen. Auch sonstige Interessenten sind zu dem Vortrag herzlich willkommen.

Tgb. Nr. I. 2661. Der Landrat.

1

ein Reingewinn von 11400 Mk. abgeführt werden Für die Erweiterung des Stromnetzes soll bei der hiesigen Sparkrsse eine Anleihe von 10000 Mk. auf-

genommen werden. Als Erweiterun

s Erweiterung des Strom­netzes sind zunächst in's Auge gefaßt: die Fortsetzung der elektrischen Lichtleitung nach dem Bock und nach

dem Wehneberg bis oberhalb des Engelhardt schen Felsenkellers. Der für die Jahre 1915 17 festgestellte Voranschlag des städtischen Lyzeums soll nach Anordnung des Provinzial-Schulkollegiums auch für das Etatsjahr 1918 Geltung behalten und der staat­liche Zuschuß zu den Kosten des Lyzeums für dieses unverändert weitergezahlt werden. Auf Antrag der Lehrerinnen Fräulein Hebel und Fräulein Deichmann wurde eine anderweiie Festsetzung deren Dienstalters vorgenommen. Nunmehr wurde in die Beratung des

v. Hedemann, Reg.-Assessor. (Fortsetzung auf d.er 4. Seite.)

Pfg.

Pfg.

Pfg.

Hauptvoranschlags der Stadtkasse einge­treten. Am Einnahme-Abschnitt wurden weder im

Kleinhändler Bezirkseierstelle in Cassel Lazarette u. das dasLe/ndkranken- haus

311/2

3P/4

...... Pfg.

der Stadt Hersfeld fordern für das Ei bei Abgabe an die Verbraucher 32 Pfg. 4. Die Eierverkaufsstellen auf dem Lande dürfen

3. Die Kleinhändler

in

32

die Eier nur durch die Aufkäufer beziehen. Sie zahlen diesen für das Ei 31 Pfg. und fordern von den Verbrauchern 32 Pfg.

o. Bei der Lieferung und Abgabe von Zwerghuhn­

eiern gelten im Bezug auf die vorstehenden Höchstpreise 2 Stück fit "

r eins.

II.

Die Ueberschreitung der festgesetzten Höchstpreise wird mit Gefängnks bis zu einem Jahr und Geld­strafe bis zu 10 000 Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft.

Bus der Heimat«

* (Erleichterung der Bezugsschein­pflicht für Schuhwaren.) Wie eine Berliner Zeitung erfährt, wird für den Bezug von Schuhwaren auf Veranlassung der neugegründeten Reichsstelle für Schuhversorgung in Kürze eine wesentliche Erleichter­ung der Bezugsscheinpflicht erfolgen. Diese soll nur noch für Straßenstiefel von Leder aufrechterhalten werden, die gegenwärtig noch bestehende Bezugsschein­pflicht für Kriegsstiefel, Sandalen, Filzpantoffeln usw wird also in Kürze fortfallen.

):( Hersfelö, 11. März. Sitzung der Stadt­verordnetenversammlung am 4. und 6. März, zum Zwecke der Beratung Her Voranschläge der städtischen Kassen für das Etatsjahr 1918. Vor Ein­tritt in die Beratung erstattete Herr Bürgermeister Wagner gemäß § 66 der Städteordnung einen ein­gehenden Bericht über den Stand und die Verwaltung

in

Täter gehören oder nicht.

III.

Die Preisfestsetzung tritt sofort in Kraft.

Hersfelö, den 5. März 1918.

Der Kreisausschutz

J. V.:

v. Hedemann, Reg.-Assessor.

Hersfelö, den 6. März 1918.

Vorstehende Höchstpreisfestsetzung bringe ich zur öffentlichen Kenntnis. Der Preisaufschlag, den die Kreissammelstelle bei der Abgabe der Eier erhält, verbleibt derselben zur Deckung öer entstehenden Un­kosten und beträgt

a. bei Abgabe der Eier an die Bezirkseierstelle u Pfg.

na

zur

' ftung von jährlich 250 Mark, der nicht

ordentlichen noch im außerordentlichen Teil Aender­ungen vorgenommen. In der Ausgabe wurden zu­gesetzt: unter Abt. 1. 21 a.Unterhaltung der Obst­baumpflanzungen" 150 Mk., die für eine für nötig gehaltene Teilnahme des städtischen Anlagenaufsehers und Anlagengärtners an einem Obstbaukursus Ver­wendung finden sollen. Ferner unter Abt. 1. 26 Unterhaltung der Bürgersteige" 300 Mk. da man den eingestellten Verlag von 700 Mk. bet -er heutigen Teuerung von Material und Arbeitslohn nicht für aus­reichend hielt. Der Verlag unter 5.40Für einen öffent­lichen Badeplatz" wurde um 100 Mark erhöht, weil die Versammlung eine bessere Herrichtung des Bade­platzes und seiner Einrichtungen im Interesse der Badenden für notwendig hielt. Bei Beratung der Abt. 4 hatte der Magistrat genehmigt, daß die Büro­gehilfen Köhler und Allendorf fortan die Amtsbezeich­nungStadtaffistent" führen. Die Versammlung

;e

b.

c.

die

pro Stück

bei Abgabe an die Kleinhändler > - Pfg.

bei Abgabe an die Lazarette und das Krankenhaus ' 1 Psg.

