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Erscheint wöchentlich drei Mal Dienstag, Donnerstag unb Sonnabend. "

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6rat»b«iiagentIÜtrftrirte» Ksnnragsdlatt" «.5Uuftrirte landwirtschaftliche Beilage»

SmBend Sei 2. Mai

1903.

Bestellungen auf das Hersfelder Kreisblatt

mit den Gratisbeilagen Jllustrirtes Sonntagsblatt" ^ Wustrirte land Wirt hschaftl. Beilage" für t>U Monate Mai und Juni werden von allen Kaiserlichen Postanstalten, Kaufbrief tragen und von der Expedition angenommen.

Amtlicher Teil.

Die Vorstände der Landgemeinden und Gutsbezirke r des Kreises Hersfeld haben im Laufe dieser Woche die festge­setzten Gemeindesteuerlisten und die Staats- st e u e r r o l l e n für 1 903 erhalten.

Die Gemeindesteuerlisten sind vom 4. Mai d. I s. bis einschließlich zum 1 8. M a i d. I s. öffentlich auszulegen. Der Beginn der Auslegung ist in ortsüblicher Weise sofort bekannt zn machen. In dieser Bekanntmachung ist darauf hinzuweisen, daß Berufungen gegen die Veran­lagung nur in der Zeit vom 18. Mai bis zum 15. Juni d. Js. bei mir eingelegt werden können.UZur Entgegen­nahme protokollarischer Berufungen sind die Geschäftsräume der Veranlagungskommission (im Stift 671) an Wochen­tagen nur von 9 Uhr^vormittags bis 12^2 Uhr mittags geöffnet. Die Einsicht in die Gemeindesteuerliste ist jedem mit Einkommen unter OOO^Mark Veranlagten gestattet, aber nur bezüglich feiner Besteuerungsmerkmale.

Die Staatssteuerrollen sind sofort den Staats- st e u e r h e b e st e l l e n z u z u f e r t i g e n. Diese haben sofort d i e H e b el i sten nachMusterL aufzustellen. Bemerkt wird, daß in dieser Liste auch die anderen Staats­abgaben, wie Rentenbankrenten, Domänenrenten u. f. w. Aufnahme finden und in den Spalten 3 bis 9 die sämt­lichen von: Staate den Gemeinden zur Einziehung über- wiesenen Abgaben in ihren Jahresbeträgen nach den Kopie- schriften eingetragen werden müssen. Die Zahlen in den Spalten 3 bis 9 müssen aufgerechnet sein z. B. die Summe der Staatseinkommen- und Ergänzungssteuer mit den Summen der Staatssteuerrollen übereinstimmen.

Die Formulare zu dem Muster B hält die Funk'sche Buchdruckerei hier vorrätig.

Nach Abschluß der ersten Vierteljahrserhebung also im Monat Juni, lasse ich mir die Hebelisten zur Prüfung vor­legen.

Hersfeld, den 1. Mai 1903.

Der Vorsitzende der Veranlagungskommission.

J. V.:

Braun,

III. 671. Kreisdeputirter.

Die diesjährigen Impf - und Nachschau-Ter­mine im Kreise Hersfeld sind wie folgt anberaumt worden : 1. Station Hersfeld.

a. Stadt Hersfeld, Impfung.

Impfung : Montag, den 11. Mai 1903, Vormittags 9 Uhr.

Nachschau: Montag, den 18. Mai 1903, Vormittags 9 Uhr.

b. Stadt Hersfeld; Wiederimpfung und Land.

Impfung: Dienstag, den 12. Mai 1903, Vormittags 9 Uhr. Nachschau: Dienstag, den 19. Mai 1903, Vormittags 9 Uhr, 2. Station So rga.

Impfung: Dienstag, den 12. Mai 1903, Nachmittags 4 Uhr.

Nachschau: Dienstag, den 19. Mai 1903, Nachmittags 4 Uhr.

3. Station Friedlos.

Impfung: Mittwoch, den 13. Mai 1903, Nachmittags 4 Uhr.

Nachschau: Mittwoch, den 20. Mai 1903, Nachmittags 4 Uhr.

