Nr. 17.
AreisMAatt
Mittwoch den 28. Februar 1883.
Das „Kreisblatt" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs u. Sonnabends. Preis desselben bei der Expedition 1 Mark pro Quartal, bei den Postanstal- ten kommt der Postaufschlag hinzu.
für den
«Kreis ^ersfesb.
Bekanntmachungen aller Art werden ausgenommen und die einspaltige Gar- mondzeile oder deren Raum mit 10 Psg. berechnet und wird bei Wiederholung entsprechender Rabatt gewährt.
Ämlsiches.
Kreis Hersfeld
Ecke einen kleinen Raum ab; 1 Meter lang und 1 behufs Auswanderung nach Amerika nachgesucht ; Meter breit ist vollständig hinreichend für die Milch worden.
von 2 Kühen. Andere haben sich in der Scheune das kleine Milchlokal construirt.
Die Herstellung desselben geschieht in der Regel
Hersfeld, den 27. Februar 1883. Die Herstellung desselben geschieht in der Regel Nachstehend abgedruckte Correspondenz bringe durch die Leute selbst und verursacht kaum uennens- ich hierdurch unter Bezugnahme auf mein Aus- werthe Unkosten. Der vorhandene Melkeimer, das schreiben vom 5. Januar c. Kreisblatt Nr. 2, Milchsieb und Butterfaß können beibehalten werden. dieSüßrahmbutterproductiou betreffend, Von der Knetmaschine kann abgesehen werden, wenn zur Kenntniß aller Interessenten. ; die Butter im Fasse gewaschen und nachher mit
2708. Der Königliche Landrath : einem hölzernen Löffel gehörig geknetet wird.
Freiherr von Broich. Auch die mit Zink bekleideten Kühlbasfins sind —-------- i nicht nothwendig, sondern mehr Luxus. Hinreichend
HerSfeld, den 17. Februar 1883. ist als Hauptkühler jede Butte oder ein sonstiges Ew. Hochehrwürden haben aus dem Ihnen Gefäß, welches wasserdicht ist und die nebeneinan- meiuerseits in einem Exemplare zugesandten hie- derstehenden Milchgefäße fassen kann. Die weitaus sigen Kreisblatte vom 6. Januar c. ersehen, daß meisten Kühler des Vereins sind halbirte Petro- id) für den hiesigen Kreis auch die Gründung eines leumsfässer; natürlich müssen dieselben vor dem Süßrahmbutterproductions-Vereius ins Auge ge- Gebrauch gehörig ausgelaugt werden.
faßt habe und ist dadurch bereits die gleiche An- In Wr Haushaltung ist ja in der Regel schon regung für den ganzen hiesigen Regierungsbezirk eine Waschbutte vorhanden,^ welche als Kühler be- entstanden.
werthe Unkosten. Der vorhandene Melkeimer, das
HerSfeld, den 17. Februar 1883
2690,2691 u. 2692. Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.
Hersfeld, den 26. Februar 1883.
Für Sarchen Jacob, Tochter des Handelsmanns Moses Jacob zu Niederaula, 16 Jahre alt, ist um Ertheilung eines Reisepasses behufs Auswanderung nach Amerika nachgesucht worden. 2656. Der Königliche Landrath
Freiherr von Broich.
Hersfeld, den 24. Februar 1883.
Für Edmunde, Karoline und Ferdinand Ries von Asbach ist um Ertheilung von Reisepäffen bezw. um Entlassung aus dem diesseitigen Staats- verbande behufs Auswanderung nach Amerika nachgesucht worden.
2619.
Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.
Da nun in Folge dessen es als von Wichtig- . keit erachtet wird, aus der Praxis zu erfahren, wie kleine Wirthschaften und kleinere Viehhalter das Swarz'sche Verfahren mit dem geringsten Kostenaufwand erfolgreich einzurichten vermögen, so darf ich mir im Interesse der guten Sache wohl gestatten, Ew. Hochehrwürden um die fragliche Auskunft hiermit ergebeust zu ersuchen.
