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Erscheint wöchentlich drei Mal Dienstag, Donnerstag und Sonnabend.
AbonnementSpreis
vierteljährlich 1 Mark 40 Pfg.
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Die Jnsertionsgebühren betragen für den Raum einer Spaltzeile 10 Pfg., im amtlichen Theile 15 Pfg. Reklamen die Zeile 20 Pfg. Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt.
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Sr. 150. eonnoitni ta 20. Azmber 1002.
AdsNkMkiits-Einlümz
auf das ßersfelder Kreisblatt.
Mit dein f. Januar jy03 beginnt ein neues Abonnement auf das wöchentlich 3 mal, und zwar Dienstag, Donnerstag und Sonnabend erscheinende „Hers- felder Areisblatt".
Dasselbe bringt außer den amtlichen Bekanntmachungen zuverlässige Mitteilungen über Ereignisse in der Politik, Berichte aus dem Kreise, der Provinz und Nachbargebieten. Reichhaltige Nachrichten vermischten Inhalts bringen alle sonstigen mitteilenswerten Ereignisse zur Kenntnis der Sefer. Ferner bilden sorgfältig ausgewählte
* spannende Romane, Erzählungen etc., die in jeder Nummer in Fortsetzungen erscheinen, einen weiteren Theil des Lesestoffs.
Die wichtigsten Ereignisse gehen uns durch Telegramme zu und werden nötigenfalls durch Extrablätter verbreitet.
Die Abonnenten erhalten unentgeltlich jede Woche ein „Jllustrirtes Sonntagsblatt“
und alle jH Tage eine von besten Fachmännern bediente
Illustrirte
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Außerdem liefern wir den Abonnenten bei Beginn des Jahres einen
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ferner am J. Mai und f. Oktober je einen Auszug aus dem
Eisenbahnfahrplan. Anzeigen finden im „Hersfelder Kreisblatt" zweckentsprechende Verbreitung und kostet die Zeile zo pfg.
Der
Abonnementspreis
beträgt für das Vierteljahr 1.40 Mk.
Amtlicher Theil
Berlin, den 18. November 1902.
Aus Anlaß eines in letzter Zeit vorgekommenen F^lls machen wir ergebend darauf aufmerksam, daß die Polizeibehörden verpflichtet sind, von der polizeilicherseits veranlaßten Ueberführung eines Geisteskranken in eine Irrenanstalt die Angehörigen desselben unverzüglich in Kenntniß zu setzen. Sind Angehörige der Polizeibehörde «ich! bekannt, so hat sie sich deren schleunige Ermittelung angelegen fein zu lassen. Namen und Wohnort der« felden sind der Irrenanstalt mitzutheilen.
Der Minister des Innern.
Frhr. von H a m M e r st e i n.
Mtnister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal- Angelegenheiten.
. $n Vertretung: gez. Werner.
-^egierungs-Prästdenten in Gaffel.
70<b M. d. g. p. Ä M. 8394.
Cassel, den 4. Dezember 1902.
Abdruck zur Kenntniß und Anweisung der Ihnen Nachgeordneten Polizeibehörden.
Der Regieiungs-Präsident. Trott zu S o l z.
An die Herren Laudräthe des Bezirks. All fRr. 15108.
* *
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Hersfeld, den 17. Dezember 1902.
Wird den Ortspolizeibehörden des hiesigen Kreises zur gefälligen Beachtung mitgetheilt.
I. 7870. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schlei nitz, Geheimer Regierungs-Rath.
Hersfeld, den 10. Dezember 1902.
In Folge des Schneeniederganges und der fortdauernd herrschenden starken Nordluftströmung haben sich auf Strecken der Landstraßen und Landwege Schneeverwehungen gebildet, die das Straßen- und Landwege- arbeiterpersonal nicht allein zu beseitigen vermag. Da die zu verrichtenden Leistungen über das Maß der Unterhaltungspflicht hinausgehen, so müssen die angrenzenden Landgemeinden Landsolgedienst leisten, um den Durchgangsverkehr auf den bsregten Wegezügen frei halten zu können. Ich ersuche ergebenst, das Weitere durch das Kreisblatt zu veranlassen und die OrtSvorstände anzu- weisen, daß dieselben den Straßenmeistern auf Ansuchen die nöthigen Hilfskräfte unentgeltlich zur Verfügung stellen.
LandcS-Bauamt. X y l a n d e r. An den Königlichen Herrn Landrath hier.
* *
*
HerSfeld, den 17. Dezember 1902.
Die Herren Bürgermeister des hiesigen Kreises werden unter Bezugnahme auf das vorstehende Ersuchen des LandeS-BauamteS dahier veranlaßt, auf Ansuchen der belr. Herren Straßenmeister die erforderlichen Hilfskräfte unentgeltlich zur Verfügung stellen zu lassen.
I. 7948. Der Königliche Landrath
Freiherr von Schlei n i tz , Geheimer RegierungS-Rath.
Gefunden: Eine Taschenuhr. Meldung des Eigen« lhümerö bei dem Ortsvorstand zu Heenes.
Nichtamtlicher Theil.
Sie Heiltsch-ettzlische Aktien.
