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für die

Kreise Hersselb und Hünfeld.

M 12

HerSfeld, Mittwoch den 6. September

1836

DaSKreisblatt" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabend. Preis desselben bei der Expedition 1 Mark pro Quartal bei : der Postaufschlag hinzu. Bekanntmachungen aller Art werden ausgenommen und die dreispaltige Zeile oder deren Raum mit

Fielt Postanstalten kommt W Psg. berechnet.

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amtliches

Kreis Hersfeld.

I Wie ich mich bei meinen Kreisbereisungen überzeugt habe, be- Mrsen die Ortstafeln dringend eines neuen Anstrichs.

MM Ich beauftrage 6te daher, dieserhalb das Erforderliche zu ver- aiiiaffm und das Geschehene bis zum l0 Oktober c. mir anzuzeigen.

L Hersfeld, am 28. August 1876.

W6. Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.

Dmmtliche Bürgermeister und

AMtsverwalter des Kreises.

Hünfeld, am 30. August 1876.

Der Land- und Gastwirth Johannes Linoemann zu Gruben A. B. ist zum Bürgermeister der aasigen Gemeinde gewählt und von mir heute bestätigt worden.

Der Königliche Landrath Götz.

U Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 18. Juli d. J. ef.

m disi 62 2c. betreffend die von Seiten der Regierung angeordnete

s,,si"^oa mit Prämienverthettung in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg-Hlln-

~ Ed hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Termin znr Abhaltung der gedachten Thierschau

imI auf Montag den 18. September d. J.

M. von Morgens 9 Uhr an

«2' f°S- Schützenplatz vor dem Johannesthor zu Hersfeld

1mmt worden ist.

U f^ifichzeitig wird Folgendes bemerkt:

ben staatsseitig ausgesetzten Preisen (ein Preis von 150 Mark «»M<im>- ^. 4 100 Mark) kommen Seitens der betheiligten Kreise folgende a s^eier Conkurrenz für sämmtliche drei Kreise

m ; Ir) für Bullen im Alter von 1 { b i s 4 Jahre n:

^., 2r Preis 40 M., 3r Preis 30 M., 4r Preis 25 M., 5r

W 25 M., Nr Preis 20 M., 7r Preis 10 M.,

1£ für Zuchtkü he im Alter bis zu 6 Jahren:

-Ee^Ä.^ ^ 2r Pr«s 30 M., 3r Preis 25 M., 4t Preis 25 M., 6r Preis 20 M., 7r Preis 15 M., 8 Preis 10 R! ,

51'

rn chtige R in d e r , w elch e n i ch t unter einem Alter von

/ 4r »,,. ,20 Monaten dem Bullen zugeführt wurden:

IPreis ^., 2r Preis 20 M., 3r Preis 15 M., 4 Preis 15 M.. 5r

5 6t Preis 10 M., 7t Preis 10 M., 8r Preis 5 M.

so ,0^. Clne. recht rege Betheiligung an der Ausstellung wünschenswert!) ist, Msuchi ^ie Herrn Bürgermeister der Stadt- und Landgemeinden ergebenst ttr -,/ ^'^.. gegenwärtige Bekanntmachung auf geeignete Weise wiederholt wei- ü»'Wpstkg?^°flbmlichen und namentlich die Besitzer von fehlerfreiem und gut , lbietf ^sih daraus ausmerksam zu machen, damit recht viele preiswürdige

tts»UÖ9efteUt und prämiirt werden können. Die Aussteller werden sej ' ihrem Vieh bereits um 8 Uhr an Ort und Stelle

8 D^^seld, am 17. August 1876.

M Vorsitzende des landwirthschaftlichen Vereins für den Kreis Hersfeld.

E Ph. Roll.

dr-i tlLUÄi)en: auf der Straße von Hersfeld nach WilhelmShof l |U Meldung des EigenthümerS bei dem Ottsvorstand

I Kreis Hünfeld.

B:H ay . , Hünfeld, am 5 September 1876.

