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tzersftl-er Tageblatt

Anzeigenpreis: Die einspaltige Petitzeile 15 Pfennig, die Reklamezeile 50 Pfennig. (Grun-schrist Korpus). Vei Wiederholungen wird ein entsprechender Preis­nachlaß gewährt. Zür die Schriftleitung verant­wortlich: Kranz Kunk in tzersfelö. Kernsprecher Nr. 8

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^^^y^S^B^i^^ ^ A^f1 I Monatlicher Bezugspreis: Durch die Post bezogen 1.S0

0.80 Reichs-Mark Druck und Verlag von Ludwig Kunks Buchdruckerei in Hersfeld, Mitglied des LDZv.

Amtlicher Mzeiger für örn Kreis Hersfel-

mit hen Beilagen: Heimaifchollen / Illustriertes Unterhaltungsblatt / Nach Feierabend / Herd und Scholle / Unterhaltung und Wissen Belehrung und Kurzweil / Wirtschaftliche Cagesfragen.

Nr. 208

Dienstag, den 6. September 1927

77. Jahrgang

Der Osten.

Unter den Vorwänden, die von französischer Seite vorgebracht werden, um die Notwendigkeit einer weiteren Besetzung des Rheinlandes zu rechtfertigen, befindet sich auch der, daß durch den Locarnovertrag nur der Westen geschützt sei, also zur Sicherung der ö st l i ch e n Gren­zen auch eine Garantie vorhanden sein müsse. Diese sogar von einem Manne wie Jouvenel vorgebrachte Begründung hat seinerzeit natürlich überall größtes Aufsehen erregt. Sie wurde von der deutschen Öffentlichkeit sofort zurück­gewiesen. Nach Jouvenel soll die fortgesetzte Besetzung der Nheinlande direkt ein Ostlocarno erzwingen. Gegen ein solches haben sich unsere Staatsmänner immer sehr energisch gewandt. Es ist erfreulich, daß der deutsche Standpunkt Unterstützung bei B r i a n d gefunden hat, der an derselben Stelle, an der die beanstandete Forderung er­hoben wurde, ausdrücklich betonte, daß durch den Locarno- Vertrag auch die Ostgrenzen gesichert seien. Dies muß man aus seinen Worten schließen, weil er von der Sicherheit aller europäischen Grenzen durch Locarno sprach.

Bei dieser Sachlage war es nicht zu verwundern, wenn das Gerücht Glauben fand, daß man von polnischer Seite während der Völkerbundtagung einen Vorstoß dahin plane, bei der Debatte über die Abrüstung auch die Sicherheitsfrage anzuschneiden. Wie es hieß, fei ein polnischer Vorschlag so gut wie fertig, der das gesamte Sicherheitsproblem auf eine einheitliche Grundlage stellen wolle. Dabei sollte dann in irgendeiner Form auch das Ostlocarno eingeschmuggelt werden. Wie es sich bald herausstellte, hat es sich bei dem Gerücht nur um einen Fühler gehandelt. Als man polnischerseits sah, daß eine solche Absicht namentlich in englischen Kreisen auf Wider­stand. stieß und auch Herr Briand nicht allzu begeistert da­von war, ließ man auf einmal verkünden, daß derartiges niemals geplant war, erklärte aber, daß man bei der Ab- rüstungsdebatte auf die besondere Lage Polens zu sprechen kommen und darauf Hinweisen werde, daß bei den unklaren östlichen Verhältnissen für Polen wenigstens keine größere Abrüstung in Frage käme. Man spielte dabei auf Ruß­land an, während doch jeder Mensch weiß, daß sich die eigentliche Spitze gegen Deutschland richtete.

