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für den

ßmtHrfjes.

Kreis Hersfeld.

Cassel, den 13. Februar 1882.

In Folge höherer Empfehlung und nach dies­seitiger Prüfung machen mir auf eine von dem Oberverwaltungsgerichtsrath Friedrichs veranstal- tete, mit Erläuterungen versehene Ausgabe des Gesetzes vom 2. Juli 1875, betreffend die Anlegung und Veränderung von Straßen und Plätzen in Städten und ländlichen Ortschaften, aufmerksam, welche im Verlage von I. Gutteutag (D. Collin) in Berlin und Leipzig zum Preise von 1 M» 25 Pfg. pro Exemplar erschienen ist. Die Erläute­rungen, welche zu den in der Anwendung viel­fachen Zweifeln unterliegenden Bestimmungen des gedachten Gesetzes gegeben sind, beruhen auf deu Motiven und den bei der Berathung des Gesetzes gepflogenen Kammerverhandlungen, außerdem aber auch auf den einschlägigen Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts, welche wenngleich für die diesseitige Provinz nicht unmittelbar maßgebend, doch als wichtige Anhaltspunkte für die Ausle­gung des Gesetzes betrachtet werden müssen.

Königliche Regierung, Abtheilung des Innern.

Kühn e.

An den Königlichen Polizeidirektor hier, sämmt­liche Königliche Herrn Landräthe und die Herrn Oberbürgermeister und Bürgermeister der größe­ren Städte. J A II Nr. 721.

* * * '

Hersfeld, den 20. Februar 1882.

Wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht. 2253. Der Königliche Landrath _________Freiherr von Broich.

Hersfeld, den 21. Februar 1882.

Nach dem Verwaltungsbericht der Siftung National-Dank für Veteranen" für die Jahre 1875 bis 1880 haben die Einnahmen dieser Stiftung (mit Zurechnung des am Ende des Jahres 1874 verbliebenen Bestandes von 944557,30 M.) im Ganzen auf 2 477 590,06 M. sich belaufen. Zu Unterstützungen an Veteranen und Veteraneu-Wittwen sind hiervon verwendet 1229 681,70 M., und ist nach Abzug der Verwaltungs- 2c. Kosten am Schlüsse des Jahres 1880 ein Kassenbestand von 817158,12 M. verblieben.

Am Ende des Jahres 1880 waren noch 2293 hülfsbedürftige Krieger aus den Jahren 1813-15 vorhanden.

Diejenigen, welche für die bezeichnete Stiftung sich interessireu, können den gedachten Bericht in meinem Geschäftslokale einsehen, auch etwaige Zu­wendungen für die Stiftung daselbst einliefern.

1596. Der Königliche Landrath

_ Freiherr von Broich.

Hersfeld, den 18. Februar 1882.

Für den Gymnasiasten Johannes Möhl da- hier, 16 Jahre alt, ist um Entlassung aus dem preußischen Unterthaneuverbande behufs Auswan­derung nach Nord-Amerika nachgesncht worden.

2081. Der Königliche Landrath

Freiherr von Broich.

Hersfeld, den 18. Februar 1882.

Für Johannes Schnei der von hier, 17 Jahre alt, ist um Entlassung aus dem preußischen Unter- thanenverbande behufsAuswanderung nach Amerika nachgesucht worden.

2195. Der Königliche Landrath _____ Freiherr von Broich.^

Hersfeld, den 18. Februar 1882.

Der Schreiner Johann Heinrich Reh dein von hier, 21 Jahre alt, hat um Entlassung aus dem preußischen Unterthaneuverbande behufs Auswan­derung nach Amerika nachgesucht.

2194. Der Königliche Landrath Freiherr vo n Broi ch.

..... Hersfeld, den 21. Februar 1882.

Der Schmied Johann Nicolaus Schüt rümpf

von Cathus, 24 Jahre alt, hat um Entlassung aus dem preußischen Unterthaneuverbande behufs Auswanderung nach Amerika nachgesucht.

1777. Der Königliche Landrath ____Freiherr von Broich.__

Hersfeld, am 20. Februar 1882.

Der Landwirth Sebastian R oh rba ch zuNieder- anla, 23 Jahre alt, hat um Entlassung aus dem preußischen Unterthanenverbaude behufs Aus­wanderung nach Amerika nachgesucht.

