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Fer«sprecher Nr. 8.
^ 140. Sinnoitni den 20. Mvtmier 1901
Erstes Statt.
Amtlicher Teil.
Hersseld, den 23. November 1904.
Aus Beschluß des Bundesrats soll im deutschen Reiche am 1. Dezember d. Is. eine Viehzählung mirtlerem Umfange stattfinden.
Hierbei sind zu verwenden:
1 die Zäblkarte A.
2. dre Anwei'ung mr die Zäbler B.
3. die Lrustollifte mr die Zäbler C.
4. bis ÄLwech»g mr dre Bet,Srden I> und
5. du Cö2ne E.
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4 5 und 6 cid. än3df".g bezüglich der Emunnnu der ©emeinben in Zäülbezirke (b. h. '.'weit ülches ein iSrior* dernü ist) sowie der Annahme und Anweisung der Zähler rc. das Weitere zu veranlassen.
, Die Zäbler erhalten je 1 Anweisung B., zwei Konrrol- lisien C sowie den für ihren B^iri erforderlichen Bedarf an jäf:Harten für jedes Gehöft (Anwe'm) 1 Exemplar. Sie Ausgabe der Zählkarten muß spätestens am 30. November d. Js. beendet sein. Die Ausfüllung der Letzteren geschieht durch den Besitzer bezw. Verwalter des Gehöfts.
Die Wiedereinsammlung und Prüfung der Zählkarten bat am 2. Dezember d. Z. durch den Zähler zu erfolgen. Hiernach sind alsbald beide Exemplare der Kontrolliste aus- zusüllen und dieselben nebst den nach den Nummern geordneten Zählkarten bis spätestens zum ö. Dezember d. J. an die Ortsbehörde zurückzugeben.
Letztere hat das Zäblmaterial eingehend und schleunigst zu prüfen, etwa vorgefundene Mängel sofort zu beseitigen und sodann die L r t s l i st e auf Grund der Kontrollisten auszustellen sowie beide Reinschriften der Crt3 = liste und die Reinschrift der Ko ntrollisten nebst ? en Zählkarte, bis spätestens jum 10. Lezeandtt hierher einzureichen.
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I. äääL. Der Lnn.üimL LruMrut
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Benennet Recn-rungL-Rm.
M«eKr*.<*»M-
Tu: viesirumt LlLmmmaäning über die Be.näm zur vinvalidenvernchernng im Streit Hersicib vom 19. April 1904 wird infolge Süenberung der Srarulen für die SLu» sicher der nachbezeichneten Krankenkasse wie folgt, geändert :
3. Mitglieder der Orlstrauleukane fir Tuchmacher zu Hersseld.
Mügliedn Klaffe I. Beiträge der Lohnklasse IV. zu 30 Pfg.
" " * " " U1 » 24 ■ m " • Öl » „ „ II. „ 20 „ sNachtrag zu § 12 der Satzungen).
Für diejenigen Personen, welche als Lohn oder Gehalt nur feste, für Wochen, Monate, Vierteljahre ober Jahre vereinbarte bare Vergütung erhalten, sind Beiträge der- laugen Lohnklasse zu entrichten, in deren Grenzen diese bare
Vergütung fällt, sofern diese Beiträge höher sind, als die nach der vorstehenden Bekanntmachung maßgebenden.
Cassel, den 7. November 1904.
Der Vorstand der Landes-Versicherungsanstalt Hessen-Nassau.
In Vertretung: Dr. Schröder.
Heriseld, den 22. November 1904.
Unter dem Schweinebestande des Bürgermeisters Groll in Gitter-dorf ist die Rotlaufseuche ausgebrochen.
I. 8512. Der Königliche Laudrat
Freiherr von Schleinitz, Geheimer Regierung» Rat.
Der unterm 8. d. Mt» Gegen den Rekruten Hujo aus WwverShri» erlasieue Steckbrief ist erledigt.
Lo-el, bei 23. Stetster 1904.
KP» : L?t Be; iktkrwwtu^s L 6rIeL
Nichtamllicher Teil.
