SchlüchternerMtung
mit amtlichem Kreisblatt, Monatsbeilage: Landwirtschaftlicher Ratgeber.
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Wochenbeilage: Illustriertes Sonntagsblatt.
Erscheint Mittwoch und Samstag. — preis mit „Areisblatt" vierteljährlich 1,20 Mk. — Anzeigen kosten die kleine Zeile oder deren Raum 12 pfg.
J£ 52.Mittwoch, den 28. Juni 1916. 67. Jahrgang.
Unter Sem MerKöcKrten Schutze Jhrer Majestät der Kaiserin und Königin.
Delß^f^ttN für öie -eutfchM
Kriegs- «nö Jivilgefangenen.
Unerschütterlich steht unsere Front in Feindesland, ein eherner Wall und eine Bürgschaft des deutschen Sieges. Unvergleichliche Lorbeeren haben sich unsere Marine und fern der Heimat unsere Schutztruppen errungen.
Groß und stark muß der Wille der Daheimgebliebenen sein, wenn es gilt, weitere Siege deutscher Opferfreudigkeit zu erringen.
Diese Opserfreudigkeit soll heute den gefangenen Deutschen in Feindesland zugute kommen. Ihre Rot steigt mit der Dauer des Krieges.
Getrennt von Heimat und Familie, in Unkenntnis über die wahre Kriegslage, schmachten sie fern vom Vaterland, in ungewohntem Klima, oft bei schwerer Arbeit und unter harter Behandlung.
An uns Daheimgebliebenen ist es in erster Linie hier zu helfen, auch die vor dem Feinde Stehenden werden es sich nicht nehmen lassen wollen, ihren Kameraden in der Gefangenschaft beizustehen.
Eine deutsche Vslksspende
soll dazu beitragen, die Not der deutschen Gefangenen in Feindesland zu lindern.
Sie soll mittelst«, daß unft^ Müder gesund an Körper und Oerh wieder in bu Leimat zu den Ähren zurüMehreu können. Hier einen Sieg deutscher GpferfreudigKeit zu erringen, ist unser aller Pflicht, damit unsere Landsleute in ihrem deutschen Stolze, ihrem deutschen Willen und ihrer Zuversicht in den deutschen Sieg unerschüttert bleiben.
Wie diese Gefangenen in tiefster Seele der Heimat treu sind, so wollen wir die Treue gegen sie bewahren!
Jeder Deutsche
aus allen Gauen, ob arm, ob reich, soll sich an dieser Spende beteiligen, große Summen sind erforderlich.
Unsere Brüder sollen in der Gefangenschaft aufgerichtet werden und-zurückgekehrt-freudig von der großen Hilfeleistung erzählen.
Jeder von uns soll dann sagen können: „Meine Kabe war auch dabei!"
Der Ehveuausschustr
von Bethmann Hollweg
Reichskanzler
Dr. Kaempf
Präsident des Reichstags
von Jagow
Staatssekretär des Auswärtigen Amts
Dr. Solf
Staatssekretär des Reichs-Kolonialamts
von Capelle Admiral
Wild von Hohenborn Generalleutnant Kgl. Preußischer Kriegsminister
Freiherr Kreß von Kressenstein
Generaloberst
Kgl. Bayrischer Kriegsminister
von Wilsdorf Generalleutnant Kgl. Sächsischer Kriegsminister
Staatssekretär des Reichs-Marineamts
von Marchtaler
General der Infanterie Kgl. Württembergischer Kriegsminister
Fürst von Hatzseld Herzog zu Trachenberg
A. m. W. b. als Kaiser!. Kommissar und Militär-Inspekteur der Freiwilligen Krankenpflege.
Die Detftän&e
des „Zentralkomitees der deutschen Vereine vom Roten Kreuz", des „Vaterländischen Frauenvereins" und der „Landes-Frauenvereiue vom Roten Kreuz", der „Evangelischen Frauenhilfe", der „Ausschüsse sür deutsche Kriegsgefangene", der Vereine „Hilfe für kriegsgefangeue ~ ..... .... -Orden", der „Kriegsgefangenenhilfe des Christlichen Vereins Junger Männer", des „Caritasverbandes sür das
, des „Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes", des „Ausschusses zur Versendung von Liebesgaben^ an kriegsge-
Kreuz", des „Vaterlands chen Mrauenver« „____, ... „Ausschüsse sür deutsche Kriegsgefangene ,
den", der „Kriegsgefangenenhilfe des Christlichen Vereins Junger Männer", d des „Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes", des „Ausschusses zur Versendung fangene Akademiker", des „Kyffhäuser-Bundes der deutschen Landes-Kriegerverbände".
Deutsche", der „Ritter-O katholische Deutschland",
KauptaröeitsaussPllß: Geschäftsstelle Aertin W. 9, Budapefter Straße 7.
Wir bringen vorstehenden Aufruf hiermit zur offensiven Kenntnis und sprechen dabei die Bitte aus, die Spenden auch im Kreise Schlüchtern recht reichlich fließen zu lassen. Jede Gabe ist willkommen. Jeden Einzelnen, besonders aber die Herren Pfarrer und Lehrer und Bürgermeister des Kreises bitten wir, sich der Sammlung in besonderer Weise annehmen zu wollen. Als Sammeltage werden der 1. bis 5. Juli d. Js. besonders geeignet sein.
Die eingehenden Gelder, über die öffentlich quittiert werden wird, nimmt Herr Rentmeister Barthelmes hier entgegen.
Schlüchtern, den 20. Juni 1916.
Die beiden Rote Uvenz Vereine.
Anna von Trott zu Jot;
Vorsitzende des Vaterl. Frauenvereins.
von Trott su Holz komm, Landrat.