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Erscheint wöchentlich drei Mal Dienstag, Donnerstag und Sonnabend.

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Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt.

Abonnementspreis vierteljährlich 1 Mark 40 Pfg. exel. Postaufschlag.

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Nr. 2.

8wta6 Den 1 Januar

1888.

Bestellungen

auf das Hersfelder Kreisblatt mit den Gratisbeilagen Jllustrirtes Sonntagsblatt" und i Jllustrirte landwirthschaftl. Beilage" ; für das erste Quartal 1896 werden von allen Aaiserlichen Postanstalten, Landbriefträgern und von der Expedition angenommen.

Amtliches.

Zur wirksamen Abwehr der Maul- und Klauenseuche

Nachweisung über die im Monat Dezember 1895 ausgestellten Jagdscheine auf Grund des Gesetzes vom 31. Juli 1895.

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Der Jagdscheins-Jnhaber

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Der Jagdscheins-Jnhaber

Namen und Stand.

Wohnort.

Namen und Slanv.

Wohnort.

107

2/12

1 Jahr

von Baumbach, Regierungs-Affeffor

Caffel

121

20/12

1 Jahr

Grenzebach, Conrad, Gastwirth

Niederaula

108

4/12

3 Tage

Dr. Mittenzwey, Erster Staatsanwalt

Eisenach

122

21/12

//

Dahlmann, Rechtsanwalt

Hersfeld

109

110

3/12

9/12

1 Jahr

von Rosenstock-Rhöneck, Major a. D. Jordan, Königlicher Oberförster

Philippsthal Neuenstein

123

23/12

//

Göbel, Gefreiter des Hess. Jäger-Ba­taillons Nr. 11

Marburg

111

H

//

Jordan, Kurt, Ingenieur

Magdeburg

124

24/12

H. von Rhöneck, stud.

Philippsthal

112

/,

Drude, Adolf, Apotheker

Hersfeld

125

27/12

3 Tage

Paulmann, C., Cand. techn.

Hannover

113

H

//

Braun, Richard, Gutspachter

Oberrode

126

Frdrch. von Rhöneck, Lieutenant

Philippsthal

114

14/12

"

von Kempis, Jos., Forstaffessor

Friedewald

127

1 Jahr

Rechberg, Friedrich, Tuchfabrikant

Hersfeld

115

19/12

Waldschmidt, Otto, Forstaffessor

128

Dr. Born, Amtsgerichtsrath

//

116

17/12

Ruppel, Christian, Musikus

Kruspis

129

28/12

//

Seeliger, Hauptmann

117

Aumann, Königlicher Forstmeister

Hersfeld

130

tf

3 Tage

Patry, Hermann, Student

Genf (Schweiz)

118

18/12

Schultheiß, Königlicher Rentmeister

131

1 Jahr

Knoblauch, Max, Oeconomie-Verwalter

Meisebach

119

120

19/12

25/12

M // Wird v

Eschstruth, Karl, Gutspächter Simon, Willy, Landmesser

-röffentlicht. Hersfeld, den 2. Janr

Frielingen

Hersfeld tat 1896. 2

132

)er ;

30/12

Königlich

3 Tage

e Land:

Schmidt, Königlicher Oberförster a. D.

-ath Freiherr von Schlei nitz, Gehein

Hersfeld

ter Regierungs-Rath.

Gefunden: ein Rock. Meldung des Eigenthümers bei dem Ortsvorstand zu Beiershausen.____________

Entlaufen: ein großer gelber Ziehund, weiblichen Geschlechts, auf den NamenLeo" hörend. Gegen Erstattung der Futterkosten und einer kleinen Belohnung abzugeben an das Bürgermeisteramt zu Wölfershausen.

Nichtamtliches.

Die Ruhnrestage des deutsch-französischen Krieges.

XXVIII.

Die I. Armee im Januar 1871. Bapaume Sl. Quentin.

3.19. Januai.

Zu Anfang des neuen Jahres war ein erheblicher Theil der deutschen I. Armee durch die Einschließung von Peronne in Anspruch genommen; das I. Korps stand noch bei Rouen, und so konnten dem zum Entsatz von Peronne aufs neue vordringenden General Faidherbe nur verhältnismäßig schwache Kräfte unter Goeben ent­gegentreten. Schon am 2. Januar kam es bei SapignieS zu einem Zusammenstoß mit den Franzosen. Volle Be­wunderung muß man der 30. Brigade unter General v. Strubberg zollen für die Zähigkeit und das Geschick, mit welchem sie ein ganzes feindliches Korps siegreich abwies. Dann folgte am 3. Januar die Schlacht bei Bapaume.

Kalt und trüb zog der Tag herauf, den hartgefro­renen Boden deckte leichter Schnee. Es war besonders die 15. preußische Division, die der andringenden feind­lichen Uebermacht widerstehen mußte. Nur 17 preußische Bataillone kämpften gegen 57 französische. Den Fran­

ordne ich auf Grund der §§ 19 und 20 des Reichs- Viehseuchengesetzes vom 23. Juni 1880/1. Mai 1894 und des § 1 des Preußischen Ausführungsgesetzes vom 12. März 1881/18. Juni 1894 für den Umfang des Regierungsbezirkes Caffel an:

1. Wiederkäuer und Schweine, welche auf der Eisen­bahn aus Thüringen, Waldeck und Süddeutschland ein­geführt und nicht mittelst Wagen von der Ausladestation in ein öffentliches Schlachthaus überführt werden, dürfen nicht eher entladen werden, bevor sie von dem zustän­digen, beamteten Thierarzt untersucht und für gesund befunden sind.

