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Wochcnbeilage: Illustriertes Sonntagsblatt
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Erscheint Mittwoch und Samstag. — preis mit „Areisblatt" vierteljährlich 1,50 Mk. — Anzeigen kosten die kleine Zeile oder deren Saum 12 pfg.
Mittwoch, den 28. März 1917
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Man zeichnet Kriegsanteihe bei jeder Wank, Kreditgenossenschaft, Sparkasse, LebensnerstcherungsgesePchaft, Wossanssalt.
AnrtUÄ?es
Bisher gingen ein:
J.-Nr. 3209 R. K.
aus Züntersbach durch Herrn Lehrer Agricola —
. 30 Hemden,
d> von Frau v. Brandenstein-Zeppelin — 12 Hemden, e) aus Weichersbach durch Herrn Lehrer Klauer -
44 Hemden.
Wir danken herzlichst für die Zuwendung und bitten, uns auch von anderer Seite mit Unterkleidungsstücken siebenten zu wollen.
Schlüchtern, den 23. März 1917.
Männer-Verein vom Noten Kreuz.
spül-1 Abgabe von Kleie für die Schasböcke.
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Die Schäfer der Gemeinden können als Fulterbei- gabe für jeden Schafbock 20 Pfd. Kleie (Kornkleie) erhalten Und gegen Bezahlung (Pfd. 8 Pf.) bei Herrn Ludwig Hildebrand hier umgehend in Empfang nehmen.
Ecklüchtern, den 23. März 1917.
Der Vorsitzende des Kre^s - Ausschusses.
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Siegreiche Rückkehr der „Möwe".
S. M. Hilfskreuzer „Möwe", Kommandant Burggraf und Graf zu Dohna-Schlodien, ist von seiner
zweiten mehrmonatigen Kreuzfahrt im Atlantischen Ozean n ni| ngch einem heimischen Kriegshafen zurückgekehrt. Das )erbe| Schiff hat 22 Dampfer und 5 Segler mit* 123 100
Br. Reg -To., darunter 21 feindliche Dampfer, von denen
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8 bewaffnet waren und 5 im Dienste unter englischer Admiralität fuhren, und vier feindliche Segler aufgebracht.
Eine Kundgebung ans Arbeiterkreisen.
Der Bund deutscher Werkvereine richtete anläßlich der Reichskanzlerrede im Abgeordnetenhause an den Reichskanzler folgendes Telegramm: „Mit großer Freude haben wir die kraftvollen Ausführungen verfolgt, die Eure Exzellenz in der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses über die Erhaltung des sozialen Friedens nach dem Kriege machen. Da sich die Interessen der Arbeiterschaft mit denen der Unternehmer in dem Ziele der starken Entwicklung der deutschen Industrie zusammensinden müssen, ist das eigentliche Programm des Bundes deutscher SKrhereine. Wir be; ' grüßen deshalb mit besonderer Freude den Wunsch Eurer Exzellenz, daß uns der Krieg endgültig von dem Irrwahn eines zwischen den Interessen der Arbeiterschaft und denen der Arbeitgeber bestehenden Gegensatzes kuriert haben möge. Wir hoffen mit Eurer Exzellenz, daß es gelingen werd, das Vaterland vor allem vor inneren Erschütterungen für jetzt und die Zukunft zu bewahren." — Wir begrüßen diese Kundgebung mit einem aufrichtigen Bravo.
Aus Ehina.
In China scheinen sich Wirren anzubahnen Es wird die Verhaftung des ehemaligen chinesischen Ministers des Innern Sung Hung Ji berichtet, die in Peking lebhafte Erregung hervorgerufen hiben soll. Gerüchtweise verlautet, die Verhaftung sei erfolgt, weil Sun Hung Ji eine Gesellschaft zur Ermordung hervorragender Mitglieder der Regierung begründet habe und in eine Bestechungsangelegenheit verwickelt fei.
Wilson.
Wilson hat eine außerordentliche Session des Kongresses für 2. April einberufen._________________________ Die Preise der landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus derErnte 1917 und für Schlachtvieh.