Es hieße überflüssiges sagen, wollte man hier noch einmal all die Gründe onsübro» d-> ^-^ ' ^ . ' j "T -sich n-e-g-e^T^Ntt Ostlocarno zu wenden. Es muß Polen genügen, wenn Deutschland jede Gewalt vermeiden will, um die notwendige Grenzberichtigung im Osten zu er­zielen. Deutscherseits ist oft genug erklärt worden, daß man sie der Entwicklung durch die Zeit überlassen will. Deutschland bleibt vollständig im Rahmen des Friedens­vertrages, der ja Änderungen auch bei der Grenzziehung zuläßt. Es ist anzunehmen, daß man sich englischerseits und vielleicht auch bei den Franzosen während der Be­sprechungen der Vertreter der Locarnomächte in Genf auf diesen Standpunkt stellt und es für angezeigt hält, diese Frage vorläufig vollständig auszuschalten.

Damit ist jedoch nicht gesagt, daß der Völkerbund von sich aus sich nicht mit den Ostfragen beschäftigen soll. Hier gibt es eine ganze Reihe, die für sein Ansehen wich­tiger sind als die Erörterungen über das überflüssige Ost- locarno. Beim Schlüsse der letzten Ratstagung drückte Chamberlain den Wunsch aus, daß man sich, nachdem der litauische Präsident Woldemaras ganz bestimmte Zusagen gemacht hatte, sich mit L i t a u e n nicht mehr zu beschäfti­gen brauche. Die deutsche OfsentlichkM zeigte sich damals wenig befriedigt. Wie berechtigt das war, das sollte bald die Entwicklung im M e m e l g e b i e t zeigen. Dort wur­den die Dinge immer schlimmer und die Deutschenverfol- gungen in einem rascheren Tempo fortgesetzt. Keine Vor­stellungen der deutschen Regierung nutzen etwas. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, verfügte man die Aus- Weisung der letzten noch im Memelgebiet tätigen deutschen Redakteure, womit deutlich wurde, daß sich das Vorgehen gegen das Deutschtum als solches richtete. Diese Geste ist um so deutlicher, als sie erfolgte, nachdem die letzten Wahlen im Memelgebiet einen so starken Beweis für den vollständig deutschen Charakter des Landes gegeben hatten. Das Festhalten an der Ausweisung trotz dringender deut­scher Vorstellungen beweist nur, daß Litauen jetzt der Welt gerade zeigen will, wie wenig man sich an Vertrage, namentlich Deutschland gegenüber, zu halten braucht. Vielleicht hofft man, weil es sich um Deutschland handelt, irgendwie Hilfe zu finden. Dieser Glaube sollte Litauen jedoch genommen und ihm endlich zu Gemüte geführt werden, daß der Völkerbund nicht mit sich spaßen läßt und es nicht ruhig hinnimmt, wenn man ihm gegenüber ein- gegangene Verpflichtungen als nicht vorhanden behandelt.

Wertere litauische Gewaltmaßnahmen.

Am Sonnabend sind zwei Reichsdeutsche aus dem Memelgebiet abgeschoben worden, und zwar ein Herr Schulz aus Prökuls und der Buchhalter Eschmann fron der Zellulosefabrik in Memel. Eschmann, degen Aufenthaltsgenehmigung zwei Tage vorher abgelaufen war und der das Gebiet nicht verlassen hat, tourbe in Haft genommen, dann mit einem Dampfer nach Zibben gleicht und von dort über die deutsche Grenze ab- geschoben. Wic weiter berichtet wird, sind Sonntag fast sämtliche reichsdeutschen Zeitungen in Memel beschlag- nahmt worden. Die Königsberger allgemeine Zertung wWde M dauernd für das Memelgebiet verboten.

WffMU der 8. MerdWdmrsmmlNg

Der neue prästdent in Genf.

Abrüstungsfragen im Vordergrund.

