HersfelöerTageblatt
finzelgenprels: die einspaltige Petitzelle 15 Pfennig, die Reklamezeile 50 Pfennig. (Grunöschrist Korpus). Bei Wiederholungen wird ein entsprechender Preisnachlaß gewährt. ❖ Kür die Schristleitung verantwortlich: KranzKunk in Hersfelö. »Kernsprecher Nr. 8
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Amtlicher Anzeiger für den Kreis Hersfelö [SunksBuchdruckerei in'herssew,MUMd'öesv^zÄ
mit Seu Beilagen: Illustriertes Anterhallougsblatt / Nach Feierabend / Herb und Scholle , Anterbaltung und Wissen Belehrung und Kurzweil / Wirtschaftliche Tagesfragen.
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Rr. 215
Freitag, den 13. September 1929
79. Jahrgang
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Sie Mim wegen der SMMMk
Reue Verhaßungen
in der Vombenaffäre.
W 0 kamen die Höllenmaschinen her?
In Berlin fanden mit Vertretern der Kriminalpolizei Besprechungen des preußischen Innenministeriums statt, um Richtlinien für die weitere Aktion in der Bomben- affäre festzustellen. Die Untersuchung soll im Interesse der Zusammenfassung bei einer Polizeibehörde vereinheitlicht werden. Material für eine Abgabe des Gegenstandes an den Richter ist noch nicht in genügender Weise vorhanden. Vorläufig werden die Einzelfälle und die verschiedenen Aussagen geprüft. Das Hauptinteresse lenkt sich darauf, etwaige Hintermänner und Geldmänner zu ermitteln. Die in Berlin Verhafteten bleiben dabei, sich in keiner Weise strafbar gemacht zu haben, und bestreiten jede Beziehung sowohl zur schleswig-holsteinischen Land- volkbcwcgung wie zu den Kreisen der in Altona und in
Weitere Verhaftungen
in der Bombenattentatsassäre.
Vier Personen fest genommen.
Der Berliner Polizeipräsident teilt mit: Der der Mittäterschaft an dem Bombenattentat verdächtige Geschäftsführer P l a a ß erschien mit einem Brief des Kapitäns a. D. E h r h a r d t auf dem Polizeipräsidium und stellte sich zur Vernehmung. Nach Abschluß dieser Vernehmung wurde Plaaß, in dessen Wohnung bei der Durchsuchung eine Sprengkapsel Nr. 8. wie sie bei den Bomben-
attentaten verwendet wurde, und 174' Schuß 8-Munition gefunden worden sind, in Haft genommen.
Im Zusammenhang mit der polizeilichen Untersuchung der Sprengstoffattentate sind in M ü l h e i m - Ruhr drei Personen auf Ersuchen der zurzeit in Altona weilenden Berliner Kriminalpolizisten festgenommen worden.
Die Vernehmungen in Altona.
Die bisherigen Vernehmugen der unter dem Verdacht der Beteiligung an dem Bombenattentat Verhafteten hatten, wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, das Ergebnis, daß einer der Verhafteten zugegeben hat, bei einem Bombenattentat zugegen gewesen zu sein. Sein Name wird
im Interesse der
zugegen gewesen zu sein. Sein Name wird r weiteren Untersuchung vorläufig nicht ge-
nannt.
Im Verlauf der Vernehmungen haben sich Verdachtsmomente dafür ergeben, das; sich in Altona ein Waffen- l a g e r befindet. Die Kriminalpolizei hat sofort Maßnahmen zur Aushebung des Lagers ergriffen.
Ein Ausflug des Weltfliegers
Eine ausgehobene Werkstatt der Bombenattentäter in der Wohnung eines Arbeiters in Berlin-Lichtenberg.
Wesideutschlandfahrt
des „Graf Zeppelin".
Prachtvolles Wetter, Jubel und Glockengeläut.
Mit der Westdeutschlandfahrt, zu der das Luftschiff Graf Zeppelin" am Mittwoch nacht in Friedrichshafen
Holstein rc,p. in Hamburg verhafteten Personen. Die Untersuchung gegen die in Neukölln verhaftete G r u p p ' T i m m wird weiter durchgeführt. Der dazugehörige
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W i r s k c soll sich bekanntlich in seinem geheimen Laboratorium mit der Herstellung von Bomben beschäftigt haben. In seiner Wohnung wurden eine Menge Chemikalien vorgefunden. Der ebenfalls beteiligte Roßte u t sch c r ist zurzeit Vorsitzender der Ortsgruppe Berlin des Bundes der Freunde Schlageters. T i m m gehörte ehemals der Organisation Haueustein an. die bekannt ist aus ihrer Tätigkeit seinerzeit in Oberschlesien und im Ruhrgebiet. Alle bildeten eine Arbeitsgemeinschaft, deren Führer Timm war.
