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Monnements-Kmladrmg.

Bestellungen auf das 4. Quartal 1893 (Oktober, November, Dezember) der

bitten wir durch die Post (auch Landbriefträger) oder Boten gest, aufgeben zu wollen, und zwar möglichst bald, da die Nachlieferung bereits erschienener Nummern nicht immer

möglich ist. 9£eu zutretende Abonnenten erhalten die Zeitung vom Tage der Bestellung an b-° Endc d. Bits, gratis. Me ^pebitiOH.

Hamburg Choleraerkrankungen gemeldet, davon 6 mit tödtlichem Verlauf. Es ist indessen zu hoffen, daß diesmal die Epidemie in der im Vorjahre so schwer geprüften Handelsstadt keine weitere Verbreitung erlangt. Das Hamburger Medizinalkollegium macht bekannt, daß durch Bodensenkung bei der Sandfiltration am 15. Sept. etwas unreines Wasser aus dem alten Zuleitungskanal mit in die Leitung geflossen ist. Der Schaden ist bereits seit Sonnabend beseitigt, die Filter fungirten tadellos. Also wieder ein Beweis, daß das Wasser

Reserve, Landwehr und Landsturm.

In den Aenderungen der Wehrpflicht vom l I. Febr. 1888 war die Bestimmung getroffen, daß die Offiziere und Stamm-Mannschaften des Bezirks Kommandos, die Offiziere der Prvvinzial-Landwchr-Infanterie und alle aus dem Landwehr-Bataillonsbezirk im Mobilmachungs­fall hervorgehenden Infanterie-Formationen statt der bisherigen Regiments - Nummern die Nummern ihrer Infanterie-Brigade tragen sollen. Für die Formationen ist dies bereits wieder aufgegeben und wird voraus­sichtlich bald auch für die oben bezeichneten Personen in Wegfall kommen. Sowohl die Ncserve-Jnfanlerie- Regime.. r der >ror^ äl-Armec«Korps als die Landwehr-

| Träger der Cholera ist. Die Cholera - Kommission des lebhaften Dank ausgesprochen, jedoch auf Annahme des ^amburger Senats, welche sich bereits aufgelöst hatte. Kaiserlichen Anerbietens verzichtet auf den Rath von!^ ^0" "^ Bekanntwerden des ersten Tholerafalles Prostssor Schweninger, welcher sich gegen Aenderung' Eber zusammcngetietem und hat alle Vorsichtsmaß- des gewohnten Aufenthaltes ausgesprochen hat".Jegeln die im vorigen Jahre angeordnet wurden, der Diese Nachricht wird in den weitesten Kreisen des Bewohnerschaft zur Anwendung empfohlen.

deutschen Vaterlandes mit aufrichtiger Freude begrüßt °» k-n-ng wird aurgeforberU das Leitungswasser nur werden, bedeutet sie doch den ersten Schritt zu einer ?^ ^cht zu genießen. Auf Anordnung der Hamburger

des gewohnten Aufenthaltes ausgesprochen hat"

Die Be-

Jnfanterce- lieg Nummern unt Regimenter, deren ün

agen künftig wieder Regiments- migen der entsprechenden Linien- :m sie unter Weglassung von

Namenszügen rc. und .it einigen Besonderheiten tragen, die weiter unten Erwähnung finden. Nur die Land- sturm-Jnfantcrie-Bataillonc tragen die Brigade-Nummern und zwar derjenigen Infanterie-Brigade, welche die Bataillone aufstellt. Die Infanterie der Reserve und Landwehr wird bei den Bezirks - Kommandos formiert. Sämmtliche übrigen Truppengattungen dieser Kategorie aber werden durch Truppenteile des aktiven Heeres ausgestellt und tragen deren Uniform bezw. Nummern, so die Reserve.Jügcr-Bataillonc, die Reserve-Regimenter der Kavallerie, ebenso die Landwehr-Eskadrons derselben, die Rcserve-Feld-Artillerie-Regimcnter und Munitions­Kolonnen, die Landwehr-Feld - Artillerie - Abtheilungen, die Landwchr-Fuß-Artillerie-Truppentheile, die Reserve- und Landwehr - Formationen der Pioniere. Was die Landsturm - Formationen der übrigen Truppen« Gattungen betrifft, so werden die unberittenen Eska­drons der Kavallerie bei Regimentern dieser Waffe auf­gestellt und tragen deren Uniform. Die Formationen der Fuß-Artillerie, Pioniere, sowie die Landsturm- Batterie werden von den Divisionen ausgestellt und tragen deren Nummern. Was die Litewka, den nach Art der Bluse geschnittenen Tuchrock (der für Landsturm weiter, und zum Ueberzichen über den Zivil-Anzug geeignet ist), betrifft, so wird diese sowohl von der Landwehr-, als von der Landsturm-Infanterie getragen, von ersterer mit der Nummer auf der Schulterklappe, von letzterer auf den Kragenpatten, beide tragen auch statt des Helms die Wachstuchmütze. Bei der Artillerie und den Pionieren tragen nur die Landsturm-Formationen die Litewka und Wachstuchmütze, die übrigen haben Waffenrock und Helm. Der Landsturm der Infanterie ist noch nicht vollständig mit Uniformierung ausgestättet, bis dahin wird die Ausrüstung mit Feldmütze, Armbinde bei im übrigen bürgerlicher Kleidung, von der nur die Hosen mit rother Schnur besetzt werden, bewirkt. Alle Reserve- und Landwehr - Formationen haben an der Kopfbedeckung ein Landwehrkreuz von weißem, die Landsturm-Formationen von gelbem Metall. Durchweg wird bei Reserve-, Landwehr- und Landsturm-Forma­tionen der Infanterie schwarzes Lederzeug getragen. Die Reserve-Jnfanterie-Regimenter der Garde-Korps tragen die Uniform der entsprechend benannten Garde- Jnfantcrie-Regimenter (ohne Namenszug), schwarzes Lederzeug und am Helm den Garde-Landwehr-Adler.

