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1899.
Amtlicher Theil.
Hersfeld, den 24. Juli 1899.
Zur Abhaltung der nach Ziffer 15 der Anweisung vom 15. August 1894 vorgeschriebenen periodischen Nachprüfung der Trichinenbeschauer des Kreises haben die Herren Ortsvorstände die nachverzeichneten Personen auf die hierunter bestimmten Tage Vormittags 9 Uhr in die Wohnung des Königlichen KreiSphystkuS, Herrn Sani- tätSrath Dr. Vietor hier, Marktplatz 227, vorzuladen mit der Weisung, das Mikroskop nebst Fleischbeschaubuch, sowie 3 Mark Prüfungsgebühr mit zur Stelle zu bringen. 1. 4300. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Ralh.
Gemeinde.
Namen der Trichinenbeschauer.
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1
Allendorf
Schmidt, Julius
11.Sept.
2
Asbach
Nuhn
3
Orth, Andreas
n
4
Aua
Schmidt, Jakob
ff
5
Ausbach
Götz, Justin
ff
6
Beiershaufen
Glebe, Jakob Nikolaus
ff
7
Bengendorf
Wenk, Georg
ff
8
Biedebach
Kehl, Jakob
ff
9
Conrode
Mohr, Bürgermeister
ff
10
Friedewald
Reinmöller, Joh. Heinrich
ff
11
Eichmann, August
l2.Sept.
12
Friedlos
Hahn, Peter
ff
13
Frielingen
Otto, Georg
ff
14
ff
Schwerer, Heinrich II.
ff
15
Geisdorf
Schwalm, Heinrich II.
ff
16
Gershausen
Fink, Jakob
17
Gitter-dorf
Croll, George
18
Goßmannsrode
Kehl, Andreas
19
Harnrode
Wiegand, George
ff
20
Hattenbach
Schmauch, Heinrich
ff
21
Gerke, Wilhelm
13. Sept.
22
Heddersdorf
Grau, Friedrich
23
Heenetz
Schade, Adam
24
Heimboldshausen
Brandenstein, Wilhelm
25
Hersa
Sippel, Adam
26
Heringen
Mansius, Carl
27
Wehnes, Ehefrau
28
„
Engelhardt, Joh. Georg
29
Hillartshausen
Münzel, Joh«.
30
HilmeS
Deiserolh, Heinrich
ff
31
Hilperhausen
Schäfer, Adam
14. Sept.
32
Holzheim
Gast, Adam
ff
33
KalkobeS
Eckhardt, Conrad
ff
34
Kathus
Rüger, Ernst
ff
35
Kemmerode
Hellwig, Bürgermeister
st
36
Kerspenhausen
Roth, Peter
ff
37
Grebe, Adam
38
Kirchheim
Stange, Heinrich
u
39
Nuppel, Wiegand
ff
40
Kleba
Baumgardt, Valentin
V
41
Kleiuensee
Brill, Johannes III.
15. Sept.
42
Kohlhausen
Katzmann, Adam
43
44
Kruspis Landershausen
Faust, Wilhelm
Bücking, Johannes
ff
45
46
47
Lauteuhausen LengerS Malkomes
Malkmes, Bürgermeister Deiferoth, George VI. Klotzbach
ff ff
48
49
50
Meckbach Mecklar MengShausen
Müller, Bürgermeister Rohrbach, AnnaMarthaWw Schäfer, Philipp
st ff ff ff
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jo
Ä
Gemeinde.
Namen der Trichinenbeschauer.
