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MreisMolatl

für den

Jinis gersfesö.

Nr. 12.

Mittwoch den 10. Februar

1880.

DasKreisblatt" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition 1 Mark pro Quartal bei den Postanstalten kommt der Postaufschlag hinzu. Bekanntmachungen aller Art werden ausgenommen und die dreispaltige Zeile oder deren Raum mit 10 Pfg. berechnet.

Amtliche».

Kreis Hersseld.

Hersfeld, am 10. Februa^t-HZO.

Die Herren Bürgermeister rc. zu > V

Eitra, Friedlos, Gershausen, Goßmannsrode, Hätieubach, Heenes, Hilperhausen, Kalkobes, Kalhus, Kirchheim, Klebg, Kohlhausen, Meckbach, Mengshausen, Niederaula, PetepS- berg, Reilos, Relmboldshausen, Rohrbach, Roßbach, Sieg­los, Sorga, Tann, Unterhaun, B^ngensorf^ Dünkelrode, Friedewald, Gethsemane, Herfa, HZrÄM/.Wmes, Lam- pertsfeld, Landershausen, Leimbach, LengesOberlengsfeld, Röhrigshof, Unterneurode, Wehrshausen," Biengartes, Engelbach, Meisebach, Oberrode und Wilhelmshof werden hierdurch an sofortige Erledigung meiner Verfügung vom 30. Mai v. I. Nr. 6174, (Kreisblatt ^ir. 44) das Einbinden der ÄreiSblätter pro 1879 betreffend, mit Frist bis zum 20. o. Mt s. bei Meldung der Zusendung eines Strafboten erinnert.

1529. Der Königliche Landralh Freiherr von Broich.

Hersfeld, den 7. Februar 1880.

An Stelle der mit Tod abgegangenen Taxatoren Schreiner Heinrich Pforr und Zimmermann Conrad Thornagel zu Heringen sind der Schreinermelfter Friedrich Justus Ries und der Zimmer- meister Johannes Bolkenand daselbst als Taxatoren zur Vornahme von Gebäude-Schätzungen zwecks Versicherung in der General-Brano- kasse bestellt und eidlich velpflichtet worden, was hierdurch veröffent­licht wird.

1432. Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.

Hersfeld, den 9. Februar 1880.

Der Schäfer Adam Hartwig von Stärklos, 25 Jahre alt, hat um Ertheilung eines Reisepasses zu einer Besuchsreise nach Nord­amerika nachgesucht.

477.___Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.

Cassel, den 4. Februar 1880.

Das Königliche Landrathsamt benachrichtige ich mit Bezug auf mein Schreiben vom 10. v. M. Nr. 734 ergebend, daß nach einer Mittheilung der Kaiserlichen Ober-Postdicektion in Oppeln der flüch­tige Postagent Altmann aus Bankau bei Creutzburg in Ober- schlesien in Bahia verhaftet worden ist und sich bereits auf der Rückfahrt nach Europa in sicherem Gewahrgesam befindet.

Der Kaiserliche Ober-Postdirektor, Geheime Postrath Vahl.

An das Königliche Landrathsamt in Hersseld. Nr. 2006.

* * *

Hersseld, am 9. Februar 1880.

Wird den Ortspolizeiverwaltungen und der Königlichen Gendarmerie des Kreises unter Bezugnahme auf die im Kreisblatt Nr. 3 und 4 de 1880 veröffentlichten Steckbriefe zur Kenntnißnahme mitgetheilt.

1394. Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.

88. Auf Grund des §. 12 des Neichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. October 1878 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die von E. Huth entworfene und von A. Renaud zu Berlin gedruckte Litographie, enthaltend eine mit einem Kranze umgebene weibliche Büste mit phrygischer Mütze, unter welcher sich zu beiden Seiten die Medaillon-Porträts von Marx und Lasalle, sowie zwischen den letzteren ein Bild befindet, welches ein Schiff auf dem Meere und die am Horizont ausgehende Sonne mit dem darüber befindlichen WorteGerechtigkeit"

darstellt, nach §. 11 des gedachten Gesetzes durch die unterzeichnete Landespo­lizeibehörde verboten worden ist.

