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Nr. 86.

Sonnabend den 28. Oktober 1882.

DasKreisblalt" erscheint wöchent­lich zweimal, Mittwochs u. Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition 1 Mari pro Quartal, bei den Postanstal- ten tamt der Postausschlag hinzu.

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Kreis Zeisselü

Bekanntmachungen aller Art werden ausgenommen und die einspaltige Gar- mondzeile oder deren Raum mit 10 Psg. berechnet und wird bei Wiederho­lung entsprechender Rabatt gewährt.

LWiches.

Kreis Hersfeld.

Hersfeld, den 25. Oktober 1882.

Die Herren Localschulinspectoren des Kreises er­suche ich in Gemäsheit einer Verfügung der König­lichen Regierung zu Cassel ergebenst, über den Stand der ländlichen Fortbildungsschulen Ihrer Bezirke während des Schuljahres 1881182 eine tabellarische Uebersicht nach Maßgabe des unten abgedruckten Schema's, eventuell eine Negativ-An­zeige, bis zum 10. November c. gefälligst an mich gelangen zu lassen und dabei zugleich die etwa

behufs Bewilligung von Staatsbeihülfen für die­jenigen Lehrer, welche aus Mitteln des Kreises oder Seitens der nachweislich unvermögenden Ge­meinden im Verhältnisse zu ihren Leistungen nicht 1 genügend remunerirt werden, die nöthigen Anträge einzubringen, bezw. diese Anträge in der Rubrik Sonstige Bemerkungen" unter Angabe der von den betreffenden Gemeinden gegenwärtig zu zahlen­den Staats- und Communalsteuern, sowie der sonstigen, das Erforderniß eines staatlichen Zu­schusses erheischenden Verhältnisse näher zu be-

zeichneten Landwehr-Bezirks-Commando zu melden, widrigenfalls das Desertionsverfahren gegen den­selben eingeleitet werden wird.

Rotenburg, a. F., den 24. October 1882.

Königliches Landwehr - Bezirks - Commando.

F. d. b. B.-C.

Joachimi, Lieutenant und Adjutant.

gründen.

13225.

Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.

91 a in e des Ortes.

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tzersfeld, den 27. Oktober 1832.

i Sonstige Bemerkun­gen.

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Mit Bezugnahme auf meine Verfügung vom 27. Juli c. ad Nr. 9745 (im Kreisblatt Nr. 60) werden diejenigen Herren Bürgermeister des Kreises, welche die Gemeinde-Rechnungen pro 1881 | 82 zur Ab- Hörung noch nicht eingereicht haben, hieran mit Frist bis zum 15. Dezember 0. erinnert.

13599. Der Königliche Landrath

Freiherr von Broich.

Hersfeld, den 25. Oktober 1882.

Nach einer Mittheilung Königlichen Landraths­amtes zu Rotenburg ist in der Stadt Soutra die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh aus­gebrochen und hat bereits so große Ausdehnung gewonnen, daß sich dasselbe veranlaßt gesehen hat, die Ein- und Ausfuhr von Wiederkäuern und Schweinen daselbst zu verbieten.

13454. Der Königliche Landrath

Freiherr von Broich.

eine Erläuterung der wesentlichsten Bestimmungen des Reichsgesetzes vom 6. Februar 1875 enthält. 13568. Der Königliche Landrath

_____________ Freiherr von Broich.

Donnerstag, den 23. November,

findet in Melsungen,Gasthaus zum deutschen Haus", ein außerordentlicher

Berbandstag des Hessen-KassellchenDar- lehnskassen - Vereins

Zuszüge aus der RrochüreZwanzig Jahre Rückblicke auf Mrfl JJismarcäs Wirksamkeit für das deutsche Volk."

(Fortsetzung.)

Wie hätte Fürst Bismarck nach solchen Aeußerungen nicht aus energische Unterstützung seiner Bestrebungen eben um des Reiches willen rechnen sollen.