Polllticher LocheuLenchl.
Z-. der tr'rea Woche bat jeirstrts des Lzecms die Entbültna des Denkmals Fried r-. chs des Großen stauaesirnden. Die Gelegenb«t wurde oon dem Präsidenten Rooswelt zu einer hochbedeunamen Rede benutzt. Rooievell lieferte zunächst eine äußerst feinsinnige und tretende Charakteristik Friedrichs des Großen. Darüber hinaus aber ging er dann in höchst warmherziger Weise auf die Beziehungen zwischen den Bereinigten Staaten und Deuftchland ein. Er nannte das Denkmal „ein Sinnbild der Bande der Freundschaft und der Zuneigung, die — wie er vertraue — im Lause der Jahre das amerikanische und das deutsche Voll immer enger verbinden würden." In ähnlichem Tone aber war die ganze Rede gehalten, die selbstverständlich bei uns einen überaus wohltuenden Eindmck gemacht hat. Es wäre nur zu wünschen, daß sie auch in den Herzen der Amcrllaner einen kräftigen Widerhall gefunden hat, und daß sie dazu beitragen möge, die dermchstindlichen Aeußerungen eines gewissen Teils der Jingoprefie für die Zukunft unmöglich pi machen.
In unserem Nachbarlande Lesterreich-Ungarn geht es zur Zeit wieder recht bewegt her. 3« österreichischen Reichs rate stoßen die zenrralistnchen Bestrebungen der Deutschen und die wrderalistischcn Tendenzen des Slaven- rums Kart auseinander. Noch nnrubroller aber bat sich augenblicklich he rage n Ungarn gestalwr. Hier 5a: Mm:stcrprä"denr Tisza m Lnnerwändnu! ww der aboT- n'-igenaen M.Lrü«: Je fcgieang&'Xrwi ter anari; ’-- iei Tiunknt je Tvwumuw hin* -Kauen::«: :c @e£iirS- i'ftwnnr "nr ^ *r :n^r zu chier nnri-rnnnnm. T-rrfie w ar der B^wErmmr Tmmrns -nn uememenlle ^Sang rrrmrmler. Tas itt te: 'inr <.:£:.rnrr am Ejäcim. Bmr-- m, £:•':" Uör tjJ ,-,.nu tenETir.it nt u isiurwi nrä« um N-rmwinrunt Te von t"- rnn Lau nun neriuM Li'res^ emmur nr der Lönu üiner enn bußerr drurenre Sa-nLe. Tue a»w:>ftr.rmLni Pweßenßerurmei: abw '.anet ar Hmcu- !er und MaßinsirAen oEei innrer sich, was mar i£ri w -Ingarn — -ct.T das wm viel berßer. — n Liier am diesem Geine: gewvlnu war. Es wird demgemäß aller Femgkeu der Krone bebürien, um wiehern Anstürme gegenüber den Mmisierpräsideuren zu ballen und seinen kühnen Schein zu verrieten.
Aus dem ostaiiatischen Kriegsschauplätze herrsch: zur Zeit noch immer Ruhe, obwohl man jeden Tag die Wiederaufnahme der Kämpfe am Schaho erwartet. Kuropatkin sucht offenbar so stark wie möglich zu werden, um als der an Zahl Uebcrlcgcne die Offensive aufnehmen zu können, und scheint sich vorläufig mit dem Ergebnis zufrieden zu geben, die japanische Offensive zum Stehen gebracht zu haben. Port Slrtbur hält sich noch immer, wenngleich die Not der heldenmütigen Besatzung sicherlich aufs höchste gestiegen sein muß.
