Einzelbild herunterladen
 

Erscheint wöchentlich drei Mal Dienstag, Donnerstag und Sonnabend.

Abonnement-Preis: vierteljährlich 1 Mark 40 Pfg. excl.

Postaufschlag.

Die Znsertion-gebühren betragen für den Raum einer Spaltzeile 10 Pfg., im amtlichen Theile 15 Pfg. Reklamen die Zeile 20 Pfg.

Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt.

Hersselder Imslilatt.

Mit wöchentlicher Kratis-MeilageIllugrirtes Muterhaltungsölatt".__________

Nr. 84. Donnerstag den 16. Juli 1891.

Amtliches.

Hersfeld, den 4. Juli 1891.

Unter Bezugnahme auf mein Ausschreiben vom 10. Juni 1887 Nr. 6140, Kreisblatt Nr. 70, be­nachrichtige ich hierdurch die Herren OrtsvorstSnde des Amtsgerichtsbezirks H e r s f e l d, daß zur Vornahme der diesjährigen technischen Revisionen der Maaße, Waagen und Gewichte bei den Gewerbetreibenden in den betreffenden Ge­

ll für die Gemeinden

2) » »

3) W W

*

D

4) » »

0

5) » »

0

6) » »

0

7) »

0

3) »

9) » »

*

10) » »

*

11) » »

*

P 2) , ,

*

Die Herren

ine bestimmt worden sind: Kohlhausen, Roßbach und Hilperhausen den 17. August d. J.

Kalkobes, Heenes und Allmershausen den 19. August d. I.

Gittersdorf, UutergeiS u. Aua den 21. August d. J. Obergeis den 24. August d. I.

Mecklar und Meckbach den 24. August d. J.

Friedlos, Reilos und Rohrbach den 28. August d. J.

Tanu und Biedebach den 31. August d. I.

Hof Wilhelmshof, Sorga und Kathus den 3. Sep­tember d. J.

Petersberg, WipperShain und Rotensee den 5. Sep­tember d. I.

Bingartes, Unterhaun und Oberhaun den 7. Septem­ber d. I.

Sieglos und Eitra den 10. September d. I.

Hof MeisebachundEichhof den 12. September d. J. tände der benannten Ort-

Auf hohem Pferde.

Roman von Georg Horn.

(Fortsetzung.)

Nachdem mau von Tisch aufgestanden war und nach dem Salon zurückging, sagte die Erlaucht scherzend zu Gebbard:

"Mein lieber Graf, es ist jetzt die Stunde gekommen, wo ich zu meiner Verdauung über meinen alten guten Freund, den Fürsten Reichs- kanzler losziehe. Es möchte Sie peinlich berühren, I w/??,Sie das mit anhören müßten, da Sie jetzt | gleichsam doch unter seiner Botmäßigkeit stehen. | Claudine soll Ihnen das Album mit den präch- trgen Aquarellen zeigen, welches mein Enkel während seiner indischen Reise gemalt und mir | mitgebracht hat. Es ist in der Bibliothek und Sie können es sich dort aufschlagen."

! ,^2m^ zeigte sie nach dem offenen Salon, der " zwischen dem Speisezimmer und dem Theezimmer lag und dessen Flügelthüren geöffnet waren. Dieser hatte einen Erkerausbau nach dem Hofe und dieser wieder bildete einen kleinen Winter­garten, der von oben durch Glühlampen er­leuchtet war.

, Claudine brächte das ziemlich schwere, in einem i Aalten von Sandelholz ruhende Album an und M^ebhard half ihr, es auf den Tisch zu legen.

»Es wird Sie sehr interessiren, Herr Graf,

schaffen erhalten die Weisung, die Gewerbe­treibenden ihrer resp. Gemeinden alsbald von den angesetzten Terminen in Kenntniß zu setzen, auch dieselben hierbei gleichzeitig auf die Folgen einer etwa Vorgefundenen Unrichtigkeit der Maaße 20. hinzuweisen und aufzufordern, die Letzteren, soweit deren fortlaufende Richtigkeit zweifelhaft erscheint, zuvor zur aichamtlichen Prüfung zu bringen, auch sämmtliche revistonspflichtigen Gegenstände am Tage vor der Revision einer gründ­lichen Reinigung zu unterziehen.

Die Revision, welcher bestimmungsgemäß der Ortsvorstand oder ein Vertreter desselben beizu- wohnen hat, wird von dem Aichtechniker, Klempnermeister Herrn G. Rösstug dahter auS- geführt.

6719. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleivitz.

Hersfeld, den 14. Juli 1891.

Diejenigen Herren Ortsvorstände des hiesigen Kreises, welche mit der Erledigung meiner Ver­fügung vom 21. April 1382 Nr. 3731 (im Kreis­blatt Nr. 32) das Weißen und Reinigen der Schulräume betreffend, noch im Rückstände sind, werden hieran mitFristbisznm25. d. Mts. erinnert.

7047. Der Königliche Lavdrath _________________Freiherr von Schleinitz.

~ Cassel, den 6. Juli 1891.

Die Königliche RegierungS-Hauptkasse ist an­gewiesen worden, den Standesämtern des dies­seitigen Bezirks die seitens des Königlichen statistischen Büreaus festgestellten Coptalien- entschädigungen für die im Etatsjahr 1890/91 aufgestellten und eingereichten Zählkarten über Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle gegen Quittung zu zahlen.

