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Schlüchterner Kreisblatt - Schlüchterner Tageblatt
Nr. 152
Verantwortlich für den gesamten Inhalt: H.-K. Hohmeister, Schlächtern. Druck u. Verlag der Fä $. Hohmeister in Schlächtern. Fernspr. Nr. 65. Telegr. Schlüchterner Ztg. Postscheck!.: Frankfurt M. 91r.ll402
Samstag, 2. Juli 1921
Bezugspreis: Vierteljährlich in Schlächtern M.11,— durch die Post M. 12,—. Anzeigenpreis : Die Klein- wo zeile M. 1,—, die Reklamezeile M. 3,—, sämtlich • ohne besonderen Zuschlag. Bei Wiederholung Rabatt
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geitung für eilige Leser.
Der hessische Minister des Inner» Dr. F n l d a hat seinen Rücktritt erklärt. Die Gründe dafür sind Differenzen mit )er Partei. Ueber die Neubesetzung des Ministerinms ist noch nichts bekannt.
Blättermeldnngen aus Benthen zufolge hat in der Nacht zum 29. Juni erneut ein umfangreicher Angriss der Insurgenten aus die Stadt Benthen stattgefnnde«.
Die englische Regierung hat Japan die Vertagung der Erneuerung des Bündnisses vom Inli bis zum Oktober vvrge- schlagen, damit eine eingehende Erörterung mit den Vereinigten Staate« erfolgen könne. Die iapanische Regierung nahm diese Anregung an.
Die Interalliierte Kommission teilt amtlich mit, daß die erste Etappe des Rückzuges der polnischen Insurgenten mit den im Ränmungsplan vorgesehenen Bedingungen zurückge- legt ist.
GM Stenger nur dem WWW.
Der zweite Tag des Prozesses gegen die Kritgsbeschul- digten General Stenger und. Major Grusius begann mit der Vernehmung weiterer Zeugen aus dem Elsaß, deren Auslagen erwecken den Eindruck des Einstudierens. Auf Zwischen- sragen des Vorsitzenden werden die Zeugen verlegen oder vermummen ganz, bleiben aber dann bei ihren alten Behauv- ungen. Der Taglöhner Sietsch aus Tagsdorf im Elsaß gehörte zum 112. Infanterie-Regiment und will gehört naben, wie General Stenger in einem Walde bei St. Barbe gesagt habe: „Es werden keine Gefangenen gemacht, Verwundete oder Unverwundete sind niederzumachen." Aus die Er- lnnerung des Vorsitzenden, daß ein General wohl kaum in Dieser Weise Befehle gebe,
weiß der Zeuge nichts Bestimmtes zu entgegnen.
Hans Kleinhaus aus Mülhausen, der im Verdacht der Fahi renflucht steht, gibt eine phantastische Schilderung der Vor-- gänge in den Tagen vom 21. bis 26. August 1914. An ^ein ersten Tage habe sein Feldwebel einen Zettel folgenden Inhalts verlesen: Von heute ab sind keine Gefangenen mehr zu machen, Verwundete und Unverwundete sind niederzu- nachen. Dieser Befehl tritt sofort in Kraft, Gez. General Stenger.
Als der Zeuge dagegen protestiert habe, soll der Feld- oebel mit dem Kriegsgericht gedroht haben. Am 26. August habe seine Kompagnie auf der Straße nach St. Barbe ge- ssanden; da habe ein Sergeant mit drei Gefangenen vorüber- zehen wollen. Da habe Stenger, der mit seinem Stäbe seitwärts hielt, ihn gefragt, ob er seinen Befehl nicht kenne. Der Sergeant habe erst geschwiegen und dann erwidert: , Jawohl, Herr General" und sei dann mit den gefangenen Franzosen weiter gegangen, während General Stenger zu seiner Umgebung gesagt habe: „Ich kann doch die Kerle nicht vor meinen eigenen Leuten erschießen lassen." Darauf will t>er Zeuge gesehen haben, wie ein Offizier mit einem Rade hinter den Gefangenen herfuhr und bald darauf ertönten mehrere Schüsse und Salven, woraus man hätte schließen müssen, daß die Gefangenen erschossen worden seien
General Neubauer bestreitet auf das Bestimmteste dies?
