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Hersfelder Kreisblatt
Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfeld
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Nr. 239
Montag, den 13. Oktober
1919
Die Gntenteautroort in der Bttititamftage.
0* Zürich, IL Oktober. (T. u.). Der oberste Rat der Alliierten hat Frettay morgen in dem durch Marschall Foch vorgelegte« Ä«tworte«tw«rf auf die deutsche Note vom 3. Oktober über die Räumung der baltischen Provinzen einige Aendernuge« vorgevom- men, die sich auf die Weigern«« des Ge«erals von der Goltz, Knrland zu verlassen, auf die Angriffe der deutschen Truppen auf Riga «nb besonders aus die Errichtungeiner deutsch-bEschen Regierung unter der Prä schaft des Grafen Thalen beziehe«. Die Note der Berbandsmächte wird wahrscheinlich am Sonnabend mach Berlin abgeschickt.
; t* Berlin, 11. Oktober (S. G.) In hiesigen politischen Kreisen wird die Antwort der Entente in der Mage der Räumung des Baltikums täglich erwartet. Nach einer Meldung der Pariser MorgeWlätter vom
Freitag hat der Rat der A Besprechungen Wer die d Havas-Agentur meldet am wortnote an Deutschland
am Donnerstag die Rote beendet. Die g mittag, die Ant-
Heftige Kämpfe im Baltikum s* Geuf, 11. Oktober. (S. G.) H Vatz im Baltikum heftige Kämpfe zwischen
> der lettländisch-ruffischen Truppen und Maa dauern an. Es sind keine Msreaieruna unterstehenden Truppen
Die Manischen Truppen in Sckauleu wurden von den Russen entwaffnet nachdem der litauische Kommandant und der Bürgermeister am Tage zuvor Schaulen verlassen hatten. Deutsche Truppen des noch in Schaulen stehenden Freikorps von Diebisch sind an obigem Bor-
fen tn London und einer anderen hohen Persönlichkett seines Gefolges. Haldane fWlte sich dabei als Eindringling. Doch der Kaiser bat ihn. den Besprechungen beiwohnen zu wollen. In einer langen und lebhaften Debatte mißbilligte ein Deutscher den Vorschlag des Kaisers, England einen Hafen zu überlassen, während Graf Metternich sich widersetzte, daß Frankreich und Rußland an den Besprechungen tetluehmen. Verschiedene Ideen wurden nach kurzer Debatte angenommen. Darauf habe der Kaiser dem Gesandten von Schill den Befehl gegeben, zusammen mit Grev die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Wenige Wochen später sollten in Berlin neue Besprechungen bezüglich des Westteiles der Bagdadbahn stattstnden. Loch unter dem Ausschluß Frankreichs und Rußlands, weil dabei die Zwistigkeiten zwischen DenttÄland mrd diesen beiden Mächten nur noch deutlicher zum Ausdruck kommen würden. Durch diese Mitteiluna der deutschen Regierung wurde aus der BespreÄUM nichts, was Haldane sehr bedauert. Haldane schließt mit der Erklärung, daß das Mißglücke« der Besprechungen auf den Fürsten Bülow zurückznführe« sei.
Die Friedeusdebatte im französischen Senat.
Der französische Senat trat ant Donnerstag in die Erörterung des Friedensvertraaes ein. Bourgeois als Berichterstatter sagte u. a~ die Steuersätze der Deut- scheu dürften nicht denjenigen der Anaebörigen der alliierten LLndss. gleich sein, sondern müßten höher als diese sein. Bei der Entwaffnung Deutschlands miiB= ten die vorgesehenen Maßnahmen sofort nach Ratifikation in die Tat mngesetzt werden. Clemeneeau riet dazwischen: „Es befinden sich franiöftfclje Offiziere m Berlin, um darüber zu wachen." Bourgeois führte dann wetter aus, daß die Allianzverträge mit England und Amerika für Frankreich Garantien ersten Ranges gegen spätere deutsche Neberfälle seien. Ick hoffe, fuhr der Redner fort, daß sich binnen kurzem auch ganten uns anschließen wird Die Zeit ist aefvmmett. um mrs mit unseren Verbündeten über ein Vorgehen m Rußland ins Einvernehmen zu setzen. Es bestebt Mr uns die Pflicht, das Eindringen Deutschlands tu Rußland zu verhindern. Der Anschlag der iRebe wurde beschlössen, nachdem noch Lamarcel sein Bedauern ausgespr^ ^-. ;,...;.. hatt, 55- B^i--^ y-vAtwnteS Deutschland
Schweiz ist
Mt 3i gar ««r
m der Schweiz. » . G.) In der ganzen 3 Markkurses eingetre» ssevschejne an den Bör- erkehr wurde i« Zürich nit 21 Centimes gehav- itf 24 n«d in Genf so-
Die Unruhe« in Saarbrücken.