Ew. Hochwohlgeboren ersuche ich ergebenste die Standesbeamten im dortigen Kreise hiervon mit dem Bemerken in Kenntniß zu setzen, daß, wenn die Abhebung bei den betreffenden ^Steuerlasten

da Sie doch auch nach dem Orient gehen

»Ja, leider!"

»Leider?" wiederholte Claudine und sah ihn dabei groß an. »Ihre Tante erzählte doch der Erlaucht, daß es Ihr eigener Wunsch war.*

»Sie sind's, Claudine, die mich dort hintreibt 1*

Da wollte das Mädchen, um dem Gespräch eine andere Wendung zu geben, schnell das Album öffnen, aber er hinderte sie daran und hielt ihre Hand mit der feinen niedergedrückt.

»Ja ich bin vom hohen Pferde herunter, auf das ich mich Jhueu gegenüber gesetzt hatte. Sie Sie haben mich klein gekriegt in der Ueberhebuvg des Mannes über die Frau mich überwunden in dem Gefühl meiner Selbstherrlich­keit, daß Sie das Jede mich lieben müsse, weil ich der und der ein ganz höllischer Kerl sei und daß ich Jeder eine unendliche Ehre anthue sehr gentlemevtike sehr großmüthig handele, wenn ich ihr anbtete Gräfin Windscheid zu werden, bis ich dann an Eine kam*

»Bei welchen Aquarellen sind Sie denn jetzig ließ sich von draußen die Stimme der Erlaucht vernehmen

»Auf der Fahrt nach dem himmlischen Reiche, Erlaucht* lautete Gebhard's Antwort in den Salon zurück und zu Claudine gewandt fuhr er fort

»Eine, die mich anS dem Sattel hob aber

nicht binnen 4 Wochen erfolge, die Zustellung durch die Post portofrei stattfinden werde.

Der Regierungs-Präsideut.

I. B.: v o v P a w e l.

An die sämmtlichen Königl. Herren Landräthe rc.

J. A. I. Nr. 7038.

*

Hersferd, den 13. Juli 1891.

Wird deu Herre« Standesbeamten bei Kreises zur Keuutuißnahme mitgetbeilt.

636. J. A. Der Königliche Landrath

Freiherr von S ch l e i n i tz.

HerSfeld, den 3. Juli 1891.

Die Nammerliste der verlosten und zum 1. Januar 1892 gekündigten Schuldverschreibungen der Staatsanleihe von 1868 A 77 liegt im Ge- schästslokale des hiesigen LandrathsamtS sowie auch in denjenigen der Königlichen Steuerkassen des Kreises während der Dienststuudeu den Inhabern zur Einsicht offen.

Zugleich mache ich auch auf die diese Nummer- liste betreffende Bekanntmachung der Hauptver­waltung der Staatsschulden vom 3. v. Mts. abgedruckt im Regierungs-Amtsblotte für 1891 Seite 319/320 und besonders auf die noch nicht zum Umtausch eingereichten Schuldverschreibungen der co »solidirtev 4*/, proceutig en Staatsanleihe und die bereits eingetretene Verjährung der zu den betreffenden Nummern gehörigen am 1. April bezw. 1. Oktober 1886 und 1. April 1887 fällig gewordenen ZinSscheine Nr. 3, 4 und 5 aufmerksam.

6672. Der Königliche Landrath

Freiherr von S ch l e i v i tz.

Hersfeld, den 10. Juli 1891.

Der von dem stäudischen Banamte dahter auf­gestellte Landwegebau-Etat für bett Kreis HerSfeld pro 1892 liegt vom 15. Juli d.A. ab vierzehn Tage lang zur Einsicht der Ortsvorstände des Kreises offen und zwar:

vollständig, die mit einem Ruck mir den Blick nach innen wandte, daß ich erkennen konnte, was dem Manne gegenüber eine Frau fühlt, wie hoch sie sich erheben kann, daß ich so abgeworfen, mich da drinnen im Herzen wie ein rechter Pleutre fühlte und zu mir sagte: Nun nimm Deinen stolzen Gaul an der Hand und den Sattel auf die Schultern und baue ab. Und dabei nun die um so mächtiger lodernde Liebe in mir! Dort wo's Wasser rann, da schoß auch ein glühender Strom in mir auf Unsinn! Das vergeht. Nein es verging nicht Es wurde immer heißer immer mächtiger Wie hätte ick auch je denken können, daß ich Sie vergessen könnte: Nein Kerl, sagte ich mir, das geht so nicht mehr. Du wirst bet dem Zustande schlapp ein Kandidat für das Lazareth Du mußt Dir selbst die Sporen geben, wenn Du nicht ganz niederbrechen willst Nicht schlapp, Gebhard! Sie ist aus Deinem Weg geschwunden Wohin? Wer weiß! Mache es ebenso geh' Deinem Serzen auS dem Weg mit allem Grämen und ebnen und Verlanaen wirf eS iu's Meer So bat ich um ein Kommando nach Afrika!"

Von draußen ließ sich wieder die Stimme der Erlaucht vernehmen

»Sind Sie schon bei dem Blatte, wo sich ein zweites Schiff an das meines Enkels annähert und mit ihm die weite Strecke entlang biS