2204. Der Königliche Ländlich
Freiherr von Broich. Dem Herrn Rector Bremer Hochehrwürden zu Nieder-Emmels (Kreis Malmedy.)
ad Nr. 2204 de dat. 17. Februar 1883.
Nieder-Emmels, den 24. Februar 1883.
nutzt werden kann. Als Vorkühler genügt ebenfalls ein Gefäß, das nur ein Milchgefäß fassen kann. Dann stellen sich die unumgänglichen Kosten bei einer Familie mit 1 Kuh
für 4 Milchgefäße ä 1 M. — 4,00
Hersfeld, den 28. Februar 1883.
Der am 13. Dezember 1857 zu Unterneurode geboreue Schuhmacher Christian Sand rock hat um Entlassung aus dem diesseitigen Staatsver- bande behufs Auswanderung nach Amerika nachgesucht.
„ 1 Rahmlöffel
„ 1 Thermometer jetzt
bei Familien mit 2 Kühen
2763.
Der Königliche Landrath Freiherr von Broich.
0,25 0,65 1,90
5,90 6,90 9,90
11,40 14,90 16,90 18,40 21,90 24,90
Hersfeld, den 27. Februar 1883.
Die Herren Bürgermeister des Kreises haben in ihren Polizeibezirken wiederholt bekannt zu machen, daß das Einfängen oder Tödten aller Arten von Vögeln, namentlich der Nachtigallen und sonstige« von Jnsecten sich nährenden Vögel, sowie auch das Zerstören deren Nester und das Sammeln von
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Eiern durch die Forst-, Jagd- und Fischerei-Straf- ordnung vom 30. Dezember 1822, Satz 10 des
Jagd-Straftarifs, bei 30 Mark bezw. 7 Mark 50 Pfg. Strafe gesetzlich verboten ist.
HoSSSSW Aus den mir zur Verfügung gestellten Unter- Die Feldhüter und Waldschützen sind zur Aufsicht innrem« erhalten die Armen mit 1 Kuh die nö- gegen Uebertretung dieses Verbots gemessen,t anzu-
Gerüche zu 4,90 Mark ganz geschenkt; Westen und die Herren L-chullehrer zu ersuchen, die
E M i während die Mitglieder mit 2 Kühen zur Beschaffung ! Schuljugend namentlich vor Aushebung oder Zer-
falls hn Kreise Gerüche eine Unterstützung von 3 Mark erhalten, storung der Nester von Nachtigallen, Rothkehlchen,
M' daß Cuer ^D4iuow im snetie bann nur noch 2,90 Mark auszulegen haben. Rotschwänzchen, Grasmücken, Meisen, Finken,
&ÄVÄ Die klebrigen erhalten keine Unterstützung; es wird ~.......
Bereits bat die Sü^ra^ in vielem iedoch Sämmtlichen auf Wunsch von Seiten des
Orten Bad-nr uÄürtmbagÄ Folge M ?“*» -* •«* Hinrichtung beschafft und der
Die lebhafte Erinnerung an Euer Hochwohlgeboreu allseitig gemeinnützige und segensreiche Thätigkeit
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Drosseln, Spechte zc. ernstlich zn warnen.
2554. Der Königliche Landrath
hiesigen Beispiels Eingang gefunden.
