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XS* Fernsprecher Nr. 8. -^$

. M. SbilNllKilh iti 5. Lezebikr 1903.

Erstes Blatt.

MX" Die heutige Nummer um­faßt 12 Seiten.

Amtlicher Teil.

Hertzfeld, am 1. Dezember 1903.

Im Monat November h. Js. sind dahier für die

nachbenannten Herren Jagdscheine ausgesertigt worden:

am 2/11.

5/11.

6/11.

. 7/11.

8/11.

9/11.

11/11.

12/11.

, 13/11.

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14/11.

23/11,

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26/11.

20/11.

2/11.

3/11.

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16/11.

23/11.

24/11.

16/11.

19/11.

A. Jahresjagdscheine.

a. entgeltliche:

für den Königlichen Oberförster Schwechl in Philippsthal.

, Königlichen Gymnasial. Oberlehrer Wasiermeier in Hertzfeld.

Fabrikanten Ludwig Kallmeier da­selbst.

Zimmermeister Georg Lämmerzahl daselbst.

Ludwig Braun daselbst.

., Königlichen Amtsgerichtsrat Roß- bach daselbst.

Landgräflichen Waldwärtrr Cr. Klaus in Philrppsthal.

Bürgermeister Johannes Malkomes in Unterneurode.

Sattler Jacob Gluth in Asbach.

Bürgermeister August Reinhard in Landershausen.

Rentner Bernhard Heinrich Rößing in Hersfeld.

Gastwirt Georg Böttner in Mecklar.

Hauptmann a. D. L. von Baum, bach in Kirchheim.

Lederfabrikanten Heinrich Hermann Rehn in Hersfeld.

Landwirt Heinrich Pfalzgraf in Willingshain.

Landwirt Johannes Jäger in Schenk- folz.

Gutsbesitzer Georg Gliemeroth sen. in Wölfershausen.

Landwirt Arnold Rüger in Unter» weisenborn.

Gutsbesitzer Otto Reinhard in Landerehausen.

Landwirt August Rausch zu Eichhof.

b. une ntgeltliche:

Königlichen Förster Hoff in Heim- boldShauscn.

Königlichen Forstausseher Löwer in Friedewald.

Königlichen Förster Uhl daselbst.

Königlichen Förster Rohloff daselbst.

Königlichen Hülfsförster Mainz da» selbst.

Königlichen Forstaufseher Betten. Hausen in Ausbach.

Königlichen Förster Troch in Meckbach.

Königlichen Forstaffeffor DielS in Hersfeld.

B. Tagesjagdscheine.

RegierungSbaumeister Georg Clou«

in Philippsthal.

Oberamtmann Voigt in Gerstungen.

Der Königliche Landrat

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Negierungs-Rat.

Hersfeld, den 2. Dezember 1903.

Mit Rücksicht auf den Eintritt der kälteren Jahre».

zeit werden die Herren Bürgermeister angewiesen, dafür zu sorgen, daß die Feuerspritzen nach abgehaltenen Feuerwehrübungen oder nach sonstigem Gebrauch voll­ständig ausgepumpt und trocken gehalten werden, damit ein Einfrieren unmöglich ist.

J. I. 8525. Der Königliche Landrat

Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierungs Rat.

Hersfeld, den 30. November 1903.

Die Herren Standesbeamten des hiesigen Kreises werden davon benachrichtigt, daß Ihnen in den nächsten Tagen die Standes.Nebenregister für das Jahr 1904 zum dienstlichen Gebrauch zugehen werden.

A. 3635. Der Königliche Landrat

Freiherr von Schleinitz, Geheimer RegierungS'Rat.

Hersfeld, den 4. Dezember 1903.

Die Erledigung der diesseitigen Verfügung:

1. vom 16. März 1878, No. 904, Kreisblatt No. 23, Revision der Maaße, Waagen und Gewichte betreffend,

2. vom 14. November 1901, J. I. No. 6349, Kreis, blatt No. 136, Einsendung der gewerblichen Katasterblätter an die Königliche Gewerbe- Inspektion zu Eschwege betreffend,

3. vom 9 November d. I, I. I. No. 7805, Kreis, blatt No. 135, Ausräumung der Flutgräben und UeberfahrtSkanäle pp. betreffend,

wird hierdurch mit F r i st bis zum 9. d. M l S. in Erinnerung gebracht.

Gegen etwaige an diesem Termine noch säumige Herren Bürgermeister wird eine Ordnungsstrafe von je 3 Mark festgesetzt werden.

Der Königliche Landrat Freiherr von Schleinitz, Geheimer NegierungS-Rat.

Nichtamtlicher Teil.

Die Thronrede.

Am Donnerstag ist der Reichstag mit Verlesung einer Thomrede durch den Reichskanzler Grasen von Bülow eröffnet worden. Die Thronrede beginnt mit dem Aus- drucke des Wunsches und der Hoffnung, daß der Reichs­tag sich in friedlichem Zusammenwirken mit den verbündeten Regierungen an der Lösung der Aufgaben, welche der Reichsverwaltung in der ersten Session der neuen Legis­laturperiode gestellt seien, beteiligen möge, sowie mit dein kaiserlichen Danke an alle diejenigen, welche an dein Leiden und der Heilung des Kaisers während der letzten Zeit einen dem Herzen des Monarchen wohltuenden Anteil ge­nommen haben.

