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Hersfelder Kreisblatt
Gratisbeilagen: „Illustriertes Sonntagsblatt" und „Illustrierte Landwirtschaftliche Beilage“
F«rnsprech-Knschlutz Nr. 8
Nr. 105* Dienstag, den 3. September 1912.
Amtlicher teil.
HerSfeld, den 1. September 1912.
Im Monat August d. Js. find von hier aus den nachbczeichnclen Persönlichkeiten Jagdscheine erteilt worden: A. Jahresjagdscheiue:
1. entgeltliche: am 1/8. dem Agenten JvhS. Simou Sotten anb in Heringen,
„ 2/8. , GaSverw alter Hermann Reuß in HerSfeld,
, 3/8. , Rendanten LarlOSw. WiegandmPhilippsthal,
, 6/8. „ Apotheker Alfred Castendyck in HrrSfeld.
, 9/8. „ Kaufmann Heinrich Lolkeuand in Friedewold,
„ 10/8. , Fabrikdirektor Ferdinand Altenburg in HrrSseld,
„ 13/8. , Lberleutnant Hans Nauwann in HerSfell», , 13/8. , Bergmann Christian Rosmthal in RanSbach,
, 13/8. , Porrier Friedrich Zinn in Philippsthal,
„ 14/8. „ Fabrikanten Hermann Braun in HerSfeld, „ 17/8. , Gerichtsvollzieher Heinrich Becker in HerSseld,
„ 20/8. „ stud. med. Kurt Stern in HerSseld, „ 20/8. „ Oberpostasfistenten Rudolf Köhler in Hersfeld, , 21/8. , Lehrer Wilhelm Nebel in MallomeS,
, 22/8. , Bierbrauereibefitzer Hrch. Engelhardt in HerSseld, „ 27/8. , Brauereidirektor Wilhelm Steinweg in Berka a/W.,
, 28/8. , Gutsbesitzer Dr. jur. Ernst Schiffer in Engelbach,
„ 29/8. „ WirtschastSverwalter Aug. Helling in Heim- boldShausen.
2. unentgeltliche.
am 3/8. dem Landgrüflichen Hofjekretär Heinrich ClauS in
Philippschal,
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3/8.
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v. Baumbach'schen Waldwärter Philipp Paul
in WillingShain,
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10/8.
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Königlichen Förster Klotz in ForsthauS Etöckig,
12/8.
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Obersölster Thielow in Niederaula,
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12/8.
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Förster
Kohl in Niederaula,
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12/8.
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Hot in Niederaula,
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12/8.
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Martin in Holzheim,
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12/8.
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Neuschäfer in Hattenbach,
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12/8.
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Kühnemuth in ForsthauS Falkenbach,
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12/8.
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Prejcher in GerShausen,
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12/8.
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Kranz in Kirchheim,
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13/8.
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königlichen Forstmeister Caesar in HerSfeld,
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13/8.
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Forstafiefior TobiaS in HerSseld,
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13/8.
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Förster
Hammer in HerSfeld,
13/8.
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Schaakr in Unterbaun,
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13/8.
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Main, in LmLvrnyaui-n.
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13/8.
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Zangermanr. in Wwvrrs- nair.
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13'6.
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Sännio: M Wüsti ch.
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iS nanu rat wenige Barre, um u.m umauc-'m it me Leu roll Sorge um Inuuu in Jen lernen Ite-.ä wn Meuiche». He am zerparmiku ölicken mr ue lärmigen neuen Luchsiaom wamen.
,Zbr Kraulern Tochter gebt am wir lach D., 6re Summe weiter auSzubilden. Sie ist e« mr m guter Cbnut. Sorgen Sie sich nicht daonde E. Lpomiängerm", lasen sie. Sprachlos ichame nnS in des anderen Antlitz.
»Ich habe eS gejagt*, begann endlich Bernhardi, nachdem er in höchster Aufregung eine grauen Lock« zerwühlt.
