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für die

Krem Hcrsfcld und Hünfeld.

^F V2. ^-rs^eLd, Mittwoch Den 9. September 18V4

DasKreisblatt" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition 10 Sgr. pro Quartal [bei den Astanstalten kommt der Postaufschlag hinzu. Bekanntmachungen aller Art werden ausgenommen und die dreispaltige Zeile oder deren Raum mit 1 Sgr. berechnet.

Amtliches.

Kreis Hersfeld.

Diejenigen Herren Bürgermeister des Kreises, welche zu Standekbramken bestellt worden sind, fordere ich auf, mit ihren des- halbigen Stellvertretern

Mittwoch den 16. d MtS.

Vormittags 9 Uhr

in meinem Geschäftslocale zum Zwecke der Einweisung in ihr Amt, Verpflichtung und Jnstruirung zu erscheinen.

Ich werde denselben an diesem Tage auch alsbald die Musterhefte zur Benutzung bei den Eintragungen, wie die zu führenden Stand es-Register und Formulare zu Register- Auszügen, Bescheinigungen rc. pro IV. Quartal d. I. übergeben.

Hersfeld, am 8. September 1874. j ^Der Königliche Landrath Auffarth.

Die Herren Ortsvorstände der Stadt- und Landgemeinden des hiesigen Kreises, ein­schließlich der Nebenbürgermeister und Orts- verwaltungen, werden hiermit angewiesen, bis spätestens den 2 0. d. M. ein Verzeichniß derjenigen Personen ihrer Ge­meinden, bezw. Ortsverwaltungsbezirke, welche zu Gerichts-Schöffen geeignet sind, in alphabetischer Ordnung nach Maß­gabe des unten *) abgedruckten Formulars aufzustellen und mir einzureichen.

Bemerkt wird dabei, daß die Entrichtung eines bestimmten Steuersatzes kein Erfor- derniß für die Wählbarkeit der Schöffen ist, im klebrigen aber für die Schöffen dieselben Erfordernisse bestehen, welche nach den in Nr. 54 des diesjährigen Kreisblattes abge­druckten §§. 274 bis 278 der Strafprozeß­ordnung vom 25. Juni 1867 für die Ge­schworenen vorgeschrieben sind.

Hersfeld, am 8. September 1874.

Der Königliche Landrath Auffarth.

*) Verzeichniß der zu Gerichtsschöffen geeig­neten Personen in der Gemeinde .....

Kreis Hünfeld.

Caffel, am 22. August 1874.

Durch Erlaß des Herrn Reffort-Ministers vom 9. Juli cr. Nr. 7853 U. III. ist ange­

ordnet worden, daß den Elementarlehrern, welche das 12te resp. 22te Dienstjahr zurück­gelegt haben, statt der bisher bezogenen persönlichen Zulagen von 20 und 40 Thalern vom Jahr 1874 ab solche von 30 resp. 60 Thalern gewährt werden.

Wir haben dementsprechend die Erhöhung von 20 auf 30 und von 40 auf 60 Thalern und zwar vorläufig bei den christlichen hierbei interesfirten Lehrern eintreten lasten.

Indem wir Euer Hochwohlgeboren hier­von zur Benachrichtigung der Betheiligten in Kenntniß setzen, weisen wir Sie zugleich an, zur Vermeidung von Weiterungen den etwa vorstellig werdenden israelitischen Leh­rern zu eröffnen, daß für sie ebenfalls die Erhöhung dieser Zulagen in Aussicht ge­nommen sei und in Kürze erfolgen werde.

Königliche Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen.

(gez.) Mittler.

Aw die Königlichen Herrn Landräthe rc.

Wird zur Kenntnißnahme für die sämmt­lichen Herrn Lehrer des Kreises hierdurch veröffentlicht.

Hünfeld, am 4. September 1874.

Der Königliche Landrath Götz.

Hünfeld, am 4. September 1874.

Unter dem Rindvieh in der Gemeinde Erdmannrod ist die Maul- und Klauenseuche aus gebrochen, was hierdurch veröffentlicht wird.

Der Königliche Landrath Götz.

Hünfeld, am 3. September 1874. Zugelaufen: Ein Schäferhund. Mel­dung des Eigenthümers dahier.

