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Hersfelder Kreisblatt

BMxrprei« vierteljährlich für Hersfeld 7 JiMark, durch die Post be- zogen 2.52 Mark. Druck und Verlag von Ludwig Funks Buchdruckersi | Hersfeid. Für die Schriftleitung verantwortlich Franz Funk, Hersfeld. 5 BBeBDnsBBsaaasMaeMSflaoBpwiMsaanÄesHeaBRMSBBeGMilBesaNaeQaB*»®®®"«»"«""««*®«""®®««»

Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld

Der Anzeigenpreis beträgt für die einspaltige Zelle Pfennig, im amtlichen Teile. > Pfennig, Reklamen kosten die Zeile ' Pfennig.

Erscheint jeden Aochentag nachmittags. Fernsprecher Nr. 8.

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Nr. 153

Freitag, den 4. Juli

1919

Der KMer Elfenbahnerslreik beendet.

$* Berlin, 3 Juli. (S. C.) Wie eine Nachrichten­stelle mitteilt, hat eine Urabstimmung der Eisenbahner und Beamten ergebe«, Satz sich die Mehrheit der Ange­stellten für Sie Wiederaufnahme der Arbeit ausgespro­chen hat. Danach wird heute früh im Grotz-Berliner Eisenbahnbetriebe und i« den Werkstätten die Arbeit wieder ausgenommen werden.

Der neue Generalstreiksversuch gescheitert.

H- Berlin, 3. Juli. (S. C.) Die Agitation der Kom- Munistell in den Grotz-Berliner Judustrie-Betrieöen für einen neuen Generalstreik im Anschlntz an den Ber­liner Verkehrsstreik kann als gescheitert angesehen wer­den. Am gestrigen Tage ist in den meisten Berliner Großbetrieben ein.Sympathiestreik für die Angestellten der Berkehrsanstalten abgelehnt worden.

Der Reichsarbeitsminister lehnt eine Vermittelung ab.

** Berlin, 3. Juli. (T. N.) Das Nerchsarbeits- ministerium hat es abgelehnt, in Arbeitsstreitsachen im Berliner VerkehrSgewerbe vermittelnd einzugreifcm Es sieht in dem Streik einen unverantwortlichen Ver- trauensbrnch.

Lsbensmittelunruhen m Dortmund.

Nachdem die Erbitterung über die unerträglich ho- «eise bereits am Dienstag in dem Dortmund arten Orte Hoerde zu schweren Ausschreitungen geführt hatte, kam es am Mittwoch rulch irr Dortmund zu schweren Ausschreitungen. Um %10 Uhr zogen große Tritpps zum Wochennmrkt, plünderten die Vorräte und warfen alles durcheinander. Große WarertbestStkLe wurden fortgeschafft »Ser vernichtet. Darauf zog die Menge durch die Straßen und erzwäng die Herausgabe von Waren zu Schleuderpreisen. Polizei und Sicher­heitswehr schritten ein und machten von ihren Waffen Gebrauch. Es wurden drei Männer schwer verletzt und ei« Kind getötet. Um 12 Uhr befanden sich bereits zwölf Schwerverletzte in den Krankenhäusern

te* Dortmund, 3. Juli. (T. u.) Die Unruhe« und Plünderungen dauerten auch gestern abend fort. Na­mentlich in den Geschäftsstraßen und im Zentrum der ä#mmHää

«ewehren und zahlreichen Kraftwagen aus Lünen ein und säuberten die Straßen und stellten die OrSnuug wieder her. Das Gewehr- «nd Maschinengewehr-feuer dauerte bis in Sie erste« Nacht stunden an. 70 Plünderer wurden verhaftet. Am Nachmittag 3 Uhr hatten die Ar­beiter Ser Dortmunder Union aus Anlaß der Vorkomm­nisse auf dem Marktplatz die Arbeit niedergelegt, Sar- «uter sämtliche Hochofenarbeiter, sodatz es unmöglich war, den Betrieb der Hochöfen aufrecht zu erhalten. Da von den Hochofenbetrieben alle andere Werkabteilungen abhängig sind, mußte das ganze Werk stillgelegt werden.

