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Nr. 14.

AreisWblatt

Sonnabend den 17. Februar 1883.

DasKreisblatt" erscheint wöchent­lich zweimal, Mittwochs u. Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition 1 Mark pro Quartal, bei den Postanstal­ten kommt der Postausschlag hinzu.

für den

«Kreis flerssesh.

Bekanntmachungen aller Art werden ausgenommen und die einspaltige Gar« mondzeile oder deren Raum mit 10 Pfg. berechnet und wird bei Wiederho­lung entsprechender Rabatt gewährt.

Ämliiches.

Kreis Hersfeld.

Hersfeld, den 16. Februar 1883.

Zur Vornahme des diesjährigen Ersatz-Geschäftes für den Kreis Hersfeld sind folgende Termine be­stimmt worden:

Montag den 2. April d. J.

von MorgeNs präcis $8 Uhr ab M u st e r u n g der Militairpflichtigen aus der Stadt Hersfeld und den Landgemeinden Allmershausen mit Hählgans, Ana, Biedebach, Liengartes, Eich- Hof, Eitra, Friedlos, Gittersdorf, Heenes, Hilper- hausen, Kalkobes, Kathns, Kohlhausen, Äleckbach, Mecklar und Meisebact). , _

Dienstag den 3. April d. ^.

von Morgens präcis z8 Uhr ab Musterung der Militairpflichtigen aus den Land­gemeinden Obergeis, Oberhaun, Oberrode, Peters­berg, Reilos, Rohrbach, Rotzbach, Rotensee, Sieg- los, Sorga,Tann, Untcrgeis, Unterhaun, Wippers- Hain, Wilhelmshof, Niederaula, Allendors, Asbach, Beiershausen, Engelbach, Frielingen, Gersdorf, Gershausen, Goßmannsrode, Hattenbach, Hedders- dors und Holzheim.

Mittwoch den 4» April d. ^

von Morgens präcis Z8 Uhr ab M u st e r u n g der Militairpflichtigen aus den Land­gemeinden Kemmerode, Kerspenhausen, Kirchheim, Kleba, Krusvis, Bienasha>-^Mderio«^oM- röoe,-ttüimtoivüüaufen,- .^ ^j?^ ^supnaenborf Stärklos, Williitgshaul, Zrsedew^,Bengenrl, Gethsemane, tzarnrode, Hermboldshausen, H. , ^«ff?.L7d-..^.Ap°ttd.J.

gemeinden Lautenhausen, Leimbach, Lengcr^ M-

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gemeinden des KreiseS ^ ^Ä angewie?

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' lich den 31. Dezember 1863 Seboremu,

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überzählig geblieben, olw affi sind und demnach über ihr Müll l,i6 3 feine feste Stfhmmun« ^°5 v-rb-z-ichmt-n Wust«u»M°rm

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2) S öen eine Wft?»? S, freiung vom Militairdieust beansprucht ) sich im Musterungstermine ebensallv e

en in den Terminen sich per onlichemzu oder m Falle einer Verhinderung daM sorgen, datz der Licebürgermelster anwese ü -die rechtzeitige Gestellung der W oäicktiaen ic. zum Ersatz-Geschaft sors trauen und denselben ausdrücklich zu ero

reiner Wäsche zu erscheinen haben.

Militairpflichtige, welche ohne ge­nügenden Entschutv^nngsgrnnd im M u st e r u n g s t e r in i n e nicht erscheinen oder bei Ausrufung ihrer Namen im M u st e r u n g s 1 o c a l e n i ch t a n w e s e n d s i n d, werden mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mk. oder Haft biszu 3-Tagen bestraft; außerdem können ihmeu die Bortheile der Loosung entzogen werden. Ist die Versäumniß in bösv illiger Absicht oder wiederholt erfolgt, so kaundie a ls b a ld i g e Ein z ie h u ng zum M i l it a i r- dienstalsunsichereHierespflichtige erfolgen.