Der Königliche Landrath Götz.

Hünfeld, am 4. September 1874.

Unter dem Rindvieh des Georg Dittmar in Günthers, Kreis Gersfeld, ist die Lungen- seuche ausgebrochen, was hierdurch veröf­fentlicht wird.

Der Königliche Landrath Götz.

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königlich Preussisches Laudwirthschast- tiches Onflitut

zu Hof Geisberg bei Wiesbaden.

(Gegründet im Jahre 1818.)

Der theoretische Unterrichtscursus dauert nur zwei Winterhalbjahre; in dem Som­mer zwischen Beiden werden die Schüler zum Zwecke der praktischen Fortbildung auf vielen Gütern vertheilt. Die Einrichtung der ausschließlichen Winter-Cursehat ei­nen hervorragenden Werth für junge Land­wirthe, welche nicht viel Zeit und Geldmittel

für landwirthschaftliche Studien aufwenden können. Das Lehrerpersonal besteht aus folgenden Herren: Dir. Dr. Medicus, Geh Hofrath Dr. Fresenius, Prof. Dr. Neubauer, Depart.- Thierarzt Groll, ordentl. Lehrer Dr. Freih. v. Canstein, Landesgeologe Dr. Koch und Bez.-Wies.-Baumeister Dr. Klaas Der Unterricht umfaßt alle Haupt- und Nebenfächer der Landwirthschaftslehre nebst den vorbereitenden Wissenschaften. Wies­baden bietet auch sonstige BildungSmittel aller Art. Die Eröffnung des Unterrichts findet am 15. Oktober statt. Weitere Ans- kunft gewähren Prospektus, Vorlesungen- Verzeichniß und Statuten, welche durch den Unterzeichneten oder die hiesigen Buchhand- lungen bezogen werden können.

Wiesbaden, den 1. September 1874.

Lirector Dr. Medicus.

Umverfität Greifswald.

Königliche staats- und landwirthschaftliche Akademie Eldena. j

Vorlesung für das Wintersemester 18741875.

Beginn am 15. October.

Geh. Reg.-Rath Dr. Baumstark: Anleitung zum akad. Studium, Einleitung in die Statistik, Preußi. sche Staatsverfassung.

Prof. Dr. Trommer: Anorganische Chemie, landw. Technologie, Demonstrationen.

Prof. Dr. Rohde: Rindvieh-, Schaf- und Schwei­nezucht, Demonstrationen, Repetitorium.

Prof. Dr Jessen: Pflanzenphysiologie I. Theil, landw. schädliche Thiere und Pflanzenkrankheiten, klimatologische Principien dcs Pflanzenbaues, mikroskopische Uebungen Anleitung zum Bestimmen von Sämereien.

Dr. Pietrusky: Land». Geräthe- und Maschinen- kunde I. Theil, allgemeiner Ackerbau, landw. Praktikum.

Prof. Dr. Dammann: Anatomie und Physio­logie der Haussäugethiere, äußere Krankheiten der- selben, Gesundheitspflege derselben, thierärztliche

Prof. vr. Scholz: Analitische Chemie und Ue­bungen im Laboratorium, Düngerichre, Geognosie, Repetitorium der organischen Chemie.

Akad. Gärtner Fintelmann: Landschafesgärtnerei.

Akad. Forstmeister Wiese: Forstwirthschaftl. Be- t riebslehre.

Prof. Dr. Haeberlin: Einleitung in das Land­wirthschaftsrecht.

Prof. Dr. Minnigrode: Praktische Geometrie Mechanik und Maschinenlehre.

Akad. Baumeister Müller: Landwirthschaftliche Baukunst I. Theil.

Privatdocent Dr. Müller: Futterbau, Fütte­rungslehre.

Außerdem Gelegenheit, Vorlesungen aus anderen Fächern an der Universität zuhören.

Näheres enthalten die Amtsblätter, der Staats­anzeiger, die größeren Zeitungen und die Schrift: Baumstark die L staats- und landwirthschaftliche Akademie Eldena bei der Universität Greifswald, Berlin 1870, welche durch alle Buchhandlungen zu