In Genf ist am Montag die 8. Völkerbundversamm­lung eröffnet worden. Es sind zu der diesmaligen Tagung 49 Staaten anwesend. Abwesend sind auch in diesem Jahre Argentinien,Bolivien,Brasilien,Spanien,Honduras, und Peru. Der derzeitige Ratspräsident, Villegas - Chile, eröffnete die Versammlung mit einer Rede, in der er einen Überblick über die Arbeiten des Völkerbundes während des letzten Jahres gab. Besonders wichtig erschienen ihm die vom Völkerbund einberufenen Weltwirtschafts- und Ab­rüstungskonferenzen. Aus der formell wohlgesetzten und sehr abgewogenen Rede des Ratspräsidenten, die mit leb­haftem Beifall ausgenommen wurde, scheint hervorzugehen, daß man sich allgemein von dem Abrüstungsproblem und etwaigen Anträgen aus der Versammlung, die an dieses anknüpfen, das Hauptinteresse der gegenwärtigen Tagung verspricht. Wie es heißt, hat Dr. Stresemann die Absicht, während dieser Tagung in Genf Klarheit in die Frage der Rheinlandbesetzung zu bringen.

Mit welchen Schwierigkeiten Deutschland noch immer bei seinen ehemaligen Kriegsgegnern hierbei zu kämpfen hat, ersieht man aus einer Rede, die der ehemalige fran-

Wglldeiitiig für MemtniWle

Der Kathosikeniag in Dorümmd.

Schule un d Flagge.

Ein Begrüßungsabend in der Westfalenhalle am Sonn­abend, der von ungefähr 8000 Personen besucht war, bildete den Auftakt zur 66. Generalversammlung der deutschen Katho­liken. Sonntag morgen wurde ein Gottesdienst in dem über- füllten Stadion abgehalten. Bischof Dr. Kaspar Klein- Paderborn hielt die

....... ».«we g^,chkllMl^Vcrsammlung mit der Prasr- diumswahl statt. Zum Ersten Präsidenten wurde Ministerpräsident a. D. Stegerwald, zu weiteren Mit­gliedern des Präsidiums gewählt der badische Landespräsident Dr. B a u m g ä r 1 n e r - Karlsruhe, Freifrau von Gebsattel- München, Regierungsvizepräsident Janse-Schneidcmühl. Nach dem Bericht des Zentralkomitees, den Fürst L ö w e n st e i n erstattete, nahm die Versammlung eine Entschließung an, in der die Forderung erhoben wird, daß die Bekenntnis­schule durch die Gesetzgebung des Reiches und der Länder fest verankert werde.

An die katholischen Mitglieder des Reichstages wird die Mahnung gerichtet, mit Einsatz aller Kräfte das Gesetz im Sinne der berechtigten katholischen Forderungen zu gestalten und keiner Lösung zuzustimmen, die nicht die volle Gleich­berechtigung der Bekenntnisschulen mit ande­ren Schularten gewährleiste.

Bei der Generalversammlung des Karitas-Ver­bandes referierte Frau Helene H o s f m a n n - Freiburg über die Hilfsmaßnahmen für stellenlose und obdachlose Frauen. ÜberRotwanderer und Wandernot" sprach dann der Direktor des Wohlfahrtsamtes in Singen, Dr. Vetz.

Marx über die Schulfragen.

Reichskanzler Dr. Marx in seiner Eigenschaft als Vor­sitzender der katholischen Schulorganisation eröffnete in der Westfalenhalle die Generalversammlung der katholischen Schul­organisation. Nach Begrüßungsworten führte er it. a. aus:

Die erste und dringendste Ausgabe der katholischen Schul- bewegung ist es heute, bei den bevorstehenden Verhandlungen über das Reichsschulgesetz zu sorgen, daß die berechtigten Wünsche der deutschen Katholiken erfüllt werden.

Wir haben die feste Überzeugung, daß dies gelingen wird, wenn man auf allen Seiten gewillt ist, mit den großen Grund­rechten, die wie gewaltige Quadern hineingesenkt sind, mit dem Elternrecht und der Gewissensfreiheit Ernst zu machen. Wer diese Grundsätze antastet, der rüttelt an den Funda­menten des Staates.