Der durch die direkte Ablieferung der Eier an

Kreissammelstelle eutstehende Ueberschuß von

3 Pfg. fließt dem Kreise zu und wird von diesem zur Bestreitung der Kosten der Eiererfassung verwendet.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses.

J. A. No. 1731. J. V.:

v. Hedemann, Reg.-Assessor.

Hersfeld, den 6. März 1918.

Der Bürgermeister Schneider zu Schenksolz ist als solcher wiedergewählt und von mir bestätigt worden.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses.

J. A. No. 1874. J. V.:

v. Hedemann, Reg.-Assessor.

Hersfelö, den 7. März 1918.

Die Herren Bürgermeister erinnere ich an Ein-, reichung der Liste über die Freistellungen von

Epeckabgabe.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses.

J. F. No. 367. I. V.:

v. Hedemann, Reg.-Assessor.

der

Hersfeld, den 6. März 1918.

An die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des Kreises.

Die zur: Körung und Nachschau vorhandenen Zuchtbullen ersuche ich mir bis spätesten zum 25. ds. Mts. anzuzeigen. Fehlanzeige braucht nicht erstattet zu werden. Geht eine Anzeige bis zum 25. März nicht ein, so sind die Kosten der etwa besonderen Körung später gemeldeter Bullen von der Gemeinde oder dem Bullenhalter zu tragen.

Der Vorsitzende des Kreisansschuffes.

I. A. No. 1906. J. V.:

v. Hede mayn, Reg. - Assessor.

^erUfeld, den 7. März 1918.

Am Dienstag, den 19. März d. Js. vormittags 11> 2 Uhr wird Herr Pfarrer Lie. Schaefer aus Schlier­bach im Hotel Stern in Hersfeld einen Vertrag über die VeicUiöuna der politischen und kirchlichen Ge

dem sie Versammlung mit In

Die Beratung öer Voranschläge nahm bei dem Vor­anschlag der st ä d t t s ch e n F o r st k a s s e ihren Anfang Derselbe zeigt die Einnahme und Ausgabe überein­stimmend die Endsumme von 75000 Mark. Aenderungen wurden an demselben nicht vorgenommen. Der an die Stadtkasse abzuführende Reingewinn ist auf 51500 Mk. veranschlagt. Es folgte daran anschließend der Voranschlag der H o l z v e r s o r g u n g s a n st a l t, der in Einnahme und Ausgabe gleichmäßig mit'18600 Mk. abschließt. Derselbe wurde in der vorliegenden Form genehmigt. Auch am Voranschlag der A r m e n ka s s e wurden Aenderungen nicht vorgenommen, derselbe wurde demgemäß in Einnahme und Ausgabe auf 20200 Mk. festgestellt. Der von der Stadtkasse an die Armenkasse zu leistende Bedürfniszuschuß ist auf 14841,68 Mk. veranschlagt. Der Voranschlag der städtischen Sparkasse wurde mit einer in Ein­nahme und Ausgabe gleichstehenden Summe von 6,200,100,00 Mk. genehmigt. Der Reservefonds erreicht Ende des Rechnungsjahres 1918 die Höhe von 459557,82 Mk. Ohne Aenderung wurde ferner ange­nommen der Voranschlag des Kurbades mit einer Endsumme von 16600,00 Mk. Bei -er Einnahme für das Lösen von Tageskarten wurde der Wunsch aus­gesprochen, es möge doch auch den Bewohnern Hers­felds, die aus besonderen Gründen nicht in der Lage seien, Dauer- oder Tageskarten zu lösen, möglich ge­macht werden, einmal einen Gang durch den Kurpark zu machen. Aus diesem Grunde soll der Kurbad­kommission empfohlen werden, den Kurpark während der Kurzeit am Sonnabend und Sonntag von vor­mittags 10 bis nachmittags 3 Uhr zur Benutzung öurch das Publikum allgemein freizugeben. Eine Benutzung des Lesesaals und der sonstigen für die Kurgäste getroffenen Einrichtungen soll dabei ausgeschlossen sein. Auch den Inhabern von Tageskarten soll der Aufenthalt im Lesesaal nicht gestattet sein. Der Voranschlag desGaswerks wurde im ordentlichen Teil auf 197000 Mk., im außerordentlichen Teil auf 13884,89 Mk. festgestellt. Den vom Magistrat dazu gefaßten Beschlüssen wurde ohne Ausnahme zuge- stimmt. Während bis 1915 eine Ueberschutzabliesernng an die Stadtkasse stattfinden konnte, hat sich das Bild jetzt so ungünstig gestaltet, daß die Stadt zur Deckung öer Ausgaben voraussichtlich einen Zuschuß von 4000 Mk ' leisten muß. Der Hauptgrund für diesen Ausfall ist in dem bedeutend teueren, aber minder­wertigen Kotzlenmaterial, den hohen Arbeitslöhnen und den hohen Preisen aller sonstigen Materialien zu suchen, daneben hat die während der letzten Jahre nicht gerade mustergiltige Verwaltung der Anstalt zur Verminderung der Rentabilität ebenwohl mit beigetragen. Ein etwas besseres Bild zeigt der Vor­anschlag des städtischen Wasserwerks, der immer noch einen Ueberschuß von 1500 Mk. erkennen läßt. Die Gesamtsumme dieses Voranschlags beträgt im ordentlichen Teil 51900 Mk., im außerordentlichen Teil 5805,79 Mk. in Einahme sowohl wie in Ausgabe. Als letzter Voranschlag der technischen Werke folgte der Voranschlag des Elektrizitätswerks, der im ordentlichen Teil mit 64500 Mk. im außerordent­lichen Teil mit 14016,74 Mk. in Einnahme und- Aus­gabe gleichmäßig abschließt. An die Stadtkasse kann

