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Sonner^aQ Den 18. Hebrur
Amtlicher Theil.
Hersfeld, den 15. Februar 1897.
Diejenigen Herren Ortsvorstände, weiche noch mit Erledigung der Verfügungen
1. vom 27. November 1876 Nr. 11906, Kreisblatt Nr. 96, die zur Erfüllung ihrer Militairpfiicht her- anzuziehenden Personen betreffend,
2. vom 7. Februar 1893 Z. I. Nr. 834, Kreisblatt Nr. 18, die chemische Untersuchungen von Nahrungsund Genußmitteln betreffend, im Rückstände find, werden mit Frist bis z u m 2 6. d. Mts. beiMeidung von 3 Ma rk Strafe hieran erinnert.
Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS-Rath.
Berzeichnitz der Depositen:
Amls- gerichts- bezirk.
Datum der Hinterlegung.
Bezeichnung der Masse.
Namen des Hinterlegers.
Betrag des Depositum»
Veranlassung der Hinterlegung.
Mk.
Pf.
Hersfeld
12.
Mai 1865
EisenbahngrundentschädigvngfürHeiir rich Mohr Witwe, Anna Marie, geb. Claus, und Kinder:
a. Elisabeth,
b. Georg Heinrich
c. Anna Elisabeth,
d. Anna Katharina, in Mecklar,
Hauptkasse der Bebra - Hanauer Eisenbahn,
13
48
Nichtpfandfreiheit der verkauften Grundstücke.
12.
Mai 1865
desgl. für Andreas Knoth und Ehefrau, Anna Martha, geb. Rein- Möller, in Mecklar,
Konrad Böettner von Allmers- Hausen,
dieselbe,
15
51
desgl.
25.
September 1865
Georg Büttner in AllmerShausen,
23
76
Löschung eines AnschlagSpreis- restes.
Niederaula
24.
Juni 1865
Grundentschädigung beim Bau des Landweges von der sog. Sternber- ger Höhe nach WetzloS (Gemarkung Stärklos) für Johannes Schilderot h und Ehefrau in Stärklos,
Renterei Hersfeld,
11
52
unbekannt.
24.
Juni 1865
desgl. für Andreas Deiß in Stärklos,
Renterei Hersfeld,
16
97
unbekannt.
Herrgottswege.
Bauernroman von A. v. Hahn.
(Fortsetzung.)
Er war der reiche Müller, der angesehene und vielbeneidete Mann in der Gemeinde gewesen, er war mit steifem Nacken und trotziger Stirn durch'» Leben gegangen, daß man hätte meinen müssen, eS könnte ihn niemand höher schätzen, als er'» selber that, und niemand, niemand hat's gewußt, wie klein und gebrochen er war, wenn die böse Stunde der Erinnerung ihn niederwarf und ihn zum elendsten Geschöpf unter Gottes Sonne machte.
Denn von seiner That führte kein Weg zur Sühne, wenn er die Frucht seines Verbrechens nicht preiSgeben und sich nicht selbst der Verurtheilung überliefern wollte.
Er konnte weder dem Weib, das durch ihn elend geworden war, ein Freund werden, noch über dem verleugneten Kinde, wenn auch nur unsichtbar, dre schützende Hand halten.
Die Vroni start, ohne daß er ein gutes Wor: von ihr ernitter konnte und im* Mädchen irrn Fleuch und Blut muß« er ew trauriges Schicksal untreren reben, ohne 'af er hurüsrM °nurreife» könn« ach sie oh Ehe Mit «an leichtsinnigen Martin «MUH.
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Nachdem die nach §. 58, 64 und 107 des Gesetzes vom 14. März 1879 für den Erlaß eines Aufgebots von Depositen vorgeschriebene Zeit von 20 bezw. 30 Jahren abgelaufen ist, die Depositen weder von den Deponenten, noch von deren Rechtsnachfolgern in Anspruch genommen worden find, auch die Erfordernisse i des §. 61 des gedachten Gesetzes erfüllt sind, werden auf Antrag der Königlichen Regierung in Caffel alle, die Rechte an den im nachfolgenden Verzeichnis aufgeführten Depositen zu haben vermeinen, ausgefordert, ihre Ansprüche spätestens im Aufgebotslkrmin Mittwoch den 14. Juli 1897, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 10, geltend zu machen, andernfalls die Betheiligten mit ihren Ansprüchen an die Staatskaffe ausgeschloffen werden. (F. 4/96.)
Caffel am 13. Januar 1897.
Königliches Amtsgericht, Abtheilung 12. F e n n e r.
einen Platz an seinem Tisch anweisen und sagen mögen: „Hier ist nun deine Heimath, ich will dir ein Vater sein!" Nichts von alledem hatte er gekonnt. Er durste ihr nicht einmal etwas in die Ehe mitgeben, denn die Leute hätten gesagt: „Seht den Meineidigen, den Sägemüller, jetzt schlägt ihn das Gewissen, und sein Herz verräth ihn!"
Darum hatte er sich zurückgehalten die ganzen Jahre und sich nur heimlich gefreut, wenn die Ursula hingegangen und der Vroni und den Ihrigen etwas abgegeben hat von dem Ueberfluß im Gundelhof.
Diese lange begrabene Schuld, die nur in seinem Gewissen fortlebte, war nun plötzlich wieder erstanden und erhob drohend ihr Haupt.