Havas meldet aus Saarbrticken: Verdächttge Elemente versuchten am 30. 9. abends unter Ausnutzung des Metallarbeiterausstandes Unruhe« hervorzurufen Eine Gruppe feldgrau gekleideter Leute, mit Revolvern bewaffnet, griff das Zentraltelegraphenamt an. Eine andere Bande organisierte die Plünderung von Läden, insbesondere Lebensrnittelläden. Französische Truppen «zoten die Ordnung wieder her, wobei ein französischer oloat getötet wurde. Ein neuer Versuch, Unruhen zu stiften, scheiterten. Am 8. 10. nahm der größte Teil der Ausständigen die Arbeit wieder auf, um nicht den Anschein zu erwecken, als ob sie mit den Aufständischen gemeinsame Sache machten. Das Kriegsgericht verurteilte einen von diese« z«m Tode und 8 zu 20 Jahre« Zwangsarbeit.
Neutrales Urteil Wer die Ernährungsverhäktuisic
. in Deutschland.
Die Professoren Bergmark-Upsala, CadelMw-Stock-
lichste auf derr hoffuun^lvsc« Zustand hin, der eintreten wird, wenn Milchkühe au Belgien und Frankreich ausgeliefert werden sollten. Der Rückgang der Milch- zufuhren in die Städte sei außerordentlich. Irr Berlin sei die tägliche Milchzufuhr auf 190 000 Liter gegen eine । Million im August 1916 .zurückgegangen. Es seifte an
geeignetem Viehfutter zur Erzielmrä reichlicherer Milch-
zusuhreu. Die Ausliesernng vo« Vieh r land würde de« Tod von vielen tausend deuten.
Für das Akkordsystem
m- Berlin, 11. Oktober. iS C.) Die Eisenbahner von vier Berliner Reparaturwerkstätten haben sich gestew mit erheblicher Mehrheit für die Wiedereiufüh- rd- und Pri «sustems ausgesprochen.
«ubeterliat.
füllst! vor Riga.
Zur Rännuln« des Baltikums.
Tidende"
Matrosen und zwei BE.
von, item liegt vor der
Eine n E
w Rotterdam, 16. Oktober. 05. G.) „Datly Matt" meldet aus Riga: Auf einem euglifchen Kreuzer ist hier eine neue MilttärkoMMsstou eingetroffen, die dem Rat der Alliierten über den Stand der Räunmng des Balttkums durch die deutscheu Truppe« Bericht erstatten soll.
Kriegsgerichtliches Bersichre« gegen Major Bischoff.
»* Berlin, 11. Oktober. OB G.) Wie zuverlässig gemeldet wird, ist außer gegen Major Bischofs auch gegen alle diejenigen Offiziere der Eisernen Division das kriegsgerichiliche Verfahren vom ReichsMÄrminister beantragt rvorden, die in Ansprachen an ihre Manu- schaften M Nichtbefolgung der Befehle der Retchsre-
gesetzt. Die französischen Konsulate tm Reichsgebiet werden nach einer Meldima aus Kreisen der hreftgen Ententekommissionen am 18. November an allen früheren Konsulatsplätzen ihre AmtsiatigkeU wieder auf- nehmen.
270 000 Kriegs- nud Zivilgefangeue zurückgekehrt.
Die ReichsfeNtral stelle für Kriegs- und Zivilge- fa«ge«e teilt mit: Die Gesamtzahl der Heimkehrer, die bis zum 9. Oktober i« den Durchgangslager« eingetros- fe« sind, bläust sich aus rund 370 000 Mau«. Alle
des Bal-
z« treffen. ,
Lord Haldaues ragebsch.
befinden sich ««ter den Heimgekehrte« rund 8500 Mmm, die i« belgischer Kriegsgefangenschaft wäre«.
Freilassung der internierte« Dentsche« in Japa«.
^ Rotterdam, 11. Oktober. (S. C.) Reuter meldet aus Tokio: Der Mikado hat eure Verfügung un- teWeichnet, wonach dir Internier»«« der Deutsche« in Japa« am 15. Oktober aufgehoben wird.
Die Washingtoner Arbeitertzonferenz.
»* Rotterdam, tL Oktober. (T. U.) Im Haag hat zwischen einem Mttglieöe der deutschen Regierung und
tta in der Provinz Pounnern in unaewöbul bemerkbar. Der Streik der Straßenbahner dauerut unverändert fort. Auch aus den vorpourmer- schen Kleinbahnen wird noch gestreikt. Dagegen kann der Stettiner Hafenarbeiter streik als zusammengebro- chen angesehen werden.
Auch General Gerard abberukev.
** Koblenz, 10. Oktober. lS. GJ Die „Kölnische Bolkszeitung" erfährt, daß die 10. nutz 8. Armee als Formattone« im besetzte« Rheinland aufgelöst worden sind. Auch General Gerard in Landau ist zur Disposition desKriegsministers gestellt worden
Der Empfang der Bolschewisten von der Entente abgelehut.
