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*--------- - J
Nr. 129. SsNoKO den 1. Not* 1992.
Amtlicher Theil.
Hersfeld, den 26. Oktober 1902.
Nachstehend veröffentliche ich die Nachweisung über die
Ergebnisse der Herbstkörung der Zuchtbullen im Kreise.
Die Ortspolizeibehörden und die Königliche Gendarmerie des Kreises haben strengstens darüber zu wachen, daß die zur Körung nicht vorgeführten und die für untauglich befundenen Bullen zur Nachzucht nicht verwendet werden.
Zuwiderhandlungen gegen die Polizeiverordnung vom j
17. Januar 1879 — Kreisblatt Nr. 8 — sind unnach sichtlich zur Bestrafung zu bringen.
J. I. 6502. Der Königliche Laudrath.
I. V.: Thamer.
Nachweisung über die Körung der Zuchtbullen im Herbst 1902.
K
Gemeinde.
Anzahl der
Bullen.
N a m c n der Eigenthümer.
Datum der Körung.
Resultate der Körung.
Bemerkungen.
Alter und Race der Bullen.
Farbe und Abzeichen.
Befund.
1
Hersfeld
1
ff
1
3
Aua
1
4
Hilperhausen
1
5
Unterhaun
1
6
Wippershain
1
-7|
Heenes
1
1
Frielingen
1
2
Hattenhach
1
3
Muspis
1
4
Kerspenhausen
1
5
1
6
Kirchheim
1
7
Kleba
1
8
Niederaula
1
9
Reimbolds-
Hausen
1
10
Solms
1
11
Beiershausen
1
12
1
13
Niederaula
1
1
Friedewald (Hof
Weißenborn)
1
2
1
3
Friedewald
1
4
1
5
Harnrode
1
6
Kleinensee
1
7
ff
1
8
Lautenhausen
1
1
Ausbach
1
2
Hilmes
1
3
Motzfeld
1
4
Schenklengsfeld
1
5
Unterweisenborn
1
6
ff
1
A. Körungsbezirk Her
sfeld.
OeconomOtto Schimmelpfeng
18. Oktbr.
|P /„ Jahre Simmenthaler
Gelb
Landwirth Peter Steinweg
ff
1 Jahr 8 Monate Simmenthaler
Gelbschack
„ Conrad Riedemann
ff
2 Jahre Simmenthaler Kreuzung
Rothschack
Philipp Altmüller Witwe
ff
1’ /4 Jahre Simmenthaler
Gelbschack
Landwirth Peter Jacob
ff
P/4 Jahre Simmenthaler
„ Conrad Berlet
ff
P/2 Jahre Simmenthaler
Bürgermeister Becker
ff
1 Jahr Simmenthaler
B. Körungsbezirk Niede
raula.
Gutspächter Karl Eschstruth
18. Oktbr.
P/4 Jahre Simmenthaler
gelbschäckig
Landwirth Jakob Reuber
ff
l1/ Jahre Simmenthaler
weiß
Bürgermeister Göbel
ff
14/2 ga^re Simmenthaler
gelbschäckig
Landwirth Jak. Johs. Schenk
ff
1'Z Jahre Simmenthaler
„ Valentin Grenzebach
ff
P/4 Jahre Simmenthaler
Gutspächter Wilh. Hold
ff
1’/, Jahre Simmenthaler
Johs. Baumgard
ff
P/2 Jahre Simmenthaler
Johs. Rohrbach
Landwirth Johs. Bornemann
ff
P/4 Jahre Simmenthaler
Landwirth Friedrich Horn
ff
P/2 Jahre Simmenthaler Kreuzung
gelbschäckig
Landwirth Carl Neuber
ff
1 Jahr Simmenthaler
weißgelb-schäckig
Landwirth Adam Schüler-
ff
1 Jahr Simmenthaler
weiß gelb
Johannes Rohrbach
1 Jahr Simmenthaler
gelbschäckig
C. Körungsbezirk Friedewald.
Gutsbesitzer Aug. Hoßbach
21. Oktbr.
P/9 Jahre Simmenthaler
weißgelb
Derselbe
Ackermann Conrad Schumann
2 Jahre Simmenthaler
gelbschäckig
Derselbe
ff
3 Jahre Simmenthaler Kreuzung
Landwirth Gustav Theune v. Krosigk, Rittmeister
P/a Jahre Simmenthaler
gelbschäckig
Landwirth Gge. Zieredt
ff
P/, Jahre Franken-Kreuzung
rothgelb
Landwirth Hrch. Heiderich II.
P/« Jahre Simmenthaler
weißgelb
D. Körungsbezirk Schenklengsfeld.
Handwirth Conrad Gebauer
22. Oktbr.
P/a Jahre Simmenthaler
Gelbschack
Landwirth Heinrich Landsiedel
do.