Betrag spater vor und nach in kleinen Raten
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Familien
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Kuh,
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Zur allseitigen Einführung des neuen Verfahrens wird dort, wie überall, zuerst nothwendig sein, das ; Publikum mit der neuen Methode besannt zu machen; dieselbe muß pro et contra besprochen werden. Dazu hat man sonst meine Brochüre „Reform des Molkereiwesens" in größeren Partien auf Kosten der landwirthschaftlichen Vereine, oder der Kreis- und Gemeindekassen beschafft und gratis vettheilt. Die 5te Auflage wird jetzt nothwendig und würde ich dieselbe beschleunigen müssen, wenn
Euer Hochwohlgeboren werden sich noch erinnern, wie klein ja die Vermögensverhältnisse im hiesigen Kreise sind. Wohl | sämmtlicher Familien hat nur 1—5 Kühe und f mehr als 5 Kühe.. , ,
Familien mit 1 Kuh haben eben nur diese eine Kuh, daneben weder Kalb noch Rind. Zwei Drittel dieser Familien sind nicht einmal Eigenthümer, sondern nur Pächter der einen Knh. Familien mit 2 Kühen haben daneben noch ein Kalb oder Rind. Ungefähr | dieser Familien sind Pächter ihrer 2 Kühe. Familien mit 3 Kühen haben daneben ein Kalb und ein Rind.
Alle diese kleinen Lentchen haben in ihrer Behausung nur Stube, Küche, Stall und Scheune, sehr selten ist ein Keller vorhanden. Die meisten trennen von der kleinen Küche in einer passenden
im dortigen Regierungsbezirk die Sache Eingang finden sollte.
Indem ich mir gestatte, Euer Hochwohlgeboreu noch einige Brochüren und 4. Jahresberichte zur beliebigen Verfügung anbei zu übersenden, bin ich stets z'u jeder Auskunft gerne bereit und zeichne Euer Hochwohlgeboreu
ganz ergebenster
C r ein e r, Rektor. An den Königlichen Landrath Herrn Freiherr» von Broich, Hochwohlgeboreu Hersfeld.
Hersfeld, deu 27. Februar 1883
Für:
1) Johannes Mohr nebst Familie, t
2) Johann Peter Schneider und
3) Elisabeth Christine Schellhaas l
ist um Entlassung aus dem diesseitigen Staats- Verbande bezw. um Ertheilnng eines Reisepasses
aus Friedewald
_ Freiherr von Broich.
Festschrift jar Aier des 25)ährigen Bestehens der Versuchsstation des Landwitthschaftlichen Cen-
tratvereins für den Regierungsbezirk Lasset
im Auftrag des DirectoriumS des Bereins verfaßt vou
Professor Dr. Th. Dietrich.
Ganz ohne wissenschaftlichen Werth sind auch diese Untersuchungen nicht; sie brachten z. B. Kenntniß von der Beschaffenheit von Kalksteinen, Mergeln und Gyps innerhalb des Kurfürstenthums. So wurden nach und nach Kalksteine von 99 verschiedene!« Fundorten, Mergel in 116 Proben, Gyps von 30 verschiedenen Fundorten untersucht, über einige dieser Gegenstände wurde besonders berichtet-
Ueber die wissenschaftlichen Arbeiten der Station sind theils besondere Berichte erschienen, theils sind dieselben ganz oder, wo dieselben aus oben bemerkten Gründen unbe» endet blieben, bruchstückweise in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht worden. Reserent trägt sich mit der Hoffnung, sofern ihm eine fernere Wirksamkeit an dieser Stelle be» schieden sein wird, daß es ihm in der Zukunft und unter günstigeren Berhältniffen vergönnt sein wird, diese begonnenen Arbeiten zu Ende zu führen und über deren Ergebnisse zu berichten.
Die Arbeiten, welche die Versuchsstation in dem 25jährigen Zeitabschnitt beschäftigten, sind (nach den Materien, die sie betreffen, geordnet) folgende: Atmosphäre betr.
Meteorologische Beobachtungen von 1865 bis Ostern 1880; erstreckten sich auf Luftdruck, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, zeitweise auch auf Ozongehalt der Luft und Wasserverdunstung, für welche letztere Beobachtungen Ref. einen besonderen Apparat construirt hatte. (Publicirt durch das Königl. Preußische Statistische Büreau.)
Boden betr. Gesteinsarten und dereil Ber» Witterung.
Chemische Untersuchung von verschiedenen Kalksteinen, Gypsen und Mergeln aus dem Regierungsbezirk Kassel.