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für die

Kreise Hersfeld und Hünfeld.

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63. HerAfeld, Sonnabend den 12. Februar Z8§6.

DasKreisblatt" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition 1 Mark pro Quartal 5« den Postanstalten kommt der Postaufschlag hinzu. Bekanntmachungen aller «rt werden ausgenommen und die dreispaltige Zeile oder deren Raum mit 10 Pfg. berechnet

/lmlsiches.

Kreis Hersfeld.

Unter Bezugnahme auf mein Ausschreiben vom 3. Januar d. I. in Nr. 2 des Kreisblattes wird hierdurch weiter veröffentlicht, daß der Kreistag in seiner Sitzung vom 7. d. M. gemäß §. 63 des Ge­setzes vom 25. Juni 1875, betreffend die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, aus den sachverständigen Eingesessenen des Kreises Hersfeld pro 1876 folgende als Schiedsmänner heranzuziehenden Personen gewählt hat:

1) Landwirth Peter Heil zu Hersfeld,

2) Friedrich Friedrich zu Hersfeld,

3) Carl Schimmelpfeng zu Hersfeld,

4) Gutsbesitzer Hermann Braun zu Oberrove,

5) Tomainenpachter Oldenburg zu Wilhelmshof,

6) Schmidt zu Biengartes,

7) Suntheim zu Eichhof,

8) Oekonom Schwarz jun. zu Untechaun,

9) Landwirth Wilhelm Jacob zu Unterbaun,

10) Gutsbesitzer Franz Noll zu Obergeis,

11) Landwirth Opfer zu Obergeis,

12) Johannes Claus zu Mecklar,

13) Johannes Wetze! 2r zu Meckbach,

14) Andreas Strüber zu Friedlos,

15) Gastwirth Peter Grebe daselbst,

16) Landwirth Heinrich Schaub zu Tann,

17) » Heinrich Fey zu Tann,

Konrad Hildebrand zu Nohrbach,

19) . Jakob Stuckhardt zu Kohlhausen,

20) Rittergutspachter Ernst von Löwenstein zu Frielingen.

21) Gutsbesitzer von Lepel zu Hattenbach,

22) Ackermann Adam Lüillhardt zu Mengshausen,

23) Jakob Grenzebach zu Riederaula,

24) Oekonom Bezzenberger zu Kirchheim,

25) Gutspachter Schlabach zu Kirchheim,

26) Oekonom Konrad Schüler zu Neckerode,

27) Landwirth Heinrich Maurer zu KerspenhauseN,

25) Lorenz Sauer zu Asbach,

Heinrich Thiel zu Kruspis,

George Weitz zu Harnrode, Oekonom Georg Oeste zu Gethsemane, 3^) ^ Sanbrock zu Lautenhausen, 93; Heinrich Hoßbach zu Hof Weisenbom,

Bippart een. zu Hermannshof,

" Gliemroth zu Wölfershausen, Wirth Schimmelpfeng zu Widdershausen,

37) Landwirth Johannes Schimmelpfeng zu Heringen, Gutsbesitzer Schlosser zu Kleinensee,

39) Ackermann Johannes Volkenand zu Bengendorf,

40) Oekonom Theodor Rehren zu Oberlengsseld,

41) Landwirth Burghard Ruger zu Unterweisenborn,

42) Oekonom Gustav Reinhard zu Landershausen,

43) Ackermann Heinrich Burghard zu Ransbach,

44) /, Heinrich Büchner zu Philippsthal,

45) , Johannes Heusner zu Schenklengsfeld,

46) vorhrnniger Bürgermeister Deiseroth zu Hilmes,

47) Ackermann Rudolph zu Aushach,

48) // Peter Bock zu Conrode,

49) Ackermann Oswald Steinhauer zu Wüstfeld.

