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Anzeiger für Dir «iMliche« Mimnüno^unflen im Kreise Sc^ücQtenu

dezngSvretS frei Haus, ooraiiSjahlbar oiertelL vM Mk., -durch die Post ayue BefteK- gelb). Erscheint DienStagS Donnerstags und SaaiSlegS ®rud und Verlag 4. Hshmeistn «r-ntL-ortl. H -I ^oimetfler. Schüchtern. Fern, ruf 65. ErMstzssort für den -chi-ntek Ke. schäsiSserkehr mit der Firma Gchlüchtern.

LchlSchterver Krrisßlatt

AelteßZ KTitAUß im Kreisr; gegrillt im Zshre 1849,

LttteigLn t N Zeile oder dere« Siauv- 70 Pfg., ReklameMk 2, Mk. Bei Vetrl ' Mrungcu kein Schadenersatz »der Mir, - kebühr eiutHs' ßUch BezugS. Keine Gewähr für Platz. £ '.ahme»Zeit und Beleglieferung. Kein Rachlatz bei zmchttichm Zwischen kosten. Zählkarte' Frankfurt a. Main Nummer 11402.

M 151.

Vsnn«r»t«A, den 25, DezeMbe« 1920.

78. I«tz«g« g

KWgerötockade und WolKsgefundyeit.

EM hat mau sich entschlossen, so ist in ber Josstschen Zeitung" zu lesen, von der Wirkung der Hungerblockade auf die Volksgesundheit durch den Film w Oeffentlichkeit Kenntnis zu gehen. Die Ufa hat mter Benutzung amtlichen Materials aus dem Reichs- lesundheitsamt sowie der Berichte interalliierter nnd zentraler Kommissionen und Veröffentlichungen wiffen- chaftlicher Zeitschriften einen volkStüMlich-wiffenschaft- lichen Lehrfilm zusammengestellt, der anläßlich der Sammlung für die deutsche Kinderhilfe im Tauentzien- Palast zum ersten Male vorgeführt wurde. Der Film, bet von den Aerzten Dr. Retmarm, Thomalla, Kauf man» und Rosenthal ausgenommen und bearbeitet ist, wurde durch einen begleitenden Vortrag von Dr. Thomalla erläutert. Der erste Teil des Films zeigt in deutlichster Weise die Wirkung der Blockade auf die Lebenshaltung durch die Gegenüberstellung von Bildern aus dem neutralen Ausland und Deutschland. Andere Bilder zeigen in anschaulicher Weise die geringe Menge der uns zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel, die nur ein Drittel des Bedarfs decken. Infolge der mangelnden Seife und Desinfektionsmittel haben sich z. B. die Todesfälle au Wochenbett fieber verdoppelt. Die Zahl der Hauptkrankheiten hat sich maßlos ver­mehrt. Besonders eindrucksvoll waren die Bilder der an skrophulostt Augenentzündung und englischer Krank­heit erkrankten Kinder. Ein Lichtblick in diesem traurigen Dokument ist das Schlußbild, das die Kinder auf einer städtischen Spielwiese zeigte und die Verab- falaung der Kir-derspeiftn durch- |k O^KrtziM. Nütz sich ist der Film auch insofern, als der Völkerbund eines seiner Machtmittel, die Blockade, auch in Zukunft verwenden will.

Aus der Heimat.

Es wird Klage darüber geführt, daß Heim- «beiterinmu, die seit laugen Jahren für Geschäfte tmig waren, die Arbeit einstellen und für Privatknnd- schaft tätig werden mit der Begründung, daß ihnen dort der zehnprozentige Lohnabzug nicht gemacht würde. Dir Arbeitgeber seien daher darauf hingewkesen, daß sie sich in j-dem Falle der Steuerhinterziehung mit» schuldig machen, wenn sie den beschäftigten Näherinnen, «chueiderinnen oder Stickerinnen bei der Auszahlung des Arbeitslohns nicht die Steuerkarte abfordern und die fälligen Marken kleben.

