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Nr. 76.
SsWsbeii) iitB 1. Juli
1899.
on der Werra reichen Auen
Um in friedlich ernstem Streben Zu erproben Araft und Mut Seid willkommen I Turnergäste! Schallt es jubelnd Luch entgegen Und für Euch zum frohen Feste Pod?t das ^erz in warmen Schlägen Mögt Zhr, liebe Kre-sgenoffen, Finden an des Festes Heerd, Was von echten Turnersprossen Lucr Losungswort begehrt:
Fröhlich rings von allen Seiten Strömt herbei der Männer Flut
Unseren Bästen zum n. Kreisturnfest des 7. deutschen Curnkreises zu Bersfeld
des Harzes luft'gen Höh'n, der Fulda grünen Gauen, dem froff gen Kamm der Rhön, des Schwalmgrunds üppigen Feldern, der Lder goldnem Strand, des Anülls verborgenen Wäldern, denl Hess. Hügelland:
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Frischen Geist zu jeder Zeit, Frommen Sinn am rechten Ort, Fröhlichkeit bei lieber Maid, Ueberall ein freies Wort.
Amtlicher Theil.
Helsfeld, den 27. Juni 1899.
Aus mehrfachen Anfragen und Berichten habe ich entnehmen müssen, daß verschiedene Herren Bürgermeister der Landgemeinden des Kreises den § 91 der Landgemeinde Ordnung vom 4. August 1897 sowie die darauf bezüglichen Vorschristen unter Ziffer 9 der II. Anweisung zur Ausführung der Landgemeinde-Ordnung (Seite 13) nicht richtig aufgefaßt zu haben scheinen. Deshalb mache ich hierdurch nochmals ganz besonders darauf aufmerksam, daß die daselbst vorgeschriebene Vorprüfung der Gemeinde-Rechnung alljährlich durch denBürger- Meister unter Zuziehung der Schöffen, und zwar i n derallergrünblich sten Weise binnen 6 Wochen nach Eingang der Rechnung stattfinden muß.
Ueber diese Prüfung ist ein Protokoll auszu- nehmen, welches alle Erinnerungen gegen die Rechnungs- stellung zu entfalten hat, und dieses Revisionsprotokoll muß mit der Rechnung sammt den Belägen der Gemeinde-Vertretung vorgelegt werden Diese ist die eigentliche, zur endgültigen Prüfung der Rechnung berufene und verantwortliche Behörde, sie hat für Erledigung aller von dem Bürgermeister und den Schöffen niedergeschriebenen Erinnerungen sowie der von ihr selbst gemachten RevisionS-Bemerk- ungen zu sorgen bezw die dazu nöthigen Weisungen zu geben, und daraushin die Rechnung jedoch spätestens bis zum 15. November, sestzustellen und den Rechnungsführer, zu entlasten. Ueber die Feststellung der Rechnung und die damit verbundene Entlastung des Rechners ist ein ordnungsmäßiger Beschluß zu fassen, von welchem eine Abschrift mir durch den Bürgermeister einzureichen ist. Sobald die Feüü.-Uung der Rechnung stattgesunden hat, ist letztere zwei Wochen lang nach vorheriger Bekanntmachung zur Einsicht der Gemeindeangehörigen auözulegen, und d a n n e r st i)t die Rechnung nebst den Belägen und den PrüfungSverhandlungen zur Nachprüfung durch
den Kreisausschuß spätestens am 3. Dezember m i r vor- zulege«. Eine Abhörung und Abschließung der Gemeinde-Rechnungen, wie bisher gemäß § 91 der Ge- meinde-Ordnung vom 23. Oktober 1834 durch das Landrathsamt geschehen niußte, findet dahier fortan nicht mehr st a t t.
Ich spreche die bestimmte Erwartung aus, daß die Herren Bürgermeister, welche nach den maßgebenden Bestimmungen für die rechnerische Richtigkeit sämmtlicher Rechnungsbeläge in allen Fällen verantwortlich sind, den neuen Vorschriften überall pünktlich nachkommen, so daß ich nicht gezwungen sein werde, Verstöße hiergegen mit Verweisen oder Ordnungsstrafen zu ahnden.
I A. 1977. Der Königliche Landrath
Freiherr von S ch l e i n i tz , Geheimer Regier ungs-Rath.
Hersfeld, den 23. Juli 1899.
Der Bürgermeister Johannes B e r k zu Kirchheim i ist heute als solcher für einen weiteren achtjährigen Zeit- ! raum eidlich verpflichtet worden.