Am Donnerstag, den 15. März 1917 fand unter Leitung des Präsidenten des Kriegsernährungsamtes eine Beratung der Minister der Bundesstaaten über Fragen der Kriegswirtschaft statt. Den Gegenstand der Beratungen bildete neben der Sicherung der Volköernähr-
ung für die nächsten Monate bis zur neuen Ernte der Preis und Wirtschaftsplan für das kommende Erntejahr. Die Grundzüge für die Organisation—Zusammenfassung der Bewirtschaftung des gesamten Getreides und der Hülsenfrüchte in der Reichsgetreidestell e, Beschlagnahme aller Fruchtarten für die Kommunalverbände, deren Setbstwirtschaft im allgemeinen in dem bisherigen Umfange aufrecht erhalten werden soll, verantwortliche Mitheranziehung der Gemeinden zur besseren Sicherung der Erfassung des Abzuliefernden, schärfere Ueberwachung der Wirtschaft der Kommunalverbände und der Mühlen, weiterer Ausbau der Sammel- und Ablieferungsstellen für Butter, Eier, Gemüse usw. — fanden die Zustimmung der Versammelten. Die nötigen Verordnungen werden auf Grund der Beratungen nunmehr so vorbc- reitet werden, daß sie rechtzeitig vor Beginn der neuen Ernte in Kraft treten.
MG. Kliegsanleihe und wißi:
^H-Mstr unerschöpfliches Nationalver- DögW Euer Darlehen an den Staat MWK sscheri,-
Jahre4.924 nicht herabgesetzt werden kann und darf,-
daß öerZnhaber dann Zurückzahlung zum vollen Nennwert verlangen kann,-
-aß jeder Zeichner durch Verkauf oder Äe- leihung, wann und wo er will, über das angelegte Geld ganz oder teilweise wieder verfügen kann,-
-aß jede Zeichnungssielle verpflichtet ist, über die Höhe der einzelnen Zeich- i nungen Stillschweigen zu bewahren^ i-aß auch der zeichnen kann, der kein bares Geld hat, weil ihm die Oarlehnskassen - andere Werte zu günstigem Zinsfuß beleihen;
daß ein günstiges Anleihe-Ergebnis unsern Feinden endgültig dieHoffnung rauben muß, uns niederzwingen zu können.
Gebt unsern Feinden die Quittung für das abgelehnie Friedensangebot!
Zeichnet mit allem, wasZhr aufbringen könnt, Kriegsanleihe 1
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Auch die neuen Preisvorschläge des Kriegsernährungs- amtes fanden grundsätzliche Zustimmung. Die Beschlüsse des NeichstagsauSschusses für Volksernährung wurden der Beratung mit zu Grunde gelegt. Dessen Wunsch nach möglichster Vermeidung einer Verteuerung des Brotpreises infolge der Erhöhung der Roggen- und Weizenpreise fand vielfach Zustimmung. Die Verhandlungen über diesen Punkt werden fortgesetzt werden.
Gegen die von einigen Seiten angeregte etwas höhere Bemessung der Preise für Gerste und Schlachtvieh wurden von anderen Seiten erhebliche Bedenken erhoben.
Der Bundesrat hat nunmehr nach Vorbereitung durch die zuständigen Ausschüsse die Preisvorlage des Kriegsernährungsamtes im wesentlichen unverändert angenommen. Danach wird für den Berliner Bezirk der Preis des Roggens aus 270 Mk. der des Weizens auf 290 Mk. für die Tonne erhöht. Die bisherige Preisunterschiede zwischen dem Osten und Westen bleiben für diese Fruchtarten bestehen. Für Schlüchtern wird der Roggenpreis 280 Mk., der Preis des Weizens 300 Mk. je Tonne betragen. Die Hafer- und Gerstepreise werden herabgesetzt und zwar der Preis des Hafers, der im vorigen Jahre 3oO Mk. bis 360 Mk, im laufenden Jahre 300 M. abfallend bisher auf 270 M. betrug, durchweg auf 270 M„ der Preis der Gerste, die im vorigen Jahre bis 360 M. und im laufenden Jahre, von geringeren Mengen billigeren Futtergerste abgesehen, zwischen 340 Mk. und 300 Mk. kostete, gleichfalls durchweg auf 270 Alk. unter Abstandnahme von Zuschlägen für Qualitätsgerste. Die Preise für Hülsenfrüchte und Oelfrüchte für das nächste Jahr bleiben wie bisher festgesetzt, bestehen, unter Abrundung der bei einzelnen Sorten bisher bestehenden Pfennigbruchteile auf ganze Mark für die Tonne.