.Dir können der Menschen Schicksale nicht bestimmen, da greisen unsichtbare Mächte ein, vor Denen wir machtlos dastehen.-
»Mächte der Finsternis find eS!' rief der Profefior. »In trügerisch schöner Gestalt nahen uns ihre Saiblinge, uns zu verführen. Ich hoffe, Magdas reiner Sinn wird sich bald ab wenden von dem Lug und Trug da br^uße», reumütig wird sie zurückkrhrrn. Ich werde keine Schnur tun, sie zurückzurusai, sie muß selbst zur Erkenntnis kommen.' — Er wallte fest und Sari bleiben, und doch, als er sich jetzt erhob, bebte die hohe Gestalt wie von verhaltenem innerem Schmerz. Seine Sagen ruhten traurig auf dem klemm Kreis. Ach, das lieblichste, hellste Antlitz, es fehlte darunter! Sie war nun wohl schon viele Meilen von ihm getrennt, und lange, lange Zeit mochte noch verstreiche», ehe er sie wieda sah, wenn sie überhaupt zurückkehrre.
»Komm, Barer, laß mS imunterqtäen. lu^bdhnri der Ruhe* agre Äse und faßte ene Satten Hände. Bitten toi ließ er sich orm ,br und Bernhard, nach Haute fäfirai. De
am 22 8. dem Königlichm Forstan'ieher Äörner in Heringen, , 29/8. , , Forstmeister Schulz in HerSseld, „ 29 8. „ , Förster TeuSler in ForsthauS MönchtS,
, 29/8. , , Hegemeister Stege in HerSseld,
, 29/8. , „ Förster Tunecke in GitterSdorf,
, 29/8. , , Hkgrweister Buge in Heen'S, , 29 '8. , , Förster Drusche! in Gillersdorf, , 29/8. , , , Nogatz in Tann,
, 29/8. , , , Revihardt in KalkobeS,
, 29'8. , Röniglichm Forstaufteher Lurz in HerSjeld. B. Tagesjagdscheiue: Leine!
Der Landrat
von GruneliuS.
Hersfeld, den 28. August 1912.
Diejenigen Herren Bürgermeister, welche meine Verfügung vom 14. d. MtS. J. A. Nr. 5847 betreffend Aufstellung einer Finanzstatistik der Preußischen Städte und Landgemeinden noch nicht erledigt haben, werden hieran mit Frist bis zum 4. k. MtS. erinnert.
Der Vorsitzende des Kreisausfchusies:
I. A. Nr. 5847. von GruneliuS.
nichtamtlicher teil. .
Seban.
Der 2. September, an dem vor nunmehr 42 Jahren noch der siegreichen Schlacht bei Sedan 85 000 Franzosen die Waffen streckten und obendrein der ftanzöfische Kaiser Napoleon HL gefangen genommen wurde, er gehört nicht nur zu den Glanzpunkten deS deutsch-französischen SriegcS, er ist ein wirklicher Markstein in der Völkergeschichte überhaupt. So ist eS denn auch in Deutschland jederzeit aufgefaßt worden, und die Erinnerung an jene große Zeit wird dankbar gehegt und gepflegt. Die vielen Sedanseiern bekunden eS, und immer wieder weckt eS helle Begeisterung, wenn von damals die Rede ist. Die Hauptsache bleibt natürlich, daß eS keine blaffe vorübergehende Feststimmung ist, sondern daß man im freudigen Gedenken an die hohen RuhmeSrage nun auch allezeit eine kerndeutsche, echt vaterländische treue Gesinnung brtätige. Enkel mögen kraftvoll walten, schwer Errung'neS zu erhalten!
Einer unserer neueren Historiker hat im Hinblick auf 1870 gejagt: „Es war dir Zeit einer unvergeßlichen Seelenerhebung die das Volk der Einzelstaatrre! und der Demm gegen Das AuSiand im Helbenovser gemeiniamei Swiackuen zur ur- v^rüchlrcher. H^zeiSnnher: ineinander gertymiebe bre Leursch- hmt zur ruhmvollster. Safrenmadu K ErvenrmidS g»- wandet: uns Dar rümuger Bürger nr ^airrlandr ant oian-jer
■ Sarnr eergntg odm ruf trat! Starrer sich nur Stumme- lwrofier. Rü der I.vrucr aubruch t-. c mier :" DaS raun Hmö n öDe, n rmurn, a» tite D.m::« . Ora Der rnom en Surfe Orn-Te tnÄrteg^ra .an mr trrr a aura ve üUki SJurnr. 3» -.uctißi - ^.e e rar *yra « für me t» rmeee e:m rmmwefte, 2tr mmüre- mfc De srattet Darranq. a-raae nii« m ;a*u<a inrue nn- manr. See anen etnuiee Bnüw nn vor //irr vw-t euer mqttanqetun *::drr: mt man i-mrea rurtn Srir. tut » JLotatt ann r trage. <:i«n nu turn ev'cua:.—rren Binov. er rannten im, 3hq SagDer liteeibetr db luge vorver m Haar jetragen. Timeve» lagen oetfe Trfb* Humen.