Schilderung und nennt sie eine gemeine Lüge. Der Präsident bittet darauf den General Stenger, sich zu den Aussagen des Zeugen Dietzsch zu äußern. General Stenger bemerkt, rt protestiere gegen diese Schilderung,
der ganze Vorgang sei unwahr und stimme nicht.
Er bittet, auch die Zeugenaussagen der anderen Elsässer zu verlesen, gibt sich aber zufrieden, als der Präsident erklärt, daß über diese Szenen noch mehrere Zeugen vernommen werden würden.
2>et Vorsitzende stellt fest, daß der Zeuge Dietzsch fahnen- slüchtig gewesen war und sich dann in einem französischen Lager befunden habe und bemerkt dazu, daß dieses auf sein? Glaubwürdigkeit nicht das beste Licht werfe.
Der Zeuge Eisenbahnarbeiter Richert, ebenfalls Elsässer, erzählt, daß im Walde bei Saarburg 12 bis 13 Franzosen 'rschossen worden seien, ob verwundet oder nicht, wisse er nicht. Ueber die Einzelheiten macht der Zeuge höchst verworrene und sich widersprechende Angaben und erklärt dies »amit, daß er sich abgewandt habe, weil er es nicht hätte mit Ansehen können. Der Vorsitzende macht den Zeugen daraus nusmerksam, .es sei doch merkwürdig, wenn er sich, wie er sagte, sich mit Liebe um die Gefangenen bemühte und ihnen Erfrischungen wie Kaffee gereicht habe, nicht gesehen haben will, ob die Leute verwundet waren oder nicht.
, Der Zeuge Maurer Oberdorf aus Hettingen im Elsaß schildert, wie General Stenger den Befehl gegeben habe, drei gefangene Franzosen zu erschießen; sie seien hinter ein Haus geführt worden und hier niedergeknallt worden, obwohl sie die Hände hochgehalten und unter dem Hinweis, daß sie Frau und Kinder hätten, um Gnade gefleht hätten. Aus einen Einwand des Vorsitzenden, der Zeuge habe doch nicht französische verstanden, bemerkt dieser, er habe nur das eint Wort manage gehört und sich dann das übrige zusammen^ gereimt.
Me Fesselung des Oberleutnants Boldt.
8« den von den Dentschnationalen im Reichstage einae. brachten Anfragen betr. Fesselung des Oberleutnants z. S. Boldt. wird rwn der Hamburger Polizei jetzt folgende Dar« Üelknra gegeben:
„Ob-er-eninavt Boldt ist am 20. Mai 1921 auf Anordnung LeK Untersuchungsrichters beim Reichsgericht von Hamburger Krtminalbeaniten festgenommen und am 23. Mai in die Ge. fa«geu-eua »sinkt in Leipzig »verführt worden. Vom Unter» inchnugsrichter war mit Rücksicht darauf, daß es sich um einen f*5r gemaischten Mann handelte, der wußte, daß er eine hohe Mrake w qeivörtigen habe, besonder« Vorsicht bei der Aus« fÖfaötst M Transportes befohlen worden. Der Kriminal- «Ezei wir ««Herdem bekannt geworden, daß Boldt sich ge» idltzert te, nach Leipzig gehe er nicht, er werde vie!m--.,r flttftH&en. auf der Fahrt aus dem Zuge zu springen. Ferner a»ttB Schere Anzeichen dafür vorhanden, daß eine Gruppe -er Hamburger Bevölkerung die Absicht Hatt«, Boldt zu be» Ä*®. eine Flucht und einen Befreiungsverfuch zu hin« w«, wettite Boldt öte sogen, „lange Kette" um ein Fußge- Wt seLvgt. außerdem wurde der Leipziger Zug erst auf einer
Wenn dieser Vorgang wirklich auf eine Anordnung deS Untersuchungsrichters zurückzusühren ist, so kann man diesen von dem Vorwurs der Fahrlässigkeit nicht freisprechen. Er mußte den Eindruck erwägen, daß eine so verletzende Behandlung eines U-Bootführers einen peinlichen Eindruck hervorrufen würde. Auch der Nationalverband deutscher Offiziere hat zu diesem, das Ansehen und die Würde des deutschen
Offizierkorps aufs schwerst« verletzende Verfahren energische» Einspruch erhoben.