mehr eingestellt worden ist, weil die Stiftung im laufenden Etatsjahre die Kapitalsumme von 2000 Mark erreicht hat, auch weiterhin zu bewilligen. Der An­trag wurde von der Versammlung abgelehnt, ebenso ein weiterer Antrag des Herrn Löwer, sämtliche hiesigen städtischen Schulen an daß Fernsprechnetz an­schließen zu lassen. Herr Löwer bezeichnete es ferner als dringend notwendig, für die evangelische Bürger­schule, deren Lehrkräfte infolge militärischer Einzieh­ung von Lehrpersonen und Erkrankung von solchen überlastet seien, Hilfskräfte heranzuziehen. Die Ver­sammlung beschloß entsprechende Anregung beim Magistrat. Dem Beschüsse -es Magistrats, nach welchem zur Deckung -es. Steuerbedarfs für den Gemeindehaushalt für das Etatsjahr 1918 die staat­lich veranrlagten Realsteuern mit 210 Prozent und die Einkommensteuern mit 200 Prozent herangezogen werden sollen, wurde zugestimmt. Ferner wurde ge­nehmigt, - die nach dem außerordentlichen Teil des Voranschlags aufzunehmende.Anleihe von 270 000 Mark bei der hiesigen Sparkasse ausgenommen, mit 4 v. H. verzinst und mit l1 < v. H. sowie den durch die allmählige Tilgung ersparten Zinsen getilgt wer­den soll. Der Hauptvoranschlag wurde im ordent­lichen Teil auf 1303 000 Mark, im außerordentlichen Teil auf 280 000 Mark, im ganzen auf 1583 000 Mark festgellt. Nunmehr erledigte öie Versammlung noch einige inzwischen eingelaufene Vorlagen und zwar wählte sie zum Mitgliede der Gas- und Wasserwerks­kommission durch Zuruf einstimmig den Herrn Stadt­verordneten Schüßler, der sich zur Annahme des Amtes bereit erklärte. Im weiteren bewilligte man die Kosten für eine nötige Reparatur der Turmuhr einschließlich des Aufziehens neuer Drahtseile für die Gewichte. Ferner genehmigte man eine Nachbewillig- ung für Lehrmittel für's Luzeum und ferner ein neues Abkommen mit dem Ausschuß der hiesigen Schreinermeister in Sachen der Herstellung von Möbeln für Kleinwohnungen. Bei dieser Gelegen­heit regte Herr Stadtverordneter Becker die Veran­staltung einer Altmöbelsammlung an, wie solche in Cassel und anderen Städten erfolgt sei. Ein ent­sprechendes Ersuchen wurde an den Magistrat ge­richtet. Die infolge Krankheit notwendige 6 monat­liche Beurlaubung einer Lehrerin am städtischen Lyzeum macht die Annahme einer weiteren Hilfskraft notwendig. Der Magistrat hat die dadurch entstehenden Kosten bewilligt und die Versammlung erteilte ihre Zustimmung. Damit waren die öffentlichen Be­ratungen beendigt und es schloß sich eine kurze ver­trauliche Sitzung an.

Göttinge«, 7. März. Wegen fahrlässiger Tötung verurteilte die Strafkammer den 17jährigen Munitions­arbeiter Albert Oberdeck aus Wiershausen zu neun Monaten Gefängnis. Er hatte auf der Landstraße bei Ellierodeim Scherz" auf einen jüngen Mann angelegt. Dabei entlud sich der Revolver und der tödliche Schuß traf ein dreizehnjähriges Mädchen.