Seine Zuversicht wurde noch erhöht, als sich im Reichs­tage selbst eine alsbald die Mehrheit umfassende sogenannte volkswirthschaftliche Vereinigung" bildete, welche zum großen Theile aus bisherigen Gegnern der Reichspolitik, wie sie der Kanzler verstanden und geübt hatte, bestand. Die An­kündigungen der 204 bezeichneten einen entschiedenen und bedeutsamen Wendepunkt in der Behandlung der wirth- schaftlichen Fragen, sie dursten als hoffnungsreiche An­zeichen gelten, daß die Regierung in dem neuen Reichstage auch für ihre wirthschaftlichen Bestrebungen die Stütze einer Mehrheit finden werde, welche entschlossen war, die Be­handlung der wirthschaftlichen Fragennicht nach den Auf­fassungen und Geboten bloßer Lehrmeinungen, sondern vor

Hersfeld, den 27. Oktober 1882.

Die Ortspolizeiverwaltungen und die Königliche Gendarmerie des Kreises benachrichtige ich hierdurch, daß die vorläufige Beschlagnahme der Druckschriften:

Allem nach den Anforderungen der thatsächlichen Lage der Dinge und nach den wirklichen Bedürsnifjen und praktischen Interessen des Volkes zu gestalten."

Auf Grund dieser ermuthigenden Anzeichen von allen . Leiten stellte Fürst Bismarck beim BundeSrath durch das denkwürdige Schreiben vom 19. Dezember 1878 seine Anträge auf Zollresorm und auf Steuerreform. In erster Linie stand für ihn auch damals das Interesse der finanziellen Resorm, die Verminderung der direkten Steuerlast durch , ,. ... . Vermehrung der auf indirekten Abgaben beruhenden Ein­

stalt, zu welchem nicht allein die diesem Vereine nahmen des Reichs; eben diesem Zweck aber sollte dieZoll- bereits beigetretenen Vereine, sondern auch die : revision dienen. Er wies besonders aus die Thatsache hin, bis jetzt noch nicht beigetretenen Vereine und alle daß andere Großstaaten, zumal solche mit weit vorgeschrittener diejenigen Personen eingeladen werden, welche sich Plwl*«^ w-rthschastlicher Entwickelung, die Deckung für diese Vereine interessiren W ihrer Ausgaben vorzugsweise in dem Ertrage ihrer Zolle

! und indirekten Steuern suchen.

Gegenstand der Tagesordnung. 1) Aufnahme s Die Thronrede vom 12. Februar 1878 bezeichnete den V. Vereinen in den Hesten-Cafselstchen Darlehns- Standpunkt der Regierung den neuen Aufgaben gegenüber, kassen-Verband. 2) Besprechung der Entwickelung wie folgt: der einzelnen Vereine, der bisher in der Verwal- "34 bin der Meinung, daß unsere wirthschaftliche Thätig- tuna Gemachten Erfabrunaen Anleauna und Vor- teit m 4"'» gesummten Umfange aus diejenige Unterstützung vollen Anspruch hat, welche die Gesetzgebung über Steuern Wendung der Geldmittel der Vereine u. s. W. 3) und Zölle ihr zu gewähren vermag, und in den Ländern,

, ihrer Ausgaben vorzugsweise in dem Ertrage ihrer Zölle ' und indirekten Steuern suchen.

Mittheilung über die Heranziehung der einzelnen Vereine zur Gewerbesteuer. 4) Besprechung der Frage: Wie macht sich das einzelne Vereinsmit- Herausgegebeu von Julius Heinrich Franke,! M ^e-

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mit denen wir verkehren, vielleicht über das Bedürfniß hinaus

a) UnterhaltungSbibliothek

für Jedermann.

und des Kassirers p. 1882.

der Stellvertreter

b,» Ä ^"'i »-». *»» i. S°lz.

°) «VÄe »er Siebe und M für Mobil «0,MKube3®Sfc

und Neuvermählte von H. Hellmuth 1 I y e rouicy unter ^r,,ugnayme

sämmtlich aus dem Verlage der C. Wortmann'schen ?!

Buchhandlung, Berlin W. Dorflingerstraße 16. ;

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(Sachsen)

durch Beschluß des Königlichen Amtsgerichts in

Flensburg vom 29. August d. I. auf Grund des tz. 98 Str. Proc. Ord. und §. 184 Str. Ges. B. bestätigt worden ist.

