Einzelbild herunterladen
 

I für die

Kreise Hersfeld und Hünfeld.

^ 43

Her-feld, Sonnabend den 27. Mai

187«

W DaSKreisblatt" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabend. Preis desselben bei der Expedition 1 Mark pro Quartal bei WWOltot kommt der Postaufschlag hinzu. Bekanntmachungen aller Art werden ausgenommen und die dreispaltige Zeile oder deren Raum mit M berechnet.

Kintliches

, Kreis Hersfelb.

Mail für dt-j-mg-n grimmigen, welche in die Unteroffuin- Jcpuien zu PotSdam, Jülich, Biebrich, Weißenfels und Ettlingen eingestellt zu werden wünschen.

Tii, n. £n . , Berlin, den 3. Dezember 1875.

M * rI0TiKr6*ulen haben die Bestimmung, junge Leute, dem Militair-Stande widmen wollen, zu Unteroffi- M Men Hecanzubilden.

M Aufenthalt in der Unteroffizier-Schule dauert in der Regel H L'L besonderer Brauchbarkeit auch nur zwei Jahre, in wel- I E «'" die jungen Leute gründliche militairische Ausbildung ' a?r X M^ 1,1 aa< dem erhalten, was sie befähigt bei sonstl- üanil.« chugte't auch die bevorzugteren Stellen des Unteroffizier- npn ,/^ ,/^^ dwebel und vergleichen zu erlangen, und es ih- | tunaB^^v?61 der elnstigen Mellung im Militair-Verwal- i nij^iniih ^ .^' als Zahlmeister und bergt beziehungsweise s legen beam C/ d^ Prüfungen zu den gesuchteren Posten abzu-

H Wr^,.^Mcht umfaßt: Lesen, Schreiben und Rechnen, deutsche I X ^nferttgung aller Arten von Dienstschreiben, milttairi- | Eesang^"""^^ "^""^ Geschichte, Geographie, Planzeichnen und I t«^ bMnastischen Uebungen bestehe» in Turnen, Bajonett- b Schwimmen.

I den inn^1 o ^" d" Unteroffizier-Schule an und für sich giebt offiiiL 8» ,I"^n keinen Anspruch aus Beförderung zum Unter- Äenen^Ä ^'^^ ^diglich von der guten Führung, dem *, ab. ^ -^r ""? der erlangten Dienstkenntniß des Einzelnen i terM>, ^öuguchsten Freiwilligen werden bereits auf den Un- I trete, " $u überzähligen Unteroffizieren befördert und I Miae ^. hlem Ausscheiden in die Armee sogleich in etats- B 3ii £ Unteroffizier,ieUen.

an bie^n^ öte Bertheilung der ausscheidenden jungen Leute m.-^Cnt<file ^ "i erster Linie das Bedürfniß in der I jtlnen m w t e2b' 111 zweiter Linie sollen die Wünsche der Ein- pentheif, ,^^"!!>?^ Ueberwelsung zu einem bestimmten Trup- Die M,Ä^ ^'^e,t berücksichtigt werden.

^^vldm k>^^»^^ Unteroffizier-Schulen stehen wie jeder andere G) $er . en Heeres unter den militairischen Gesetzen,

g I? Jadr, r ^^^ier-SchuIe Einzustelleude muß mindestens | habe«. 1 'eni' ^arf aber das 20. Jahr noch nicht vollendet I §roß"nmi f^"gellende muß mindestens 1 Meter 57 Zentimeter I wid wab^i--n"^" ^^"nd und frei von körperlichen Gebrechen I auch nach M>! .b" Anlagen zu chronischen Krankheiten sein, Uen, ba^ ,r L; Qu ^"a^ Alters so kräftig und gesund erschei- I seiner Dien»-.?/ begründete Aussicht gewährt, bis zum Ablauf bar für n(J »"' ber Unteroffizier-Schule vollkommen brauch- |) muß ^ 'i?sdienst zu werden.

