@i M int wöchentlich brei Mtil Dienstag Tonnerfiaq und Sonnab.nd. AbonnenicntSprciS vieiteljährlich 1 Mark 40 Psg. excl.
Postaufschlaft.
Ttr Insevtion-qkbüliien
I blträaen für den Raum einer Cpallzcile 10 Psq., im amtlichen Tbeile 15 VfiL Reklamen die Zeile 20 Pf,,.
Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt.
IrrsItlitr irmbliitt
Mit wöchentlicher Gratis-Beilage „Mustrirtes Sonntagsblatt".
Pr. V6. Sonnabend den 1. Juli 1893.
MlWIkck-MckW.
Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf das wöchentlich 3 Mal erscheinende Hersfelder Kreisblatt
mit der wöchentlichen Gratis-Beilage „Jllustrirtes Sonntagsblatt".
Wir bitten, das Abonnement rechtzeitig erneuern zu wollen, damit bei Beginn des Quartals keine Unterbrechung in der Zustellung eintritt.
Der vierteljährliche Abonnementspreis für das „Kreisblatt" mit der wöchentlichen Gra- tis-Beilage „JllustrirtesSonntagsblatt" beträgt 1 Mark 40 Pf.
3S* Inserate finden zweckentsprechende Verbreitung und kostet die viergespaltene Garmond-Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Die Expedition.
Amtliches.
Berlin, den 12. Juni 1893.
Cirkular Nr. 23 de 1893.
Ministerium für Landwirthschaft,
Domänen und Forsten.
An sämmtliche Herren Regierungs-Präsidenten und an den Herrn Polizei-Präsidenten hierselbst.
Der Bundesrath hat in seiner Sitzung vom 17. v. M. beschlossen, daß für die znr Beförderung nach den Nordseehüsen bestimmten Wiederkäuer und Schweine von der Beibringung eines thier- ärztlichen Gesundheitszeugnisses vor der Verladung abgesehen werde. Indem ich meine Verfügungen, welche dem Bundesrathsbeschluß entgegenstehen, außer Kraft setze, ersuche ich Eure ^hochgeboren— ^gebenst, hiernach gefälligst das Hochmohlgeboren a J ' Erforderliche zu veranlassen.
Der Minister für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.
gez. von H e y d e n. ♦
I. 10996.
* *
Cassel, den 21. Juni 1893.
Abschrift laste ich Ew. „.Hochgeboren
. Hochmohlgeboren gefälligen Kenntniß nähme und Veranlassung de Erforderlichen eichenst zugehen.
Der Negierungs-Präsident. _ . I- V.: von Pawel.
s
An den Königlichen Herrn Polizei-Präsidenten hier und an die Königlichen Herren Landräthe des Bezirks. A. III. 5215. '
I.
* * *
Hersfeld, den 29. Juni 1803. Wird veröffentlicht.
Der Königliche Landrath __ Freiherr von Schleinitz
Bekanntmachung.
Bei der am 24. d. Mts. stattgehabten engeren Abgeordneten zum Reichstage im ' en Wahlbezirk des Regierungsbezirks Cassel u' ' n’te oie vorschriftsmäßige Prüfung der Wahl- vnHandlungen am heutigen Tage ergeben hat,
im Ganzen — 11644 gültige Stimmen abgegeben, j Die absolute Mehrheit beträgt demnach - 5823 Stimmen.
Es haben Stimmen erhalten: Herr Redacteur Ludwig Werner zu Cassel 7259 Herr Landrath Freiherr von Schleinitz zu
Hersfeld............ 4385
Zersplittert sind ............. 28
Herr Redacteur Ludwig Werner zu Cassel erhielt die absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen und ist als Abgeordneter zum Reichstage für den 6ten Wahlkreis des Regierungsbezirks Cassel proklamirt worden.
Rotenburg, am 28. Juni 1893.
Der Wahlkommissar für den 6tcn Wahlkreis im Regierungsbezirk Cassel:
von Trott zu Solz, Landrath.
■ Der Beginn des nächsten Cursus znr Ausbildung i von Lehrschmiede-Meistern an der Lehrschmiede in ! Charlottenburg ist auf Freitag den 1. September d. Js. festgesetzt.
Anmeldungen nimmt außer dem Haupt-Direc- torium des landwirtschaftlichen Provinz-sal-Vereins für die Ncark Brandenburg und die Niederlausitz in Berlin, N. W. Speuerstraße 33, der Director des Instituts, Ober-Roßarzt a. D. B r a n d in Charlottenburg, Spreestraße 42, entgegen.
Cassel am 8. Juni 1893.
Der Regierungs-Präsident. J. V.: v. P a w e l.
Uichtamtlichrs.
f Vorn neuen Reichstag.
