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Erscheint wöchentlich drei Mal Dienstag, Donnerstag und Sonnabend.

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Die Jnsertionsgebühren betragen für den Raum einer Spaltzeile 10 Pfg., im amtlichen Theile 15 Pfg. Reklamen die Zeile 20 Pfg. Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt.

Abonnenientspreis vierteljährlich 1 Mark 40 Pfg. exel. Postansschlag.

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Gratisbeilagen rAllnstrirtes Ssnntagsblatt" u.Allnstrirte landwirthschaftliche Veilage^^.

Nr. 42. IitilstW K« S. Ayril 1895.

Die

und

Amtliches.

Bekanntmachung.

Hauptergebnisse der Rechnung der Elementarlehrer-Wittwen- und Waisenkasie des Regierungsbezirks Casiel für das Etatsjahr 1893/9'4 betreffend.

Nachdem die vorgedachte, von der Königlichen Regierungs-Hauptkasse hier aufgestellte Rechnung revidirt mit den Belägen den Kasien-Kuratoren vorgelegt, von denselben als richtig anerkannt und darauf hin abge­

schlossen, auch die Entlastung ertheilt worden ist, theilen wir die Hauptergebnisse gemäß § 48 der Statuten den

Mitgliedern dieser Wittwen- und Waisenkasse nachstehend mit:

Zusammen st ellung der Einnahme und Ausgabe der Elementarlehrer-Wittwen und Waisenkasie des Regierungsbezirks Cassel für das Etatsjahr 1893/94.

Soll

Dagegen ist

Mithin wirk­liches Soll

Mk. !Pf.

Titel

Gegenstand

Ist

Mk. |Kf.

RK

C " cu

nach dem Etat

Ueber- Haupt

Zugang

Mk. fPf.

Abgang

Mk. W.

Mk.

Pf.

Mk.

Pf.

Mk.

Pf.

Mk.

M

_

21048

75

21048

75

- -

- -

21048 75

I.

Einnahme. Kapitalzinsen.....

21048

75

___

_

22418

48

22418

48

767 74

23186 22

II.

Jahresbeiträge der Gemeinden .

23186

22

347

36

347

36

97 50

249 86

III.

Sonstige Einnahmen

249

86

28980

61

28980

61

8926 50

- -

37907 11

IV.

Zuschuß aus der Staatskasse

37907

11

72795

20

72795

20

9694|24, 97 |50

82391 94

Summa der Einnahme .

82391

94

21

81

21

81

9596 74

5 96

1585

I.

Ausgabe.

Verwaltungskosten ....

15

85

" ' »

72569

44

72569

44

9869 15

82438 59

II.

Pensionen.....

82376

09

62

50

203

95

203

95

203 95

III.

Sonstige Ausgaben

._____________

72795

20

72795

20

9869|15

| 209|91

82454 44

Summa der Ausgabe .

82391

94

62

50

9 659 24

Vergleicht sich mit der Einnahme.

Cassel, den 22. März 1895.

Königliche Regierung, Abtheilung für Kirchen- und Schulsachen. Fliesn er.

Hersfeld, den 4. April 1895.

Zufolge höherer Verfügung wird hierdurch zur öffent­lichen Kenntniß gebracht, daß als amtliche Vermittelungs­stelle für den Bezug des Behring'schen Diphtherie-Serums (Serum antidiphthericum) für die öffentlichen Kranken­anstalten oder für Personen, deren Rezepte ans Staats­oder Gemeindemitteln, sowie von Krankenkassen im Sinne des Krankenkassengesetzes oder von Vereinigungen gezahlt werden, die Löwen-Apotheke zu Cassel (Besitzer Herr H u n r o t h) bestimmt worden ist. Der Preis stellt

(Nachdruck verboten.)

Zwischen Vntcr unb Sohn.

Familienroman von P. H e n k e S.

(Fortsetzung.)

Aber Max hörte kaum auf ihre Worte; noch weniger verstand er den ihm ungünstigen Sinn derselben. Sein Sinnen und Denken war plötzlich von einer einzigen, ihm unermeßlich dünkenden Idee eingenommen. Sein Vater, der immer so kraftvoll und mit schier unver­wüstlicher Lebenskraft ausgestattet, vor ihm einherge­schritten war, lag nebenan in der Kammer, niedergefällt von plötzlichem Jammer, vielleicht gar schon von den Krallen des Todes umklammert. Stolze Hoffnungen durchpulsten plötzlich des Entarteten Herz; dessen Augen vergrößerten sich in unnatürlicher Weise, wenn er daran dachte, daß er sich vielleicht in wenigen Stunden schon in denselben Räumen als Herr aufspielen konnte, in denen er bis dahin mit scheuem Sklaventritt und feig­geduckter Miene einhergegangen war.

Sag', ist er schon todt?" murntzelte Max mit lech­zender Stimme, sich dabei weit vorbeugend und es ver­suchend, dem jungen Weibe in das blasse Angesicht zu schauen.

Ich weiß es nicht . . . laß' mich!" stöhnte Mari­anne wieder auf.

Hoffentlich," murmelte Max.Er hat's verdient . .

! sich für je 100 Jmmunisirungs-Einheiten auf 0,75 Mk. mit 50 °/0 Rabatt, einschließlich der Kontrolkosten.

I. I. 1446. Der Königliche Landrath.

Hersfeld, den 3. April 1895.

Der bisherige Bürgermeister Heinrich I f f l a n d zu Mecklar ist als solcher auf weitere acht Jahre gewählt, bestätigt und heute verpflichtet worden.