-* (Mitgliederversammlung des ReichSverbandes dtr TlrkttizitätS-Abnehmer(Rea) e. V., Berlin-Steglitz.) Die nach Erfurt einberufene aus allen Teilen Deutsch­lands zahlreich besuchte außerordentliche Versammlung wurde vom stellFertr. Vorsitzenden Geh. Regierungscat Dr. Seidel mit einer Begrüßungsansprache eröffnet. Der Vorsitzende der Landesgruppe Sachsen-Anhalt, Oberbürgermeister Dr. Heymann legte das Wesen und die Bedeutung des Reichsverbandes dar. Ueber die Notwendigkeit der Gründung von Bezirksgruppen in einzelnen Stromversorgungsgebieten berichtete der Geschäftsführer der Landesgruppe Thüringen, Bürger­meister Dr. Wetchelt, Stadtbaurat Hecht über die berüchtigte Strompreisverordnung vom 1. Febr. 1919 und Oberingenieur Ludewig über die Sozialisierung der EllktrizitätSwirtschaft. In der Erörterung wurde eine scharfe Verwahrung gegen die Leitsätze der Strom» Preisverordnung beschlossen, indem auf die tu der Eingabe des Rea an das Reichswirtschaftsministerium begründete Abänderungsvorschläge hingewiesen wurde. Ferner wurde der Antrag des Vorstandes beim Reichs» schatzmtniftertum auf Zuziehung des Verbandes in allen Fragen der Sozialisierung der Elektrizttätswirt» schaft nachdrücklichst unterstützt. Nachmittags wurde über innere Angelegeheiten verhandelt.

* Nachdem durch das Reichsabwicklungsamt die Auflösung der Abwicklungsämter angeordnet ist, hat das Netchswehr Ministerium verfügt, daß alle Ordens-, Ehren- und Abzeichenangelegenheiten sowie alle Anträge auf Vharakterverleihuug und Erteilung der Erlaubnis zum Tragen der Uniform und der Aussicht auf An» stellung im Zivildienst von den jetzigen Divisionen früheren Wehrkreiskommandos) weiter zu bearbeiten sind. Das Abwicklungsamt 18. A. K. gibt daher alle M nicht bearbeiteten Anträge dieser Art an die 5. Division in Stuttgart ab, die für den Bereich des lruheren 18. Armeekorps zuständig ist. Anfragen n>«ren also dorthin zu richten. Neue Anträge in

Ordens- usw. Angelegenheiten werden nur noch für Heimkehrer bearbeiteet, die nach dem 31. August 1920 aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt sind. Anträge auf Charakter-, Uniform-, AnsteLungsaussichtverleihung müssen spätestens am 20. Dezember d. Js. Sei der 5. Division ir^ Stuttgart eingegangen sein. Die übrigen Restarbeiten dessen Auflösung vom 1. 1. 1921 ab die Zweigstelle der AbwicklungSintentantur des 18. A. K. in Neuburg a. D. Für alle Verwalungangelegenheiten bleibt die KorpsSezirksregierung in Frankfurt a. M. zuständig.

* Gchlüchtern. Die Weihnachsveranstaltung des Heimatbundes, die am vergangenen Sonntag in der Turnhalle stattfand, war recht gut besucht. Anstelle des erkrankten Herrn Bürgermeisters Stückrath begrüßte Fräulein König die Gäste und dankte allen denen, die am Zustandekommen der Veranstaltung mitgeholfen hatten. Sodann wurde von Schulkindern ein altes Kripvenipiel aufgeführt, das reichen Beifall fand. Nach Eröffnung des Weihnachtmarktes entwickelte sich an den Berkaufstischen, die dank der Gebefreudigkeit der Mit­glieder und der Bemühungen des DU König mit den verschiedenartigsten Gegenständen reich gedeckt waren, reges Leben. Sehr bald waren die begehrten Gegen­stände <wsverkauft. Die übriggeöliebenen haben auch bereits ihre Bestimmung: sie werden den Weih» nachtstisch mancher Armen in unserem Keise decken.

* Gchlüchtern. Die Sozialdemokratilchs Partei Schlüchtern veranstaltet am Sonntag, 26. Dezember (2, Weihnachtsfeiertag) im Saale desHess. Hofes" dahier seine hkesjährize ZWmEsf ^ Abends pünkt­lich 7 Uhr beginnt die Feier, Saalöffnung 6 Uhr. Das Programm ist ein sehr reichhaltiges und interessan­tes, wovon der erste Teil aus einer theatralischen Unterhsltuua mit Tambola und der zweite Teil aus einem Tanzkränzchen besteht. Der Eintrittspreis zum Theater mit Tambola beträgt 3 Mark, somit ist jedem Besucher Gelegenheit geboten, für wenig Geld einige genußreiche Stunden verleben zu können. (Näheres siehe Inserat.)

* Kreffenbach. Zu der Nacht von Sonntag auf Montag wurde bei einem hiesigen Einwohner singe» brachen. Die Diebe räumten in der Wurstlammer auf und ließen auch noch einen Anzug mitgehen. Schwer, bepackt mußten sie auf ihrem Rückzüge das Schlaf­zimmer eines Jungen passieren. Dieser hatte die Diebe beobachtet und schlug als sie sein Zimmer verlassen hatten. Lärm. Dadurch erschreckt ließen die Spitzbuben ihren Raub im Stich und suchten ihr Heil in der Flucht.