Wenn vor einiger Zeit ein Redner betonte, es werde für die Entwicklung des deutschen Schulwesens besser sein, wenn man nicht so sehr an Elternrecht und Gewissensfreiheit denke als an das Recht des Staates auf die Schule, so können wir das nicht als richtig anerkennen. Das Recht der Eltern auf die Erziehung der ihnen von Gott anvertrauten Kinder ist das Vorangehende. Das Recht des Staates aus die Schule soll in den berechtigten Grenzen in keiner Weise bestritten oder eingeengt werden.

Das Wohl des Staates und der Allgemeinheit kann aber nicht bewahrt bleiben, wenn der Staat in das Recht der Eltern und das Gewissen eingreift. Unheilvoller Kampf wäre Hrung der Elternrechte und der Gewissensfrei- gebung und Verwaltung auf dem Schulgebiet zeitig beste Förderung des Staatswohles.

_ ejenigen, die mit uns nicht einer Weltan­schauung sind, Schulen dieser Weltanschauung, wenn andere die Gemeinschaftsschule fordern, werden wir ihnen nicht im Wege stehen. Die Schule muß Volkssache werden, viel niehr, als sie es bisher war. Sie müßte die populärste Angelegeir- Heit in unserem Volksstaate sein. Aus dem Volke heraus muß die Schule wachsen. Das Volk muß sie tragen mit seinem Interesse und mit seinen Sorgen. Wir Katholiken sperren uns ,richt gegen eine Reform der Lehrerbildung Alles, waS sie tut, um theoretisch und praktisch gründlich gebildete Lehrer und Lehrerinnen heronzubilden, zu dem sagen die deutschen Katholiken ein frohes Ja.

Otto CeHautz S. I. sprach über:Das im Lichte des Gottesglaubens". Pfarrer Dr. O

I Wilhelmsburg sprach über das Thema.Die

die Folge. B heit in Gese> bedeutet gleit

Weltgeschehen f f e n ft e t n Bekenntnis­

zösische Kriegsminister Maginot bei der Einweihung eines Gefallenendenkmals hielt. Maginot wandte sich in dieser ^lcde in schärfsten Tönen gegen eine Abrüstung Frank- retcb§, da Deutschland nicht nur nicht «brüstet, sondern auch sein Heer und seine Marine verstärkt habe. Natürlich sind diese Behauptungen Maginots ganz phantastisch und ent- b ehren ueber Grundlage. Wie recht Deutschland im übrigen mi^ seiner Auffassung in der Abrüstungsfrage hat, beweist ein Artikel des LondonerObserver", in dem betont wird, daß die Regierungen, wenn nicht die Völker Europas heute hauptsächlich inKriegsbegriffendenken und auf eine Lage hintreiben, bei der nur der Zeitpunkt des Kriegs­ausbruchs zweifelhaft sei.

Nach der Rede des Ratspräsidenten schritt die Völler- bundversammlung zur W a h l ihres Präsidenten. Hierbei wurde Guani-Uruguay, Gesandter in Paris und langjähriger Vertreter seines Landes im Völkerbundrat, mit 24 von 47 abgegebenen Stimmen gewählt. Graf Mensdorff-Österreich erhielt 21 Stimmen.

In seiner Antrittsrede wies Guani darauf hin, daß bereits zum dritten Male der Vertreter einer latein-ameri- kanischen Machte der Ehre teilhaftig werde, der Völker- bundversammlung zu präsidieren, und fand freundliche Worte für jeden seiner Vorgänger.

schule, eine unverrückbare Forderung katholischen Glaubens". Für uns Katholiken, so führte er aus, ist die Kirche nicht nur Deuterin, sondern auch Trägerin des natürlichen Sitien- gesetzes, und darum muß Unterweisung und Erziehung im Rahmen des natürlichen Sittengesetzes grundsätzlich auch in der Kirche und durch die Kirche stattfinden. Schulrat Joseph A n tz sprach überKatholizismus und VolksbildungS- bestrebungen".

