Einzelbild herunterladen
 

KreisMblatt

für den

-Kreis ßersleld.

Nr. 50. Mittwoch den 23. Juni 1880.

DasKreisblatt" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition 1 Mark pro Quartal bei den Postanstalten kommt der Postaufschlag hinzu. Bekanntmachungen aller Art werden ausgenommen und die dreispaltige Zeile oder deren Raum mit 10 Pfg. berechnet.

Mosmemmts-Emülstilug.

Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf das Kreisblatt"« Wir bitten dasselbe rechtzeitig erneuern zu wollen, damit bei Beginn des Quartals keine Unterbrechung in der Zustel­lung eintritt. Der vierteljährliche Abonnementspreis beträgt 1 Mark excl. Postaufschlag sowohl bei allen kaiserlichen Postanstalten als auch bei der Expedition.

finden durch dasKreisblatt" nicht nur Win hiesiger Stadt und hiesigem Kreise sondern auch in den benachbarten Kreisen weite Verbreitung und sichern Erfolg und kostet die dreigespaltene Garmond-Zeile oder deren Raum 10 Pfg. Die Expedition.

Amtliches.

Des Königs Majestät haben mittelst Allerhöchster Ordre vom 31. v. M. dem Comite des Vereins zur Beförderung der Vieh­zucht rc., im Fürstenthum Lippe die Erlaubn ß zu ertheilen geruht, zu derjenigen Verloosung von landwirthschaftlichen Thieren, welche dasselbe bei Gelegenheit der nebst einem Pferderennen am 22. d. M. in Detmold stattfindenden Thierschau mit Genehmigung der Fürst­lichen Landesregierung zu veranstalten beabsichtigt, auch im dieflei- tigen Staatsgebiete, und zwar in den Provinzen Hannover und Hessen-Nassau Loose zu vertreiben.

Den Verwaltungs- und Polizeibehörden geben wir hiervon mit der Veranlassung Kenntniß, dafür zu sorgen, daß der Vertrieb der qu. Loose nicht beanstandet wird.

Cassel, am 12. Juni 1880.

____Königliche Regie r un g, Abth. des Innern.

Der Renn-Verein für Mitteldeutschland zu Gotha hat von der Herzoglich Sächsischen Landesregierung die Erlaubniß zu einer im Laufe des Jahres 1881 zu veranstaltenden Verloosung von Pferden, Equipagen, Salon-Einrichtungen rc. erhalten und seinerseits den Generaldebit der Loose dem Literarischen Institut (Bichleler, Lingenberg u. Eo.) daselbst übertragen. Das letztere beabsichtigt den Vertrieb der Loose in der Weise, daß jedem Abonnenten der von ihm unternommenen neuen Ausgabe von Pierer's Konver- sations-Lexikon mit dem Schlußbande oder Schlußheste ein Loos gratis geliefert werden soll.

Da diese Lotterie in Preußen nicht zugelassen worden ist, so weisen wir die Polizeibehörden unseres Bezirks an, dem Vertriebe der fraglichen Loose, Falls derselbe in der angegebenen Form oder sonst wie versucht werden sollte, entschieden entgegenzutrelen.

Cassel, den 11. Juni 1880.

Königliche Regierung, Abth. des Innern.

Itretl Hersfelv.

Hersfeld, am 22 Juni 1880.

Wie der ständische Baumeister Herr Xylander dahier bei seinen Bereifungen der Landstraßen und Landwegen wahrgenommen hat, sind dermalen die Obstbäume so mit Raupennestern behaftet, daß ein Ablesen derselben oder Abschneiden der Aestchen unaufschieb­bar ist. Es sind wohl noch einige Tage wo die Raupen ihre Brut­stätten verlassen, wird dieser Moment außer Acht gelassen, so wer­den in kurzer Zeit die Bäume vollständig entlaubt werden, welches zur Folge haben wird, daß, da die Bäume in der zweiten Saft- periode sich von den Winterfrösten erst erholen können, zu ihrer Ernährung vorzugsweise die Blätter bedürfen, durch Entlaubung vollständig absterben.