* Fulda. Die Polizei nahm eine organisierte Diebesbande von sieben Köpfen fest. Die Gesellschaft hatte in den letzten Monaten zÄhlreiche Beraubungen von Eisenbahnzügen auf dem hiesigen Bahnhof votge- nommen und dabei GebrauchSgegenstände und Lrben?- mittel im Werte von 200000 Mk. geraubt. B1 einem Fuldaer Geschäftsmann wurden für etwa 50003 Mk Stoffe beschlagnahmt, die er auf dem Wege des Ketten­handels gekauft hatte.

Nie darniederttegende Auckerindußrie Sowjetrußtands.

DieEkonomiischeSkaja Shisn" berichtet in ihrer Nummer vom 16. November über die traurige Lage bet russischen Zuckerindustrie. Die hochentw'.ck:ltra Zuckerrübruwirtschaften in der Ukraine wrrdrn alt völlig zerstört geschildert, das Iivrntar ist geplündert und die Plantagen sind In kleine Einzelwirtschaften zerschlagen worden. Eine wissenschaftliche Beratungs­stelle existiert nicht mehr, die Fcuhtfolgr wird nicht mehr eingehalten, die Plantagen werden nicht mehr gedüngt. Die Erträge find daher auh um die Hälfte zurückgegangen: während man früher mit einem Ertrag von 90100 Berkowez (1 Berkowez =- 163,8 Kg) Rüben pro Deßjatin rechnete, ist derselbe gegenwärtig auf 5060 Berkowez gefallen.

Außerordentlich stark ist auch die Aabaufläh: zn- rückgegyngen. Während im Jahre 1914 7))3D) Deßjatkn (1 Deßj. 1,09 Ha.) unter Rlbeakalm^ waren, war die Anbaufläche bis 1919 schon fast ar die Hälfte, und zwar auf 378274 Deßj. zurückgezanzm und beträgt in diesem Jahre nur noch l'> 7221 D l., wovon 125283 Deßj, auf die Ukraine entfallen

Die Zuckerfabriken sind fast durchweg b rusä liz und müßten, um wieder betriebsfähig zu werde», ein-c grundlegenden Reparatur unterzogen werben. D.c

11 >ir»aMa»aiiiMiaMM«^iMrt»Mii^aBaagMMiaaM»

Bedarf der Zuckerindustrie an Arbeitern beträgt 11425. von denen 48825 ständige und 67600 Saisonarbeiter find.

Linpolitische TaWWnst.

Aschafseuvurg. (Keuergefecht mit Eisen Lahn» r a u der n ) Bei der Ausfnhrt aus dem Bahuhof Corlska-t sprangen zwei Burschen auf einen Erlgüterzug und warfen aus einem Wagen mehrere Pakete und Kisten. Bei Retzbas verlieben sie baun den Zug, 'wobei sie von dein setzt mit je- bem EligüterMg mitiahrendeu Kriminalbeamten beschossen wurden. Die Räuber erwiderten äas Feuer. Als Mnn Gen­darmerie das Fahrzeug, das das Eierrbahngut fortschaffte, verfolgte, wurde diese ebenfalls von dev'Meben beschossen. ; Das Gefährt konnte schließlich eingeholt werden, doch gelang, es den Dieben, zu entkommen.

Kastel. (Nach der Trauung d u r ch g e b r a n n t) M ein Gefangener einer Strafanstalt in Kassel. Er hatte sich mit seiner Braut trauen lassen und kaum war 6er, feierliche Akt vorüber, als auch der neugebackene Ehemann schon ver- ijymynbcn war Der die Aufsicht sührende Strafanstaltsarrs- leher hatte das Nachsehen.

Bieselbach. Auf der Spur eines großen Ge­treide d i e b st a h l s.j Wegen eines großen Getreidedred- i stahls wurde in Großmölsen der Mnllergchtlfe Bruno Bogt, der Neffe eines Mühlenbesitzers, verhaftet. Der Fetzwahme liegen folgende Begleitumstände zugrunde: In de^r Mräu zum 27. November waren arrs der verschlossenen Scheune des Bürgermeisters Bamberg in Großmölsen, wo an dre 1300 Zentner beschlagnahmtes Getreide ausbewahrt wurden. 90 Zentner verschwunden. Den Nachforschungen der Gen­darmerie ist es gelungen, dem Zusammenhang dieses^ Nieien- diebstahls auf die Spur zu kommen, in welchem der Errate > Vogt die Führerrolle spielen soll.

i Neunkirchen a- d. Saar. (E i n s chw e r e r F n g es wüc­hse r durch seine eigene ZW» ., ii AÄze-jge gebiaan. Es in - "; ein gewisser Jacob Caspart, der längere Zeit h* Z ^rtmnnd i ansässig war und nunmehr in Heiligenwald (Saar) monnt. Unter anderen Straftaten beschuldigt ihn seine Frau auch eines Raubmordes an eiüeui Landwirt in Hokentimpirrg « Westfalen. ,. .