Äste ^ gingen Herrn Bürgermeister des Kreises, welche die diessei-

_ blattff Ü9ung üom ^ August c abgedruckt in Nr. 69 des Kreis- berieth'l* Ü6t noch nicht, erledigt haben, werden an Erledigung st im hoP ?Uf$ Angabe des Betrags der in ihren resp. Gemeinden in Wein ru « Jahre einschließlich der Verbraucksabgabe von Brannt- Tan-n u .^Hebung gelangenden Gemeinde-Umlagen binnen 3

J bei 3 Ma^ Strafe hierdurch erinnert.

" Der Königliche Landrath Götz.

Tagesbegebenheite».

Berlin, 2. September. Die heutige Enthüllung des Krieger­denkmals am Friedrichshain erfolgte unter Absingung von Lhorälen und patriotischen Gesängen so wie einer Festrede u. s. w. Nach der Uebergabe des Denkmals an die Stadt dankte der Oberbürgermeister mit einer Ansprache Um 12 Uhr Mittags begann ein Trompeter- Corps vom Balcon des Rathhauses herab ein Concert, welches bi« 2 Uhr währte.

General - Feldmarschall v Manteuffel reist heute im Aufträge des Kaisers nach Warschau zur Begrüßung des Kaisers von Rußland.

Regens bürg, 3 feeptbt. Heute Abend bald nach 6 Uhr lieber deutsche Kronprinz, hier eingetroffen, von einem zahlreichen Publikum begrüßt. Derselbe hat in der hiesigen Villa des Königs Wohnung genommen. Die Stadt ist reich beflaggt und gegen 8 Uhr wurde dem hohen Gaste auf illuminirtem Dampfschiff ein Fackel­zug mit Serenade gebracht.

Der bevorstehende Besuch des Kaisers im Elsaß legt den Pariser diplomatischen Kreisen die Frage nahe, wie französischerseitS in die­sem Falle der nachbarlichen Courtoisie ein taktvoller Ausdruck zu geben sei. Man glaubt, die Regierung werde es als gewissenhafte Beobachterin internationaler Höflichkeit nicht unterlassen, den deutschen Kaiser, falls sein Ausflug ihn nahe an die französische Grenze führe, durch einen offiziellen Vertreter zu begrüßen. Es würde dies der gesteigerten Freundlichkeit der deutsch - französischen Beziehungen, welcher vor einigen Tagen auch dieNordo. Allg. Z." einen sehr bemerkenSwerthen sympathischen Artikel widmete, durchaus ent­sprechen.

Serbien. Roch ist Alexinatz in den Händen der Serben, aber nach Lage der Dinge dürfte Die Nachricht von der Besetzung nicht mehr lange auf sich warten lassen Nachdem das Gros der Armee Tschernajeffs sich auf Deligrao zurückgezogen, hält nur noch eine kleine serbische Abtheilung Alexinatz besetzt. Wie aus Wien gemeldet wird, wurde dort am 3. von kompetenter serbischer Seite die Erklärung abgegeben, daß Alexinatz unhaltbar und die Wider­standskraft der serbischen Armee gebrochen sei; Milan erneuert des­halb sein Friedeasbegehren Ueber die Kämpfe am 1. September, welche mit der Niederlage der Serben endeten, liegen ausführliche Berichte noch nicht vor; ein Telegramm der K. Z. aus Pancsova vom 3 September meldet: Am Morgen des I. September ei griffen die Türken die Offensive, schlugen die Serben zurück und umgingen die Stellungen bei Alexinatz Der russische Oberst Rajewski an der Spitze von 20,000 Serben suchte diese Umgehung bei Prschilowitz zu vereiteln. Er besetzte und vertheidigte diesen Ort in hartnäckigster und tapferster Weise. Während des Kampfes fiel er und nun flohen Die Serben Die Türken marschirten direkt auf Keuschem ch Tscher- najeff raffte Alles zusammen, um sie auszuhalten. Gestern muß er sich also mit ihnen geschlagen haben

Auch auf dem westlichen Kriegsschauplatze haben sich die Türken zur Offensive aufgerafft. Während man Woche» lang behauptete, Mukthar Pascha sei von den Montenegrinern völlig umschlossen und könne sich nicht rühren, ist er durch einen kühnen Marsch längs der östreichischen Grenze über ZaSlap in Montenegro selbst eingeorungeu.