I Schrifi mit ->,,« Eos. geführt haben, lateinische und deutsche i d>e ersten s« ,U^r Sicherheit lesen und schreiben können und 1 kenne«, mtnagen des Rechnens mit unbenannten Zahlen M Der Eintri.»

wenn stck ""e Unteroffizier-Schule fann nut dann erfolgen, 1 Freiwillige zuvor verpflichtet, nach erfolgtet Ueber.

Weisung aus der Unteroffizier-Schule an einen Truppentheil noch vier Jahre aktiv im Heere zu dienen.

9) Der Einberufene muß mit ausreichendem Schuhzeug, 2 Hemden und mit 6 Mark-zum Ankauf der nöthigen Geräthschaftenzur Reinigung der Ausrüstung und Bekleidung versehen sein. Im Uebrigen ist die Ausbildung kostenfrei; die Füsiliere der Unter­offizier-Schulen werden bekleidet und verpflegt, wie jeder Soldat der Armee.

10) Wer die Aufnahme in eine Unteroffizier-Schube wünscht, hat sich bei dem Landwehr-Bezirks-Kommando seines Aufenthalts-OrkS, oder bei einem der Kommandos der .Unteroffizier-Schulen in PotSdam, Jülich, Biebrich, Weißenfels oder Ettlingen unter Vorzeigung eines von dem Eivil-Vorsitzenden der Ersatz-Kommis­sion seines Aushebungsbezirks ausgestellten Melde-Scheins per­sönlich zu melden.

11) Ist die Prüfung im Lesen, Schreiben und Rechnen, sowie die ärztliche Untersuchung günstig ausgefallen, so ist zunächst die Verpflichtungs-Verhandlung über die vorgeschriebene längere ak- tioe Dienstzeit (f. unter Nr. 8) aufzunehmen. Diejenigen Frei­willigen, welche sich direkt bei einer der Unteroffizier-Schulen $um Eintritt gemeldet haben, können dort, bei vorhandener Va­kanz, sogleich eingestellt werden, andernfalls wird demselben von den Unteroffizier-Schulen ein Annahmeschein ertheilt.

Diejenigen Freiwilligen, welche bei einem Landwehr-Bezirks- Kommando den freiwilligen Eintritt nachgesucht haben, erhalten durch dessen Vermittelung den Annahmeschein von der Unterof­fizier-Schule, welcher sie zugetheilt worden sind.

Nach Ertheilung des AnnahmescheinS, tritt der Freiwillige, in die Klaffe der vorläufig in die Heimath beurlaubten Freiwilligen.

Die Einberufung erfolgt von derjenigen Unterossizier-Schule, welche den Annahmeschein ausgestellt hat, durch Vermittelung des betreffenden Landwehr-Bezirks-KommandoS.

Die Wünsche der Freiwilligen in Betreff der Zutheilung an eine bestimmte Unteroffizier-Schule, sollen soweit angängig, be­rücksichtigt werden.

12) Die Einstellung von Freiwilligen in die Unteroffizier-Schulen finden alljährlich zweimal, und zwar bei den Unteroffizier-Schulen Potsdam, Biebrich und Weißenfels im Monat October, bei den Unteroffizier-Schulen Jülich und Ettlingen im Monat April statt.

Wer zu diesen Termin nicht einberufen werden kann, darf bei entstehenden Vakanzen in die Unteroffizier-Schulen PotSdam, Biebrich und WeißenfelS bis Ende Dezember, in die Unteioffizier- Schulen Jülich und Ettlingen bis Ende Juni eingestellt werden, vorausgesetzt, daß derselbe dann noch allen Aufnahmebeding-

13)

ungen genügt.

i Jedem Füsilier der Untetoffizier-Schulen wird bei guter Füh­rung einmal während seiner Dienstzeit eine kostenfreie Reise in

seine Hermath bewilligt. Die Reise bis zu

10 Meilen von der ganzen Reise, hat jedoch eigene Kosten zurückzulegen. Während dieser den Füsilieren bis zur Dauer von 4 Wochen belassen werden.

Kriegs-Ministenum von K a in e k e.

10 Meilen, bezw. jeder Füsilier auf

Beurlaubung darf die volle Löhnung

Kreis Hünfeld.

Erhebliche Differenzen zwischen der in den einzelnen Gemeinden