4. Station Obergeis.

Impfung: Freitag, den 15. Mai 1903, Nachmittags 474 Uhr.

Nachschau: Freitag, den 22. Mai 1903, Nachmittags 474 Uhr.

5. Station Schenklengsfeld.

Impfung: Mittwoch, den 27. Mai 1903, Morgens 8 Uhr. Nachschau: Mittwoch, den 3. Juni 1903, Morgens 8 Uhr. 6. Station Ransbach.'

Impfung: Mittwoch, den 27. Mai 1903, Mittags 12 Uhr. Nachschau: Mittwoch, den 3. Juni 1903, Mittags 12 Uhr. 7. Station Philippsthal.

Impfung: Mittwoch, den 27. Mai 1903, Nachmittags 2 Uhr.

Nachschau: Mittwoch, den 3. Juni 1903, Nachmittags 2 Uhr. 8. Station Asbach.

Impfung: Sonnabend, den 16. Mai 1903, Nachmittags 2 Uhr.

Nachschau: Sonnabend, den 23. Mai 1903, Nachmittags 2 Uhr.

9. Station Unterhaun.

Impfung: Freitag, den 29. Mai 1903, Nachmittags 3 Uhr.

Nachschau: Freitag, den 5. Juni 1903, Nachmittags 3 Uhr. 10. Station Niederaula.

Impfung: Freitag, den 15. Mai 1903, Vormittags 10 Uhr. Nachschau: Freitag, den 22. Mai 1903, Vormittags 10 Uhr. 11. Station Frielingen.

Impfung: Montag, den 18. Mai 1903, Vormittags 11 Uhr. Nachschau: Montag, den 25. Mai 1903, Vormittags 11 Uhr. 12. Station Kirchheim.

Impfung: Montag, den 18. Mai 1903, Nachmittags 1 Uhr. Nachschau: Montag, den 25. Mai 1903, Nachmittags 1 Uhr. 13. Station Friedewald.

Impfung: Montag, den 18. Mai 1903, Vormittags 10 Uhr. Nachschau: Montag, den 25. Mai 1903, Vormittags 10Uhr. 14. Station Widdershausen.

Impfung: Dienstag, den 19. Mai 1903, Vormittags 10 Uhr.

Nachschau: Dienstag, den 26. Mai 1903, Vormittags 10 Uhr.

15. Station Heringen.

Impfung: Dienstag, den 19. Mai 1903, Mittags 12 Uhr Nachschau: Dienstag, den 26. Mai 1903, Mittags 12 Uhr. 16. Station Heimboldshause n.

Impfung: Dienstag, den 19. Mai 1903, N achmittags 2 Uhr.

Nachschau: Dienstag, den 26. Mai 1903, Nachmittags 2 Uhr.

17. Station Holzheim.

Impfung: Dienstag, den 19. Mai 1903, Vormittags 10 Uhr.

Nachschau : Dienstag, den 26'. Mai 1903, Vormittags 10 Uhr.

In der Stadt Hersfeld findet die Impfung im Saale des Gastwirts Herrn Konstantin Otto dahier statt, während in den übrigen Jmpfstationen des Kreises hierzu die Schul- räume benutzt werden.

Die Impfung geschieht unentgeltlich. Außer Den­jenigen, welche sich aus freier Entschließung impfen lassen wollen, unterliegen der Impfung im Jahre 1903:

1. jedes im Jahre 1902 geborene Kind, sofern es nicht nach ärztlichem Zeugnis die natürlichen Blattern über- standen hat,

2. die Kinder, welche im Jahre 1901 oder früher ge­boren und im Jahre 1902 ohne Erfolg, ohne ge­nügenden Erfolg oder gar nicht geimpft worden sind, sofern sie nicht nach ärztlichem Zeugnisse die natür­lichen Blattern überstanden haben,

3. jeder Schüler einer öffentlichen Schule oder Privat- fchule, welcher:

a. in diesem Jahre das 12. Lebensjahr zurückgelegt hat, bezw. zurücklegt oder

b. den Nachweis der geschehenen Impfung oder, wenn er über 12 Jahre alt ist, auch den der Wiederimpfung nicht erbracht hat.