Berlin, den 28. Januar 1880.

Königliches Polizei-Präsidium, von Madai.

Tagesbegebenheiten.

AuS Heffen-Nafsau.

Nachweisung

der im Kreise Hersseld im Jahre 1879 vorgekommenen Geburten, Heirathen und Sterbesälle.;

Standesamts­bezirke.

Seelen- zahl.

Geburten.

5 a

Ä

SterbeMe.

eheliche.

außer­eheliche.

Zusammen.

| m.

W.

Sa.

m.

1».

Sa.

m. w. S.

m.

W.

Sa.

Hersfeld . . .

7144

133

| 99

232

7

6113

140

105

| 245

46

120

70

190

Friedewald . .

1884

38

1 30

68

1

1

2

39

31

70

12

31

23

54

Frielingen ; .

1124

18

16

34

18

16

34

8

22

10

32

Heringen . .

2656

62

43

105

3

3

6

65

46

111

22

37

40

77

Kerspenhausen.

1550

22

25

47

22

25

47

16

23

14

37

Kirchheim . .

1313

20

25

45

4

2

6

24

27

51

11

14

29

43

Kruspis . . .

706

13

12

25

1

1

13

13

26

2

10

10

20

Mecklar . . .

2604

46

50

96

1

2

3

47

52

99

22

30

29

59

Motzseld . . .

884

20

13

33

1

1

21

13

34

6

14

11

25

Niederaula . .

3174

53

53

106

4

2

6

57

55

112

22

42

33

75

Obergeis . . .

1721

30

29

59

3

3

30

32

62

12

27

12

39

Philippsthal .

1244

19

15

34

1

1

2

20

16

36"

11

28

23

51

Nansbach . .

1165

24

17

41

2

2

24

19

43^

8

14

15

29

Schenklengsfeld

2737 '

52

41

93

3

1

4

55

42

97,

13

29

36

65

Sorga . . .

1196

21

22

43

4

1

5

25

23

48

7

9

10

19

Unterhaun . .

Gemeinde Klei-

1844

33

31

64

4

6

10

37

37

74

17

21

24

45

nensee, Ober­stoppel und Un- i

terstoppelfwelche zu auswärtigen

Standesamtsbe- zirken gehören)

654 ,

14

10

24

1

1

14

11

25!

4

5

8

13

Summa

Kreis Hersfeld |

33600 l|618j531|1149j.

33|32|65i

651|

563 j

1214(1

239||

47e|

397,873

Hanau, 7. Februar. Aus dem Dorfe Horbach wird derH. 3" Folgendes berichtet: In der Nacht vom 29. zum 30. v. M. vernahm der Nachbar des dortigen Bürgermeisters W. ein starkes Geräuich in dessen Gänsestall. In der Vermuthung, ein Fuchs habe den Bewohnern desselben einen Besuch abgestattet, bewaffnete er sich, in der Absicht, das Thier zu erlegen, mit einer Flinte und gleich­zeitig mit einem Knittel. So gerüstet schritt der beherzte Mann zu der Stallthüre, öffnete diese leise unb sah beim Mondschein zu seinem nicht geringen Erstaunen, daß der nächtliche Räuber nicht ein Fuchs, sondern eine wilde Katze von ungewöhnlicher Größe war. Zwei Thiere hatte diese Bestie bereits gelobtet und eins von denselben halb aufgefressen. Sobald sie den Eindringling gewahrte, nahm sie alsbald eine Stellung dem Manne gegenüber ein, die unzweideutig erkennen ließ, daß sie zum Angriff übergehen wollte. Hier mußte deshalb, um aus der gefährlichen Situation zu kommen, Seitens des Bedrohten rasch gehandelt werden. Der auf die Katze abgefeuerte Schuß ging leider fehl. Der Kampf, welchen der Schütze mit dem Ungeheuer nunmehr zu bestehen hatte, hätte für ersteren verderblich werden können, wenn es nicht durch einen sicher geführten Hieb mit der anderen Waffe niedergestreckt worden wäre.