2293. Der Königliche Landrath _____Freiherr von Broich.

Gefunden: eine Vvrderwaage. Meldung des Eigenthümers bei dem Ortsvorstand zu Sorga.

Berlin W., 20. Februar 1882. Die Bestellung der Postsendungen 1 durch Eilboten betreffend.

Für die Bestellung der Postsendungen durch Eil­boten treten vom 1. März ab folgende Bestimmun­gen versuchsweise in Kraft. Bei Vorausbezahlung des Eilbestellgeldes für Sendungen nach Landorten kommt wie bei Telegrammen eine Gebühr von 80 Pfennig für Briefe, Postanweisungen und Geld­briefe, dagegen für Packete eine solche von 1 Mark 20 Pfennig ohne Unterschied der Entfernung zur Erhebung. Für die Eilbestellung im Ortsbezirk der Postaustalten kommt im Fall der Vorausbe­zahlung die seitherige Gebühr von 25 Pfennig für alle Gegenstände außer den Packeten, für letztere der Satz von 40 Pfennig zur Anwendung. Ist das Eilbestellgeld nicht im Voraus entrichtet, so hat der Empfänger, wenn er die Sendung annimmt, das volle Botenlohn zu zahlen. Den Eilboten werden Geldbriefe und Werthpackete bis zum angegebenen Werth von 400 Mark, Postan­weisungsbeträge ebenfalls bis zur Höhe von 400 Markmitgegebeu. Eilpackete im Gewicht von niehr als 5 kg werden nur insoweit abgetragen, als die Postanstalt am Bestimmungsort es für angängig erachtet. Bei Vorausbezahlung des Eilbestellgeldes ist unter dem die Eilbestellung verlangenden Ver­merk der ZusatzBote bezahlt" zu machen.

Der Staatssecretair des Reichs-Postamts. Steph an.

Die Entsendung der preußischen Ordens-Mission nach Constantinopel ist ein Ereigniß, welches unter den politischen Tages-Erscheinungen der jüngsten Zeit ganz besonders hervortritt. Die Verleihung des höchsten preußischen Ordens an den Sultan ist nicht nur als eine Gegenauszeichnung zu be­trachten, welche Kaiser Wilhelm dem türkischen Herrscher zu Theil werden läßt, sondern sie ist auch ein Act von unzweifelhaft hoher politischer Bedeu­tung, welcher abermals für den Einfluß spricht, welchen die deutsche Diplomatie am goldenen Horn erlangt hat. Daß man in Constantinopel den Werth der Freundschaft des deutschen Reiches zu würdigen versteht, ist selbstverständlich und es darf daher die glänzende Aufnahme nicht überraschen, welches nun wieder hinter uns liegt, war so eigenartig, welche die Ordensmission in Constantinopel gefUN- daß eine kurze Charakteristik desselben schon darum nicht ben hat. Nach der Ueberreichung des Schwarzen- umgangen werden kann, weil das Vereinsleben seither fast Mler,Ordens an den Sultan, welche am Sonn-

ein einigermaßen gutes Bienenjahr mit rentablen Er

Das Bienenjahr 1881/)

tragen auch eine regere Thätigkeit in den Vereinen zur Folge hatte, und umgekehrt.

Es giebt aber vielleicht wenige Gebiete in Deutschland, die bezügUch der Bienenweide ein so buntscheckiges Terrain haben, als gerade das Gebiet, auf welches unsere 7 ver­bündeten Vereine mit ihrer Bienenwirthschast angewiesen sind.

So z. B. hängen unsere rheinhessischen Jmkerbrüüer schon den Kopf, wie ein Schilf, wenn ihnen die Raps- und Es- parsette-Blüth durch ungünstige Witterung in die Brüche gehl, während die starkenburgischen, nassauischen und ober­hessischen, und ebenso auch die anderen in Kurhessen, Frank-

