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Erscheint wöchentlich drei Mal Dienstag, Donnerstag und Sonnabend.

Abonneiuentspreis vierteljährlich 1 Mark 40 Pfg. excl. Postaufschlag.

^»nerstW hei 16. Juli

Gratisbeilagen r^Uuftrirte» Konntagsblatt" rr.^UM^riste landwirthschaftliche Vettage

Die Jnsertionsgebühren betragen für den Raum einer Tpaltzeile 10 Pfg., im amtlichen Theile 15 Pfg. Reklamen die Zeile 20 Pfg. Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt.

Amtlicher Teil.

Die Verteilung der Erkennungsnummern zur äußeren Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge an die Regierungs- Präfidenten in den einzelnen Provinzen hat in folgender Weife stattgefunden:

Provinz Ostpreußen C.

Regierungsbezirk Königsberg Nr. 1500,

Gumbinnen Nr. 5011000.

Provinz Westpreußen D.

Regierungsbezirk Danzig Nr. 1600,

Marienwerder Nr. 601 1000.

Provinz Brandenburg E.

Regierungsbezirk Potsdam Nr. 1600,

Frankfurt a/O. Nr. 601999.

Provinz Pommern H.

Regierungsbezirk Stettin Nr. 1400,

KöSlin Nr. 401-600,

Stralsund (Polizeiverordnung noch nicht erlassen).

Provinz Posen J.

Regierungsbezirk Posen Nr. 160,

Bromberg Nr. 61100.

Provinz Schlesien K.

Regierungsbezirk Breslau Nr. 1300, Oppeln Nr. 301 600,

Liegnitz Nr. 601800.

Provinz Sachsen M.

Regierungsbezirk Magdeburg Nr. 1350,

Merseburg Nr. 351700,

Erfurt Nr. 701 1000.

Provinz Schleswig-Holstein P. von Nr. 1 an. Provinz Hannover 8.

Regierungsbezirk Hannover Nr. 1300, Hildeöheim Nr. 301400,

Lüneburg Nr. 401500,

Stade Nr. 501600,

Osnabrück Nr. 601700,

Aurich Nr. 701800.

Provinz Heffen-Naflau T.

Regierungsbezirk Cassel Nr. 1400,

Wiesbaden Nr. 401900.

Provinz Westfalen X.

Regierungsbezirk Münster Nr. 1300, MindenNr.301600u. 10011200,

Arnsberg Nr. 6011000.

Die Blüte des Bagno.

Roman von Goron und Emile G a u t i e r. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung)

Heute Morgen war Josä noch ganz wohl, ausge­lassen und munter wie gewöhnlich. Er mit gutem Appetit zu Mittag. Gegen drei Uhr Nachmittags, nach dem Unterricht, fing er an, über heftige Kopfschmerzen zu klagen Ich glaubte zuerst, daß es sich um eine un­bedeutende Erkältung handle, die schnell vorübergehen werde; aber ich hatte mich getäuscht. Bald darauf traten Fieber, heftiger Schüttelfrost und Brechreiz ein, so daß ich zum Arzt schickte."

Der Doctor Flandrin," unterbrach Lemoine,ist einer der erfahrensten und scharfsinnigsten Aerzte! . . . Das ist wirklich auffallend! ... Um wieviel Uhr ist er gekommen?"

Um sechs Uhr."

Und was hat er gesagt?"

Er meinte, daß es nur ein leichtes Unwohlsein sei, ein Anfang von Influenza, glaube ich ... Er hat Pulver verschrieben aus Bromhydrat und Chinin und eine stärkende Medicin mit Kolatropfen verordnet." »Ganz unbegreiflich!" nahm der Doctor halblaut fernen Gedankengang wieder auf.Um sechs Uhr ronnte man sich doch nicht mehr über die Anzeichen tauschen. Mein Wort darauf, ich glaube, daß diese

Rheinprovinz Z.

