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6trÄr Aeisblatt.
Gratisbeilagen: „Illnftrirtes Ssnntagrblatt" u. „Allnstrirte landwirthschaftliche Beilage".
Nr. 88.Äumknö Kn 11 Juni 1896.
Erstes Blatt.
Amtliches.
Hersfeld, den 10. Juni 1896.
Mit Bezug auf die Vorschrift im § 6 der Allerhöchsten Verordnung vom 25. Mai 1887, betreffend die Einreichung einer ärztlichen Standesvertretung (G.-S. S. 169), mache ich hierdurch bekannt, daß eine Liste der nach dieser Verordnung wahlberechtigten Aerzte des hiesigen Regierungsbezirks vom 15. d. MtS. ab bis z u m 30. d. M t S. im Geschäftslokal des hiesigen Land, rathsamtes während der Dienstsinnden an den Wochentagen zur Einsicht öffentlich ausgelegt wird.
J. I. Nr. 3129. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS-Rath.
Hersfeld, den 10. Juni 1896.
Die Herren Ortsvorstände erhalten in den nächsten Tagen die RekrutirungSstammrollen von den Jahrgängen 1874, 1875 und 1876 zurück, um dieselben nebst den Anlagen in der Gemeinde - Repositur gemäß § 46 pos. 12 der W.-O. sorgfältigst aufzubewahren.
J. II. Nr. 1874. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS-Rath.
Verzeichnitz der im Monat Mai 1896 ausgestellten Jagdscheine.
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1/5
Volkenand, Ernst
Gastwirth
Bengendorf
Hersfeld
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15
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von Wachholtz
Premier-Lieut.
Hersfeld
II
1
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—
—
—
15
—
10
Kirschner, Johs.
Gastwirth
Lautenhausen
II
1
—
—
——
—
15
—
11
Seybert, Karl Wilhelm
Gutsbesitzer
II
II
1
—
—
—
—
15
—
12
Engelhardt, Heinrich
Bierbrauer
Hersfeld
II
1
—
—
—
—
15
—
13
Kaufmann
Kgl. Förster
Mecklar
II
1
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—
—
—
—
1
14
Jericho
Kgl. Forstaufs.
Reilos
II
1
—
—
—
—
—
1
15
2/5
Reinemann
Steuer-Jnspek-
Northeim
Northeim
1
—
—
—
—
15
——
tor a. D.
16
Allendorf, Heinrich
Landwirth
Allmershausen
Hersfeld
1
—
—
—
—
15
—
17
4/5
Reuber, Valentin
//
HofBeyersgraben
II
1
—
—
—
—
15
—
b/Rotterterode
18
Haffenpflug, George
Bürgermeister
Biedebach
H
1
—
—
—
—
15
—
19
Caselitz, Hermann
Zahntechniker
Hersfeld
II
1
—
—
—
—
15
—
20
Nuhn, Jakob
Gastwirth
Niederaula
II
1
—
——
—
—
15
—
21
5/5
Prescher
Kgl. Förster
II
II
1
—
—
—
—
—
1
22
Frhr. v. Sauerma
General-Major
Cassel
Cassel
1
—
—
—
—
15
—
23
Dehnhardt, Peter
Verwalter
Hattenbach
Hersfeld
1
—
—
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—
15
—
24
Matthias, Emil
Jagdhüter
II
II
1
——
—
—
—
15
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25
6/5
Kehr
Kgl. Forstaufs.
Friedlos
II
1
—
—
—
—
—
1
26
7/5
Harnickel, Johs.
Landwirth
HählganS, Gem. Allmershausen
II
1
• —
—
—
15
—
27
9/5
Remmert, Thielemann
•1
Heringen
//
1
—
—
—
15
—
28
29
12/5
Grau, Leonh. Dittelbach
Kgl. Förster
II Friedewald
II
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1
1
—
—
—
—
15
1
30
Radeck
Hilmes
II
1
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—
—
—
1
31
Westermann
Jagdaufseher
Herfa
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1
—
—
—
—
15
—
32
33
21/5
Waldheim
Wolff, Hermann
II Rentier
Biedebach Hersfeld
V
II
1
1
——
—
—
15
15
--
34
22/5
v. Osterhausen
Gutsbesitzer
II
II
1
--
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—
15
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35
27/5
Köhler, Peter
Schuhmacher
Asbach
II
1
——
--
—
—
15
—
36
30/5
Hosbach, August
Landwirth
Hof Weisenborn
II
1
—
—
—
15
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Wird veröffentlicht. Hersfeld, den 10. Juni 189b.
Der Königliche Landrath Freiherr v o n
Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Hersfeld, den 10. Juni 1896.
Die Polizeiverordnung vom 24. August 1895 über den Handel mit Giften (Amtsbl. S. 213) ist im Neudruck erschienen und von der Firma Julius Sittenseld in Berlin zum Preise von 10 Pfg. für das Stück zu beziehen. Die in dieser Verordnung vorgeschriebenen Giftbücher-Erlaubnißscheine werden von der gedachten Firma ebenfalls zum Verkauf gehalten.
Die Herren Orlsvorstände des Kreises haben die betreffenden Gifthändler hierauf aufmerksam zu machen.