Landwirth u. Schmied George
ff
Deiseroth
do.
Rothschack
Müller George Bein
—
—
Gutsbes. Adolf Reinhard
ff
P/a Jahre Simmenthaler
Gelbschack
Landwirth Johs. Rüger
ff
1 Jahr Simmenthaler
ff
Hersfeld, den 30. Oktober 1902.
Am Mittwoch, den 5. November d. I. findet von 1130 Borm. bis 230 Nachm. Scharfschießen südlich Aspenkniltel in Richtung aus den Johannesberg statt.
Das Gelände mit sämmtlichen darin befindlichen Wegen, welches von den Verbindungslinien folgender Orte begrenzt wird, darf während dieser Zeit nicht betreten werden. „Eichhof, Johannesberg, Unterhaun, Bahnlinie, Bingartes, Aspenknittel." Die Chaussee Hersfeld-Asbach steht dem Verkehr frei. Den Anweisungen der aufgestellten militärischen WarnungSposten ist Folge zu leisten.
Das Königliche Landrathsamt bittet die Kriegsschule sehr ergebenst, vorstehendes den betheiligten Gemeinden u. f. w. gefälligst bekannt geben zu wollen.
Königlich Preußische Kriegsschule zu Hersfeld.
Frhr. v. R e ch e n b e r g , Oberstleutnant und Kommandeur.
* * *
Hersfeld, den 31. Oktober 1902.
Wird veröffentlicht. Die Ortsvorstände der rn Betracht kommenden Gemeinden haben Vorstehendes ebenwohl auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. J Nr. 4122. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schlei n i tz,
Geheimer RegierungS-Rath.
Der Vorsitzende
der Veranlagungs- lommifsion.
III. 1777.
Hersseld, den 28. Oktober 1902.
Die Vorstände der Landgemeinden haben die Staatssteuerhebebücher für 1902 sofort hierher zur Prüfung einzureichen.
Es wird erwartet, daß die bis zum 30. September fälligen Staatssteuerbeträge ordnungsmäßig verrechnet sind.
Freiherr von S ch l e i n i tz.
Hersfeld, den 30. Oktober 1902.
Die Erledigung der diesseitigen Verfügung vom 1. Oktober 1880 Nr. 11469, Kreisblatt Nr. 79, Erlös für verkauftes Gemeindeobst pro 1902 betreffend, wird hierdurch mit Frist bis zum 5. N o v e m b e r d. I s. in Stimmung gebracht. Gegen etwaige an diesem Termine noch säumige Herrn Bürgermeister wird eine OrdnungS» strafe von je 3 Mk. festgesetzt werden.
Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz,
Geheimer-NegierungS-Rolh.
Hersfeld, den 25. Oktober 1902.
Die unter dem Schweinebestande des Pfarres Alles
tauglich
untauglich tauglich
ff
ff
tauglich
untauglich tauglich ff
untauglich tauglich
I Nicht erschienen.
gut
unbrauchbar
gut unbrauchbar gut
gut
Nicht vorgeführt.
Für das Alter zu wenig entwickelt. Nicht vorgeführt.
Der Zuchtrichtung nicht entsprechend.
— ' Nicht erschienen, gut „ || In 3 Monaten sprungfähig^
zu Nansbach ausgebrochene Rothlaufsenche ist erloschen. I. 6635. Der Königliche Landrath Freiherr von Schleinitz, Geheimer-Regierungs-Rath.
Nichtamtlicher Theil.
3« den Zolldebatte».
In der Presse der verschiedenen Parteien herrscht die Ansicht vor, daß, wenn es zur dritten Lesung komme, die Zollvorlage doch noch durchgehen werde; die Frage sei nur, ob es zur dritten Lesung komme. Diese Ansicht beruht aus dem Glauben an die Macht des gesunden Menschen- verstaudes. Man sagt sich, daß die Agrarier den Kampf für Unerreichbares aufgeben und sich schließlich mit dem erreichbaren Bessern, wie es die Regierungs-Vorlage bietet, zufrieden geben werden. Die Abstimmungen der letzten Tage im Reichstage haben denn auch gezeigt, daß die Mehrheitsparteien entschlossen sind, das von der Linken betriebene Hinzögern der zweiten Lesung zu einer endlosen Berathung mit ‘ allen Kräften und mit allen Mitteln der Geschäftsordnung zu vereiteln. Die Berechnung der Linken geht davon aus, daß die Mitglieder der Mehrheitsparteien nicht Wochen hindurch den Sitzungen in beschlußfähiger Anzahl beiwohnen werden und daher der Gang der Ber-