Ein Artikel der „Kölnischen Zeitung" wendet sich gegen die Aufregung eines Theils der amerikanischen Presse über das Vorgehen Deutschlands gegen Venezuela. Das Blatt sagt: Es giebt keine Thatsache, auf die sich das vielfach geäußerte Mißtrauen gegen Deutschland stützen könnte. Die Regierung der Vereinigten Staaten weiß genau, daß Deutschland ebenso wenig daran denkt, Gebietstheile Venezuelas an sich zu reißen, als auf den Gebirgen des Mondes seine Flagge auszupflanzen. Selbst wenn Deutschland sich Venezuela ohne Widerspruch angliedern könnte, würden wir darauf verzichten, da doch Verwicklungen mit den Vereinigten Staaten kommen müßten. Für uns handelt es sich darum, einen Vertragsbrüchigen Staat, der nachträglich auch das Völkerrecht verletzt hat, zur Erfüllung gerechter Forderungen zu zwingen, nachdem alle gütlichen Verhandlungen aussichtslos geblieben sind. Deutschland denkt nicht an einen Landkrieg mit Venezuela. Deutschland glaubt seine gerechten Forderungen auf dem Blockade-Wege durchsetzen zu können. Eine Reihe anderer Staaten klagt über das Raubsystem Venezuelas und meldet Forderungen an, die auf gütlichem Wege nicht zu erreichen sind. Einen wirklichen Anlaß zum Einschreiten gaben die Beraubungen und Plünderungen, denen unsere Landsleute in Venezuela unter dem Vorwand von KriegSkontribulionen ausgesitzt wurden. Diese Zahlungen verlangen wir in erster Linie. Sodann bestehen
wir auf Prüfung des Verhältnisses Venezuelas zu der großen Venezuelabahn, das einer gerechten Entscheidung entgegengeführt werden soll. Die Ansprüche der Bankiers sollen der Entscheidung einer gemischten Kommission vorbehalten werden. Im Ultimatum ist nur die sofortige Zahlung der bereits geprüften Ansprüche gefordert. Die deutsche Regierung ist trotz aller Herausforderungen Venezuelas mit größter Geduld und Mäßigung vorgegangen.
Wie Londoner Berichten zu entnehmen, ist die englische Presse im Allgemeinen mit der Erklärung Lord Lansdownes, daß keine englischen Truppen gelandet werden würden, durchaus einverstanden und hofft, daß Deutschland dieser Erklärung beipflichten werde. Dessen bedarf es nicht, da der englische Standpunkt schon vor Lord Lansdownes Aeußerung von Deutschland getheilt wurde.
Ueber die Anschauungen der Vereinigten Staaten hinsichtlich der Blockade venezolanischer Häfen berichtet der Telegraph:
Washington, 17. Dezember. Amtlich wird bekannt gegeben, die Regierung sei zu dem Schluß gekommen, eine friedliche Blockade der venezolanischen Häfen könne, als gegen die Schifffahrt der Vereinigten Staaten gerichtet, nicht anerkannt werden. Die Verbündeten dürften die Schifffahrt der Vereinigten Staaten nur unterbrechen, wenn ein wirklicher Kriegszustand anerkannt sei. Das Staatsdepartement sei der Ansicht, daß die ausgedehnten Interessen des amerikanischen Handels die Annahme und Aufrechterhaltung dieser Ansicht forderten. Der amerikanische Handel werde sonst lahm gelegt, wann immer eine Seemacht ihre Zuflucht zu der anormalen friedlichen Blockade nehme. Wenn England und Deutschland die amerikanischen Handelsschiffe aus- zuschließen wünschten, müßten sie alle Schiffe einschließlich ihrer eigenen ausschließen, was die Anerkennung des Kriegszustandes in sich begreifen würde, die der jetzigen regellosen Lage ein Ende machen würde.
Washington, 17. Dezember. Seitens der Vereinigten Staaten wird kein Bemühen erfolgen, sich einer Kriegsblockade gegen Handelsschiffe zu widersetzen.
Ferner wird aus La Guayra . gemeldet, daß die Blockade der Stadt heute begonnen habe und sich nur gegen venezolanische Schiffe richte».
Politische Nachrichten.
Berlin, 18. Dezember.
Ihre Kaiserlichen Majestäten unter» nahmen gestern Vormittag einen Spaziergang im Park von Sansfouci. — Zur F r ü h st ü ck s t a f e l konzertirte, als am Geburtstag Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Joachim, die Kapelle des 1 Garde - Regiments. — Zur Abendtafel war Ober-Hofmarschall Graf zu Eulenburg mit Gemahlin und Tochter geladen. — Heute Morgen hörte Seine Majestät d e r K a i s e r die Vorträge des Präses der A:tillerie - Prüfungskommission, Generalleutnants Fuchs von Bimbach, des Kriegsministers, Generals der Infanterie von Goßler, des Generalinspekteurs der Festungen, Generalleutnants Wagner und des Chefs des Mililärkabinels, Generalleutnants Grafen v. Hülfen - Häseler.
(ZurWeihnachtSfeieri m Kaiserhause.) Im Auftrage des Kaisers hat das kaiserliche Gefolge dem Monarchen die Wunschzettel einreichen müssen und gleichzeitig hat der Kaiser den Wunschzettet seiner Ge- mahlin erbeten. Die Wunschzettel der kaiserlichen Kinder sind schon längst übermittelt worden. Nachdem nun die einzelnen Gattungen der Geschenke registrirt sein werden, erfolgt im Neuen Palais die Vorlage geeigneter Collectionen in einem besonders dazu hergerichteten Saale, worauf der Monarch unter all' den Herrlichkeiten die Auswahl trifft. Selbstverständlich wirb der Kaiser nie versäumen, den Geschenken, namentlich denen für die Kaiserin, Gegenstände nach seinem