Nach der Zusammensetzung des neuen Reichstags steht wohl eine baldige Verständigung mit den verbündeten Regierungen über die Wehrfrage in Aussicht. Faßt man noch die moralische Wirkung der Niederlage der Opposition ins Auge, so wird man asinehmen dürfen, daß auf keiner Seite große Neigung besteht, die Entscheidung länger als nöthig hinzuziehen. Ueber die Frage, ob eine Kommissionsberathung nöthig sei, wird mehreren Blättern aus Berlin geschrieben: „Zur Prüfung des militärischen Inhalts der Vorlage wird es kaum derVorberalhung in einer Kommission bedürfen, da auch die neuen Mitglieder des Reichstags eine genaue Unterrichtung über alle die viel erörterten Fragen und ein abgeschlossenes Urtheil darüber, wie sie sich 511 entscheiden haben, besitzen werden. Die neue Vorlage unterscheidet sich in nichts von irgend welchem Belang von dem früheren Antrag Huene. Der nach dem Inhalt der Vorlage entsprechend veränderten Begründung soll eine Uebersicht beigegeben werden, welche die erheblichen Zugeständnisse veranschaulicht, die von der Regierung mit ihrem Eingehen auf den Antrag Huene gemacht waren. Aus dieser Uebersicht wirb sich auch das freikonservative Organ, das es kürzlich für passend erachtete, jetzt noch der Regierung Vorhaltungen wegen der Auflösung des Reichstags zu machen, darüber belehren können, daß seine Behauptung, die Regierung habe wie ein Hazardspieler alles oder nichts ver- i langt, keineswegs der Ausfluß einer „sachkundigen I Kritik" war. Es sonnte also füglich nur wegen I der Deckungsfrage eine Kommissionsberathung in
Betracht kommen. Niemand erwartet, daß in dieser Sommersession neue finanzielle Vorlagen eingebracht und durchberathen werden. Indessen auch über die Pläne der verbündeten Regierungen werden die nöthigen und möglichen Eröffnungen öffentlich, in der Thronrede und im Plenum des Reichstags, erfolgen. Aus einer Mittheilung des „Reichsanzeigers" ist bekannt, daß die verbündeten Regierungen jwar nach wie vor ihre früheren Vorschläge als Grundlage für die finanzielle Deckung des militärischen Mehrbedarfs für geeignet erachten, aber abgesehen von einer erheblich stärkeren Heranziehung der Börse andere Mittel erwägen, die bessere Aussicht auf eine Verständigung mit dem neuen Reichstage bieten. Es besteht vollkommene Uebereinstimmung in dem Grundsätze, daß die Lasten möglichst wenig auf die Schultern der armen Klassen zu legen seien. Welche Luxussteuern — der Entwurf einer Schaumweinsteuer war schon im vorigen Herbst ausgearbeitet — man unter die Deckungsmittel aufnehmen soll und wie der durch Börsen- und LuMSsteuern nicht gedeckte Bedarf am zweckmäßigsten aufzn- bringen sei, darüber schweben gegenwärtig Verhandlungen mit den Einzelstaaten. Steuern, die Allen gleich genehm sind, giebt es nicht; die Bereitwilligkeit zu Compromisseu, welche die Regierung zeigt, werden auch die Mehrheitsparteien zeigen müssen, nachdem sich der neue Reichstag in der Hauptsache, der Wehrfrage, mit der Regierung geeinigt hat.
Politische Nachrichten.
Berlin, 29. Juni.
S e. Majestät der Kaiser wird mit den Herren seiner Begleitung morgen Nachmittag etwa um 4 Uhr aus Kiel wieder im Neuen Palais bei Potsdam eintreffen. Das Befinden des erlauchten Monarchen war während der ganzen Zeit seiner Anwesenheit in Kiel das allerbeste. — Wie die „Nordb. Allg. Ztg." erfährt, dürften die Kaiserlichen Majestäten gleich nach der am 7. Juli stattgehabten Feier des Geburtstages des Prinzen Eitel Fritz, geboren 1883, welcher an diesem Tage in das Erste Garderegiment z. F. als jüngster Lieutenant eingestellt wird, ihre Reise nach Norwegen 2c. am 8. Juli antreten. — Die kaiserlichen Kinder werden dagegen auch in diesem Jahre wieder mit ihrer Begleitung sich nach Schloß Wilhelmühöhe bei Cassel begeben und voraussichtlich schon am 9. Juli von Potsdam aus dorthin abreisen. — Ihre M ajestät die K a i s e r i n, sowie der Kronprinz nebst Begleitung, haben gestern Abend 8 Uhr 20 Minuten die Rückreise nach Potsdam angetreten. Heute früh gleich nach 7 Uhr ist Ihre Majestät die Kaiserin mit dem Kronprinzen im besten Wohlsein wieder im Neuen Palais eingetroffen.
Der B u n d e s r a t h trat am Donnerstag Nachmittag zu einer Sitzung zusammen, in welcher über die geschäftliche Behandlung der neuen Militärvorlage und des Entwurfs einer Verordnung, betr. das Verbot der Ausfuhr von Streu- und Futtermitteln, Beschluß gefaßt wurde.
Nach einer Aufstellung werden die Parteien