In der Konditorei Hilbrich in Berlin wurden Mittwoch abend weiter kestgenommen: Horst von Salo- m 0 n, ein dritte. Bruder der schon in Haft befindlichen beiden Salomm r, ^Mer die Flieger von Winterfeld t und E i ch l e r. Sie sollen sich in der Konditorei über die AngelWeMit der Bombenattentate unterhalten haben. In I l m e n a u in Thüringen ist die Mutter des verdächtigen, aber ins Ausland geflüchteten Herbert Volk, Frau Dobel, von der- Beamten der Berliner Politischen Polizei verhört und dann vorläufig sistiert worden.
Holstein, Mona und Hamburg.
Die Untersuchung im Altonaer Polizeipräsidium wird mit voller Energie fortgesetzt. Eine Anzahl weiterer Personen ist verhaftet worden. In Heide kam in Haft der Wirt Lothar Geugelazky unter dem Verdacht der Mitwisserschaft. Er ist ein intimer Freund des verhafteten Nickel. Eine Haussuchung in Jtzehoe in der Redaktion der nationalsozialistischen Schleswig-holsteinischen Tageszeitung ergab die nachherige Verhaftung der Redakteure dieser Zeitung, Uhse und Ehlers, die sich in
aufgestiegen ist, ist der sehnliche Wunsch des westdeutschen Industriegebietes, einmal den „Graf Zeppelin" begrüßen zu dürfen, in Erfüllung gegangen. Nachdem „Graf Zeppelin" in sternenklarer Nacht die süddeutschen Städte Stuttgart, Frankfurt am Main, Hanau überflogen hatte, näherte er sich im Morgengrauen Düfseldorf, zog über der Stadt eine Schleife und setzte dann die Fahrt in Richtung München-Gladbach fort. Hatte schon das Erscheinen des Luftschiffes große Begeisterung ausgelöst, so steigerte sich die Freude, als „Graf Zeppelin" nachdem er bei V i e r s e n gewendet hatte, wteoem^^^ttMrdvrf erschreu. Dank Dem
prachtvollen Wetter hinterließ der Besuch des „Graf Zeppelin" überall in den großen und kleinen Städten des Industriegebietes einen tiefen und nachhaltigen Eindruck. Von Düsseldorf kommend traf das Luftschiff in Elberfeld ein. Es fuhr mehrere große Schleifen über der Stadt und steuerte dann in langsamer Fahrt und geringer Höhe Hagen an, um dann in Richtung Hohenlimburg, Jserlohn weiter nach Dortmund zu fliegen. Um 8.45 Uhr war Dortmund erreicht. Weiter ging dann die Fahrt über Bochum nach Essen, wo das Luftschiff um 9 Uhr eintraf. Die gesamte Fahrt des „Graf Zeppelin" über das Industriegebiet und über das westfälische Land wurde so zu einer Feierstunde für die gesamte Bevölkerung. In allen Städten feierte man die Ankunft des Luftschiffes
mit Glockengeläute.
Um 11.45 Uhr erschien „Graf Zeppelin" von Westen kommend über dem Zentrum der Stadt Hannover. Sämtliche Glocken begrüßten den stolzen Luftriesen.
Zahlreiche Fabriksirenen stimmten mit ihrem Geheul in den Jubel der Tausende ein, die sich auf Straßen, Plätzen und Dächern eingefunden hatten. über Braunschweig kam das Luftschiff gegen
Wirtschastsfragen in Genf.
Dr. Stresemann am Vierwald st älter See.
Nachdem die Generaldebatte der Völkerbundversammlung am Mittwoch abgeschlossen war, ist Reichsaußen- minister Dr. S t r e s e m a n n mit seiner Gattin nach Vitznau am Vierwaldstätter See abgereist, wo er sich noch einige Zeit erholen will. Mit dem österreichischen Bundeskanzler Streeruwitz hatte Stresemann vor seiner Abreise eine längere Unterhaltung über die Deutschland und Österreich berührenden Fragen. Ferner besprach Stresemann mit dem Vertreter Kanadas Angelegenheiten des
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Hamburg befanden.
Ferner wurden in Hamburg verhaftet der Gaugeschäftsführer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei Emil V r i x aus Jtzehoe und der Kaufmann Adolf Rens" *......
1 f $• Die Verdächtigen wurden nach Altona verbracht. In W i n s e n an der Luhe sistierte die Polizei den Führer der Landvolkbewegung tut Kreise Winsen (Provinz Hannover), Hofbesitzer A m a n d u s
V i ck aus Rönne.