J. A. Nr. 1008. Der Königliche Landrath.

I. V.: H e e g.

um Dich, um mich! . . geschlagen hat er Dich bis aufs Blut . . und mich . . mich . . ."

Er vollendete nicht; die Erregung schüttelte ihn krampfig und gleich einem Trunkenen taumelte er, während er sich unwillkürlich vor die Stirn schlug, auf den Füßen hin und her.

Die Männer kamen zurück; voran der alte Buch­halter. Dieser legte mahnend den welken Finger vor die Lippen, wie um anzudeuten, daß äußerste Ruhe nothwendig sei.

Nur mit Mühe vermochte Max bei dem Anblick des Verhaßten das Verlangen niederzuzwingen, diesem an die Kehle zu fahren; er sagte sich's selber, daß es dazu noch zu früh war und er abwarten mußte, bis die nach seiner Meinung unvermeidlich gewordene Kata­strophe eingetreten war, dann freilich wollte er den alten Schleicher aus dem Hause jagen.Ueber ein Kleines noch, dann bin ich Herr!" schrieen tausend triumphirende Stimmen in seinem Innern und bis iu die äußersten Fingerspitze prickelte ihn die Erwartung des sicher kommenden großen Augenblicks, der ihn für all das Ausgestandene reichlich entschädigen sollte.

Schon kam der Arzt; er wendete sich fragend an Marianne, befremdet das weiße Tuch um deren Stirn, unter welchem einzelne schwarze Blutstropfen. Hervor- sickerten, betrachtend.Ich dachte, Ihrem Herrn Gemahl sei ein llriglücksfall zugestoßen, nun finde ich Sie ver-

Vekanntmachung.

Die diesjährigen Frühjahrs -Kontrolversammlungen im Kreise Hersfeld finden wie folgt statt:

1. Zu Obergeis

Montag den 22. April 1895,

Vormittags 10 Uhr, für die Mannschaften aus den Gemeinden Allmershausen mit Hof Hählgans, Aua, Biedebach, Gittersdorf, Goß- mannsrode, Obergeis, Reckerode, Rotterterode und Unter- geis. <

2. Zu Hersfeld II

Dienstag den 23. April 1895, Vormittags 8 Uhr, für die Mannschaften aus den Gemeinden Kathus, Guts­bezirk Oberrode, Petersberg, Gutsbezirk Wilhelmshof, Sorga, Gutsbezirk Bingartes, Meisebach, Friedlos, Kal- kobes, Reilos, Mecklar, Meckbach, Gutsbezirk Eichhof, Heenes, Rohrbach, Tann und Hermannshof.

Kontrolplatz: Turnplatz am Hain.

3. Zu Hersfeld I

Mittwoch den 24. April 1895,

Vormittags 8 Uhr, für die Mannschaft« aus der Stadt Hersfeld.

Kontrolplatz: Turnplatz am Hain.

4. Zu Unters nun

Mittwoch den 24. April 1895,

Nachmittags 3 Uhr, für die Mannschaften aus den Gemeinden Eitra, Hilper- hausen, Holzheim, Kohlhausen, Oberhaun, Roßbach, Roten- see, Sieglos, Unterhaun und Wippershain.

5. Zu Niederaula

Donnerstag den 25. April 1895,

Vormittags 10 Uhr, für die Mannschaften aus den Gemeinden Allendorf, Asbach, Beiershausen, Frielingen, Gersdorf, Gershausen, Hattenbach, Heddersdorf, Kemmerode, Kerspenhausen, Kirchheim, Kleba, Kruspis, Mengshausen, Niederaula, Niederjoffa, Reimboldshausen, Solms, Stärklos, Willings- Hain und Gutsbezirk Engelbach mit dem Hof Sternberg.

6. Zu Schenkleugsfeld

Freitag den 26. April 1895,

Vormittags 10 Uhr, für die Mannschaften aus den Gemeinden Conrode, Dünkelrode, Hillartshausen, Malkomes, Motzfeld, Ober­lengsfeld, Ransbach, Hilmes, Lampertsfeld, Landers­hausen, Schenkleugsfeld, Schenksolz, Unterweisenborn, Wehrshausen und Wüstfeld.

mundet?" sagte er theilnahmsvoll.

Es hat nichts auf sich," entgegnete Marianne ab­weisend mit müder, schleppend klingender Stimme. ^Sorgen Sie sich nicht um mich ... ich glitt vorhin auf der Bodentreppe aus und schlug zu Boden . . . das hat ein wenig geblutet, aber nichts zu sagen! . . . Sehen Sie nur nach nach meinem Mann ... der Hals nöthiger . . ."

Kopfschüttelnd, unwillkülich begreifend, daß irgend etwas Belangreiches, wohl gar Ungeheuerliches im Schooße der Familie sich abgespielt, schritt der Arzt voran. Den Bemühungen des Kontorpersonals war es inzwischen schon wieder gelungen, den Fuhrherrn noth- dürftig wieder zum Bewußtsein zurückzubringen. Nun lag er röchelnd, erschöpft und völlig apathisch drinnen in der Kammer auf seinem Bett.

Nach einer Weile kehrte der Arzt in's Wohnzimmer zurück. Max hatte sich hinter einem Fenstervorhang versteckt, sodaß er von dem Hausarzt nicht wahrgeuommen werden konnte. Dieser wendete sich an Marianne, welche wieder auf einen Sessel niedergesunken war und ihn nun mit einem stumpfsinnigen, müden Blick an- starrte.

Die Sache hat glücklicher Weise nicht viel auf sich," meinte der Arzt.Ihr Herr Gemahl hat offenbar irgendwelche große seelische Erschütterung erlitten . . . es handelt sich, unter uns gesagt, um einen ganz