Wagöa liebte L überall n Halb una Zid Blumen zu ostückm. aber sie taue S uergeifen. Dietefben m Laster zu stell«. Es lag ein eigener webmai:qrr Zauber in len netten Blumenklndern, sie nannten an das schnelle Schwinden und Welken aller Lebensfreuden.
Sorgsam suchte Werner die Blumen zutammen, waren sie ibm doch tote letzte ?rüße von seinem fernen Kinde. Lange, lange Stunden saß er in dem kleinen Zimmer. Er hatte den Äpr in beide Hände gestützt, heiße Tränen rollten oon den blaffen Sangen herunter und netzten die mitten Blätter und Blüten. ,3ou schütze sie,“ murmelte er le:«« und feine Hände falteten sich zum innigen Gebet für sie, deren Bild Held und Lebiich vor seinen lugen erstand, Blumen in den schlanke» Händen.
Ein trüber graaer Himmel wölbte sich über der Hauptstadt D. Langsam und stetig fiel der Regen herunter. Trotzdem es erst fünf Uhr war, bräunten die *3a^Internen schon in den Straßen, in ihrem edjän nabtE« sich die hohen Häuser. daS schmutzige st raßenvstaster. In Kennen, tndie mir Regenichirmen aewo^ar:, stüchog Dahin alten, recht müo- feig auS
Ja der S-Smaße lefinte in einem der iiiiien 'aul-chen Häuser an Herr zum .seniler amauS. — ,ES ist, ils «olltr * Sinter wWvw,/ jagte er mu nanate ich in ane Stere
je' :- der Meere daS lang entbehrte Recht und den säst vergeffmen Stolz zurüchrrzrbm bat, ein Deutscher zu heißen.' Welch eine Wendung, welch eine Mahnung! Und da taucht auch daS BUd deS genialen deutschen Mannes auf, der am 2. September den gefangenen Napoleon zu König Wilhelm geleitete: Bi-marckS Verdienst :st eS gewesen, daß au3 Blut und Eisen die demsche Ernhat wundersam Hrrauchieg.
Daher gilt der Sedontag dem deutschen Volk in allen feinen uatLoualgefinuteo Schichten in erster Linie als S-mbol der unter unzähligea jchwnen Cpferu wieder errungenen Einheit unter einem kraftvollen Herrscherhaus; er gilt dem Dank für die vorbildliche beidjeikw Große deS erfien deutschen Kaisers, |6t den ersten großn» Kanzler deS Deutschm ReichS Ctto von BiSmarck, für die Hrersührer und ihre tapferen Truppen, dem Tank an alle deutschen VolkSstämme, die in voller Hingebung an dem Siebaauibau des Deutschm Reiches wirkten. Um so eindunglicher gilt eS, der heutigen Jugend, der Schuljugmd, jene Zeitm des nationalen AusschwunzeS vor Äugen zu führen, alS zerstörmde Kräfte daraus ausgehm, gerade in den Schulen daS nationale Empsinden nicht auf« kommen zu lassen oder eS zu ertöten, um die Volksschule zu einer Pflegställe deS „Geistes der SozialiSmuS' umzugestaltm.