Beschlagnahme vo« Waffen in Hamburg.

m- Hamburg, 3. Juli. (S. C.) Die Truppen des Generals von Lettow-Vorbeck haben bis gestern etwa 2000 Handfeuerwaffen und 3 Maschinengewehre aus Sem Besitz Ser Kommunisten beschlagnahmt. Bei den Kämpfen der le.ten Woche hat es 63 Tote und über 100 Verwundete gegeben. j

Eine neue Note an Clemeneeau.

Durch die deutsche Friedensdelegation in Versailles ist dem französischen Ministerpräsidenten. Clemenceau, folgende Note überreicht worden:

Herr Präsident! Auf die Note vom 28. Juni be­treffend die Aufhebung der Blockade beehre ich mich, Ihnen folgendes ntttzuteilen: Die deutsche Regierung nimmt Kenntnis davon, daß die alliierten und assoziier- ien Regierungen bereit sind, sobald sie von der ord­nungsmäßigen und vollständigen Ratifikation des Frie- Sensvertrages durch das Deutsche Reich amtlich Kennc- nis erhalten, die Blockade schon vor dem Inkrafttreten des Friedensvertrages aufzuheben. In dem Wumche, so schnell wie möglich von der für Deutschland so schwe­ren und verhängnisvollen Blockade befreit zu werden, wird die deutsche Regierung alles daran setzen, um die für die Ratifikation erforderliche« Maßnahmen z« be­schleunigen. Sie hofft, Anfang nächster Woche in der Lage zu sein, den alliierten und assoziierten Regierun- gen von der erfolgten Beschlutzfassuug der gesetzgeben­den Körperschaften und von der Vollziehung des Frie­de nsvertrages durch den Reichspräsidenten Mitteilamg machen zu können. Die deutsche Regierung gibt -der Erwartung Ausdruck, daß die alliierten und assoziier­ten Regierungen in demselben Geiste, der sie zu der Zusaae einer früheren Aushebung der Blockade veran­läßt hat, sich damit einverstanden erklären werden, daß, sobald die erwähnte Nachricht vorliegt, auch mit der Heimsendung der deutschen Gefangenen aus ihren Län­dern begonnen wird.

Genehmigen Sie, Herr Präsident, die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung.

Müller, Reichsminister des Auswärtigen.

Beschleunigte Ratifikation -es Frie-eusvertrages.

»-. Berlin, 2. Juli. (S. C.) Wie aus Weimar ge­meldet wird, soll die Ratifikation des Frie-euSvertra- aes öurd) die Nationalversammlung beschleunigt und innerhalb der ersten Hälfte des Juli vollzogen werden. Das Abstimmungsverhältnis dürfte das gleiche, sein wie bei der Annuhme des Ultimatums der Enlertte.

Amerikas Widerstand gegen den Völkerbund.

«4 Berlin, 2. Juli. (WTB.) Wie die Neue Kor- responöenz aus Washington meldet, hatte ihr amerika- Mischer Korrespondent eine Unterredung m t Wilson, 'aus dem hervo^gOt, daß dieser auf der RMUreruM