Zu der Meldung wird weiter berichtet, daß der Haftbefehl gegen Boldt nicht vom Reichsanwalt, sondern vom Untersuchungsrichter erlassen wurde, und Laß der Reichsanwalt von dieser keine Kenntnis hatte und keinen Einfluß darauf hat.
Sonderzulagen für Erwerbslose.
Wie von zuständiger Stelle verlautet, wird die Reichsregierung dieser Tage verfügen, daß diejenigen Personen, die über 24 Wochen arbeitslos sind, eine neue Sond«rz«lage in Höhe von einigen Hundert Mark erhalte«. Die Zulage soll abgestuft, je nach der Bedürftigkeit verteilt werben. Die Auszahlung soll bald erfolge«.
Tagung des Main-Donau-SIromverband^s.
Am L und 2. Juli wird der Main-Dvnaustronrverband in München zu einer bedeutsamen Tagung zusammentreten. Die Erörterungen werden sich vor allem auch um den Entwurf sowie um die Aufbringung der nötigen Mittel für den Bau der großen Schiffahrtsstraße Rhein—Main—Donau drehen Es wird auch über die endgültig« Linienführung dieser beiden Straßen eingehend beraten werden.
Sächsischer Landbund.
Die Verschmelzung des sächsischen Landbundes mit dem Verband der sächsischen Landwirte ist in dieser Woche endgültig vollzogen worden. Die neue Berussvertretung führt den Namen „Sächsischer Landbnnd". Der Vorsitzende ist der Landtagsabgeordnete und Rittergutsbesitzer Pagenstecher. Der Sächsische Landbund zählt rund 60 000 Mitglieder.
। Der Krieg im Orient
Großer Sieg der Türken.
Nachrichten aus Kleinasien bestätigen, daß nach der Antwort der Griechen an die Alliierten die T ü r ke « die O f f« n- s i v e ergriffen haben. Die Türke« habe« einen große« Sieg errnnge«.
Weiter wird ans sicherer Quelle gemeldet, daß die Grieche« auch im Udschakabschnitt eine Niederlage erlitten haben. Die 13. griechisch« Division sei vollkommen zerstreut worden und werde von der türkische« Kavallerie versolgt.
Harmsworth teilt im Unterhanse mit, daß die Lage ant der Ismid - Halbinsel unsicher sei. Die griechische« Ttreitkräst« Hätten Ismid am 27. Juni geräumt. Die Stadt stehe jetzt in Flammen. In dem ganzen Bezirk herrsche große Panik. Zahlreiche Armenier und Türke« fliitfiteten in Richtung aus Kon- stantiuvpel. R8 scheine eine beträchtliche Gefahr zu bestehen, daß Metzeleien stattsänden. Es würden alle Schritte getan, nm Ansschreitnngen der einen oder der anderen Partei zu verhindern. Britische Interessen befänden sich nicht in Gefahr
Die Kemalisten bedrohen Konstankinopel.
Nach den letzten Meldnngen scheint die kemalistiiche Offensive sich auf br«itevFr--^t^utwickelt zu haben. Die Kemalisten haben in drei Gruppen angegriffen, in bet £uk voy Ismid, Bruffa nnb Ushak. Der Hauptstoß erfolgte in der Richtung auf Ushak. Nach Mitteilungen des englischen Unterstaats- sekretärs im Unterhaus sind Meldungen esnaetroffe«. die an unmittelbaren ober Vevorsteheuden Fall von Ismid vermute« lassen. Die Kemalisten beherrschen damit die Straße nach Koustantinopel. Es ist fraglich, ob sie die vo« bet Entente fest: aesetzte neutrale Linie respektiere« werben.