Regierungsbezirk Aachen Nr. 1150 u. 10012000, Coblenz Nr. 151250 u. 20013000,

Cöln Nr. 251500 u. 30014000, Düsseldorf Nr. 501900 u. 4001 bis 5000,

Trier Nr.9011000 u. 50016000. Cassel, den 4. Mai 1903.

A. II. 4805. Der Regierungs-Präsident. J. V.: M e j e r. * * Wird veröffentlicht.

Hersfeld, den 14. Juli 1903.

Der Königliche Landrat.

J. V.: T h a m e r.

Hersfeld, den 7. Juli 1903.

Auf das im Verlage von Gießecke und Devrient in Berlin erscheinendeH o h e n z o l l e r n -Jahrbuch" von Professor Dr. Seidel wird hiermit aufmerksam ge­macht und insbesondere den Schul- und sonstigen Bibliotheken die Anschaffung des Werkes empfohlen.

Die Verlagsbuchhandlung ist bereit, allen denjenigen Stellen, die eventuell zur Subscription auf das Werk geneigt sind, einen Band des Jahrbuchs zur Ansicht zu­gehen zu lassen oder die erste Lieferung Deß Werkes so­weit der Vorrat reicht, unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.

Außerdem haben Seine Majestät der Kaiser und König Allerhöchst sich bereit erklärt, eine größere Anzahl Exemplare der ersten fünf Bände des Werkes Allerhöchst- ihrerseits anzukaufen und an solche Korporationen und Anstalten, sowie an Bibliotheken geschenkweise zu über» lassen, von denen erwartet werden kann, daß sie auf die weiter erscheinende Jahrgänge ihrerseits subscriptieren werden.

Bestellungen können hierher gerichtet werden. I. 4372. Der Königliche Landrat.

I. V.:

T h a m e r.

Hersfeld, den 14. Juli 1903.

Unter dem Schweinebestand des Bauern Gebauer in Ausbach ist die Rotlausseuche amtlich sestgestellt worden. I. 4574. Der Königliche Landrat.

J. V.:

T h a m e r.

großen Modeärzte manchmal selbst nicht wissen, was sie tun. Sie behorchen und untersuchen und schreiben die Rezepte eins zwei drei, man erwartet sie ja noch bei so vielen Patienten.

Er hat sich erbrochen, nicht wahr, gnädige Frau?" setzte er dann laut hinzu.

»Ja, Herr Doctor, und mit diesem schrecklichen Schreien, welches Sie vorhin gehört haben. Das hat mich gerade beunruhigt, und in meiner Angst und Ver­zweiflung habe ich eiligst nach dem Arzt geschickt; er scheint nicht frei gewesen zu sein."

Nein ... er hat Ihrem Diener anempfohlen, zu mir zu gehen und mich zu bitten, an seiner Stelle hier­her zu kommen."

«Und Sie sind gekommen, lieber Herr Doctor, Sie, dem ich Freiheit und Leben verdanke, und welchen ich niemals wiederzusehen glaubte. Gott ist gütig! Er will nicht, daß mein Kind stirbt. Er hat Sie geschickt, um es zu retten/

In diesem Augenblick stieß das Kind, welches einige Minuten ruhig gelegen hatte, einen Schrei aus, noch furchtbarer als zuvor, noch gellender als ein wildes Tier, dem man das Messer in den Leib gerannt.

Halb ohnmächtig vor Schmerz warf sich Elena über den kleinen 3ofe und bedeckte das arme, schmerzentstellte Gesichtchen mit leidenschaftlichen Küssen.

Ruhig, liebe Freundin," warnte der Doctor mit ernster Stimme,ruhig, seien Sie doch Herr Ihres Schmerze». Lassen Sie mich allein an dieses Kind

Nichtamtlicher Teil.

England und Frankreich.

