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Amtliches.
Berlin, den 13. Februar 1896.
Bekanntmachung wegen Ausreichung der Zinsscheine Reihe II. zu den Schuldverschreibungen der Preußischen konsolidirten
3^/2 °/oigen Staatsanleihe von 1886.
Die Zinsscheine Reihe II. Nr. 1 bis 20 zu den Schuldverschreibungen der Preußischen konsolidirten 3*/i "/o'gen Staatsanleihe von 1886 über die Zinsen für die Zeit vom 1. April 1896 bis 31. März 1906 nebst den Anweisungen zur Abhebung der folgenden Reihe werden vom 2. März 1896 ab von der Kontrolle der Staatspapiere Hierselbst, Oranienstraße 92 94 unten links, Vormittags von 9 bis 1 Uhr, mit Ausnahme der Sonn- und Festtage und der letzten drei Geschäftslage jedes Monats, ausgereicht werden.
Die Zinsscheine können bei der Kontrolle selbst in Empfang genommen oder durch die RegierungS-Haupt- kassen, sowie in Frankfurt a/M. durch die Kreiskasse bezogen werden. Wer die Empfangnahme bei der Kontrolle selbst wünscht, hat derselben persönlich oder durch einen Beauftragten die zur Abhebung der neuen Reihe berechtigenden Zinsscheinanweisungen mit einem Ver
Verzeichnis über die im Monat März 1896 auSgefertigten Jagdscheine.
Lfde. Nr.
Beginn der Gültigkeit
Gültigkeitsdauer
Der Jagdscheins-Jn Haber
Namen
Stand
Wohnort
149
7/3.
l Jahr
Braun, August
Gärtnereibesitzer
Hersfeld
150
20/3.
,/
von Manikowsky
Gerichts-Referendar
Niederaula
151
21/3.
//
Kleinkauf, Christoph
Mühlenbesitzer
Ludwigsaumühle bei Reilos
152
von Randow
Oberstlieutenant
Hersfeld
153
Kehl, G.
v. Baumbach'scher Unterförster
Goßmannsrode
154
//
Klemm, Franz
Studiosus
Marburg
Wird veröffentlicht. Hersfeld, den 8. April 1896.
Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungz-Rath.
In der mit Genehmigung des Herrn Regierungs- Präsidenten eingerichteten Lehrfchmiede des Hufbefchlag- LehrmeisterS Carl Ebel zu Wommen im Kreise Eschwege
beginnt mit dem 20. April d. I. ein neuer Lehrkursus. Die Dauer desselben beträgt 2 Monate; die AbgangS- Prüfung erfolgt am 20. Juni d. I.
Da zu jedem Kursus nur 6 Schüler zugelassen wer
den dürfen, bis jetzt 1 Anmeldung vorliegt, können noch
5 Personen Aufnahme finden.
Zur Aufnahme sind erforderlich: a) ein polizeiliches FührungSattest und b) der Nachweis über die praktische Ausbildung als Husbeschlagschmied.
Der im Voraus an den Hufbeschlag-Lehrmeister zu entrichtende Beitrag beträgt 50 Mark. Das nöthige Eisen und die erforderlichen Kohlen liefert berfelbe. Für Wohnung und Beköstigung sorgt jeder Schüler lelbst.
Die Lehrfchmiede ist berechtigt, Prüfungszeugnisse auszustellen, von deren Beibringung der Betrieb des Hufbeschlag-Gewerbes abhängig ist.
Die von jedem Schüler zu entrichtende Prüfungsge
zeichnisse zu übergeben, zu welchem Formulare ebenda und in Hamburg bei dem Kaiserlichen Postamte Nr. 1 unentgeltlich zu haben sind. Genügt dem Einreicher eine nummerirte Marke als Empfangsbescheinigung, so ist das Verzeichniß einfach, wünscht er eine ausdrückliche Bescheinigung, so ist es doppelt vorzulegen. Im letzteren Falle erhalten die Einreicher das eine Exemplar, mit einer Empfangsbescheinigung versehen, sofort zurück. Die Marke oder Empfangsbescheinigung ist bei der Ausreichung der neuen Zinsscheine zurückzugeben.
In Schriftwechsel kann die Kontrolle der StaatS- papiere sich mit den Inhabern der Zinsscheinanweisungen nicht einlassen.
Wer die Zinsscheine durch eine der oben genannten Provinzialkassen beziehen will, hat derselben die Anweisungen mit einem doppelten Verzeichnisse einzureichen. Das eine Verzeichniß wird, mit einer Empfangsbescheinigung versehen, sogleich zurückgegeben und ist bei Aushändigung der Zinsscheine wieder abzuliefern. Formulare zu diesen Verzeichnissen sind bei den gedachten Provinzialkassen und den von den Königlichen Regierungen in den Amtsblättern zu bezeichnenden sonstigen Kassen unentgeltlich zu haben.
Der Einreichung der Schuldverschreibungen bedarf es zur Erlangung der neuen Zinsscheine nur dann, wenn die Zinsscheinanweisungen abh^nde.» gekommen sind; in diesem Falle sind die Schuldverschreibungen an die Kontrolle der Staatspapiere oder an eine der genannten Provinzialkassen mittels besonderer Eingabe einzureichen.
Hauptverwaltung der Staatsschulden.