Deutscher Reichstag.
Berlin. 30. Juni.
Nach Verabschiedung verschiedener kleinerer Vorlagen er
Das große Los.
ErMUmg von Äatif WeiWog.
23j (Nachdruck verboten.)
Der Strom der Rede der Mutter Martha, die soeben im Begriffe stand, wieder in das alte Thema einzu- lenken, wurde hier unterbrochen, und zwar von niemand anderem als — wie das Sprichwort sagt, vom Wolfe, den man beim Namen gerufen — vom Vagabunden selbst. Er trat ins Zinuner, Abschied zu nehmen.
„Mschied, Herr Meier?" fragte der Kantor erstaunt. „Ei, und wo denn hin?"
„Nach der Residenz", antwortete Meier^ „zum Herrn der Herrschaft, zu unserem gnädigen Grasen, der mich eingetaben zu dem großen jürstlichen Zagen, ich weiß nicht, warum, und wo ich wohl einen oder ein paar Monate —"
„Glaubt ihm nicht!" unterbrach ihn Lieschen, die ihn nach der Schule gehen gesehen und ihm nachgefolgt war, sie wußte auch nicht, warum. „Er ist ein Lügner! Er schifft über das weite Meer nach Brasilien, er hat eine Braut in Rio Janeiro!"
„Ja", lächelte Meier, „ich bin ein Lügner, doch nur gegen dieses holde Mädchen. Ihr freilich sagte ich das. Aber warum ich das tat, und welchen Zweck ich damit erreichte, v — daß ich das zur Stunde noch nicht entdecken darf! — Nein, Lieschen! Ich reise nicht in die neue Welt! Eine Braut habe ich, das mag ich jetzt wohl sagen, da es mir von ferne dämmert, wie eigener Herd, doch nicht in Rio Janeiro. Hier, hier im Dorfe lebt sie und sie ist deine beste Freundin!"
„HofgärtnerS Julchcn!" murmelte Lieschen erschrocken und drehte sich nach dem Fenster, und eine Träne stand ihr im Auge.
„Patron!" rief der Kantor, „eS gemahnt mir, als merke id) nun, was die Glocke geschlagen, und daß Ihr wohl nicht bloß ein leidiger Raupen- und Mvlken- diebjäger sein mögt, sondern auf dem Anstand gelegen habt nach edlerem Wilde. Rückt heraus mit der Sprache und gebt zuu» besten, wns Euch dämmert. Heute hat alle Fehde ein Ende, alle Verstellung und aller Hader. Nicht wahr, Diutter?" ~
Erstaunt wandte sich Lieschen nach den Sltem*
und als sie die frohen Augen, die lachenden Mienen sah, da stürzte sie mit einem Tränenstrom in die Arme der Mutter. „D, nun bin ich ja glücklich!" schluchzte sie. „Ich habe euch wieder, liebe Mutter, lieber Vater! Nun fehlt mir nichts, gar nichts mehr auf der Wett!"
„Und das sagst du", lachte der Kantor, „mit einer Art, als ob du attweil züm allerminbefteit gehängt werden solltest? Ei, ei!"
„Sie hat ein zartes, weiches Gemüt", belehrte der Pastor.
„Ja", fiel die Mutter ein, „dem der .Abschied vietteicht näher geht als das Wiederfinden."
„Mag's", nahm der Kantor das Wort. „Reisen Sie glücklich, Herr Meier. Schreiben Sie uns bald und viel Gutes und denken Sie an uns mit Freundschaft und Liebe, wie wir an Sie!"
„Wie Sie an mich?" stammelte Meier leise mit niedergeschlagenem Blicke. „Und auch die Verehrungs- würdige Mutter?"