Mit Bezugnahme auf meine Verfügung vom 2. März er. ad Nr. 2263 (Kreisblatt Nr. 18) weise ich daher die Ortsvorstände des hiesigen Kreises hiermit an, sofort die nöthige Anordnung in ihren resp. Gemeinden zur Vertilgung der Raupennester bei Vermeidung von 3 Mark Strafe zu treffen und die bezüglichen Nachlässigen nach §. 368, 2 des Strafgesetzbuches zur Anzeige zu bringen, wobei ich bemerke, daß ich das ständische Bauamt ersucht habe, mir diejenigen Ortsvorstände, welche diese meine Verfügung unbeachtet gelassen haben, namhaft zu machen.

7379. Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.

Für den SchlosserAdam Heinrich Carl Blackert vonMeckbach, 16 Jahre alt, ist um Entlassung aus dem Unterthanen - Verbände behufs Auswanderung nach Nordamerika nachgesucht worden.

Hersfeld, am 21. Juni 1880.

7349. Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.

§er§felb, am 21. Juni 1880.

Für Wilhelm Abraham Reh dein von hier, 16 Jahre alt, ist um Entlassung aus dem Unterthanen-Verbande behufs Aus­wanderung nach Nordamerika nachgesucht worden.

7289. _ ' _ Der Königliche Laudrath Freiherr von Broich.

Hersfeld, am 23. Juni 1880.

Den Herren Ortsvorstäuden der Landgemeinden rc. werde ich in den nächsten Tagen die nach Maßgabe der festgestellteil Unicate berichtigten Duplikate derKlassensteuer-Zu- und Abgangslisten Ihrer Gemeinden 2c. pro II. Semester 187980 zufertigen. Sie haben nunmehr die darin befindlichen Abgänge nach Zeit und Betrag in den in Ihren Händen befindlichen Rollen-Exemplaren pro 1879 80 zu notiren, und sodann die Listen sorgfältig aufzubewahren. Wo sich Revifions-Bemerknngen der Königlichen Regierung den Listen ungeschrieben finden, haben die Herren Ortsvorstände sich dieselben zur Nachricht dienen zu lassen bezw. dieselben zu erledigen.

7447. Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.

Hersfeld, am 22. Juni 1880.

Der Oekonom Johannes Reuber zu Hattenbach hat unter Vorlage der Beschreibung, Zeichnung und Pläne um Genehmigung zur Anlage eines Kalkofens auf dem, an dem Landweg von Hatten­bach nach Kleba gelegenen Gemeindegrundstück (Trift) Kartenblatt 1 Nr. 162 nachgesucht.

In Gemäßheit des §. 17 der Gewerbe-Ordnung vom 21. Juni 1869 fordere ich alle Diejenigen, welche Einwendungen hiergegen zu erheben haben, auf, dieselben binnen 14 Tagen bei mir vorzn- bringen und bemerke, daß nach Ablauf dieser Frist Einwendungen in dein Verfahren nicht mehr geltend gemacht werden können.

Die Beschreibung, Zeichnung und Pläne können im Bureau des Königlichen Landrathsamtes während der Dienststunden einge- feheu wecken.

7356. Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.

Die taubstumme Barbara Elisabeth Brandau von hier, ca. 40Jahre alt, hat sich am 28. v.Mts. von hiernach Großensee entfernt, um daselbst Töpfe zu holen, ist aber bis jetzt noch nicht zurückgekehrt. Alle Polizeibehörden werden ersucht über den etwaigen Verbleib derselben dem Unterzeichneten Nachricht zu geben.

Malkoni es, den 22. Juni 1880.

Der Bürgermeister Klotzbach.

Gesundem ein Regenschlrm und eine Mütze. Meldung der Eigenthümer bei dem Ortsvorstand zu Wippershain.

Gefunden: eine Mütze und ein Stock. Meldung der Eigen­thümer bei dem Ortsvorstand zu Beiershausen.