I. 290. gez. v. H 0 f f m a n n.
* *
*
Die vorstehende Bekanntmachung wird hierdurch mit dem Bemerken veröffentlicht, daß die in derselben bezeichneten Formulare von der hiesigen RegierungS-Haupt- kasse und den Kreiskassen unseres Bezirks verabreicht werden.
Cassel, den 19. Februar 1896.
A. 277. Königliche Regierung. Haussonville.
bühr beträgt 10 Mark. Anmeldungen sind an den obengenannten Lehrschmiedemeister zu richten.
Eschwege, den 8. April 1896.
I. 4194. Der Königliche Landratb v. Keudell.
Auctions-Anzeige.
Mittwoch den 6. Mai d. Js., von 9 Uhr Vormittags ab, sollen hierselbst ungefähr 80 Gestütpferde, bestehend aus Mutterstuten (meistens bedeckt), Fohlen und 4jäh- rigen Hengsten, Wallachen und Stuten meistbietend gegen Baarzahlung verkauft werden.
Sämmtliche 4jährige und ältere Pferde sind mehr oder weniger geritten. Die zum Verkauf kommenden gerittenen Pferde werden am 4. und 5. Mai von 7 bis 10 Uhr Vormittags unter dem Reiter, sowie sämmtliche an denselben Tagen von 4 bis 6 Uhr Nachmittags auf Wunsch an der Hand gezeigt. Listen über die zur Auction gelangenden Pferde werden am 20. April zum Versandt rc. fertig gestellt fein und auf Ansuchen zugeschickt werden.
Für Personenbeförderung zu den bezüglichen Zügen vom und zum Bahnhof Trakehnen wird am 4., 5. und 6. Mai gesorgt sein.
Trakehnen, den 18. März 1896.
Der Landstallmeister, gez.: v. Oettingen.
Pferde-Auction.
Freitag den 17. April d. Js., Nachmittags von 12’/2 Uhr ab, sollen auf dem Königlichen Hauptgestüt zu Beberbeck bei Hofgeismar
ca. 11 ältere und jüngere Mutterstuten, 61 vierjährige Wallachen und Stuten,
2 Ackerpferde und
4 ein- resp. zweijährige Fohlen öffentlich und meistbietend unter den im Termine bekannt zu machenden Bedingungen verkauft werden.
Sämmtliche Pferde, außer den zum Verkauf kommenden Fohlen, sind angeritten oder gefahren und werden am Tage der Auction Vormittags 10s/4 Uhr unter dem Reiter gezeigt.
Vormittags 10 Uhr werden am Bahnhof Hofgeismar Gestütwagen zur Beförderung der mit der Bahn ankommenden Fremden nach Beberbeck bereit stehen. Anmeldungen zur Benutzung dieser Wagen werden rechtzeitig durch die Post erbeten.
Gedruckte Nationalist ,'.^er um Verkauf kommenden Pferde können vom 7. april d. Js. ab hierselbst in Empfang genommen werden, oder zur Versendung gelangen.
Veberbeck, den 23. März 1896.
Königliche Gestüt-Direktion.
Don der Raiferreise.
Der Aufenthalt des Kaiserpaares in Syrakus war vom prächtigsten Wetter begünstigt. So gestattete er viele Ausflüge in die Umgegend, sowohl zu Wagen, als auch aus Booten auf dem Anassosfluß, dessen Ufer mit Papyrosstauden bewachsen sind. Unter anderem wurde das „Ohr des Dionys", die Cordai-Grotte, besucht und dabei Zeichnungen und photographische Aufnahmen gemacht. Auch die Latomia del Paradiso und das griechische Theater wurde besichtigt. Die Syrakusaner begrüßten das Kaiserpaar mit lauten Zurufen und versuchten die Pferde des kaiserlichen Wagens auSzuspannen. Am Mittwoch ging die „Hohenzollern" in See. Sie traf Vormittags in Giardini ein, woselbst die Behörden und der deutsche Konsul von Messina das Kaiserpaar begrüßten. Von dort ging es zu Wagen nach Taormina. Bei der Porta di Messina, durch die das Kaiserpaar seinen Einzug in die Stadt hielt, war ein prächtiger Triumphbogen erbaut. Bei dem Besuch der Stadt besichtigten die Majestäten die Paläste Corvaia und San Domenico. Bei dem Besuch des griechischen Theaters bewunderten sie das herrliche Panorama. Der Maire hatte in dem Theater etwa 100 Landleute in den sizilia- nischen Trachten des vorigen Jahrhunderts Aufstellung nehmen lassen. Nach dem Besuch des Theaters überreichte der Maire dem kaiserlichen Paar im Namen der Stadt ein Kästchen mit Photographien und Ansichten von Taormina und einen Blumenkorb. Der Kaiser ließ dem Vizeadmiral Canevaro seine Bewunderung über das herrliche Panorama von Taormina ausdrücken. Die Gemeindevertretung von Messina überreichte dem Kaiser ein prächtiges Album mit Photographien der hervorragendsten Denkmäler Messinas. Um 1 Uhr verließ das Kaiserpaar unter fortgesetzten Begrüßungen der Bevölkerung die Stadt. Um 5'/.2 Uhr lief die „Hohenzollern", gefolgt von der „Kaiserin Augusta", in den Hafen von Messina ein, durch 21 Salutschüsse von der Zitadelle begrüßt. Mehr als 30 000 Personen, die theils im Hafen in Barken sich befanden, theils auf dem Landungskai sich aufgestellt hatten, begrüßten die Majestäten. Das Ganze bot ein großartiges Schauspiel.