In England ist Lord Curzon zum Viz ek ö n ig von Indien ernannt worden. In dieser Maßnahme, die mit dem Brauche, die Leitung der indischen Polittk alle fünf Jahre in andere Hände übergehen zu lassen, im Widerspruch steht, äußert sich das hohe Vertrauen, das Lord Curzon bei der britischen Krone genießt. Lord Curzon ist der Hauptträger der sogenannten Vorwärts-Politik in Indien, die sich nicht mft der Erhaltung der britischindischen Position begnügt, sondern diese Position im Persischen Gols, im Indischen Ozean und in den nördlichen Grenzgebieten Indiens planmäßig zu stärken und auszudehnen bestrebt ist. Als sein Werk gelten beispielsweise die Unternehmungen in Tibet und Penien sowie die Sinne zur Bestürzung der engüf^en Suprematie in den nngrenzmk-en Gewä'strm
Tas er.tü'che Köntgspsar empsing in der oergArgenen Woche dm Besuch des" Königs und der ft r n 1 3 tu om $3 ringet, in welcher Helramwen he :m J-Hr- bnitnr^wL: zwnchen En.t'.wN nd TnwnGm r^rSerZ-es rnxw st-TmniÄchrÄicheL Bezt-Snn«» dsch Li-chllrß ew.es SchitSstz-wchäs^w^gsS :« «wem b-ellwiNA ™:-ea.
Der Arirg zwischen ^apan und R»8lan-.
8 3 m R r i i 3 J r i : n r I : 3 in Oßafie» lugen §eute, m.r die w.l tär -e Sitaafaa bei bea yiurti arnuen wie bei P«t Arthur betr at, nur vage in3 na« tontroSierbare Melsuageu vor. Ruch einer Depesche aus Tokio stimmen die Berichte der japanischen Blätter aus der Maullschurei Sarin überein, daß eine Schlacht, wahrscheinlich zwischen dem Schaho und dem Hnuhv, un» mittelbar bevorstehe. Eine aneere Meldung aus Tokio besagt: Nach zuverlässigen Mitteilungen von der Se« lagerungiarmee vor Port Arthur feuerten die russischen SeefortS in letzter Zeit bei Annäherung japanischer Kriegsschiffe nicht mehr. Keines der russischen Schiffe machte den Versuch, Herautzukommen, da alle sehr be« schädigt find. Die Zahl der bei den Japanern eingetroffenen russischen Deserteure wächst täglich. Nach ihren Aussagen nimmt die Demoralisierung der Garnison von Port Arthur zu. — Die ausdrücklichen Versicherungen Stoffel» besagen bekanntlich das Gegenteil. Au» Bei» Haiwei wird ferner gemeldet. Die in einem Rettung«- boot aus Port Arthur eiogetrosieuea Raffen erklärten, daß sie das Boot gestohlen hätten, um darin zu stiegen. Sre teilten mit, :aß Wasser und Muau an in Port Lrtbar sehr kuapv seien, öte LeienSmütel reichen aber noch für mehrere Manage aus I» 3« Staat Aea 2DCCC netmnaaeu and teufe Sir «es. ,
Der t• glif <ft e £ esy jet ,£aa;4jm . n : 3C ü<>'. Ta-eu E ig rai1. 4 so« Schon;hu such flwet ä -iSar üsr-mstÄ # m 2E 1 M in» je» Ha ra^r t rhxe-r-rx-ir amrch«. Um TbrLrru«lsirre^ z »z in» 1« &kv"^ Lsimer.ch« Kais 144 ic es LW^H To, . kastuwi
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Zu narr Lhreugodkfür Sentr«lS:ösie! ttt ik.nrSrwahli» wirr in Pcri» cnf Luregung eines »emr-tbercie» ein Spien übel, seiner be.ieemüt.« gen Sattin ein Runnoijett pewrdme: werden.
Das vom Lbm:ral ifu.t ricm fommanbierte Ge« fimaber der russischen Osiseeflotte, da» längere Zeit in der Euvabuchl geankert hatte, iß in Port Said' angelangt. Für seine Durchfahrt durch den Suezkanal sind die peinlichsten Vorsichtsmaßregel» ge. troffen worden. Wie erinnerlich, haben die verantwortlichen ägyptischen Behörden schon vor Wochen einen strengen Ueberwachung»dienst angeordnet; trotzdem wird die Besorgnis vor einem japanischen Anschläge in dieser schmalen Fahrstraße durch immer neu auftoucheade Gerüchte genährt.