13564. Der Königliche Landrath

Freiherr von Broich.

teressenten zur Kenntnißnahme und geeigneten Berücksichtigung mitgetheilt.

13611. Der Königliche Landrath

Hersfeld, den 27. October 1882.

Unter Bezugnahme auf meine Verfügung vom 30. August d. I. Nr. 11144 werden die Herren Standesbeamten des Kreises weiter darauf auf­merksam gemacht, daß auch im Verlage von Ge­brüder Gotthclft zu Cassel ein recht empfehlens- werthes Familienbuch unter dem Titel:Hessische Familienchronik, praktisches Familien- und Nach- schlagebuch in allen standesamtlichen Angelegen­heiten 2c. zum Preise von 30 Pfg. erschienen ist, welches außer den nöthigen Formularen 2c. auch

Freiherr von Broich.

Gefunden: eine Peitsche und ein Spazierstock. Meldung des Eigenthümers bei dem Ortsvorstand zu Malkomes.

Gefunden: eine Tabakspfeife. Meldung des EigenthümerS bei dem Ortsvorstand zu Aua.

O-ffentlich- Aufforderung.

Der Rekrut Carl Diebel, geboren am 25. Juli 1860 zu Niederjossa, Kreis Hersfeld, Regierungs­bezirk Cassel, von Profession Knecht, dessen gegen­wärtiger Aufenthaltsort unbekannt und dem so­mit eine Gestellungsordre nicht hat behändigt werden können, wird aufgefordert, sich am

6. November 1882, Nachmittags2 Uhr, zur Einstellung in den Militairdienst bei'm unter-

gewährt. Ich halte es für meine Pflicht, dahin zu wirken, daß wenigstens der deutsche Markt der nationalen Produktion insoweit erhalten werde, als dies mit unseren Gesammt« interessen verträglich ist, und daß demgemäß unsere Zoll» gesetzgebung den bewährten Grundsätzen wiederum näher trete, aus welchen die gedeihliche Wirksamkeit des Zollver­eins säst ein halbes Jahrhundert beruht hat."

In dem Schreiben des Fürsten Bismarck vom 15. De­zember 1878 besonders war das Wesen und der leitende Gedanke der in Aussicht genommenen Gesammtreform klar bezeichnet; diese grundsätzliche Kundgebung hatte eine mächtige und tiefgehende Bewegung nicht blos in den politischen Kreisen, sondern augenscheinlich im Volke selbst hervorgerufen: die Bewegung und Aufregung führte zunächst zu einer gewissen Verwirrung des eigentlichen Parteiwesens, weil die Gegensätze, um die es sich bei den wirthschaftlichen Fragen und Interessen handelt, nicht in dem Rahmen der Parteien ausgingen, von welchen das öffentliche Leben sonst beherrscht war. Die Parteiführung stand jener mächtig er­regten Volksbewegung zunächst machtlos gegenüber, in weiten Kreisen des Volkes trat uiiiniltelbar Zustimmung und Ver­ständniß für die Ziele hervor, welchen der Kanzler einen klaren, Jedermann verständlichen Ausdruck gegeben hatte. Seinem thatkräftigen Vorgehen und seinem mächtigen An­sehen war es gelungen, die bisherige Herrschaft unbedingt freihändlerischer Lehrnreinungen zu brechen und damit der unbefangenen Erwägung der wirklichen Volksbedürfnifft freieren Raum zu schassen.

Ein parlamentarisches Hinderniß, welches der Bewilligung neuer Mittel im Reiche entgegenstand, wurde unter allge­meiner Mitwirkung beseitigt: auch die Gemäßigt-Liberalen, die ja vor Allem die Stärkung des Reiches aus ihre Fahne geschrieben hatten, waren, wie wir gesehen, bereit, reiche Steuerquellen durch größere Anspannung der indirekten Steuern, namentlich auch behuss Erleichterung der Einzel­staaten zu bewilligen; nur wollten sie vorher sicher gestellt wissen, daß die Mehreinnahmen im Reiche auch wirklich zu Erleichterungen in den Einzelstaaten durch Uebertragung von Steuern an die Kommunen oder durch Herabminderung der Personalsteuern benutzt würden. Diesekonstitutionellen