Der verhaftete Landvolkführer Hamkens
ist aus der Nähe von Breslau, wo seine Festnahme erfolgte, in das Altonaer Polizeigefängnis eingeliefert worden. Er befand sich mit dem Diplomlandwirt Walter M u t h m a n n aus Elberfeld in Vuchwald bei Trebnitz bei einem Landwirt, der zuvor eine Landvolkversammlung in Neumark geleitet hatte. Die beiden Verhafteten erklärten beim Erscheinen der Polizei, sie wüßten schon, um was es sich handele, seien aber in keiner Weise daran beteiligt. Waffen führten sie nicht mit, es fallen aber belastende Schriftstücke bei ihnen gesunden worden sein.
deutsch kanadischen Handelsvertrages.
Die Ausschüsse der Völkerbundversammlung begannen ihre sachlichen Einzelberatungen. Der deutsche Vertreter, Prälat K a a s , referierte über die finanzpolitische Gebarung des Völkerbundes und betonte, daß bei aller berechtigten Sparsamkeit der Völkerbund an der Erfüllung seiner Mission nicht durch Einschränkungen in dieser Beziehung gehindert werden dürfe. Der Abrüstungsausschuß unterhielt sich über die Einrichtung einer Radiostation für den Völkerbund im Falle von Krisenzeiten. Bei den weiteren Beratungen soll es zu einer scharfen Drohung des chinesischen V e r tzr e t e r s gekommen sein der erklärt habe, wenn dauernd das Eingehen auf die 'chinesische Forderung der Aufhebung der Exterritorialität in China verweigert werde, müsse die chinesische Vertretung alsbald abreisen.
Kohlen und Zucker.
Der deutsche Reichstagsabgeordnete Dr. Breit- scheid behandelte Donnerstag als Berichterstatter im zweiten Ausschuß die wirtschaftlichen Arbeiten. Dr. Breitscheid legte einen vorläufigen Berichtsentwurf vor über die Wirtschaftstätigkeit des Völkerbundes und gab dann
12.10 Uhr in Sicht. Es fuhr in geringer Höhe langsam über die Stadt dahin. Ein Flugzeug war ihm zur Begrüßung entgegengeflogen. Um 12.40 Uhr hat das §Ft- schiff Königslutter überflogen.
Grüße voll Liebe und Dankbarkeit.
Als der „Graf Zeppelin" von seinem Abstecher nach München-Gladbach wieder nach Düsseldorf zurückgekehrt war, war er noch etwa 20 Minuten lang über Düsseldorf sichtbar, wobei er über der Stelle, wo im Jahre 1909 der alte Graf Zeppelin erstmalig mit seinem Luftschiff landete, eine Schleife zog. In feiner Ansprache von der Sendestelle des Rundfunks aus führte Oberbürgermeister Dr. Lehr aus: „Mit Freude und Wehmut grüßt Düsseldorf dich stolzes, schönes Schiff. 2 0 Jahre i st es her, seit zum erstenmal der alte Graf Zeppelin in einem seiner Luftschiffe Düsseldorf ansteuerte. Du stolzes Schiff bist ein Stück von Deutschland und hast den unerschütterlichen Glauben an unsere Zukunft rund um den Erdball getragen. Die Völker aller Länder grüßten dich mit Bewunderung. Wir begrttßenMich voll 2ieDDW In schwerer Zeit bringst du uns neue Hoffnung und Zuversicht. Darum grüßen wir dich voll Dankbarkeit, und Düsseldorf ruft;
Glück auf, „Gras Zeppelin", heute und morgen, bis in alle Zukunft:
Landung und neue Plane.
„Graf Zeppelin" glatt gelandet.
, . Der „Graf Zeppelin" ist nach glänzendem Verlckuf seiner Westdeutschlandfahrt um 19.14 Uhr in Friedrichshafen glatt gelandet. Die Fahrtdauer betrug fast 20 Stunden.
Am 17. September nach Nordwestdeutschland.
Kapitän Lehmann hat von Bord des „Graf Zeppelin" an die Hamburg-Amerika-Linie telegraphiert, daß beabsichtigt sei, am 17. September 5 Uhr früh eine 24-Stun- den-Fahrt nach R 0 r d w e st d e u t s ch l a n d bis an die Nordsee zu unternehmen. In die Fahrt wird insbesondere der geplante Besuch Hamburgs eingeschlossen. Kapitän Lehman teilte weiter mit, daß 20" Passagiere auf dieser Fahrt mitgenommen werden können und daß sich der Passagenpreis auf 1200 Mark belaufen wird
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Der rätselhafte Leichenfund.
Ratibor
Zu der Meldung aus Fürsteuberg a. b. Oder nfund auf dem Bahnkörper wird mitgeteilt, daß
über den Leich 'nfund auf dem Bahnkörper wird mitgeteilt, daß es sich um den Fabrikbesitzer Hans Zweiq aus Natibor handelt, der vierzig Jahre alt war und Frau und Kinder hinterläßt.