Reklamationen ^iilitä'Vpfü^ um Zll- rücksteüung bezw. Befreiung vom Biilitairdienst, oder von Mannschaften der Reserve, Landwehr und Ersatz-Reserve I. Classe um Zurückstellung im Falle einer Äiobilmachung des Heeres, sind schleunigst bei dem betreffenden Ortsvorstaude anzubringen, welcher für ordnungsmäßige md vollständige Aus­füllung des vorgeschriebenen, in L. Funk's Buch­druckerei (Gebr. Funk) dahia stets vorräthigen Fragebogens sorgt; außerdem sind die nöthigen Atteste (pfarramtlicherFamilierschein, Steuerbuchs- anszng, tzypothekenschein und Abschätzung durch die Ortstaxatoren beim Borhardensein von Grund­eigenthum 2C.) der Reklamation beizufügen. Einer Leifügung von ärztlichen Atteten bedarf es nicht, : da wie schon erwähnt^^Si e n i g cn.P.er- Gunsten eine Zurückstellung 2c. vom Militaird ienste beanspruch 1 wird, im Musterungstermine mit zu erscheinen h a b e n, wobei in Betreff ihrer Erwerbsfähigkeit 2c. die nöthigen Feststellungen dirch den betreffenden Militairarzt, dessen Ausspruch allein maßgebend ist,^bewirkt werden.

Sämmtliche Reelamationen sind bis spätestens zum 1V. März d. J. an mich einzureichen, worauf die Hörprüfung derselben vorgenommen werden wird.

Niilitairpflichtige, welche an Epilepsie zu leiden behaupten, haben auf ihre Kisten drei glaubhafte Zeugen bei dem Bürgermeism ihres Wohnortes zu sistiren, welcher dieselben an Eides Statt pro­tokollarisch darüber vernimmt, daß, wann, wie oft und in welcher Weise sie selbst die epileptischen Zufälle an den betreffenden Militairpflichtigen wahrgenommen haben. Diese Protokolle nebst etwaigen ärztlichen Attesten find eb enwvh l bis zum 10. M ärz er. a n m i ch einzureichen.

Die Herren Ortsvorstände L. haben Vorstehendes zu wiederholten Malen in ihren Verwaltungs­bezirken, insbesondere den gestellungspflichtigen Mannschaften und deren Angehörigen bekannt machen zu lassen und daß dies geschehen, bis zum l0. k. Mts. hierh er zu berichten. 2108. . Der Königliche Landrath

Freiherr von B r o i ch.

Hersfeld, den 14. Februar 1883.

Der an^ 10. September 1852 zu Lautenhausen geborene Schreiner August M ^e r hat um Ent­lassung aus dem diesseitigen staatsverbande be­hufs Auswanderung nach Amerika nachgesucht. 1976. * Der Königliche Landrath

Freiherr v o n B r o i ch.

Hersfeld, den 14. Februar 1883.

Der am 16. Januar 1859 geborene Schreiner Jacob Grebe zu Lautenhausen hat um Entlassung aus dem diesseitigen Staatsoerbande behufs Aus­wanderung nach Amerika nachgesucht.

1977.

Der Königliche Landrath Freiherr von B td ich.

Hersfeld, den 17. Februar 1883.

Die Herren Ortsvorstände des Kreises haben alsbald auf ortsübliche Weise öffentlich bekannt machen zu lassen und namentlich zur Kenntniß

der betreffenden Stutenbesitzer zu bringen, daß die Königlichen Beschäler

auf Station Hersfeld am 23. Februar d. J. und auf Station Philippsthal am 24 Februar d. 3 eintreffen werden.

2152. Der Königliche Landrath

_______ Freiherr von Broich.

Gesunden: eine Bindekette. Meldung des Eigen- thumers bei dem Ortsvorstand zu Heenes.

Festschrift zur Feier des 25j^rigtu Pesteheus der Versuchsstation des Laudwirthfchaftlichen Cen- tratvereins für den Regierungsbezirk Lasset

im Auftrag des Direktoriums des Bereins verfaßt von Proseffor Dr. Th. Dietr ich.

(Fortsetzung.)