völligen Aussöhnung unseres Kaisers mit dem hoch­verehrten Manne, der bis in sein greises Alter hinein das Reichsschiff als treuer, kernfester Steuermann gelenkt hat und dem deshalb Millionen Herzen in freudigster Ergebenheit heute noch schlagen und um den sich zu schaaren Tausende und Abertausende deutscher Männer bereit sind, jetzt und immerdar!

Siegreiches Gefecht in Deutsch-Ostafrika. Der ReichSauzeiger" publicirt folgendes Telegramm über ein siegreiches Gefecht der deutschen Schutzlruppe in Ostafrika:Dar-es-Salaam, 14. September 1893.

Sanitätsbehörden ist die Quaranläuestation Concordia

zur Aufnahme Choleraverdächtiger wieder eingerichtet. Die Bevölkerung ist sehr entmutigt. Der Kapitän des DampfersG.allila" ist in Hamburg verhaftet worden, weil er gestaltet hat, daß Cholerakranke an Bord die Quarantäne durchbrochen haben.

Humburg, 2. Sept. In den letzten 24 Stunden wurden 10 neue Erkrankungen an Cholera gemeldet, zwei der Erkrankten sind gestorben. Die Fälle sind über das ganze Vorstadtgebiet zerstreut. In der inneren Stadt und am Hafen ist bisher kein Cholerafall vorge- Ein- Abtheilung der kaiserlichen Schutztruppe hat die in! kommen. Von den früher erkranktenPersonen ist einer Ugogo gelegene Haupttembe der Sanyenye des Wahehe-^^iorben. Die übrigen Falle we> laufen meist sehr leicht. Häuptlings Sinjangaro siegreich erstürmt. Lieutenant! . ^ beiu noimegtfd)en ©ampfer ist ein - - - - ~ - Heizer an Cholera erkrankt. Das Fahrzeug wurde

Fließbach gefallen. Lieutenant Richter leicht verwundet.

- Der Staatsbankerolt in Griechenland macht behördlich desinsizirt und hat alsdann den Hamburger weitere Fortschritte; jetzt wird angekündigt, daß auch ^f Hostie Vormittag fanden weitere drer

Der Staatsbankerolt in

die an diesem I. October fälligen Coupons der 4pro-

Choleraerkrankungen in der Steinstraße zu Alton«

zentigen kons. Goldanleihe nicht in Baar gezahlt werden klatt. Das Warterpersonal tn den Eppendorfer Cholera­sollen, sondern in Anweisungen auf eine griechische ooracreu ist versiarkt

UnUie. Das war vorauszusehen; nachdem die grie- . . ^on unerhörten Ausbeutung des Zwangsver« chische Regierung einmal den Weg des Bankerott- stngerungsverfahrens durch gewflse Perionen giebt em

macheus betreten hat, ist an ein Aufhören nicht mehr! Borfall, r er pch am vorigen ^Mittwoch in Groß- zu denken. Griechische Anleihen sind in Deutschland «Welle ereignet hat, ein äußerst lehrreiches Bettpiel.

Anleihe.

Das war vorauszusehen; nachdem die grie-

Deutsches Reich.

Berlin, 20. September. Aus Güns wird gemeldet: «Dem Vernehmen nach hat Se. Majestät der Kaiser Wilhelm, welcher erst nachträglich von der schweren Erkrankung des Fürsten von Bismarck Kenntniß er­halten hatte, demselben von hier ans telegraphisch Seine Theilnahme ausgesprochen, und mit Rücksicht auf die ungünstigen klimatischen Verhältnisse in Fricdrichsruh ihm in einem der kaiserlichen Schlösser Wohnung ange­boten. Fürst v. Bismarck hat Sr. Majestät noch an demselben Tage in ausführlichem Telegramme seinen

im Betrage von 579,227,500 Franks untergebracht, also an 460 Millionen Mark; sie sind heute kaum den dritten Theil des Nennwerthes im Börsenbericht notirt, an 300 Millionen Mark sind also allein hierbei ret­tungslos im Wasser versunken. Wer die Hoffnung auf einen Wechsel der Dinge nicht sinken lassen will, mag sie sich wahren, aber er darf in der Geduld nicht ermüden. Das deutsche Kapital hat hier eine gewaltige Ohrfeige erhalten.