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Sonntag nachmittag wickelte sich eine Reihe von Neben- Veranstaltungen ab. Bei der Kundgebung der katholischen Arbeitervereine nahm auch Reichskanzler Dr. Marx das Wort. Er würdigte die Persönlichkeit des Reichsprä­sidenten von Hindenburg als eines Mannes, der in treuer Pflichterfüllung allen Deutschen ein leuchtendes Vor­bild fein könne. Diese gewaltige Kundgebung sei das Be­kenntnis der christlichen Arbeiter.Treue Katholiken sind und bleiben wir, aber ebenso stehen wir zu unserer Verfassung, zu unserer Deutschen Republik fest und unerschütterlich."

Bei der Versammlung der katholischen öffentlichen Be­amtenvereine sprach ebenfalls der R e i ch s k a n z l e r. Er be­tonte die Pflichten der Beamten dem Staate gegenüber, die tolerant fein müßten gegenüber echter Überzeugung Anders­denkender. Je fester die Weltanschauung der Beamten be­gründet ist, um so stärker sei das Verantwortungsgefühl dem Staate und der Allgemeinheit gegenüber. Er mache keinen Unterschied zwischen sogenannten höheren, mittleren und unteren Beamten, höchstens insofern, als die höheren Be­amten gerade wegen ihrer hervorragenden Stellung ganz be­sonders verpflichtet seien, die Verfassung zu achten und zu ehren. Er könne es nicht mit wahrer nationaler Ge­sinnung für vereinbar halten, wenn man über die Verfassung wegwerfend rede und auch die von ihr anerkannten Farben verächtlich behandele.

In der Arena des Stadions fand eine große Jugend­kundgebung statt. Eine nach Zehntausenden zählende Schar von Jugendlichen füllte das weite Oval des Sportplatzes. Abends war große Missionsversammlung.

Erste öffentliche Generalversammlung.

Präsident Stegerwald begrüßte die Ehrengäste, dar­unter den österreichischen Bundeskanzler Dr. Setpel, den Reichskanzler Dr. M a r x, den bayerischen Ministerpräsiden­ten Dr. Held, den badischen Staatspräsidenten Dr. Trunk, die Reichsminister Dr. Köhler und Dr. Brauns und die preußischen Minister Dr. Hirtsieser, Steiger und Schmidt. Nachdem die Versammlung beschlossen hatte, an den Papst und an den Reichspräsidenten von Hindenburg Bo- grüßungstelegramme zu senden, hielt die Festrede der päpstliche

Nuntius paeel i

Er hob in seiner Rede den Eindruck hervor, den dierote Erde", das Land der Maschinen und Eisenhämmer, aus ihn gemacht habe. In die Bewunderung für die ungebrochene Geistes- und Lebenskraft dieses Volkes mische sich die Er­innerung an das kärgliche, freudenarme und trosthungrige Dasein des Arbeiters. Die katholische Idee verlangt von dem Arbeiter ehrliche und gewissenhafte Pflichterfüllung. Gerade darum aber wäre es gegen das innerste Wesen des christlichen Gedankens, wenn der arbeitende Menschenbruder zum Sklaven, zum Objekt der Wirtschaft herabgewürdigt würde. Die Wirtschaft habe den sittlichen Sinn, der Wohlfahrt aller Volksgenossen zu dienen. Zum Schluß seiner Rede spendete im Namen des Papstes der Nuntius der Versammlung den apostolischen Segen. An die Rede des Nuntius schloß sich die Begrüßungsrede des Präsidenten Dr. Stegerwald.

Reichstagsabgeordneter Kaas

behandelte das ThemaDie Kirche im heutigen Deutschland" und beschäftigte sich mit der Konkordats- und Schul- frage. Er sagte dabei:Wir deutschen Katholiken sehen in dem Abschluß einer Vereinbarung zwischen dem neuen deut­schen Volksstaat und der katholischen Kirche die Probe dafür, ob die neue Demokratie bereit ist auch den kirchlich empfin­denden Katholiken ein Haus auf deutscher Erde schaffen zu helfen, in dem sie nach den Lehren und Vorschriften ihres Glaubens leben können. Darüber werden wir uns allerdings