Ueber die Ablieferungsbedingungen ist erst später bei Feststellung der neuen Organisation Entscheidung zu treffen. Die Gerste soll dem Vorschläge des Reichstags- ausschusses entsprechend, soweit es die Aufrechterhaltung der Wirtschaftsbetriebe zuläßt, der menschlichen Ernährung zugeführt werden. Bei den künftig zu säenden Oelfrüchten soll zur Vermehrung der Ansaat den Erzeugern ein größerer Teil der Oelkuchen als bisher be- lassen werden."
Der Zuckerrübenni ind estpreis betägt nach der schon bekanntgegebenen Bundesratsverordnung 250 Mk für den Zentner. Der Kartoffelpreis, der im laufenden Jahre bekanntlich 4 bis 5 Mk., durchschnittlich etwa 4,50 Mk. beträgt, soll auf 5 Mk. erhöht werden. Dem aus West- und Mitteldeutschland auch von städtischen Kreisen lebhaft geäußerten Wunsche entsprechend soll für Gegenden mit besonders hohen Friedenspreisen für Speisekartoffeln die Erhöhung des Preises bis höchstens auf 6 Mark durch Anordnung der Landeszentralbehörden oder der von ihr zu bezeichnenden Stelle gestattet werden. Der Herbstkartoffelpreis tritt statt wie bisher am 1. Oktober schon am 15. September an Stelle des höheren Frühkartoffelpreises in Kraft und soll um die Lieferung an die Bedarfsbezirke im Herbst für das Winterhalbjahr möglichst zu steigern, zum Frühjahr nicht steigen, sondern das Jahr über unverändert bleiben. Für unverlesene Fabrikkartoffeln wird im Gegensatz zu dem laufenden Jahr ein der Höhe nach noch festzusetzender Preisabschlag eintreten.
Für Runkelrüben, Kohlrüben und Feldmöhren werden, um der Neigung, ihren Anbau an Stelle des Kartoffel- und Zuckerrübenanbaues allzusehr zu steigern, entgegenzuwirken, erheblich niedrigere Höchstpreise wie bisher nämlich 1,50 Mk. (bisher 1,80 Mk.) bezw. 1,75 Alk. (bisher 2,50 Mk.) und 2,50 Mk. (bisher 4 Mk.) für den Zentner festgesetzt. Lieferungsverträge zu höheren Preisen über Kohlrüben sollen nicht mehr abgeschlossen werden.
Der Präsident des Kriegsernährungsamtes bleibt berechtigt soweit es zur zweckmäßigen Regelung der Ablieferungszeit nötig ist, zeitweilig Preiszu- und -abschläge in mäßiger Höhe für die Bodenerzeugnisse festzusetzen.
(Schluß folgt.)
Lokales und Provinzielles.
Schlüchtern, den 27. März 1917.
—* Beschränkung der Fahrpreisermäßigung für Schulfahrten. Eine Beschränkung der Fahrpreisermäßigung für Schulfahrten soll mit Rücksicht auf die zurzeit herrschenden besonderen Betriebsverhältnisse vorgenommen werden. Nach einer Bekanntmachung der Königlichen Eisenbahndirektion^ Berlin werden Fahrpreisermäßigungen für Schulfahrten. an Sonn- und Festtagen sowie für Fahrten im Interesse der Jugendpflege im Stadt-, Ring- und Vorortverkehr bis auf weiteres nicht mehr gewährt. Auch im übrigen Verkehr an Sonn- und Festtagen sowie am Tage vor und nach diesen können die Ermäßigungen, welche in den Ausführungs- bcstimmungen des Deutschen Eisenbahnpersonen- und Gepäcktarifs vorgesehen sind, ebenfalls bis auf weiteres