Saarbrücken. (U eber , all auf offener S i r a n e) Auf offener Straße ausgeraubt wurde hier der Jtähabec einer Wechselstnltz: aus dem NachHauseweg« vom Ge^gM. Zwei Männer stürzten sich aus ihn und schlugen ihn zu Bo­den und entrissen iHm einen Handkoffer, in tzem um wagerrbe Geld-summen befanden: 23 000 französische Franken, ^ Dol- lar, 10 000 Mark in 20 Markscheinen,NM! Mark in oüMax - scheinen, einige tausend Mark kleinere Geldscheine, 13t bet- zische Franken und einige hundert luxem-burgi-fche Franken Die Täter sind nnerkamit entkommen.

Mühlhanseu. (A u f s e h e n e r r e g e n de B e r h a f » na ) Nach einer Meldung der hiesigen Zeitung ist in Berlin de. Generaldirektor der Hölzinduyrie-A.-G. jn dem 4othailch", Marktflecken Körner, Meng, wegen umsangreicher ^eu.r- hinterziehmlgen und anderer Straftaten verhaftet uro-.de Das hiesige Finanzamt hat unter Hinzuzretzung von Bear., ten der Kriminalpoligei Düsseldorfs die Räumlichkeiten «r Körner und die hiesige Wohnung des Verhaftete,r durch!ucht und stark belastendes Material gefunden. Der Berhailele war noch im Jahre 1913 Zimmer-geselle bei Krmpp.

Meißen. (D i e B l u t t a t e i n e s W ah n > i n n i g en ) In der Nacht gegen ein Uhr ist die Ehefrau des früherenj Kassenboten Eilenberger in der Wohnung ihres -L-tuhen-i nachbarn, wohin sie sich geflüchtet hatte, schwer verletzt stirb, gefunden worden. Aus dem Schädel der Frau sind schwere; Verletzungeu und an verschiedenen Körperterten »Mivuit- ben festgestellt worden. Die Eilenberger hat bluErftrömt aus dem Sosa gelegen und ist bei vollem Bewußtsein ge- wese«. Sie hat angegeben, sie sei in ihrem Bette durch chwere Schläge auf den Kvvf plötzlich erwacht und habe rhren Mann rufen hören:Wir müssen sterben!" Dabei habe er feste ivährend mit einem harten Gegenstand aus sie eiugeichingen und nach ihr gestochen. Beim Abstichen der^ElleubL-rgerrchtn Wohnung fand uran Eilenberger in der Speisekammer tot liegend - er hatte sich mit einem Rassiermesser.die Menle durchschnitten. Die Frau ist, nachdem sie von cinei Ärzte verbunden mürben war, nach dem Stadtkrankennnns gc- bracht worden. In der Schlafstube haben ein Hammer unö eine Feile gelegen Mit diesen Gegenständen idiemt E-GN berger seine Frau verletzt'zu haben Beämurlich hat er vi<- Tat iu geistiger llnnunOtung begangen. An dem G^anri- Halter Gustav Noatsch, der in der Grobenharner «trage wohnt, ist ein Raubmord verübt worden. Zwei lUibefninu hatten sich abends 8 Uhr von Noatsür vom tzieiigen -vonpl- bahnhose nach einem entfernten Orckstette fahren 16«W. a anderen Bärmittag wurde das Pferd m Weinbvhla in Walde angebunden vorgefundeu. Später fand man den Noatsch erschossen auf und den Wagen in der Nahe M Forsthauses Kreyern. Als verdächtig und der ^Gärtner. Jäschke und der Gärtner Petry, beide in ^t $r^ Straße wohnhaft, sestgenvmmen morben. Nach ergenen An­gaben sind ihnen 50 Mark in die Hände gefallen, a-wen die Tat eingestanden. Die Täter wurden dem Jw.v.wudrt Kölckckenbroda znaesührt. T

Burg b M«gHebnra. (B o in Vater e r i d) o i re n T

Haufe Grünsiraße 8 hat sich ein Familicudrama

Der dort wolmende Dberpostassistent LHM Krebs, der n egon Vergehens im Amte bestraft und vom Dienst entbunden nm: gab -mf seine 17jMr' >e Tochter und dann an? M ->«e- volverschüsse ab. Beide mnrden 'chn>er verletzt. Die Eberva» konnte fliehen. Die beiden SchwerverkeNten iwtr ^ m5 Krankewhnus gebracht wo sie noch am Anend stnrben