des Friedensvertrages sowie des Völkerbundes beste­hen wird. Wilson ist bereit, einen Nationalkampf zu führe«, um den Senat zur Annahme zu bewegen. Die öffentliche Meinung ist jedoch die, daß die Mehrheit Ses Senats entschlossen ist, threrscit Vorbehalte zu mache«, bevor der Vertrag ratifiziert wird. Nach Ansicht der Republikaner wird das Bestehen Wilsons auf der Ra- tifizierung eine entgegengesetzte Wirkung haben. Meh­rere Senatoren, die zu Gunsten des Völkerbundes ge­stimmt haben würden, wenn dieses Prospekt von dem Vertrag getrennt würde, stimmen dagegen, wett es im Vertrag einbegriffen ist. Wieder andere sind der Ueber- weisung von Schantung an Japan feindlich gesinnt. Senator Lodge glaubt ernsthaft, daß die Weigerung Surch eine genügende Anzahl vo» Stimme« vertreten sein wird. Die Anhänger Wilsons versichern ihrerseits, daß die durch den Präsidenten angekündigte Resolution, nach der kein Kompromiß geschlossen wird, den besten Erfolg gezeitigt habe. Man glaubt allgemein, daß sich das Parlament an den Diskussionen über die Liga der Nationen zu desinteressteren beginnt und wünscht, daß Amerika aus dem Krieg hervorgeht, ohne daß es mit dem Geschick der alten Welt in VerSmd«na bleibt. Der schwächste Punkt der Liga der Nationen besteht darin, daß sie den zukünftigen Frieden nur unter der Bedin­gung eines Bündnisses zwischen England, Frankreich und Seu Vereinigte« Staate« sich um köu«e. Es scheint, daß die Ansicht Raum gewinnt, auch der man Frank­reich im Falle eines neuen Anarnfss Beistand verspre­chen würde, ohne daß Amerika iedoch durch diese Be- stiunmrngen der Liga der Nation- n weiterhin verpflich­tet wird.

Das Versagen der französischen Sozialisten.

m- Genf, 2. Juli. (S. C.) DerTerups" meldet, daß der Beschluß des Sozialistenbundes im Seine-De- partemem, die Sozialisten sollten in der Kammer gegen den FrieSensvertrag stimmen, on der sozialistischen Kanwterpartei als nichtbindend angesehen worden ist. Der Sozialistenbund des Seine-Departencents sei nur eine lokale Organisation, die unter bolschewistischem Einfluß stehe. Die Mehrheit der Kaunnersozialisten habe für den Friedeusvertrag ih s Stimme abgegebe«.

Die -

. Die Beziehungen

m Berliu, 2. Juli. (S. C.) Wie dieNeueste Ber­liner Mittagszeitting" erfährt, wird Deutschland in Frankreich zunächst feinen Botschafter, sondern nur ei­nen Geschäftsträger ernennen. Die Verhältnisse zwi­schen den beiden Ländern würden auch künftig noch so gespannt sein, daß nur ein Geschäftsträger zur Erredi- guug der formelle« Beziehungen in Betracht kommen könne.

Stimmungsumschwunq bei der Pariser Friedeus- konferenz.

6* Zürich, 3. Juli. (T. u.) Das Aufhören der Feiud- seligkeiten an der polnischen Grenze wird, einer Nach­richt derNeuen Züricher Zeitung" zufolge, in den Kreisen der Friedenskonferenz als erster greifbarer Be­weis für den Willen Deutschlands betrachtet, den Frie- densvertrag z« respektieren. Die Atmosphäre werde dadurch geklärt.

WiederaUfAShme des Handelsverkehrs.

m> Rotterdam, 3. Juli. (S. C.)Daily News" meldet: Im H»fen von Liverpool werden die ersten 15 Dampfer mit englischen Handelserzeugnissen für Deutschland beladen.

e-f Genf, 3. Juli. (S. C.) Marseiller Handelshän- ser teilen durch Rundschreiben mit, daß sie den direk­ten Warenverkehr mit Deutschland nach den -eutfche« Häfen am 1. August wieder ansuehmen.

Die Lebensmittelversorgung Dentschlan-S.

** Rotterdam, Z. Juli. (S. CZDaily Mail" meldet aus Paris: Dre Alliierteu-Konferetcz hat be­schlossen, daß die Lebeusmittelversorgung -er früheren Mittelmächte nach Aufhebung der BlockaSe neu zu re­geln sei. Mit -er Freigabe -es Einkanss für Deutsch­land entfalle auch eine Reihe vou Verpflichtungen für die Alliierten.

Ansliefernng »entfcher Ubootkommandanten.

