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Erscheint wöchentlich drei Mal Dienstag, Donnerstag und Sonnabend.

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Die Jnsertionsgebühten betragen für den Raum einer Spaltzelle 10 Psg., im amtlichen Theile 15 Psg. Reklamen die Zeile 20 Psg.

Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt.

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HerWer Beiblatt

Gratirbettagen r3U«prirtes Ssnnragsblatt" *Illuftvirte landtvirthschaftliche VeNage."

Hr. 12. Simaieiii in 26. Januar 1961.

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Zum 27. Zauuar 1901.

^ört ihr's brausen den Weg entlang? Trommelwirbel und Glockenklang.

Efört ihr's klingen beim Morgenstrahl? Hoch von dem öchloßthurm tönt Festchoral.

Hört ihr's jubeln von Mund zu Mund? Kaiser und Volk stehn im Treuebund!

Wir, die Deinigen, grüßen dich

Kaiser Wilhelm, Gott segne dich! F. St.

St»

-

Amtlicher Theil.

- Hersfeld, den 23. Januar 1901.

R Die Mitglieder desZ w e i g -V e r e i n s vom Rothen Kreuz" werden hierdurch auf Montaq, den 28. d. M., Nachmittags 4 Uhr, in das Sitzungszimmer des Landrathsamtes dahier zu -| einer Generalversammlung eingeladen.

(Auf der Tagesordnung steht:

1. Rechnungsablage,

2. Beschlußfassung über die Verwendung der Vereins- mittel und die Thätigkeit des Vereins im Falle einer Mobilmachung,

3. Mittheilung über Vereinsangelegenheiten.

Etwaige Anträge bezüglich sonstiger zur Berathung zu bringenden Gegenstände müssen spätestens Tags zuvor bei dem Vorsitzenden schriftlich eingereicht werden.

Der Vorsitzende.

Freiherr von S ch l e i n i tz.

Berlin, den 27. Dezember 1900.

Um die Uebereinstimmung zwischen den Handels­registern mit dem thatsächlichen Bestände der Firmen thunlichst zu sichern, ersuchen wir Sie, die Polizei- und Gemeindebehörden auf die Vorschrift im Artikel 3 des Ausführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuche, wonach sie von den zu ihrer amtlichen Kenntniß gelangenden Fällen einer unrichtigen, unvollständigen ober unterlassenen An­meldung zum Handelsregister oder Genofsenschastsregister den Registergerichten Mittheilung zu machen haben, be­sonders hinzuweifen.

Der Minister Der Minister des Innern, für Handel und Gewerbe. I. V.:

V.: gez. Lo l> mann. gez Bischosfshausen. h An Den Herrn RegierungS-Präsidenten in Cassel. i? U K 8458 II Aug. M. s. H., I b. 3222 I Ang. M. d. I.

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Casiel, den 11. Januar 1901.

Ä Abschrift zur Kenntniß und Jnstruirung der OrtS-

Der RegierungS-Präsident. I. V.: M a u v e. An die Herren Landräthe des Bezirks und die Herren l Polizei-Direktoren hier, zu Hanau und Fulda.

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W Hersfeld, den 22. Januar 1901.

| Vorstehendes wird den Ortspolizeibehörden zur Be- Achtung mitgetheilt.

M- 416. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, den 17. Januar 1901. g Die Herren Ortsvorstünde erhalten hierdurch die Weisung, das im § 8 Absatz 3 des Reglement« vom

Hört ihr's donnern vom Fels zum Meer? Heil dir, Kaiser, zu Deutschlands Ehr'.

Heil dir, Kaiser, zu That und Trutz Stehst du, Bedrängten ein Schirm und Schutz!

Heil dir, Kaiser, ja Sieg im Streit

Sind dir die Waffen von Gott geweiht.

4. März 1875 (Amtsblatt Nr. 15) vorgeschriebene Verzeichniß derjenigen noch nicht geimpften Kinder, welche in den Gemeindebezirken nicht geboren, sondern dahin verzogen sind, bis zum 10. Februar d. Js. mir einzureichen. Die Herren Standesbeamten werden angewiesen, unter Benutzung des Ihnen in den nächsten Tagen zugehenden Formulars, die vor­geschriebenen Jmpflisten durch Eintrag der im Jahre 1900 geborenen noch lebenden Kinder (Spalte 2 bis 5) vorzurichten und bis zum obigen Termine gleichfalls mir einzureichen. Bei Ausstellung dieser Liste ist noch zu beachten, daß die Impflinge einer jeden Gemeinde zu­sammen in unmittelbarer Reihenfolge eingetragen werden.

Gleichzeitig ersuche ich die Herren Ortsschulinspeltoren unter Benutzung des Ihnen übersandten Formulars durch Eintragung der sämmtlichen Schüler, welche im laufenden Jahre das 12. Lebensjahr zurücklegen werden, die Listen für die Wieder-Jmpfung seitens der Herren Lehrer vor­richten und hiernächst dieselben bis spätestens zum 15. k. M t s. einreichen zu lassen. Falls Schüler sich vorfinden sollten, von welchen ein Nachweis der Erst­impfung nicht erbracht werden kann, sind solche in einem Begleitschreiben besonders namhaft zu machen.

A. 150. Der Königliche Landrath

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs-Rath.

Hersfeld, den 24. Januar 1901.

Der Vorsitzende der Veranlagungskommission.

Die Gemeinde(Guts-)Vorstände benachrichtige ich hierdurch, daß die Rechnungen über Reisekosten und Tage­gelder, sowie über Versäumuißgebühren für Mitwirkung bei der Steuervoreinschätzung für 1901 zur Zahlung auf die hiesige Kreiskasie angewiesen sind.