** Rotterdam. 10. Oktober. (S. G.) „Daily Mail" meldet aus Stockholm, daß die Ententegesandten den nachgesuchten Empfang der Vertreter des Petersburger großen Sowjets abgelehnt haben. Die acht Vertre-
ümd nach Petersburg zurückgereisi
Wtnaeu Lord Haldaues aus den Jahren 1906 bis 1914 werden jetzt veröffentlicht. In diesen Jahren war Kord Haldausmeistz Kriegsminister. HaläurLgibteineu rttt^ührftrfyir BeriM über die Aussprache, die er mit
jte Die Bertre- bundes erklärten,
Kaiser Wilhelm im Jahre 11 1967 in Windsor Attsile gefw
chungen die Frage der Zulassmig der deutschen und österreichifcheu Delegierten mit allen Rechten von Gerten der Arbeitervertreter aus die Tagesordnung ge-
saMmeRgehe« mit Deutschland fordere. Haldane antwortete als Krteasrmutster, daß England eruru Hafen wünsche, um Indien gegen die Truppen zu Mtzeu, dw eveUtuell mit der neuen Erseubahn heraugestchrt wer- Sen können. Der Kaiser sagte: „Ich werde Ihnen d^ ga Hafen geben." Dieses Gespräch wurde durch das iner rmtewrochen. Doch Haldane erachtete es von großer Bedeutung, das Gespräch fortzusetzen,. und fragte darauf, ob der Kaiser dies tm ernsten Sinne meine. Wenn das der Fall sei, würde er sofort dem AWwar- ttgen AM von diesem Gespräch Mitteilung mengen.
Am folgenden Morgen klopfte einer der Pcrsmren aus der Umgebung -des Kaffers an die Tür rwrr Hal- daues Schlafzimmer «ud teilte dem Miuffter mit, daß -der Wüt. wirklich ausführen werde., was /rMagi
ümmlen Verbände ««geschlossenen Länder sich sofort von der Konferenz zurnck^iehen und einen sebstauörge«
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internationale« Fachverein
Das Mitglied der deutschen ...------- hin, es werde seiner Regierung raten, Vertreter an der
ernug erklärte darauf-
wiLelt M^ St dieser ^
Rc es als an den Be
terlläri-wurde. daß, die Frage. bösprecMtt würde,, daß auch Rußland und neu teilnebme, da auch-
Reue Erhöhung der Perfsnenfahrpreise?
m- Berli«, 11. Oktober. (S. G.) Aus parlamentarischer »nette wird ««s gemeldet, daß bei Fortdauer der finanzielle« Betriebsz«sch«ssc in des pre«- ßischen Staatseiseubah««» am 1. Januar bereits eine weitere Erhöh««« der Perso«e«sahrpre»fe eintritt.
Berattt«ge« über z Ein stell« n« des
Pers s.
•* Berti«, 11. Otti W In den nächsten
Tagen tritt eine Kmrserenz von Vertretern der deut-
»* Rotterdam, 10. Oktober. lS. G) Wie „Daily News" meldet, haben sich die Gewerksümfien der eng- lischerk Hafenarbeiter und der SchisssleMe für die Um- nmndluua dieser Gewerksckafreu in das Rätesystem ausgesprochen. Die Beschlüsse unterliegen Her Stellungnahme der .Zentralkommiffio« der Trabe Union. Die Beschlüsse feien aber auch als Denwnstratttm beachtenswert.
Wie« vor einer Lebe»sMtttelkatt»ftrophe.
w Wie«, 10. Oktober. (5. G.) Der österreichische StaatSrat aivt heute bekannt, daß die Lebensmittelvorräte für die Hauptstadt Wie« weiter zusamme«ae- schntMPft sind. Wien hat nur noch für 7s Tage Lebensmittel. Gin dringender Hilferuf ist an die Ente«te- gesan ft ergauge«.
deckt»na neuer WaffeMaaer bei München.
>» Mönche«, 10. Oktober. lS. G.) Reichswehr- truppen haben gestern in den Vorstädten rechts der Jsar neue Waffenlager ncraefimöeu. Die Waffen sind erst in den letzten Tagen aus Nürnberg durch Fuhrwerke in München angekommen.
. Anfforderung znr Sabotage von Fabrikanlage«.
*♦ Berlin, 10 Oktober. (S. G.) In einer Anzahl Spandauer Fabriken sind Flugblätter beschlagnahM worden, die zur attgemeinen Sabotage »er Betriebsam-
ier war . der Me rmma, daß Meriakejü-n stoßemwerde. - Kaiser:mit dem;deutschen;Kr
■ wftn' werden soll. ^_
hinten des MEur^s F« bes^ =. ** Mainz, IL Oktober. lS. G.)
t Gebiet.
ACerlei vom Tage.
Der Haushaltsausschutz der Nationalversammlung nahm bei Beratung des Etats des Reichsaröeitsnch- nisteriums einen demokratischen Antrag an, daß auch Frauen als vortragende Räte berufen werden sönnen.
Die Budgetkommission der französischen Kammer genehmigte einstimmig den Antrag Andre Lefevre aus Auflegrmg einer Prämienarrleihe, über die verschiedene Pläne vorliegen, die den Umfang dieser Anleihe auf 20—60 Milliarden Franken beziffern.
Die Freilassung der deutschen Zivilintermierten in Frankreich ist angeordnete worden. Der HeimtranS-