I. A. Nr. 1929. Der Königliche Landrath
Freiherr von S ch l e i n i tz, Geheimer Regierungs Rath.
Rotenburg a/F., den 26 Juni 1899.
Unter dem Rindviehbestande des Landwirths Joh. Jordan VI. in Vosserode ist dieMrul- und Klauenseuche ausgebrochen. Über sämmtliches Klauenvieh (Rindvieh, Schafe, Schweine, Ziegen) — angespanntes Rindvieh einbegriffen — der Gemeinde Bofferode ist Orts- und Feldma'k'perre verhängt worden.
Der Königliche Landrath. T u e r ck e.
An das Königliche Landrathsamt in Hersfeld. * * *
Wird veröffentlicht. Hersseld, den 28. Juni 1899.
1. 3809. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schlei n i tz, Geheimer RegierungS-Rath.
Hersfeld, den 28. Juni 1899.
Diejenigen Herren Ortsvorstände, welche noch mit Erledigung meiner Verfügung vom 7. d. MtS. J. L Nr. 2635, Kreisblatt Nr. 69, Neudruck der amtlichen Verfügungen am Jahresschlüsse betreffend, im Rückstände sind, werden hierdurch mit Frist bis zum 5. Juli ds. Js. hieran erinnert.
I. I. Nr. 2635. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Eassel, den 27. Juni 1899.
Es ist seitens des Herrn Ministers für Handel und Gewerbe die Beobachtung gemacht worden, daß über viele Unfälle, welche den Polizeiverwaltungen gemeldet worden sind, den zuständigen Gewerbeinspektionen keine Anzeigen zugehen.
Ich ersuche Sie, die Polizeiverwaltungen in geeigneter Weise anzuhalten, daß sie über jeden ihnen gemeldeten Unfall im Fabrik- oder anderen Gewerbebetriebe eine Abschrift der Unfallanzeige, selbst wenn ihnen ein Unfall nur unbedeutend erscheinen sollte, an die zuständige Gewerbeinsp ktion unverzüglich einreichen.
Der Regierungs-Präsident. I. A.: Freih. v. Schenk. An sämmtliche Herren Landräthe des Regierungs-BeziUs. I. A. II. Rr. 6397.
* *
Hersseld, den 29. Juni 1899.
Wird den Herren Ortsvorständen des Kreises mit Bezug auf das Ausschreiben vom 1. April d. I I. I. Nr. 2085, Kreisblatt Nr. 41, zur strengen Nachachtung mitgetheilt.
I. 3828. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Hersfeld, den 22. Juni 1899~
Die Ortspolizeibehörden erhalten in den nächsten Tagen von hier aus je einen Abdruck eines gemeinschaftlichen Erlasses des Herrn Finanzministers und des Herrn
Ministers des Innern vom 6. v. M. F. M. Nr.
M. d. I. I. 6. 3202 betreffend die Versteuerung der Genehmigungen der Ortspolizeibehörden für die von den Krieger- und Kameraden-Vereinen des Deutschen Kriegerbundes sowie von den Verbänden dieser Vereine veran- stalteten Festlichkeiten, Aufzüge u. s. w. sowie die Heranziehung dieser Veranstaltungen zu kommunalen LnstbarkeitSsteuern mit Bezug auf das Ausschreiben vom 23. Februar 1897 I I. Nr. 1338 (Kreisblatt Nr. 25) zur Kenntniß und Nachachtung.
I. I. Nr. 3609. Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Politische Nachrichten.
Berlin, den 29. Juni.
Se. Majestät der Kaiser traf gestern um 7 Uhr an Bord des „Meteor" im inneren Kieler Hafen ein und fuhr mittels Nudergig an Bord der „Hohen- zollern". Um 83/4 Uhr erschien Se. Majestät i» der Marine-Akademie, um die Preisvertheilung für die Wettfahrten des kaiserlichen Nachtklubs vorzunehmen. Auch an dem sich daran anschließenden Festessen im Garten- saale der Marine-Akademie nahm Se. Majestät Theil und erwiderte auf eine Ansprache des Admirals Koester mit einem Trinkspruch, in welchem Allerhöchstderselbe der Fortschritte des Wassersports gedachte, die Anwesenheit deutscher Fürsten, speziell des Prinzen Rupprecht von Bayern, dankbar erwähnte und über die Theilnahme ausländischer Aachtbesitz r, besonders der Engländer und Schweden, Seine Freude aussprach. Schließlich leerte Allerhöchstderselbe Sein Glas auf alle Freunde des Segel« und Wassersports.