„Das werden Sie gleich sehen!" entgegnete der Kantor. „Sie selber wird es Zhnen sagen, wie gut sie Ihnen ist."
„Mir? — gut?' fragte Meier kleinlaut.
„Ja!" sagte Martha kalt und abgewandt, und mit einer Miene, als ob sie ein Wurmsamenküchlein verschluckt, und griff in die heimlichen Schubladen des Wandschrankes. „Ich habe da ein Los zur Lotterie, und da ich Ihnen — Herr Studiosus — endlW einmal einen festen, ehrbaren Sitz und alles Glück und Wohlergehen von Herzen —"
Der Husten hinderte sie, weiter zu sprechen — Wolfgang aber fuhr in ihrem Namen fort: „von Herzen wünsche, und der Schellenkönig auf dem Zettel die hunderttausend Taler und den Juden Aaron gewahrsagt durch Ursula Buttermilch, so schenke ich —"
„So schenke ich hiermit", fiel Martha rasch und mit fester Stimme ein, „ich, ich ganz allein, ohne semandes Zureden, Ihnen das Los."
„Und Gott gebe seinen Segen dazu", schloß her Kantor, „daß es den großen Treffer gewinne."
„Wenn es gut uno nützlich ist", meinte der Pastor.
Meier wußte nicht, wie ihm geschah. . Ungläubig titelt er das Kapier und schaute herum im, Kreise der
Lieben, ob er die seltsame Erscheinung enträtsele. Der Mutter, seiner Wohttäterin, Blick blieb abgewandt und verlegen. Lächeln zuckte um den Mund deS Vaters. Fromm und mild stand der Pastor da. Nur Lieschen mit ihrer Unruhe, mit dem fliegenden Wechsel der Farbe ihrer Rosenwangen, mit dem scheuen, verstohlenen Blick ihrer Augen vom Boden herauf nach ihm, war ihm klar. Sie liebte ihn mit der Glut einer unschuldigen Seele, mit dem Zittern und Bangen der ersten Liebe, das sah, das fühlte er, und durfte es doch nicht sagen. Denn noch war seine Zukunft nicht hell aufgeschlossen, noch fein Schicksal nicht fest bestimmt, so heiter und blau auch der Fleck des Himmels durch die Nebelwotten ihm leuchtete, den ihm der Brief seines edlen Freundes und Wohttäters, des reichen, weltberühmten Kunsttischlermeisters und Viertelsherrn in der Residenz, gezeigt, der auf eigene Kosten sein schönes Buch über das Forst- Ungeziefer hatte drucken lassen, und der die rechte Hand des Grafen und die Ursache der Einladung zur fürstlichen Jagd war. Darum konnte er nun nur schweigend die Hand des wackeren Haberkorn drücken, nur mit wenigen Worten Dank stammelnd, der Frau Kantorin den letzten, zierlichen Reverenz machen, nur bedeutend dem Pastor noch sagen: „Denken Sie meiner im Besten!" und nur flüchtig seinem Lieschen noch zuflMern: „Vergiß mein nicht!"
Er war fort, ach! — und durch die Fensterscheiben und durch das dicke Weinlaub hindurch folgte ihm der verstohlene, feuchte Blick der Liebe.
„Nun dächte ich aber, Vaters mahnte Martha^ „wäre die Reche an dir".
„Du hast recht!" erwiderte er, und rief zum' Fenster hinaus hinüber nach der Ladentüre, an welcher der Krämer lehnte: „Pst, pst, Herr Nachbar! Auf ein Wort!"
Mit schwebendem Schritt und neugieriger Miene erschien der Gerufene und empfing, sich höchlich wundernd, aus der Hand des Kantors das ihm zugedachte LoS, nur mit dem Unterschiede, daß Frau Martha dazu nach tiefem Knix die Rede hielt und der Pastor daS Amen zu sprechen vergaß, anch kein unruhiger, leuchtender Blick vom Fenster her verstohlen nach ihm zuckte.
(Fortsetzung folgt.)