6* RotterSam. 3. Juli. (S. G ) DieTimes" mel­den: Die englischen Delegierten auf der Pariser Frie­denskonferenz haben die A»slisfern«g von 53 nament­lich bezeichneten deutschen UbootkommanSante» be. antragt.

Deutschfeindliche Ausschreitungen in Spaa.

Ein Protest Hammersteins.

** Spaa, 2. Juli. (WTB-) Der in Spaa zurück- aMiebene Vorsitzende der deutschen Waffenstittstands- kommission, General von Hamucerstein, erklärte anläß­lich der feindlichen Kundgebungen in Spaa den Alliier­ten am 1. Juli in einer Protestnote tt. a.: Bereits am 28. und 29. Juni hatten vor dem von der deutschen Wasfenstillstandskomnrission bewohnten Hotel in Spaa -eutschfeindliche Demsustrattone» stattgefundem Ich hatte daher auf die Nvtweitdigkeit eines ausreichenden Schntzes hingewiesen. Bei dem gestern abend erfolgten ^Abtransport eines Teiles der deutschen Waffenstill- , swndskvmmission ist es erneut , zu starken Seutschfei»-- lichen K»»dgebvngen gekomme«, trotzdem die Slbfahrt ?Se« englischen v»V belgischen» Sicherheitsorgancv recht- 1 zeitig bekannt gegeben worden war. Auf verschiedene Llntvö wnrden Stei«e gew»rfe«Feinige der Steine tras ^fen a«ch:J«sasten. Die englische unö belgische Zwrl- Hmd Militärbehörde hat diese. Ausschreitungen nicht

zu veraulasseri, daß die

Verleanng des Restes der deutschen WaffevstillktaadSck kovtmisstou anf deutsches« Gebiet nunmehr beschleunist erfolgt.

Der englische Krämergeist.

** Amsterdam, 2. Juli. (WTB.)Allgemeen Hau- Sclsblad" zufolge berichtetDaily Chronicle", daß Ad­miral von Reuter, als er am Sonnabend mit Beglei- tuna eine Bank von Osweftry besuchte, von einer etwa tausend Personen zählenden Menge, die sich vor der Bank angesammelt hatte, ansgepfiffen wurde. E'me . Frau versetzte dem Admiral einen Schlag auf die Schul­ter, ein junger Mann warf ihm ein Stück Kohle ins Gesicht.

Die Deutschen unter polnischer Herrschaft.

»* Thor«, 4. Juli. (T. U.) Als Eraebuts der Ver­handlungen zwischen den Vertretern der polnischen und deutschen Volksräte in Bromberg mit dem Obersten

polnischen Bolksrat und der polnischen Regieruna in Posen und Warscha bürget deutscher M

Posen und Warschau wird jetzt ein Aufruf an die Mit­bürger deutscher Nattonalität in den Teilen Westpreu- tzens, Posens und Schlesiens, die Polen zufallen, vorn Obersten polnischen Volksrat als Mandatar der Regie­rung der Republik Polen veröffentlicht. Es heißt da­rin u. a.:

Friedlich gesinnte Mitbürger deutscher Nationalität, die sich mit den nenen Verhältnissen abfinden »nd Bür­ger der Repnblik Polen werde« wollen, werden für Die Zitktmfi nichts zn befürchte« habe«. Im Einklang mit 5er freiheitliche« Tradttton wird den Bürgern deutsche, Nationalität volle Gleichberechtig««g, völlige GlanberrS- und Gestnnnvgsfreihett, Zutritt z« den Staatsämtern, Freiheit n«d Pflege ihrer Muttersprache, der nationalen Eigenart uud voller Schutz des Eigeutums gewährt. Al­len Deutschen, die die deutsche Staatsattgebürigkeit wäh­le«. wird freier Abzng, Mitnahme von Hab und G«t und Liquidation ihrer Vern?öge«savgelegeuheiteu zuge­sichert. Ansiedler dürfen ans ihrem Eigentum verbleiben bezw. anf ihre Grundstücke zurückkehre«.

