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Erscheint wöchentlich drei Mal Dienstag, Donnerstag und Sonnabend.
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Die Jusertionsgebühren betragen für den Raum einer Spaltzeile 10 Pfg., im amtlichen Theile 15 Pfg. Reklamen die Zeile 20 Pfg. Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt. >--- ■ ■ *
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Erstes Blatt.
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mit den Gratisbeilagen „Jllustrirtes Sonntagsblatt" >»,d „Zllnstrirte landwirthschaftl. Beilage".
Das „Kreisblatt" bringt außer den amtlichen Bekanutniachungen zuverlässige Mittheilungen über Er- j eignisse in der Kolitis, Berichte aus dem Kreise und der Provinz. Reichhaltige Nachrichten vermischten Inhalts bringen alle sonstigen mittheilenswerthen Ereig- ' nisse des täglichen Lebens zur Kenntniß der Leser. ' Daneben werden sorgfältig ausgewählte Erzählungen -^inen weiteren Theil des Lesestoffes bilden.
3M§F Die wichtigsten Ereignisse gehen uns durch Telegramme zu und werden wir dieselben nöthigen- falls durch Extrablätter verbreiten.
Der vierteljährliche Abonnementspreis für das j „Kreisblatt" beträgt t Mark 40 pfg.
finden durch das »Kreisblatt" zweckentsprechende Verbreitung und kostet die fünfgespaltene Garmondzeile oder - deren Raum jo Pfg.
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die Expedition.
Amtlicher Theil
Ginkommensteuerveranlagung für das Steuerjahr 1900.
(1. April 1900 bis zum 31. März 1901).
I Auf Grund des § 24 des Einkommensteuergesetzes ■ vom 24. Juni 1891 (Gesetzsaniml. S. 175) wird hier- | mit jeder bereits mit einem Einkommen von ■ mehr als 3000 Mark veranlagte Steu erpflich- l li ge im Kreise Hersfeld aufgefordert, die Steuererklärung I über sein Jahreseinkommen nach dem vorge- i schriebe neu Formular in der Zeit vom 4.
I Januar 1 900 bis zu m 20. Januar 1900
* ein s ch l. dem Unterzeichneten schriftlich oder zu Protokoll unter der Versicherung abzugeben, daß die Eingaben noch Aftern Wissen und Gewisien gemacht sind.
Die obenbezeichneten Steuerpflichtigen sind zur Abgabe I ^r Steuererklärung verpflichtet, auch wenn ihnen eine ■ ^sondere Aufforderung oder ein Formular nicht zuge- ^ugen ist. Auf Verlangen werden die vorgeschriebenen Formulare und die für deren Ausfüllung maßgebenden Be- "lmmungen von heute ab kostenlos verabfolgt.
„, Die Einsendung schriftlicher Erklärungen durch die -post ist zulässig, geschieht aber auf Gefahr des Absenders und deshalb zweckmäßig mittelst Einschreibebriefes. Münd- lche Eiklärungen werden von dem Unterzeichneten in J?^"‘^fo^l (Haus Nr. 671 im Stift) während der ^WftSltunben von 10 bis 12 Uhr Vorm. und von
N -4 ^^ Nachm. zu Protokoll entgegengenommen E c " Versäumung der obigen Frist hat aemäb I s u ^os. 1 des Einkommensteuergesetzes den Verlust
der gesetzlichen Rechtsmittel gegen die Ein« schätzuug für das Steuerjahr zur Folge.
Wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben oder wissentliche Verschweigung von Einkommen in der Steuererklärung sind im § 66 des Einkommensteuergesetzes mit Strafe bedroht.
Zur Vermeidung von Beanstandungen und Rückfragen empfiehlt es sich, die denAngaben der Steuererklärung zu Grunde l'. d e n b e n Berechnungen an der dafür bestimmten Stelle (Seite 3 und 4) des Steuererklärungs - formulars, oder auf einer besonderen Anlage mit z uth eilen.
Steuererklärungen ohne Unterschrift gelten als nicht abgegeben.
Herrfeld, den 21. Dezember 1899.
Der Vorsitzende der Einkommensteucr-Veranlagungskommission.
Freiherr von S ch l e i n i tz, Geheimer RegierungS-Rath.
Cassel, am 15. Dezember 1899.
Wir haben seither die Uebernahme des Heilverfahrens (§§ 18—23 des JnvalidenversicherungLgefetzes) u. A. von der Bedingung abhängig gemacht, daß annähernd 200 Wochen-Beiträge geleistet, also di« Wartezeit der Invalidenrente nahezu erfüllt war.
Soweit sich bis jetzt übersetzen läßt, gestatten uns die etatsmäßig zur Verfügung stehenden Mittel eine weitere Ausdehnung der Krankenfürforge.
Wir haben dieserhalb beschlossen, bis auf Weiteres von obiger Bedingung abzusehen, behalten uns aber vor, auf dieselbe zurückzukommen, sofern sich demnächst ergeben sollte, daß wir hierdurch über unsere Mittel hinaus in Anspruch genommen werden.