Wenn das Herzl da drüben bei dem Todten gefunden wurde, wenn's ihm der Alois und die Annemarie oder gar die Ursula von der Brust nahm, oder es ein anderer, der die Leiche zurecht machte, in die Hände bekam, dann gab'e einen Mitwisser seiner Schuld. Wenn auch kein Ankläger mehr aufstand. die Menschen würden ihn richten Konnt' er dann werrerleben mit der Last vor den Sernigen, mü dem niedrigsten Verdrehen gebranomnit; vazu- freuet Im besten Falle aber mußte tat Kremoe einem vor den dreien rn du Hänse immer, mir er wußte nicht was lvn i oq i in tute" erschien m der 21 um von seiner Schaust erucht sein er wurm such ih Urmln imrau anxurecher äset nmtimi- tnrtSKi. wo* it® mt. se» irrtet tut hur Snemtsnig «te rtor in Urchu. »Halter tu», wer in aus OkernaK un«a« .-ntoanur nute, um so n !umi»rr»al »rnnstr istte. — w rate » eumai tarn Elf in nnqettroeta«t um ich tsr Stand .m« ;ee>.vm um
Bekanntmachung.
Jeder Laudbriefträger führt aus seinen Bestellgängen ein Annahmebuch, in welches er die angenommenen Sendungen mit Werthangabe, die Einschreibsendungen, die Postanweisungen und gewöhnlichen Packete, sowie die Nachnahmesendungen und die für Zeitungen vorausbezahlten Beträge einzutragen hat. Wünscht der Absender die Eintragung selbst zu bewirken, so ist diesem das Annahmebuch vorzulegen. Auch kann der Absender die Vorlegung des Buches verlangen, um von der seine Sendung betreffenden Eintragung des Landbriesträgers Kenntniß zu nehmen.
Cassel, 12. Februar 1897.
Der Kaiserliche Ober-Postdirektor Frank.
Nichtamtlicher Theil.
Die Lage vor Areta.
Schon am Sonntage hatte sich herausgestellt, daß die Großmächte einig waren in dem Ziele, zu verhindern, daß aus dem von den Griechen angelegten Feuer wegen Kreta ein großer, allgemeiner Brand entstehe. Schwieriger war die Frage, mit welchen Mitteln man gegen die unberechtigten Forderungen ^Griechenlands und den Völkerrechtsbruch vorgehen sollte. Erfreulicher Weise haben sich die Großmächte auch hierin auf einem gemeinsamen Standpunkte zusammengefunden. Die Kommandanten der Seestreitkräfte der Großmächte in den griechischen Gewässern sind angewiesen worden, jedem Landungsversuch griechischer Truppen auf Kreta entgegenzutreten und weiteres Blutvergießen thunlichst zu verhindern. Die Geschwaderchefs der russischen, österreichischen, englischen, italienischen und französischen Schiffe (das deutsche Schiff „Kaiserin Augusta" war noch nicht angekommen) haben sich dahin schlüssig gemacht, die Landung griechischer Truppen oder von Kriegsmaterial, ferner die Beschießung von Küstenstädten durch die Griechen, endlich Angriffe auf türkische Kriegs- oder Handelsschiffe nöthigen- falls mit Gewalt zu vereiteln.
Bevor jedoch diese Absichten zur Ausführung kommen konnten, war es den Griechen gelungen, eine kleine Anzahl von Bataillonen auszuschiffen. Anderseits haben nunmehr die Chefs der Geschwader der Großmächte De- tachementS in Kanea gelandet, die unter dem Oberbefehl eines Italieners stehen. Der Kommandierende dieser
nur gemeint, daß es bei der Vroni, mit der er damals gerade die ersten Blicke austauschte, gerade in die rechten Hände käme. Weil er's der Schwester wegnahm, war'» ihm gar nicht wie eine rechte Sünde vorgekommen. Jetzt war ihm aber diese Erinnerung so zur Qual geworden, daß er meinte, lieber in die Erde gehen zu wollen, als von der Ursula daraufhin angesprochen zu werden.
So lag er von allen möglichen, schrecklichen Vorstellungen gefoltert, da und fand keinen Weg, der ihn aus diesem Kummer herausführte, wenn er das unglückselige Zeugniß seiner Schuld nicht rechtzeitig beseitigte.
Er sann und sann und kam immer zu demselben Ergebniß, daß er selbst hingehen und es holen mußte, denn es gab keinen, dem er sich in dieser Sache hätte anvertrauen können. Und er mußte bald handeln. Den« heute blieb die Leiche unberührt liegen, morgen aber schon konnten fremde Augen von seiner Schuld Kenntniß bekommen, und dann würden» die Spatzen vom Dache pfeifen, grad' wie'» ihm der Huder prophezeit hatte: „Der Sägemüller vom Gundelhor ist ein yiemeiöiger.**
Heiß und kalt überlief'» ihn dabei. Er wälzte sich voll« Unruhe ow um her und sann für um wch«, ab er recht gethan hat«, daß « Den Huon st schroff erttttettai- gerrerer narr aß es h uatn hausier mästet. Er wich« es. am Gewisse» tagn « Uns «v Der Hubs sich n uc latgt r««üiq von der SaM .mtk tafter. uifpa.
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