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51
Motzfeld
Jäger, Heinrich
16. Sept.
52
Niederaula
Schuchhardt, Ludolph
ff
53
Ruhn, Ferdinand
Bickhardt, Wilhelm
tt
54
ff
55
Niederjossa
Steinberger, Conrad
ff
56
ff
Ruhn, Johs.
tt
57
Obergeis
Opfer, Heinrich
ff
58
ff
Walpert, Johs. Valentin
ff
59
Oberhaun
Ruhn, Ernst
ff
60
Petersberg
Ritz, Heinrich
ff
61
Philippsthal
Eibert, Heinrich
18. Sept.
62
ff
Wiegand, Lorenz
ff
63
RanSbach
Fischer, Georg
ff
64
Reckerode
Faupel, Adam
ff
65
Reilos
Klomp, Heinrich
ff
66
RöhrigShof
Klee, Adam
ff
67
Rohrbach
Hahn, Peter
st
68
Rothensee
Paul, Adam
ff
69
Notterterode
Klee, Heinrich
ff
70
Ichenklengsfeld
Ries, Heinrich
ff
71
Schenklengsfeld
Schüler, Jakob
19. Sept.
72
Sieglos
Prötsch, Robert
ff
73
Solms
Weppler, Georg, Schuhm.
ff
74
Sorga
Heinz, Heinrich
ff
75
ff
Grein, Eva Elisabeth
ff
76
Stärklos
Schmidt, Johann Heinrich
ff
77
Tann
Rüdiger, JustuS
ff
78
Untergeig
Vaupel, Bürgermeister
ff
79
Unterhaun
Großcurth, Heinrich
80
Unterweisenborn
Rüger, Heinrich
ff
81
Wehrshausen
Koch, Johannes I.
20. Sept.
82
Widdershausen
BudeSheim, Conrad
ff
83
ff
Zinn, Conrad Eidam, Heinrich
tt
84
Wippershain
M
85
WölserShausen
Hobert, Anton
ff
86
Wüstseid
Hahn
ff
87
Hersfeld
Andrs, Ernst
ff
88
V
Altenburg, August
ff
89
ff
Otto, Minna, geb. Zimmer-
tt
mann
90
//
Hoßfeld, Johanna
ff
91
ff
Krahl, Anna, geb. Weber
tt
92
tt
Dömich, Johannes
Homberg, den 21. August 1899.
Unter den Schweinebeständen des Leinwebers Johannes Körber II, des Bürgermeister Ullrich zu Rems- feld ist die Rothlaufseuche ausgebrochen.
Der Landrath: v. Gehren.
An den Herrn Landrath zu Hersfeld.
* * *
Wird veröffentlicht. Hersfeld, den 22. August 1899.
Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS Rath.
Eisenach, den 16. August 1899.
Zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche werden hierdurch alle tn die Zeit vom 1. September ds. Js. ab bis zum Schlüsse dieses Jahres fallenden Viehmärkte ausgehoben.
Der Großherzogl. Bezuksdirektor. J. V.: Dr. Vermehren. An den Herrn Landrath zu Hersfeld.
* * *
Wird veröffentlicht. Hersfeld, den 21. Aug. 1899.
I. 5052. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schleinitz, _________________ Geheimer RegierungS-Rath.
Die Abhaltung des ViehmarkteS in der Stadt Fulda am 31. dS. Ms. ist unter nachstehenden Bedingungen genehmigt worden:
1. Am Tage vor dem Markte werden alle Gaststätte und Ein- stellungen in der Stadt Fulda tierärztlich beaufsichtigt werden.
2. Mit dem Auftrieb darf nicht vor 6 Uhr begonnen werden. Der Zugang ist nur durch die Schloßstraße zu nehmen. Die übrigen Straßen sind abgesperrt.
3. Die Musterung des Viehes vor dem Eingänge und das Han- deln außerhalb des Marktplatzes innerhalb der Stadt Fulda ist am Markttage verboten.
4. Das Aufbringen von Vieh auf den Markt ist nur dann gestattet, wenn den an dem Marktzugang anfgestellten Polizeibeamten eine von der Ortspolizeibehörde der UrsprungSgemeinde ausgestellte Bescheinigung vorgezeigt wird, daß die aufzutreibenden Tiere, welche nach Geschlecht, Farbe, Abzeichen und Alter genau aufzuführen sind, seit mindestens 14 Tagen an dem Orte des Ausstellers stehen, daß der Ort zur Zeit seit mindestens 4 Wochen seuchenfrei ist und keinem Sperrgebiete im Sinne des $ 59 a der BundeSrathS-Jnstruktion vom 27. Juni 1895 angehört. Diese Bescheinigung hat eine fünftägige Gültigkeit und ist schon am Tage vor dem Markte in den Gaststätten, auf den Straßen und an der Bahn auf Verlangen dem KreiStierarzte und den Polizeibeamten vorzuzeigen.