Die in unserem Rundschreiben vom 18. Juli 1898 V. A. I. Nr. 2321 und 2333 geforderten Bedingungen, daß in den ärztlichen Gutachten die Fragen:
a. Ist bei Nichlüdernahme der Krankenfürsorge mit Sicherheit der Eintritt dauernder Invalidität zu befürchten?
b. Ist im Falle der Uebernahme der Krankenfürforge dagegen mit Bestimmtheit oder wenigstens mit Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß der Eintritt dauernder Erwerbsunfähigkeit verhütet wird und in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist? ausgenommen und vollständig beantwoitet sein müssen, werden hierdurch in keiner Weise berührt, vielmehr bleiben diese Bedingungen auch für die Zukunft bestehen. 2C- 2C.
Der Vorstand der Jnvaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt Hessen-Nassau.
J. V. : gez. Schröder.
An sämmtliche unteren Verwaltungsbehörden im Bezirke der Versicherungsanstalt Hessen-Nassau.
* *
Hersfeld, den 16. Dezember 1899.
Vorstehendes wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht.
I. 7607. Der Königliche Landrath
Freiherr von S ch l e t n i tz Geheimer Negierungs-Nath.
Caffel, den 4. Dezember 1899.
Der Beginn des nächsten Kursus zur Ausbildung von Lehrschmiedemeistern an der Lehrschmiede zu Charlotten- burg ist auf Dienstag den 2. Januar 1900 festgesetzt. Anmeldungen sind an den Direktor des Instituts, Ober» Roßarzt a. D. Brand zu Charlottenburg, Spreestraße 42, zu richten. (A. II. 13475.)
Der Negierungs-Präsident. J. V.: v. Bremer.
Rotenburg, den 18. Dezember 1899.
Die Räude unter der Schafheerde zu Berneburg ist erloschen.
Der Königliche Landralh: Tuerke.
Hünfeld, den 20. Dezember 1899.
In der Gemeinde Rhina ist die Schafräude ausgebrochen.
Der Kön igliche Landrath: v. S t e i n m a n n.
Nichtamtlicher Theil.
Weihnachtsfreeede.
Wenn die Weihnachtsglocken klingen, Wenn der Weihnachtsjubel schallt Und der Engel Helles Singen Tausendstimmig wiederhallt: Dann verstumme jede Klage, Jede Sorge schlafe ein.
Denn am frohen Weihnachtstage Soll kein Auge trübe sein.
Seinen Sohn hat Gott gegeben, Er hat unsrer Noth gedacht
Und in Jesu Heil und Leben wieder an das Licht gebracht; Hier ist Balsam für die Munden, Bluten sie auch noch so sehr, Hier wird wahrer Trost gefunden, Ist das Leid auch noch so schwer.
Kommt doch,' ihr Betrübten alle,
Die ihr blöde draußen steht, Kommt zur Krippe, kommt zum Stalle, Daß ihr euern Heiland seht;
Fasset ihn in eure Arme, Denn euch täuscht kein schöner Traum, Und laßt ab von euerm Harme, Gebt der Meihnachtsfreude Raum.
wenn die weihnachtsglocken klingen, Wenn der Weihnachtsjubel schallt
Und der Engel Helles Singen
Tausendstimmig wiederhallt:
Dann verstumme jede Klage,
Jede Sorge schlafe ein,
Denn am frohen Weihnachtstage Soll kein Auge trübe sein. E. Fscher.
Jas letzte Keihaachtsfeft Ses KhrhaaSerts.
Noch ein Jahrhundert fehlt an dem zweiten Jahrtausend seit Christi Geburt. Geschlecht auf Geschlecht ist in diese zeitliche Erdenwelt geboren worden und wieder versunken; Völker und Reiche sind aufgetaucht und nach küizerm oder längerm Glänze verschwunden: Christus ist geblieben, und die Predigt von ihm ist immer mächtiger geworden. Wie viele haben sich dieser Predigt entzogen, den Glauben in sich und andern unterdrückt, dem Hecke, das in Christo ist, Widerstand geleistet mit Waffen des Wortes und mit Waffen der Gewalt: Christus ist doch allezeit siegreich gewesen; er hat die Volker geweidet in der Kraft des Herrn und im Siege des Namens seines Gottes.
Wissenschaftliche Systeme haben sich erhoben und sind wieder in Vergessenheit gerathen: in allem Wechsel der Ansichten hat das Evangelium von Christo seine Macht behauptet, und das Verständniß der Verkündigung Christi ist durch alle Entwicklungen der Wissenschaft nuo tiefer und reicher geworden. Jetzt, am Ende des Jahrhunderts, wird unsere Weihnachtsfeier verklärt durch die Gewißheit, daß, wie unser Herr siegreich gewesen ist bis auf den heutigen Tag, so auch künftig jeder Fortschritt der äußeren und der geistigen Kultur, der Wissenschaft und der Technik dem Reiche Christi und der Ausbreitung seiner Herrschaft dienen muß.
Jetzt ist ein volles Drittel der Menschheit auf Erden dem Namen Christi unterworfen, darunter alle Völker von höherer Kultur, die führenden und herrschenden Völker, deren Szepter ein weiteres Viertel der Menschheit, das noch in der Nacht des Heidenthums vergraben liegt, weidet. Die Bewegung zu Christo hin bauett fort; sie