J. I. Nr. 3076. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Hersfeld, den 11. Juni 1896.
Die Herren Ortsvorstände des hiesigen Kreises werden hiermit angewiesen, bei Einreichung von Baugesuchen die betreffenden Baulustigen darauf aufmerksam zu machen, daß nach den Vorschriften des Reglements für die Hessische Brandversicherungsanstalt vom 19. März 1880 — Amtsblatt v. 1880 S. 113 ff. — §§ 28 und 29 ebenda, die mit feuersicherer Bedachung versehenen Gebäude in eine günstigere Gefahrenklaffe versetzt werden, wenn sie mindestens 5 Meter vom nächsten Gebäude entfernt liegen oder mit Brandmauern versehen sind. I. I. Nr. 3052. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Politische Nachrichten.
Inland.
Berlin, 11. Juni.
Se. Majestät der Kaiser begab sich heute Vormittag mit dem fahrplanmäßigen Zuge um 9 Uhr 3 Min. von der Wildparkstation nach Charlottenburg und wohnte in der Aula der Technischen Hochschule daselbst der Sitzung der Institution of Naval Architects bei. Später fuhr Se. Majestät von Charlottenburg nach dem hiesigen königlichen Schlöffe, wo die Frühstückstafel, zu der einige Einladungen ergangen waren, stattfand. Um 3 Uhr Nachmittags beabsichtigte Se. Majestät den neu ernannten Botschafter der französischen Republik am diesseitigen Hofe, Marquis de Noalles, zur Ueberreichung seines Beglaubigungsschreibens in Antrittsaudienz zu empfangen. Um 3'/^ Uhr sollte der bisherige serbische Gesandte, General Pantslitsch, die Ehre haben, von Sr. Majestät in Abschiedsaudienz empfangen zu werden; alsdann gedachte Se. Majestät dem Kommandeur der Luftschifferabtheilung Major Nieder eine Audienz zu gewähren. Im Laufe des Nachmittags erfolgt die Rückkehr nach Wildpark bezw. dem Neuen Palais.
In verschiedenen Blutern ist über einen Vorfall berichtet worden, der sich aus dein Fest des Deutschen Wohlthätigkeitsvereins in Moskau während der Krönungsfeier zugetragen hat. Diesen zum Theil ungenauen Berichten liegen gutem Vernehmen nach folgende Thatsachen zu Grunde: Der Präsident des Vereins hatte bei der Begrüßung Sr. königl. Hoheit des Prinzen Heinrich als Vertreters Sr. Majestät des Deutschen Kaisers und der übrigen anwesenden deutschen fürstlichen Personen auf diese Letzteren den Ausdruck „Gefolge" angewandt. Se. königl. Hoheit Prinz Ludwig von Bayern fand sich dadurch veranlaßt, in einer Ansprache jenen ungeeigneten Ausdruck unter Hinweis auf die verfassungsmäßige Stellung der deutschen Fürsten zu berichtigen, indem er gleichzeitig die anwesenden Deutschen aufforderte, allezeit zusammenzustehen und treu am Reichsgedanken festzuhalten. Wie der „Nordd. Allg. Ztg." weiter gemeldet wird, hat Se. königliche Hoheit Prinz Ludwig aus eigener Initiative Sr. Majestät dem Kaiser Mittheilung von dem Vorgang gemacht und die von ihm gebrauchten Worte vor jeder Mißdeutung sichergestellt.
Der deutsche Botschafter in Paris, Graf Münster, sandte folgenden Brief an die Wittwe Jules Simons: „Paris, 10. Juni. Gnädige Frau! Se. Majestät der Kaiser, mein erhabener Herr, hat, nachdem er die Nachricht von dem schweren Verlust, der Sie betroffen hatte, als Ausdruck seiner innigen Sympathie mich beauftragt, in seinem Namen an der Bahre dieses großen Franzosen, der Ihr Gatte war, einen Kranz niederzulegen. Indem ich diesem mir gewordenen Befehl Nachkomme und die Ehre haben werde, meinen hohen Herrn bei den Leichenfeierlichkeiten zu vertreten, bitte ich Sie, den Ausdruck meines persönlichen Beileids und meiner aufrichtigsten vollen Ergebenheit entgegenzunehmen." gez. Münster. Der vorstehend erwähnte Kranz besteht aus rothen und weißen Rosen mit grünen Zweigen, mit breitem schwarzen Flor umwunden.
Den „B. P. N." zufolge soll eine Vorlage wegen Revision der Alters- und Jnvaliditäts- versicherung nun ausgearbeitet sein und zur Zeit den Berathungen des preußischen Staatsministeriums unterliegen. Der Entwurf enthielte eine recht erhebliche Zahl von Erleichterungen bei Ausführung und Handhabung des Alters- und Jnvaliditätsversicherungsgesetzes gegenüber den bisherigen Bestimmungen. Voraussichtlich würde auch diesmal die Vorlage veröffentlicht werden, sobald sie für die Berathungen im Bundesrath reif sei.
An die Verhandlungen des Reichstages über den Zinsfuß der Reichsbank bei Lombardirung der landschaftlichen Pfandbriefe sind neuerdings in einigen Zeitungen Erörterungen geknüpft, welche das Vertrauen und die Sicherheit dieser Pfandbriefe oder einiger Gruppen von