Die Art, wie die englische Preffe den Besuch des Präsidenten Loubel dazu benutzte, den Franzosen Honig um den Mund zu schmieren, läßt ein noch vor wenigen Jahren bestrittenes AnlehnungS - Bedürfnis erkennen. Zum begeisterten Propheten der neuen Annäherung macht sich der PariserTimes"-Korrespondent.Frühere Mißverständnisse," so erklärt er,sind ausgestorben. An ihrer Stelle sind jene Gefühle wieder aufgelebt, die bei jeder Gelegenheit im vergangenen Jahrhundert England und seinen großen Nachbar in die Lage setzten, Hand in Hand die führende Rolle zu übernehmen für die Sache des Fortschritts und der Kultur."

Gegen dikse Auffassung läßt sich nichts einwenden. Man müßte in der Tat blind sein, um Mißverständnisse nicht zu sehen, die schon so lange dauern. Es war ein Mißverständnis, 'als die Engländer in einem hundert­jährigen Kriege Frankreich verwüsteten; es war ein Miß­verständnis, als sie ihm Canada abnahmen, und daß sie sich in Aegypten häuslich niederließen, ist natürlich erst recht ein Mißverständnis. Jene Ereignisse sind längst vergessen, wie auch über die Faschoda-Affäre Gras ge­wachsen ist. Sie haben jedoch in der Volksseele einen Niederschlag von Unmut als unbestimmte und vielleicht auch unbewußte historische Empfindung zurückgelassen, die in unsern Tagen bereits stark abgeschwächt, aber noch lange nicht überwunden ist; die Beleidigungen, die während des Burenkrieges in französischen Blättern in Wort und Schrift auf die Königin Viktoria, den damaligen Prinzen von Wales, die englische Armee und alles gehäuft wurden, was englisch war, haben das jedem gezeigt, der sehen will.

Diese historische Empfindung war besonders während der großen Revolution lebendig. Das ist merkwürdig und bezeichnend zugleich. Die Revolutionsmänner traten mit großen Völkerumarmungs-Bedürfnissen auf und träumten sich bereits ein Weltbürgertum allervom Tyrannenjoch erlösten Nationen" zurecht. Wo wir aber die Berichte über die Sitzungen des Nationalkonvents aufschlagen, da lodert der Haß gegen Albion hervor, und das Wort Mirabeaus aus dem Jahre 1790:Die Feindseligkeit Englands wird ewig fein!" kehrt hundert­fach wieder.

rühren, welchem Ihre Liebkosungen leicht schaden können Es ist vielleicht noch nicht zu spät. Aber ich werde nachher Ihrer Hilfe bedürfen. Ich bitte Sie, beruhigen Sie sich!"

In demselben Augenblick kam der Diener, ganz außer Atem, zurück und brächte das Els und die Blutegel.

Er begann sofort in allen Einzelheiten zu berichten, welche Mühe es ihn gekostet habe, den Apotheker zu wecken, aber der Doctor gebot ihm kurz zu schweigen und das unnütze Geschwätz auf später zu verschieben.

Sodann setzte er mit leichter Hand und großer Ge- schicklichkeit dem Kinde vier Blutegel hinter jedes Ohr und umgab den glühenden Kopf mit der gefüllten Eisblase.

Fast sofort wurde das Röcheln schwächer, und das Zucken der Gesichtsmuskeln hörte auf. Auch das klagende Stöhne» des Kindes verschwand. Es fiel in einen bleiernen Schlaf, der nur in langen Zwischenpausen von fieberhaften Krämpfen unterbrochen wurde.

Meine Aufgabe ist beendigt," sagte alsdann Lemoine.Alles was noch geschehen konnte, ist ge­schehen. Sie haben jetzt Zeit genug, Ihren Hausarzt nochmals rufen zu lassen. Ihre Leute werden ihn jetzt wohl zu Hause finden, und er wird sich nicht mehr in der Diagnose irren. Mir bleibt nur übrig, mich zurück- zuziehen und dem Himmel zu danken, daß er mir erlaubt hat, Sie wiederzusehen obwohl ich vielleicht darunter leiden werde . . . und Sie auch.

Mein braver Freund, gehen Sie nicht fort, ich