Zu den Verhandlungen mit dem Posener Obersten Volkrat wird berichtet daß die beteiligten Delegier­ten von Posen nach Warschi-u weiter gefahren find, nw mit der Warschauer Regler«^» zu verhandel«.

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w Paris, 2. Juli. <WTB.) Havas. Zwischen den Bereinigten Staaten, GroßbritÄNnie«, Frankreich, Italien und Japan einerseits nnd Polen andererseits wurde als Bestätigung der Anerkennung Polens als unabhängiger Staat unter Zuteilung von Gebiete» des ehemaligen deutschen Reiches der Bertrag ««terzeichnet, Satz Polen diese Gebiete zuerteilt werden. Pole« ver­pflichtet fich, allen Bewohner« Pole«s Schutz vo» geben «nd Freiheit zu gewähren. Alle Bewohner Polens wer­den das Recht hübe«, jedes Bekenntnis auszuüben, das mit der öffentliche« Ordn««g und mit dev guten Sitte» nicht in Widersprvch steht. Polen erkennt als polnische Angehörgen die bisherigen deutschen und österreichisch- «ngarische« Staatsangehörigen in Polen an unter dem Vorbehalt der Bestimntungen des Friedensvertrages mit Deutschland vnd Oesterreich über die Staatsangehö­rigen, die nach einem bestmmte» Tage in den in Frage kommenden Gebieten ihren Wohnsitz genommen habe». Diese Bestimmungen werde» unter Garantie -es Völ­kerbundes gestellt. Polen wird den Alliierte« Transit, freiheit und Meistbegünstignng gewähren. Es wird den dem Bölkerbnnd angehörenden Staaten gleiche Recht« und Privilegien gewähren. Polen übernimmt die Ver­antwortung für die russische öffentliche Schuld und fite die andere« finartzielleu Verpflichtungen -es russische» Staates.

Die Streikbewegung in Frankreich.

^ Paris, 2. Juli. (WTB.) Der Ausschutz der gro­ßen Arbeitervereinig««ge» teilte dem Arbeitsmintste« mit, daß alle Syndikate die Bedingungen der Arbeit­geber abgelehnt nnd beschlossen haben, den Streik fort» zusetzen.

Sitzung des Staatenausschnffes.

** Berlin, 2. In«. (S. C.) Der Staatenaasschw» des deutschen Reiches wird anfatias nächster Woche in Weimar znsammentreten.

Abreise Hindenburgs aus Colberg.

»^ Eolberg, 2. Juli. (S. C.) GeueralfeldurarschM vo» Hindenbnrg hat gestern Colberg verlasse«.

Die Frage her Nachfolge HinSenburgs.

^ Berti«, 2. Juli. (S. C.) Anläßlich der bereit» vollzogenen Erneannng des bisherige« Generalquor. tiermeifterd GriZner zum O-erbefehlshaber des östlichen Grenzschutzes Mit dieDeutsche Tageszeitung" mit, daß eine große Anzahl Generale «ud Offiziere es ab- lehnt, sich dem Befehl des Generals Gröner zn nute* steilem

Reichsexekntive im Falle von Unruhen.

Berlin, 2. Juli. (S. C.) Im Reiä)skabtnett ist für den Fall von ernsten Unruhen ist Teilen des Rei­ches die ReichsexeLrit«e in den bedrohten Gebieten b* schlöffe« worden. Sollte diese Maßnahme sich notwen­dig machen, so nimmt man an, daß die Exekittive in allen Fällen dem Reichswehrminister Roske bezw. den von ihm zu-ernennenden Militärinstanzen übertraae» wird. In bemsberettS befreiten Hamburg bleibt künf­tig eine kleine «Garnison der Reichswehr bestehe«.

BerhanÄurm »7verürKilte das Standgericht ^Würzbur« die Hochverräter-Hartig-und Egensberger an 7, Rius- mann und Weuricht-3Ul'6, Bedacht zu 5% und Kniertm > an 5 Jahren Mstuya» WWW BElfe zum Hochverrat, j