Die Empfangsberechtigten sind auszufordern, ihre Beiträge umgehend abzuheben.

HO 54. Freiherr von Schleinitz.

Die Königliche Maschinenbau- und Hütten-Schule zu Duisburg eröffnet am 16. März d. I. in ihren beiden Abtheilungen: 1. Maschinenbauschule für Schlosser, Schmiede, Maschinenbauer, Kesselschmiede und ähnliche Gewerbetreibende; 2. Hüttenschule für Eisen- und Metall- Hüttenleute und -Gießer, Arbeiter von Kokereien, Glas­hütten, Cementfabriken und der chemischen Großindustrie einen neuen Lehrgang.

Das Programm der Anstalt wird auf Verlangen kostenfrei zugesandt. Die Anstalt gehört nach Ziffer 3 der Ausführungsbestimmungen zur Prüfungsordnung für die mittleren und unteren Staatseisenbahnbeamten zu denanerkannten Fachschulen", deren Reifezeugnisse für die Annahme zum Werkmeisterdienst folgende Vergünstig­ungen gewähren. Nur die Reifeprüfungen der von der Staatseisenbahnverwaltung anerkannten Fachschulen gel­

ten als Nachweis der erforderlichen theoretischen Kennt­nisse. (§ 37,4 der Prüfungsordnung). Solange Be­werber mit solchen Zeugnissen vorhanden sind, dürfen andere Bewerber nicht angenommen werden. Die Letzteren haben eintretendenfalls eine besondere Prüfung abzulegen und zwar auch dann, wenn sie das Reifezeugniß einer nicht anerkannten Fachschule besitzen. Min. Erl. vom 23. Mai 1900.

Duisburg, den 15. Januar 1901.

Der Direktor Beckert. .

Nichtamtlicher Theil.

Les Kaisers SMtq.

Noch sind die Klänge der Jubelfeier nicht verhallt, mit der die Erinnerung an die Erinnerung der KönigS- würde durch das kurbrandenburgische Geschlecht der Hohen- zollern begangen worden ist, und schon wieder ist ein neuer patriotischer Festtag herangenaht, der Geburtstag unsers Kaisers.

Während der Jubiläums-Feier ist uns wieder einmal zu lebendigem Bewußtsein gelangt, was das preußische Volk, was die deutsche Nation, ja, was die gesammte Kulturwelt an dem Königthum der Hohenzollern besitzt. Die Könige aus dem Hohenzollern-Slamme haben sich alle mehr oder weniger als thatenfreudige, opferwillige Träger des Staatsgedankens, als pflichtbewußte Diener des Ganzen, als Meister und Helden in Rath und That, als Lenker, Bildner und Erzieher ihres Volkes bewährt. Es ist eine stolze Reihe von Herrschergestalten, der Preußen und mit ihm Deutschland feine heutige Größe verdankt, und an diese Reihe schließt sich in ebenbürtiger Würdig­keit Kaiser Wilhelm II. an.

Dunkle Schatten trüben diesmal den lichten Sonnen­schein der Freude, der sonst an Kaisers Geburtstag Deutschlands Gaue bis zu den fernsten Grenzmarken durchfluthet. Von herbem Schmerze ist Kaiser Wilhelm durch den Tod seiner geliebten Großmutter, der Königin Viktoria von England, betroffen worden. Aber es ist die köstliche Mission des Leides, daß es die Liebe offen­bart und sie, die sonst im tiefsten Herzensschreine still verborgen glüht, zu sichtbarer Entfaltung bringt. Die Liebe des Volkes zu seinem Herrscher, sie konnte sich nicht glänzender und machtvoller offenbaren, als in diesen Tagen des Wehes. Aller Hader der Parteien schmolz hinweg vor dem starken Mitgefühl des Schmerzes der Kaiser Wilhelm widerfahren, und allenthalben, wo deutsche Herzen schlagen, im Palaste wie in der Hütte, vereinte das Volk seine Sorge mit der des geliebten Landesvaters. Diese monarchische Liebe und Treue, die Leid und Freud des Könighauses wie eigenes Leid und Freud empfindet, sie ist der festeste Fels der Monarchie, sie ist das eigent­lich Bleibende und den Flug der Zeiten Ueberdauernd«.

Wie vieles nicht hat sich in den zwei Jahrhunderten seit der ersten Königskrönung zu Königsberg verändert! Das geeinigte Deullchland wird durch die innere Noth­wendigkeit der Dinge immer dringlicher hinausgewiesen zu einer umfassenden Wirksamkeit rings auf dem Erd­boden, zur Entfaltung seiner Macht auf allen Meeren und in den Ländern der Barbaren. Es ist bezeichnend für die Lage, daß des deutschen Kaisers Geburtstag von sieggekrönten deutschen Truppen im fernen China gefeiert wird, die dort, um erfahrene Unbill zu rächen und auf­rührerische Leidenschaft zu bändigen, den alten Ruhm der Manneszucht, der Treue und der Tapferkeit erneuert haben. Aber die Bedingung für die Ausbreitung und Entfaltung ist Die Gesundheit des Kernes; alle Wirkung nach außen ruht auf der gesicherten Ordnung im Innern des Vaterlandes, ruht auf den Tugenden und Eigen­schaften, durch die Preußen-Deutschland groß geworden, ruht auf dem altbewährten Geiste des preußischen König­thums.

Wir lieben den König, wie treue Kinder den Vater lieben. Das gesammte Volk gedenkt mit herzlicher Dank­barkeit alles des Guten und Schönen, das es von seinem