5. Mehr als drei Tiere dürfen zugleich den Markteingang nicht passieren. Wer mehr als 3 Stück Vieh zusammengekoppelt heranführt, wird bestraft. Formulare für vorschriftsmäßige Ursprungsatteste sind bei Wilhelm Albiez in Hünfeld erschienen.
6. Die Tiere, welche auf einem UrsprungSschein ausgeführt sind, müssen in unmittelbarer Aufeinanderfolge auf den Markt geführt werden. Die Scheine werden am Eingänge abgenommen.
7. Während der ganzen Dauer deS Marktes untersteht das aufgetriebene Vieh der Kontrolle des Königlichen Kreistierarztes.
Jede Uebertretung der vorstehenden ^ufsib^kesiünmuNgi'k wird mit Geldstrafe nicht unter 10 Mark bestraft, sofern nicht naa, den bestehenden Gesetzen höh-re Strafen verwirkt sind.
Die ötägige Quarantäne der mit der Bahn aus verseuchten Gegenden ankommenden Tiere ist aufg heben.
Fulda, den 19. August 1899. Der Königliche Landrath
I. V.: Zoberbier, RegierungS-Assessor.
Politische Nachrichten.
Berlin, den 22. August.
S e. Majestät der Kaiser ist heute Nachmittag 5 Uhr 20 Minuten in Wildpark eingetroffen und hat sich nach dem Neuen Palais begeben.
I h r e M a j e st ä t d i e K a i s e r i n ist mit den Kaiserlichen Kindern gestern um 6 Uhr mittels Sonder« zuges, von Wilhelmshöhe kommend, auf der Wildpark« station eingetroffen.
Wie aus M ü n st e r in Oberelsaß gemeldet wird, beabsichtigt der Kaiser gelegentlich seines bevorstehenden Aufenthaltes im Elsaß am 5. September von Straßburg aus einen kurzen Abstecher nach Münster zu unternehmen, um dann einen Ausflug nach dem berühmten Altenberg zu machen und das schönste der Vogesen- thäler, das M ü u st e r t h a l, zu besichtigen. Die Eisen- bahnverwaltung in Münster ist von dem bevorstehenden Eintreffen des Kaisers bereits amtlich in Kenntniß gesetzt worden.
In den „Berliner Neuesten Nachrichten" lesen wir: „Durch verschiedene Zeitungen sind in der letzten Zeit Nachrichten über eine baldige Rückkehr des Prinz e n Heinrich von Preußen an Bord ^. M. S. „Hertha" gegangen. Von wohlunterrichteter Seite werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß der Prinz das Kommando des Kreuzergeschwaders erst im April b. J. übernommen habe und es daher weder in seinem, noch im dienstlichen Interesse läge, wenn er das Kommando schon bald wieder abgeben würde. Wir glauben daher mit Recht annehmen zu dürfen, daß die oben erwähnten Nachrichten unzutreffend sind. Von einer Rückkehr S. M. S. „Hertha", das erst vor Kurzem in Ostasien eingetroffen ist, verlautet überhaupt nichts."
Zu der Ansprache, die Se. Majestät der Kaiser am 18. August bei der D e n k m a l S - E n t h ü l l u n g in St. Privat gehalten hat, schreiben die „Münchner Neuesten Nachrichten": „Das ruhige und stolze Selbst« bewußtsein, das den Kaiser an der Stätte einer der glänzendsten Waffenttzaten aller Zeiten erfüllen mußte, hat in seiner Rede einen würdigen Ausdruck gesunden, ihn aber nicht verhindert, den rühmlich unterlegenen Gegnern ritterliche Worte der Anerkennung zu widmen und die Erinnerung an unvergängliche Kriegsthaten mit dem Hinweis auf die Segnungen des Friedens zu verbinden. Den Anknüpfungspunkt dafür fand der Kaiser