Auch der diesjährige Sedantag mahnt unS vor allem daran, niemals die nationalen Kräfte erschlaffen zu lassen, wenn nicht daS von den Vätern Ererbte schmählich verloren gehen soll. Nach Beendigung deS fiebenjährigm KriegeS legte Preußen die Waffen aus der Hand; daS Häuflein der kriegerischen Scharen Friedrichs des Großen hatte sich gegen ganz Europa behauptet. Der Glanz deS preußischen Waffenruhmes schien unauslöschlich. 43 Jahre später brach die Katastrophe von Jena und Auerstedt herein. DaS Werk Friedrichs bei Großen sah sich der Vernichtung preiSgegebm. Und doch — noch unter den Trümmern des ZusammenbruchS, welche unerschöpfliche VolkSkraft an nationalem Willen zum Wiederausbaul Diese sittliche Kraft in allen Zeitstürmen zu bewahren, dort, wo sie zu erlahmen scheint, wiederzugewinnen zu suchen, daS sei daS Ziel von hoch und niedrig aller GesellschaftSschichtm und daS Gelöbnis, worin sich alle national gerichteten Parteien trotz aller sonstigen Unterschiebe in ihren politischen Bestrebungen und Jdealm zur Erhaltung und Stärkung deS dmtscheu ReichS in Begebung deS Nationalsestes vereinigen sönnen. Möge unS der Sedantag ein kräftiger Antrieb sein, den hohen idealen Güt-m un'eres Deutschtums nachzufinnen; möge er immer von neuem begeistern zu wirklicher, tapferer und opferfreudiger Vaterlandsliebe!
8MI nr iit 4Milz Sriitafiri ittii to'eiw.
Die Reihe de- glänzen Der. Jbe-.anitaltunger. am Berliner Haft, die out Aniof der kni-^vmade fiatlhnDer.. or Da bo tametüä uiestruL ruche: Dem ^mdeloN! auch Das neu«
I Tmn» o» nr duarn bei eu^sittor Sa.aiS er: y^u<C -q um «n? sjpr.iir eu®K urfle zr u-:-sn tu ittr rang — ,2:ter rnnnr ••:"••.. ^r KHmu, an Da Si.^n vas ürSitfc. ü^6 «amt. m t^ üi :- <l Svmrursl
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#Er ten «m? TisWk m * wn,^ r^nn 5e :iuiir/n man dnne - r L ra pentrridtar Eni.lll« mt*» rqea ' rrtwc.-rt; ur T-mu ,.iS r rü an y «^ ler n Den c-TUK-ra * :.".ß ane MSN« Lallaw! amen e6r He
r^oennwinn reginm, rkläne str w oterzebn T.uzm. sich her st-.chen packen mv wnstr -hub X tsingen. Uebtrqenl muß 1: n diesen Tagen juräeffc&ren, Joßenqrrn oll neu >mstudiert oerden ; Gabnche wird die Ella ragen, Dr Ritter Herr Rotmann bot sich chon heute nach chr sttaibigt, übermorgen 'ollen He L oben Beginnen. Ich glaube ich böte iene Summe wieder im Boisoal, etras her lichen Klang bat dieie Tenorstimme, jedes Don, waS er spnchl, Singt wie Musik.'
„Herr Nanmmn!' meldete eben Liinre, )ie Zoke, und ein großer, o-onder Herr cr'^.m im Rahmen der Tür.
,Fri:l:rn G:b'ele w-:d in einer Stande hier fr.n, Bauer hat die Tcmen ge^irn gr:hen und gefp:c *en, er hat es mir 'leben enäült, und ich beeile mich, Ka«, gnädige Frau, die ^::he Nwchncht zu b:mgm.' Mit tiifai Don« trat a, die Anwisenden begrüßL d, in den Soloo.
»Sie bringt eine jrage, Hübiür Xante mit, eine ^t:»-nea» tochwr aus Zbärnaen,“ ber^at* Ratr.ann.
,D:brsch«:n! - wieder tut angebliches Genie, welches meine Tochter ir.::ndwu aufgetden it,“ etunderle Frau Sanno, dir Stauer 2 ;äriefen», reägr.iat. ,S=e Sennen ja fte Marotten, Herr JSaroTt,* wanbte sie sich an bei Herrn, der wwder an 2i» Fenster geraten war. »Haben Sie doch selbst einmal solch ein Unglücks' nd wieder nach ihm H-:m« e^pebTritt muffen
M tie lerne isiallemmn" 'atfire in Baron von Folge^ldmü. ,Jn. daS war illerÜmgS an H? ßqrr, ch war Weifroü, M ich das ".an.' idv inte!ibe *5rätctji 'of mir.