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chlüchternerMung

Erscheint Mittwoch u. SamstagPreis mitArei-blatt" u. ,Gem-innütz!ge Blätter" vierteljährl. 1 Mk. Anzeigen kosten die kleine Zeile oder deren Raum 10 Pfg

Samstag, den 17. Januar

1891

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i^e>ftrll IttlfPlt "^ dieSchlüchterner Zeitung" t wird er sich doch noch wegen Desertion und Führens IltUUeiyKll werden noch fortwährend von allen falscher Papiere zu verantworten haben.

Postanstalten undLanddriefträgcrn

sowie von der Expedition entgegen genommen

Belbcrt (bei Elberfild), 12. Jan. DerV-lb. Ztg.

Deutsches Reich.

Berlin. Der Kaiser hatte am vergangenen Freitag eine Schlittenfahrt auf der Havel unternommen. Bst der Schwancnbrücke am neuen Garten verließ das kaiserliche Gejährt das feste Land und lenkte auf die breite schneebedeckte Eisfläche der Havel. Dem kaiser- li chn Schlitten voraus fuhr der Oberhofjägermeister v. Heintze, der am Tag vorher eine Probefahrt unter­nommen hatte. Die mit scharfen Stollen versehenen Pferde des kaiserlichen Schlittens griffen mächtig aus und binnen wenigen Minuten halte man, die Havel überquerend, dre Heilandskirche bei Sacrow erreicht. Dort ließ der Kaiser umwenden und fuhr nach der Schwanenbrücke zurück durch den Hasengraben nach dem Heiligensee. Mit großem Jubel wurde der Kaiser auf der Eisbahn, wo gerade Konzert stattfand, von dem zahlreich versammelten Publikum empfangen.

Nach der gestrigen Ei klärung des Finanzministers Dr. Miquel steht die Veröffentlichung der Zusammen­setzung des Koch'schen Heilmittels schon für die nächste Zukunft bevor.

Aus Parchim wird gemeldet: Generalfeldmarschall Graf von Moltke hat jetzt über die Parchimer Moltke- stiftung seine Bestimmungen getroffen. Er hat dieselbe in zwei getrennte Stiftungen getheilt: einen Moltke- HauSfonds, aus dessen Mitteln das Geburtshaus ange» kauft, erstmalig ausgebessert und mit einem zur würdigen Erhaltung des Hauses bestimmten Vermögen von 20,000 Mark versehen wird, und einem Capitalfonds, welcher dem Feldmarschall zu überweisen ist, meiner daraus nach freiem Ermessen eine Stiftung zn wohl­thätigen Zwecken begründen will. Das Geburtshaus selbst bleibt nach Graf Moltkc's Verfügung für Ver­wandte seines Namens reservirt. Die Verwaltung des Moltke-Hausfonds führt ein in Parchim zu bestellender Vorstand. Die Verwaltung der aus dem Capitalfonds begründeten wohlthätigen Stiftung übt der Generalfeld­marschall selbst; nach ihm der Nachfolger im Besitze der Fidelcommisses Kreisau.

AuS Schleswig, 12. Jan. Die Eisverhältnisse sind hier selten so anormal gewesen wie gegenwärtig. Zwi che» dem Festlande Schleswigs und den puseln der Nordsee- oo.t Sylt bis Nordstrard, dehnt sich eine

schreibt man: Etwa acht Tage vor Weihnachten legte die Frau eines hiesigen Fabrikanten Geld, unter welchem sich auch ein Hundertmarkschein befand, in die Kachel eines Ofens nud dachte daran nicht weiter. Als nach einigen Tagen die Magd beim Putzen des betreffenden Zimmers den Ofen einheizte, fiel der Frau ein, daß sie in denselben das Geld hineingelegt hatte; als sie hinzukam, fand sie den Hundertmarkschein, welcher vier­mal zusammengefaltets war, schon verkohlt vor, sodaß nur noch die Seriennummer zn erkennen war. Der Schein wurde von einem hiesigen Bürger, wie er da war, fein in ein Schächtelchen zwischen Watte gelegt und der Verwaltung der R-ichsschulden eingesandt, welche den Betrag dafür kurz vor Weihnachten mit 100 Mk. einsandte. Die Freude der Frau war groß, denn die­selbe hatte den Betrag bereits verloren gegeben.