furt unb Creuznach jubeln über lange und ununterbrochene

und reichlichen Honigthau, wie wir letzteren in der heißen die größte Entrüstung, iN der Übrigen Welt hohes Jahreszeit hatten, während dagegen weniger günstig situirte Erstaunen hervorgerufen. Seitera! Skobeleff soll Imker unter den 6 zuletzt genannten auch wieder lamentirt nml zwar erklärt haben, daß er nur als Privat­haben, das Jahr 1881 sei für sie ein ungünstiges gewesen. m(um gesprochen UNd daß seine Aeußerungen V0N Dazu kommt in manchen Gebletsthecken, so namen j < ^ranee" sehr übertrieben wiederaeaeben worden Oberhessen und in Kurhes en wird es wohl ähnlich ge. vergrauet sem uveririeoeu wieoelgegeoen worven Wesen sein die durch eigenartige Culturverhältnisse be- seien, aber diese Erklärung schwächt Nicht litt Mill- dingte man möchte sagen sensationelle Ver- besten den aufregenden Eindruck ab, welchen diese jchiedenheit der Ergebnisse von Ortschaften und Gemarkungen, Rede in der ganzen politischen Welt gemacht hat. die oft nicht weiter als i oder 2 Stunden von einander Denn General Skobeleff ist ja noch immer activer entfernt liegen, so daß es also sehr schwer sein würde, die ...Mschxr Militair und seine Rede ist datier trotz mittelmäßig zu bezeichnen. gesprochen habe, von symptomatischer Bedeutung.

Dennoch aber, wenn man in der Menge von apistischen Auch hält dieFrance", welche die Rede Skobe- Zeitschriften, die zugleich Vereinsorgane sind, lieft die Masse [e^>§ zuerst reprodlicirte, ihre Mittheilungen über

7. Dec. 1881 zu erstatten hatte, einem anwesenden Serben medergeschrreben Ulid lm

Honigsverkaufs-Ossertenundzwaren gros centnerweis und aus den im verwichenen Jahre eingelaufenen Berichten ersehen durste, wie fast allenthalben die Mitgliede^zahl der einzelnen Vereine sich vermehrt, und unser ganzes Vereins­leben wieder eine regere Thätigkeit entfaltet hat, so wird man doch zudem Entschlüsse kommen, daß das Jahr 1881 in den Annalen der Bienenzucht wirklich als eingutes" bezeichnet zu werden verdient.

Maßgebend für diese Bezeichnung ist auch schon dit alte Erfahrung, die sich auch Heuer wieder bestätigt hat:Ein gutes Weinjahr ist auch allemal ein gutes Bienen- jahr!" Freilich würde es, wie auch der Wein nach Quali­tät, als Honig jahr besser geworden sein, wenn nur die Monate August und September besser gewesen wären. Denn was in diesen Monaten die Weinernte beeinträchtigt hat, hat ebenso auch die Honigernte geschädigt, da unsere lieben Bienen während der beiden Monate schon von ihren Winter» vorräthen zehren mußten.

Und so wollen wir denn das abgelaufene Jahr be­rechtigt uns dazu mit guter Hoffnung und im Vertrauen auf den allmächtigen und allweisen Lenker aller Dinge in daS

Neue Jahr 1 882 hineingehen und unser Werk im Interesse der Wissenschaft und zu unseren: eigenen Nutzen und Vergnügen wacker sort- treiben, bis es dem Herrn über Leben und Tod gefällt, unserem Erdenwirken ein Ziel zu setzen.

Allen unseren lieben Mitgliedern entbieten wir unseren herzlichsten Neujahrsgruß und rufen ihnen aus vollem Herzen entgegen:Viel Glück und Segen für Euch und Eure lieben Bienen zum neuen Jahr!" und unsere ver, ehrten Mitarbeiter bitten wir ebenso herzlich als dringend, uns in dem neuen Jahr mit ihren immer sehr erwünschten Beiträgen kräftigst unterstützen zu wollen.

D. R. d. B.

Komische Nachrichten

Deutschland.

vom Sultan zur Tafel gezogen, wobei dieselben sich Seiten des türkischen Herrschers der größten Auszeichnungen zu erfreuen hatten. Die Festlich­keiten, welche der Sultan zu Ehren der deutschen Gäste augeordnet hat, werden die ganze Woche ausfüllen und erst am 28. Februar ihr Ende erreichen.

Die Rede, welche GeneralSkobeleff neuerdings in Paris an die dort studirenden Serben gehalten hat und in welchem der Sieger von Geok - Tepe wiederum seinem Hasse gegen das Deutschthum einen o deutlichen Ausdruck gab, hat in Deutschland