Einen recht zeitgemäßen Aufruf erläßt der Vorstand des Brandenburger Bezirks desDeutschen Kriegerbundes". Derselbe lautet:Nur wenige Wochen trennen uns von dem Zeitpunkt, an welchem Tausende junger Männer nach treu erfüllter Dienstpflicht im Heere in das bürgerliche Leben zurücktreten. Viele von ihnen sind, als sie dem Ruf zu den Fahnen Folge leisten mußten, aus sicheren Arbeitsstellen herausgcrissen und wissen jetzt nicht wohin sie sich wenden sollen, um ihr Brod zu verdienen; mit schwerem Herzen sehen diese dem Tag entgegen, an welchem sie den Zivilrock anziehen müssen. Der Vorstand des Bezirkes hat daher beschlossen, hier helfend einzugreifen. Unentgeltlich will er diesen Reserveleuten, soweit nur irgend möglich, Stellen nachweisen, und er hofft, in allen Kreisen auf llittcrstückung rechnen zu dürfen." Der Aufruf, dem durch die amtlichen Organe weiteste Verbreitung gegeben werden soll, schließt mit der Mahnung an Alle, die Stellung zu vergeben haben, sich zu melden.

Die Cholera. Dem Kaiserlichen Gesundheits­amt in Berlin ist vom 15. bis 18. September nur ein Cholcrafall angezeigt worden. Derselbe ereignete sich in Wanheim bei Duisburg und betraf den inzwischen verstorbenen Vater eines ebenfalls an der Cholera erkrankten Arbeiters. In Rom ist kein neuer Er- kranknngsfall vorgekommen, in Palermo sind am Sonntag 10 Personen an Cholera erkrankt und 4 gestorben. Im europäischen Rußland sind in den ersten 8 Monaten dieses Jahres nach amtlichen Nachrichten 22 832 Personen an der Cholera erkrankt und 8315 gestorben. In 67 Gouvernements und Distrikten sowie in den beiden Hauptstädten ist die Cholera aufgetreten.

Hamburg. Dem Reichsgesundheitsamt sind aus

Es kam eine große Anzahl von gebrauchten Kipp-Lowrys

nebst Schienen :c. zum Verkauf und erzielte 1200 Mark. Eine Stunde später versteigerte der Käufer die Gegenstände nochmals und erreichte dabei ein Meistgebot von 4000 Mark. Kurz darauf wurden die Sachen zum dritten Mal ausgeboten und nochmals verkauft für 6000 Mark, also mit einem Gewinn von rund 4800 Mark in wenigen Stunden, um welche Summe also Schuldner wie Gläubiger gebracht sind.

Aus Ostpreußen. Ueber einen Apfel gerieten zwei Kinder des Arbeiter S. zu Stuhmersfelde (Reg.-Bez. Marienwerder) in Streit. Der 9jährige Knabe sagte zu seiner Schwester:Wenn Du mir den schönen Äpfel nicht gibst, dann weiß ich, was ich thun soll, ich steche Dich mit dem Messer todt, und der schöne Apfel ist mein." Ohne sich zu besinnen, stach er auch, wie dieTh. O. Z." berichtet, sofort die Schwester mit dem Messer in die Brust. Der Stich ist, wie der Arzt festgestellt hat, mit solcher Kraft geführt, daß er zwischen den Rippen hindurchdrang. Die Verletzung ist äußerst lebensgefährlich.

Eiscnach, 16. Septe. Mit den Bahnsteigkarten wird die preußische Staatsbahn-Verwaltung auf dem Bahnhöfe Eisenach voraussichtlich schlechte Geschäfte machen. Auch derjenige, der nicht verreisen will, aber aus irgend einem Grunde den abgesperrten Bahnhof betreten muß, wird wohl schwerlich eine Bahnsteigkarte lösen, da ihm die Gelegenheit geboten ist, durch den Kauf einer noch billigeren Fahrkarte durch die Sperre hindurchzukommen. Dies ist die Fahrkarte IV. Classe nach Eisenach - West, welche nur 5 Pfennig kostet, während man für die Bahnsteigkarte 10 Pfennig erlegen soll.

Ein Händler in Mühlhausen hat kürzlich von einem anderen, ihm befreundeten Händler folgende Postkarte erhalten:Geehrter Herr S.! Alle Schweine auf den Bahnhof bestellt. Sie erwarte ich auch da. Kann erst morgen kommen, weil Personenzug keine Ochsen mit« nimmt. Rindvieh im Preis gestiegen. Sehen Sie sich

vor

wenn Sie Ochsen kaufen, denken Sie an mich!

Bonn, 16. September. Ein Elephant hat dieser Tage auf dem Pützchens-Markte gute Vorspanndienste