KreisWblalt
für die
Kreise Hersfeld/ Hünfeld und ZiegeGun.
jy 43. HerSfeld, Sonnabend, den 28. Mai. 1810*
Da« .SreiäMatt» erftrint wöchentlich zweimal, Mittwoch« und Sonnabend«. Prei« desselben bei der Expedition 8z Szr. pre Quartal, bei den Pa-anstalten kommt der Po-aufschlag hinzu. Bekanntmachungen aller Art werden autgenommen und die Bär- mond-Zeite oder deren Raum mit 9 Heller berechnet.
Amtlicher Theil.
LandrMsamt Hersfeld.
Die unter den Kühen der Wittwe Svangenberg, des Kourad Becker und des Metzgers Heinrich Hermann Otto dahin ausgebrochene Maul. und Klauenseuche ist wieder erloschru, war hierdurch veröffentlicht wird.
HerSfeld, am 27. Mai 1870.
Der Königliche Landrath Auffarth.
An GemäSbeit des Gesetzes vom 26. Februar d. J. find ferner Jagdscheine auSgegeben worden an die Herrn: 1) Wirth Nicolaus Hohmann zu Hilperhausen,
2) Johannes Trümper zu Friedlos,
3) Earl Trümper daselbst,
4) NicolauS Lebn zu Rohrbach,
5) Wirth Adam Wiegand zu Unterstoppel,
6) Lieutenant Oskar Scholz zu HerSfeld,
7) Ackermann Christian Schäfer zu MengShiusen,
8) Andreas Haitmann daselbst,
9) Simon Rubolpd zu Hof Thalhausen,
10) Conrad Rudolph zu Oberzella.
HerSfeld, am 27. Mai 1870.
Der Königliche Landrath Auffarth.
Der Ackermann Valentin Gömpel von BeierShau- sen ist heute als Ortsvorstand dieser Gemeinde bestätigt und eidlich verpflichtet worden, waS hierdurch veröffentlicht wird.
HerSfeld, am 28. Mai 1870.
Der Königliche Landrath Auffarth.
Für Anna Margretha Knotd zu Tann ist um Er- Heilung eines Reisepasses nach Amerika nachgesucht worden. HerSfeld, am 28. Mai 1870.
Der Königliche Landrath Auffarth.
Catbarirre Elba beth Goß wann von Rohrbach, 19 3abr alt, hat um Ertheilung eines Reisepasses nach Amerika nachgesucht.^ HerSfeld, am 28. Mai 1870.
Der Königliche Landrath Auffarth,
HerSfeld, den 24. Mai 1870.
In dem diesseitigen Steuerkaffen-Bezirk besteht eine große Zabi solcher, aus der LandeSkrekitkassc erborgter Aolösungs- und Eutschädignn iSkapitallen, welche in gs- ringen, nicht durch langjährigen Abtrag noch erheblich verminderten Beträgen bestehen und eine unverbältniß- mäßige Belästigung für die Verwaltung der Landeskredit- kasse bilden. Dieses tritt besonders in-«»m-aeD'rzwärtiaen Zeitpunkte, wo durch die angKMrete^Mhung des Zins, fußes, die Anfertigung neuer TilgungSpläne erforderlich wird, hervor und ist eS deshalb sehr wünschenswerth, wenn solche kleine DarlehnSreste deren allmätigc Tilgung eben durch die Erhöhung deS Zinsfußes von keinem besonderen Interesse mehr sein dürfte, baldigst von denjenigen Schuldnern, deren Vermögenslage solches gestattet, zur Abtragung kommen würden. Es würde dieses um- somehr von Interesse für die jetzigen Schuldner sein, als namentlich in den sehr zahlreichen Fällen, in welchen sie nur einzeln, jedoch für den ganzen Betrag der Schuld mitverpfänbele Grundstücke besitzen/ die dadurch entstandene nachtheilige Wirkung auf den Hypotbeken-Credit und die Beschränkung deS EigenthümerS in seinen Verfügungen rc. dann aufgehoben sein wurde.
Die Herrn OrtSvorstände deS Hiesigen Bezirks haben dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen und wie geschehen, anher anzuzeigen.
-Lodaun hat die Erfahrung ergeben, daß sehr zahlreiche Eigenthums Uebergänge hinsichtlich des der Landes« kredilkasse, für auSgeliehene Kapitalien, verpfändeten Grundvermögen», stange'unden haben, ohne daß um eine Ueberfchreibung der bestehenden Darlehne oder deren Reste nachgesucht worden ist.
Da nun behufs Ausstellung der TilgungSpläne eine genaue Kenntniß der dermaligen Besitzer erforderlich ist, so werden die sämmtlichen Herrn Ortsvorständc zu einer schleunigen genauen Miitheiliing aller Eigeüihumö- Uedergange hinsichtlich der in ihrer Gemarkung der Lan- deSkredilkasse verpfändeten Grundbesitzungen hiermit auf- gefordert. . ,
Königliche Steuerkasse. Wiskemann.