Es wird alsdann zunächst die Finanzlage des Reiches kurz beleuchtet und dabei die Notwendigkeit einer erneuten Anleihe festgestellt, da die Reichseinnahmen infolge der wirtschaftlichen Depression nicht eine zur Deckung des Ausgabebedarfs genügende Höhe erreicht hätten. Im An­schlüsse hieran bekennt sich die Thronrede zu der Ueber­zeugung von der Notwendigkeit einer durchgreifenden Finanzreform, welche geeignet erscheint, das Verhältnis zwischen den einzelstaatlichen Finanzen und den Finanzen des Reiches dauernd in befriedigender Weise zu regeln. Der passende Zeitmoment für eine solche organische Reform sei jedoch augenblicklich noch nicht vorhanden, und so be­gnügt sich denn die Thronrede damit, zunächst einige vor- läusige Aenderungen auf diesem Gebiete in Aussicht zu stellen.

Was die weiteren Vorlagen anbetrifft, so bestätigt sich die Nachricht, daß das Militär-Quinquennat oder das mit dem 31. März 1904 ablaufende Gesetz, betreffend die ' Friedens-Präsenzstärke des deutschen Heeres, vom 25. März 1899 um ein Jahr verlängert werden soll. Gleichzeitig

werden Gesetzentwürfe zur Neuordnung des Versorgungs­Wesens für die Offiziere und Mannschaften des Heeres, der Marine und der Schutztruppen verkündigt. Einem Passus der Thronrede, der die Notwendigkeit einer Fortführung der sozialpolitischen Gesetzgebung auf den in frühern Kund­gebungen vorgezeichneten Grundlagen betont, folgt sodann die Ankündigung eines Gesetzentwurfs über kaufmännische Schiedsgerichte. Unmittelbar danach wird ferner der auch bereits in der Presse lebhaft erörterte Entwurf über Ab­änderung des Börsengesetzes in Aussicht gestellt. Der Ent­wurf soll die aus Abschnitt IV des Börsengesetzes ent­standenen Mißbräuche beseitigen, welche Treu und Glauben verletzen und hierdurch den volkswirtschaftlich berechtigten und notwendigen Börsenverkehr empfindlich schädigen. Auch soll im Anschlüsse hieran versucht werden, durch eine Aenderung der Reichsstempel-Gesetzgebung berechtigten In­teressen des Börsenverkehrs entgegenzukommen.

In der Thronrede werden weiterhin angekündigt eine Vorlage zu verstärktem Schutze des deutschen Weinbaus, ein Gesetzentwurf über die Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft, ein Gesetzentwurf über die Zinsgarantie für eine Bahn von Dar es SalLm nach Mrogoro, sowie der Entwurf eines Geietzes, das dem Bundesrat über den 31. Dezember d. Js. hinaus die Be­fugnis zur meistbegünstigten Behandlung britischer Ange­höriger und Erzeugnisse beilegt. Endlich wirft die Thron­rede noch einen kurzen Blick auf die auswärtige Lage und konstatiert die guten und freundschaftlichen Beziehungen, in denen das deutsche Reich zu allen fremden Mächten steht. Von der macedouischen Frage wird gesagt, daß Deutsch­land an seinem Teile mitgewirkt habe, um ernstem Ver­wicklungen vorzubeugen, und von den Begegnungen unsers Kaisers mit andern Monarchen während des letzten Jahres heißt es, daß sie die Hoffnung auf Erhaltung des Friedens neu befestigt haben.

Zum Schlüsse spricht die Thronrede den Wunsch aus, daß die Verhandlungen des Reichstages dazu beitragen mögen, den friedlichen Ausgleich bestehender Gegensätze zu fördern, die wirtschaftliche Lage des deutschen Volkes mehr und mehr zu bessern und des Reiches Macht und Ansehen zu heben und zu stärken.

Politische Nachrichten.

Berlin, 3. Dezember.

S e. Majestät der Kaiser unternahm gestern mittag einen längeren Spaziergang mit dem Staats» minister Frhrn. v. Rheinbaben im Park v. Sanssouci. Heute vormittag hörte Se. Majestät die Vorträge des Chefs des Generalstabes der Armee und des Chefs des Marinekabinetts.

Die heutige erste Sitzung des Reichstages eröffnete der Alterspräsident v. Winterfeldl-Menkin kurz vor halb drei Uhr, mit der Mitteilung, daß er nach § 1 der Geschäftsordnung den Vorsitz übernehme. Da sich aus die Anfrage, ob ein noch älteres Mitglied an­wesend sei, niemand meldete, ernannte der Alters» präsident die Abgg. Himburg, Krebs, Dr. Pauli und Dr. Paasche zu Schriftführern. Hierauf begann der Namensaufruf, der die Anwesenheit von 311 Mit» gliedern ergab. Das Handelsprovisorium mit England ist eingegangen. Die nächste Sitzung wurde jaus Freitag 2 Uhr vertagt.

Die sozialdemokratische Reichstags» fraktion versammelte sich am Mittwoch. Singer hielt eine Ansprache. Der Fraktionsvorstand soll, so wurde sodann beschlossen, wiederum wie bisher aus fünf Mitgliedern bestehen. ES wurden gewählt Auer, Bebel, Meister, Pfannkuch, Singer. Für die am Freitag zu erwartende Wahl des Präsidiums wurde, demVor» wärts" zufolge, beschlossen, ein Mitglied der Fraktion für den Posten des ersten Vizepräsidenten vorzuschlagen, und zwar den Genossen Singer. Als Schriftführer sollen die Mitglieder der Fraktion Fischer-Berlin und Schippel vorgeschlagen werden. Weiter wurde über die