Aus der Zahl dieser Personen hat die Ortspolizeibehörde die Schiedsmänner für jeden einzelnen Schätzungsfall zu ernennen. Die Schätzung erfolgt durch die aus dem beamteten Thierarzt und zwei Schiedsmännern gebildete Commission und sind die Schiedsmänner von der Ortspolizeibehörde eidlich zu verpflichten. Dasselbe gilt, wenn an Stelle des beamteten Thierarztes ein nicht beamteter Thier- arzt zugezogen wird, für diesen, sofern derselbe nicht im Allgemeinen als Sachverständiger beeidigt ist. Die den Schiedsmännern als Er­satz für Reisekosten und Auslagen zu gewährende Vergütung wird im Verwaltungswege festgesetzt und aus der Staatskasse bestatten.

Hersfeld, am 7. Februar 1876.

Der Königliche Landrath Auffarth.

Nach dem Verwaltungsbericht der Stiftung National-Dank für Veteranen für die Jahre 1870 bis 1874 war Ende des Jahres 1869 ein Bestand von 275,101 Thlr. 18 Sgr. 1 Pf. Die Einnahmen haben betragen in den Jahren 1870 bis 1872 285,508 Thlr. 7 Sgr 11 Pf. und in den Jahren 1873 und 1874 209,522 Thlr 14 Sgr. 7 Pf. mithin in Summa 495,030 Thlr. 22 Sgr. 7 Pf. An Unterstützungen sind während der Jahre 1870 bis incl. 1874 gezahlt worden: 367,164 Thlr. 8 Sgr. 2 Pf. Hiernach yerbUivt abzüglich der Verwaltungskosten und sonstigen Ausgaben im Be­trage von 88,127 Thlr. 29 Sgr. 3 Pf. ein Bestand Ende des Jah­res 1874 von 314,840 Thlr. 3 Sgr. 2 Pf.

Diese Ergebnisse werden hiermit veröffentlicht.

Hersfeld, am 11. Februar 1876.

Der Königliche Landrath Auffarth. 9

Von dem Gesandten der Vereinigten Staaten von Amerika ist der Wunsch ausgesprochen worden, daß Personen, welche naturali- sirte Staatsangehörige der Vereinigten Staaten geworben sind, bei ihrer Rückkehr nach Deutschland die ihnen ertheilten LegittmationS- papiere (Bürgerbrief und Paß) nicht, wie bisher, namentlich in Folge von Untersuchungen auf Grund deS §. 140 des Reichs straf- gesetzbuches, geschehen ist, zur Prüfung ihrer Staatsangehörigkeit abgenommen werden möchten.

Da durch die Vorenchaltung dieser Papiere den Inhabern der­selben die Möglichkeit entzogen wird, sich über ihr in den Vereinig­ten Staaten erworbenes Bürgerrecht auszuweisen und sie in Folge dessen die Vermittelung des Vertreters dieser Staaten in Anspruch nehmen, so ist die Abnahme jener Papiere, wo nicht Gründe zur Verhaftung der betreffenden Person vorliegen, thunlichst zu unteUassen.rt^Polizei^ehörden des Kreises werden, höherer Verfügung zufolge, angewiesen, eintretenden Falls hiernach zu verfahren.

Hersfeld, am 11. Februar 1876.

Der Königliche Landrath Auffarth.

Durch Brand ist am 3. November v. I. die Vernichtung der Acten und Register des Standesamts Nanzin erfolgt und wird die Wiederherstellung der Registerbände rc. nur mit großen Schwierig- keiteu-und nach Vernehmung von Auskunftspersonen rc. erfolgen können.

Um für zukünftige ähnliche Unglücksfälle gleicher Verlegenheit vorzubeugen, hat der Herr Minister des Innern empfohlen, da wo es geschehen kann, die Duplicate der Standes-Register auch vor ihrer Ablieferung an die Gerichte an gesonderten, sicheren Or­ten aufzubewahren. ,

Die Königlichen Standesämter veranlasse ich, hiernach, wenn