Die sofortige rechtzeitige Benachrichtigung des zu­ständigen Thierarztes von der bevorstehenden Ankunft einer Viehsendung liegt dem Empfänger derselben ob.

Die Beförderung einzelner Stücke Kleinvieh im Pack­wagen ist untersagt.

2. Derartige Sendungen sind an ihrem Bestimmungs­ort am dritten und sechsten Tage nach ihrer Ankunft

zosen gelang es zwar, sich der anfangs als vorgeschobene Posten mitbesetzten vorliegenden Dörfer zu bemächtigen, aber in der eigentlichen Stellung in und bei Bapaume behauptete sich General v. Kummer gegen alle Angriffe, und die Umgehungsversuche des Feindes wurden durch zur Unterstützung herbeieilende Truppen vereitelt.

Der Tag von Bapaume ist ein besonderer Ruhmes­tag Goebens in der 15. Division. Vielleicht niemals in seinem Leben ist der General seinen ihm so unbe­grenzt vertrauenden Truppen so zuversichtlich und ruhig erschienen, als gerade an diesem kritischen Tage. Jeder seiner klaren Befehle trug mehr wie je den Stempel des wirklich erwogenen Entschluffes an der Stirn.

Noch in der Nacht zum 4. Januar trat Faidherbe seinen Abmarsch an, 53 Offiziere und 1516 Mann so­wie 550 Gefangene bei diesem Entsatzversuch einbüßend; aber auch die Deutschen beklagten den Verlust von 52 Offizieren und 698 Mann; das 1. Bataillon des Füsilier- Regiments Nr. 33 hatte alle seine Offiziere verloren. Die Festung Peronne siel am 9. Januar, zwei Tage Tage vorher war General von Manteuffel zum Ober­befehlshaber der neugebildeten Süd - Armee ernannt worden, die dem hart bedrängten Werderschen Korps zu Hülfe eilte; das Kommando der I. Armee hatte nunmehr Goeben erhalten. Auf ein neues Vorbrechen Faidherbes sicher rechnend, sammelte der General, noch einen Theil des I. Korps von Rouen heranziehend, seine Truppen hinter der Somme und stand nun wie zum Sprunge bereit. Faidherbe aber hatte den kühnen Plan, auf St. Quentin zu marschieren, dadurch einmal die auswärtigen Verbindungen der Deutschen zu bedrohen und zugleich sich den Weg nach Paris zu eröffnen, wo in jenen Tagen ein neuer Ausfall beabsichtigt war und auch zur Aus­führung kam.

Doch nicht nur Goeben, sondern auch im Haupt­

nochmals zu untersuchen und bis dahin in einem abge­sonderten Raume unterzubringen.

3. Die durch die thierärztliche Untersuchung, den Aufenthalt und die etwaige Unterbringung der Thiere entstehenden Kosten trägt der Empfänger beziehungsweise der Eigenthümer der Thiere.

4. Diese Anordnung tritt mit dem Tage ihrer Be­kanntmachung in Kraft.

Vorstehende Anordnung bringe ich mit dem Hinweise darauf zur öffentlichen Kenntniß, daß Zuwiderhandlungen gegen dieselbe nach § 66+ des ReichsviehseuchengesetzeS mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft, sofern nicht nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, bestraft werden.

Caffel am 17. Dezember 1895.

Der Regierungs-Präsideut.

Wirkl. Geh. Ober-Reg.-Rath. H a u s s o n v i l l e.

quartier zu Versailles wurde Faidherbes Anschlag be­kannt, und auf Befehl von dort kam noch eine Brigade des IV. Korps zur Verstärkung Goebens herangedampft. In Gewaltmärschen, bei denen die Truppen das kaum Mögliche leisteten, war Goeben den Franzosen entgegen­gegangen, die auf den Höhen südlich St. Quentins Stellung genommen hatten. Am 18. Januar entspann sich ein Gefecht bei Tertry-Poeuilly, in welchem die französischen Vortruppen zurückgewiesen wurden; am 19. Januar griff Goeben den Feind mit aller Entschiedenheit in seiner Stellung an. Um 5*/, Uhr Abends war St. Quentin nach heißem Kampfe in den Händen der Deut­schen; Faidherbe gab Befehl zum Rückzüge; General v. Goeben hatte einen glänzenden Sieg erfochten, dem Feinde an 9000 Gefangene und 7 Feldgeschütze abge­nommen, der Sieg war mit einem Verlust von 96 Offi­zieren und 2304 Mann theuer erkauft.

Die Schlacht von St. Quentin, in welcher 33 000 Deutsche gegen 40000 Franzosen gefochten, bedeutete eine entscheidende Niederlage Faidherbes, die französische Nord- Armee erschien nicht wieder auf dem Kampfplatz. So war das glänzende Ergebniß zugleich der würdige Ab­schluß des ganzen Feldzuges im Norden Frankreichs. Die Geschichte aber wird den Namen des Generals, dem durch feine geschickte und energische Kriegführung dies Resultat hauptsächlich zu danken ist, den Namen Goebens stets als eines der besten deutschen Feldherren nennen. Sein dankbarer Kriegsherr schmückte den Helden mit dem Großkreuz des Eisernen Kreuzes. T.

Ueber die südafrikanische Republik (Transvaal) und wieder schwere Tage gekommen. Zum Verständniß des Konfliks, der dort ausgebrochen ist und der nach dem unter englischem Namen begangenen Bruche des Völkerrechts (s. Politische Nachrichten) eine