Vom Landgericht in Gera ist der Bauunternehmer K. A. Buchmann in Debschwitz wegen fahrlässiger Tödtung zu drei Monaten Gefängnis kostenpflichtig ver- urtheilt worden. In seinem Haus war eine Frau durchgebrochen, in den Keller gestürzt, und nach 14 Tagen gestorben.

Naueu, 13. Jan. Ein Naturwunder kann man gegenwärtig hier sehen. Mitten im kalten Winter steht dort gegenwärtig auf dem Nätebusschen Gehöft am Wall ein Birnbaum in Blüthe, welcher sich auf dem Hof in einer keineswegs geschützten Lage befindet.

Biblis (Hessen), 10. Januar. Wir lesen in der Pf. Pr.": Am Dienstag Abend fand zu Biblis (Hessen) einBartkongreß" statt. Die dortigen Rafirer hatten nämlich das Honorar für das neue Jahr um 50 Prozent erhöht. Es wurde deshalb eine Versammlung bezüg­lich Besprechung der Bartangelegenheiten abgehalten. Dieselbe war stark besucht. Kurze Debatten und längere Reden wechselten mit einander ab, besonders sei auf den mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag des Ge- meinderaths B. aufmerksam gemacht. Genannter Redner beantragte, alle Bärte stehen zu lassen; ein schöner Bart ziere seinen Mann, ja er sei das Zeichen echter Manneskraft. In beredten Worten wies er dabei auf Kaiser Friedrich und auf den Landesherrn als Vorbilder hin. Zum Schlüsse versäumte er nicht, auf das Wohl und Gedeihen deszukünftigen Bartvereins" ein drei­faches Hoch auszubringen. Es hat nach alledem den

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halb die Saaten nur schwach entwickelt in den Winter gekommen sind. In Westfalen, Hessen-Nassau und der Rheinprovinz ist die Herbstbestellung durch u '.günstiges Wetter fast allgemein ebenfalls sehr erschwert und ver­zögert worden. In vielen B.zirken wird über Be­schädigung der jungen Saaten durch Mäusesraß Klage geführt. Die Vorbereitung der Aecker zur Frühjahrs­bestellung hat nicht überall in der gewünschten Weise gefördert werden können."

* Nach Mittheilungen aus landwirthschaftlichen Kreisen sollen die Frostschäden an den Baumpflanzungen ganz außerordentlich groß sein und strichweise denjenigen von 187980 gleichkommen.

* -V Die warme Witterung an den letzten drei Tagen und der Frost in der Nacht hat auf den Schnee eine harte Eiskruste gebildet, die besonders dem Wilde verderblich ist. Das Wild bricht bei jedem Schritt ein und verwundet sich die Läufe derart, daß es nicht mehr weiter kann, sondern zu Grunde geht ober den Füchsen zur Beute fällt.

* Die Absperrung sämmtlicher Bahnhöfe für alle Nichtreisenden soll, wie der Minister beabsichtigt, schon vom 1. April 1891 ab erfolgen.

Zur Warnung! Der Bauunternehmer K.ßler aus Horrmar ist vom Schöffengericht in Mühlhausen unter Annahme mildernder Umstände wegen Betrugs in ideeller Konkurrenz mit Vergehen gegen das Kranken- kassengesetz zu einer Geldstrafe von 200 Mk., im Un- vermögensfall zu 40 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. K. hatte im Sommer 1890 von mehreren Arbeitern höhere Beträge als die gesetzlich zulässigen erhoben, bzw. in Abzug gebracht und die in Abzug ge­brachten Beträge an die Krankenkasse nicht abgeführt.

* Die Frage, ob Versicherungsmarken von den Post- anftor n umgetauscht werden müssen, ist soeben durch die Äaiferl. Postdirektion in Kassel entschieden worden. In der auch für weittcre Kreise bemerkenswerthea Ent­scheidung heißt es, daß die postanstalten nicht verpflichtet sjnv, verkaufte Marken, also auch die Versicherungsmarken zurückzunehmen. ES ließe sich solches mit Rücksicht auf die Buchung über Einnahme und Ausgabe der Werth- zeichen zur Zeit auch gar nicht einführen. Nichtsdesto­weniger würden die Schalterveamten aus Ersuchen Marken Umtauschen, wenn sie voraussetzen dürfen, daß sie während ihrer Dienstperiode die umgetaufchten Werthzeichen noch an andere Käufer absetzen werden.

Zur Vermeidung von Unfällen im Gewerbe- b- lebe in Folge von Trunkenheit hat das R--ch-r-?.

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