Es ist nicht Absicht des Ref., in ausführlicher Weise über die in den verflossenen 25 Jahren ausgeführten Arbeiten der Station hier zu berichten, es soll in Folgendem nur in übersichtlicher Weise ein Bild von der Thätigkeit der­selben gegeben werden.

In erfreulichster Weise ist von Anfang an bis heute die Anstalt in der gedachten ersten Richtung benutzt worden und da mit diesen Arbeiten in den meisten Fällen ein so­fort erkennbarer Vortheil für den Einzelnen oder für Viele verbunden war, so hat diese Arbeitsrichtung der Station bald viele Freunde unter den Landwirthen erworben. Die meisten der Untersuchungen für Vereine und Private sind, sobald sie von allgemeinerem Interesse waren, in der Zeit­schrift des Vereins publicirt worden; sie erstreckten sich in den ersten Jahren vorzugsweise auf Gesteine und Erden, namentlich Mergel, Kalksteine, dann Knochenmehl und Guano, welche letztere damals die allein angewendeten Handels- vu.^t..«'^ ^riu. ^tt 4m ^sr Steigerstng drö

Verbrauchs von künstlichen Düngemitteln und concentrirten Handelsfuttermitteln mehrte sich auch die Zusendung von Proben dieser Verbrauchsartikel und bildeten dieselben die Mehrzahl unter den Untersuchungsgegenständen; insbesondere ist die Prüfung von Futtermitteln in den letzten Jahren eine recht häufige geworden.

Ein ganz besonderer Aufschwung der Thätigkeit in prak- Uscher Richtung datirt von der Einführung der Control« der Düngemittel im Jahre 1868. Zunächst waren es nur drei Firmen, die bezügliche Verträge mit dem Vorstände des Centralvereins entgingen. Deren Zahl wuchs aber mit dem Verbrauche der Düngemittel von Jahr zu Jahr; jebe reelle Firma, die sich mit Düngerhandel beschäftigte' säumte nicht, sich unter die Controle der Station zu stellen Ihre Zahl wuchs aus 14. Im Jahre 1876 trat hierzu die Samencontrole, die jedoch die Versuchsstation eigentlich erst seit ihrer Uebersiedelung hierher beschäftigt, da sehr bald nach deren Einführung eine Samenprüfungs-Station unter Dr. Deetz abgesondert wurde. Im Jahre 1879 stellten sich einige Handelsfirmen hinsichtlich des Verkaufs von Futtermitteln unter die Controle der Station. Unzweisel- hast ist der Erfolg dieser Einrichtungen ein sehr günstiger gewesen und ist, Niemand wird es leugnen, aus dieser Einrichtung der hessischen t.'andwlrlhschaft ein unberechen­barer Vortheil erwachsen; denn auf diesem Wege trat der Handel mit jenen Verbrauchsartikeln bald in solidere Bahnen

I In welchem Maaße die Versuchsstation von Landwirthen m den verflossenen 25 Jahren in Anspruch genommen worden ist, dies erhellt aus nachfolgender Anführung der Zahl der untersuchten Gegenstände, zu welcher noch zu be­merken ist, daß Gegenstände von geringer Wichtigkeit nicht mitgezählt wurden, ebenso nicht die Proben der Dünqer- controle. ö

1857 58 1859 1860 1861 1862 1863 1864

176 150 162 104 100 87 70

1865 1866 1867 1868 1869 1870 1871

46 75 83 120 160 156 145

1872 1873 1874 1875 1876 1877 1878

154 166 190 180 203 261 195

1879 1880 1881 1882

234 330 621 363 bis Nnf. Scpt.

_ , 1481 an zählen die durch die Samenprüfungen veranlaßten Untersuchungen mit. (F, fj

politische Nachrichten.

Deutschland.

# Der Reichstag rüstet sich zu einem vor­läufigen Abschluß seiner Arbeiten, um für eine längere Zeit, bis nach Ostern, dem Landtage zur ! Absolvirung seiner Geschäfte unbeschränkten Ranm zu geben. Vor dem Eintritt der Pause wird noch i die Fertigstellung des Etats herbeigeführt werden,

Jahr und Zahl der unter­suchten Gegen­stände.

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