Die Herren Ortsvorstände des Kreises haben Vorstehen­

des, namentlich aber die Termine auf ortsübliche Weise zu wiederholten Malen bekannt machen zu lassen und dafür Sorge zu tragen, daß alle zu impfenden Kinder und Schüler an Ort und Stelle sind.

Bei der Bekanntmachung der Termine rc. ist gleich­zeitig nachdrücklichst darauf aufmerksam zu machen, daß nach § 14 des oben erwähnten Gesetzes Eltern, Pflege- eltern und Vormünder, welche es unterlassen, den Nach­weis zu führen, daß die Impfung ihrer Kinder oder Pflege­befohlenen erfolgt oder aus einem gesetzlichen Grunde unterblieben ist, mit einer Geldstrafe bis zu 20 Mark und Eltern, Pflegeeltern und Vormünder, deren Kinder und Pflegebefohlenen ohne gesetzlichen Grund und ttotz amt­licher Aufforderung der Impfung oder der ihr folgenden Nachschau entzogen geblieben sind, mit Geldstrafe bis zu 50 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft werden.

Die Herren Lehrer haben ebenfalls als Vorsteher der Schulanstalten die Verpflichtung, bei der Aufnahme von Schülern durch Einfordern der vorgeschriebenen Bescheinig­ungen festzustellen, ob die gesetzliche Impfung erfolgt ist, bezw. dafür zu sorgen, daß die während des Besuches der Anstalt impfpflichtig werdenden Zöglinge dieser Verpflich. tung genügen.

Schließlich mache ich noch daraus aufmerksam, daß ge­mäß der zur Sicherung der gehörigen Ausführung des Jmpfgeschäftes ergangenen Vorschriften ein Vertreter der Ortspolizeibehörde und (für die Wiederimpfung) ein Lehrer in dem betreffenden Jmpfgeschäftstermine zur Unterstützung des Jmpfarztes und Aufrechterhaltung der Ordnung zu er­scheinen haben.

Für Bereithaltung des Jmpflokals und Stellung der erforderlichen Schreibhülfe beim Jmpfgeschäft ist seitens der Herren Bürgermeister der Jmpfstationsorte Sorge zu tragen.

I. I. 2502. Der Königliche Landrat.

J. V.:

T h a m e r.

Die Herren Ortsschulinspektoren und die Herren Lehrer des Bezirks Hersfeld I. werden benachrichtigt, daß die

amtliche Kreiskonferenz am 14. Mai er. in Hersfeld im Saale des Herrn Kniese von Vormittags 10 Uhr an gehalten werden soll. Niederaula, den 30. April 1903.

Der Kreisschulinspektor Schröder.

Nichtamtlicher Teil.

Politischer Wochenbericht.

Die R eichstagS »Wahlbewegung beginnt jetzt in breitere Bahnen einzulenken. Einige kleinere Parteien, wie die Welfen und die freisinnige Ver­einigung, sind bereits mit Wahlprogrammen beziehungs­weise Wahlaufrufen auf dem Plan erschienen. Andere Parteien bereiten solche für den Anfang des Mai vor. Mit dem Schlüsse des Reichstages wird demnach der Wahlkrieg lebhafter entbrennen. Ob dann die partei­politische Einseitigkeit, welche sich bisher so unliebsam in der gegenwärtigen Wahlbewegung bei den einzelnen Parteien bemerkbar macht, wenigstens einigermaßen ver­schwinden wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls wäre eine stärkere Betonung des Gemeinsamen anstelle des Trennenden und eine kräftigere Geltendmachung des Staatsgedankens gegenüber den Parteiinteressen dringend zu wünschen.

Unter den auswärtigen Angelegenheiten wirbelt die mandschurische Frage gegenwärtig viel Staub auf. Rußland hat an die Räumung der Mandschurei Bedingungen geknüpft, die ihm, falls China sie an« erkennt, den vorwaltenden Einfluß in der Mandschurei aufs wirksamste sichern, ja dieses Land der Sache nach eigentlich zur russischen Provinz machen würden. Da­rüber macht sich in England sowohl wie in Japan und den Vereinigten Staaten von Nordamerika eine nicht