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tSchlüchterner Leitung

GchWchierner Kreisblatt Schlüchterner Tageblatt

Verantwortlich für den gesamten Inhalt: H.°K. Hohmci-'ter, Schlächtern. Druck u. Verlag der Fa C. Hohmeister in Schlächtern. Fernspr. Nr. 65. Telegr. Schlüchterner Zig. Postscheck!.: Frankfurt M. Nr. 11402.

Freitag, 22. Juli 1921

Bezugspreis : Vierteljährlich in Schlüchwrn M.11 - durch die Vost M. 12,-. Anzeigenpreis: Die Klei'n- zeile M. 1,, die Reklamezetle 3,, sämilich ohne besonderen Zuschlag. Bei Wiederholung Ravatr

Zeitung für eilige Leser.

An die Entente-Mächte ist ein zweites Ersuchen Frank reichs eraanaen, in die Verhandlungen über die Aburteilnn^ wetterer^ deutscher Kriegsbeschnldigter alsbald einS«neten Nnch Belgien ist nach demTemps" bereit, eine zweite Shlh der Kr'egsveschnldigten fertigzustellen. . - ,.^,

Die italienische Regierung hat den sran-.osuchen ^jniÄi Verstärkungen nach Oberschlesien z« entsenden, angenommen. Zwei italienische Regimenter sollen nun nach oberschlesien ^^Nach'eincr Mitteiluna des Renterschen Büros wird in bei englischen Note an die Pariser Regierung als ^eitvnnkt ,ü« den Zusammentritt des Obersten Rates der 28. Juli vor- ^JnBrüffel tage« gegenwärtig ein internatianalerKinder- schntz-Kongreß und eine internationale «eerechte--Konseren, pon beiden sind die ehemaligen MittAnach'e ansgeschlosseN' General de Marini, der Vertreter Jtalrens rn der^Jnter. Eierten Kommisiio^ in Oppeln, ist am Montag abend nach Rom abgereist.

ALS der Hetmm

vorausfichtl Witterung. Am 23 7. (Samstag): Wolkig, zetrweise aujheitcrud, etwas kühler, gewstterhaftc Regenschauer.

* (Hundstage.) Mit dem Ende des Juli u-hmm die sog.Hundstage"' ihren Anfang, die etwa 4 Wochen, bis 24. August, währen und als die heißeste Zeit des Jahres gelten. Ihren Namen haben die Hundstage nach dem HnndSstern, dem Sirius, erhalten, der in diesen Tagen über dem Horizont aufgeht. Er» für den Laien fühlbares Kenn­zeichen bei Hundstage ist die Tatsache, daß mit ihrem Ein­treten das gleichzeitige ständige Abnehmen der Tage merklich fühlbarer wird als vorher. Auch verschwinden von diesem Zellpunkte ab die sog.hellen Nachte" wieder, an denen w r uns von Ende Mai jeden Jahres ab erfreuen sönnen. Überhaupt nimmt nun die N-mr den ersten leichren Avflug eines vorherbstlichen Charoklers an, der durch die seit kurzem in das LandfchaftSbiid eingefügten neuen Stoppelfelder noch weiter unterstrichen wird.

* Zeitbilder. (Strohwitwer-Freuden.) Hast du keine brave Satin eines Tags zur Bahn gebracht, daß in Rauhst« oder Boekum endlich ihre Kur sie macht, ei, wie dehnt sich voll Befreiung heue Beust in dem Mo- Ntent, wo des Zuges letzter Wagen dir entschwand am Firmament. Pläne machst du alter Sünder jetzt ganz heimlich in der Brust, daß du in vernünftigen Stunden von dir selbst erröten mußt. Aber schon nach wenigen Tagen stellt sich bie Erkenntnis ein, mancherlei im Menschenleben kann doch bloß die Frau allein. Morgens kochst in Unterhosen du den Kaffee schlecht und recht, halb verkatert noch von gestern, wo du etwas stark gezecht, dann beginnt das Stullen- schneiden, Stiefelputzen, ZcugausbücjteK, dennnen eigenen Kammerdiener hatten Grafen bloß und Fürsten, halb zerschlagen kommst du endlich ».el zu spät in kein Büro, mittags an des Gaflwiris Tafel ärgerst du dich ebenso, Tag für Tag dieselve Soße, na$ dem dritten Tage schon liefest du beim bloßen Anblick aus V-rzwetseluug bald davon. Abends fitzt du bann zu Haui«, deine Smlle schmeckt dir nicht, weil du alter Schwerenöter eine Abfuhr hast gekriegt von dem hübsche« blonden Puppchen, dem trotz deinem grauen Haar keine liebedurftige Seele stürwi ch zugeflossin war. Und so g-ht die Sache weiter, immer schmaler wird der Becher, täglich wird die Sache öder, alle Strümpfe kriegen Löcher, deine Kragen gehn zu Ende, keine Wohnung steht, o Graus, trotz der Reinigungsvcr- suche langsam wie ein Knhstall aus, bis dich in vür langen Wochen die Erfahrung hat gelehrt, dankbar jenen Tag zu segnen, wo dieOlle" wiederkehrt.

Walter-Walter.

* (Mangel an Vierterklaffewagen.) Infolge der Er­höhung der Bahnpreise am 1. Juni hat eine starke Be­nutzung der vierten Wagenklossr eingesetzt, so daß der für diese Klasse vorhandene Wagenbestaud nicht mehr auSreicht. Mau ist deshalb in we tgetzendem Maße dazu übergegangen, kritter Klaffewagen mit einem Schilde zu versehen und sie als Wagen vierter Güte zu benutzen. Nach Auskünften an den Fahrkartenschaltern in Franksurt a. M. ist die Benutzung der dritten Wagenkloffe um über 40 Proz. zmückgcgangm.

* (Die neuen Merallmünzen.) Wie bereits mügeteilt, geht man an der zuständigen Reichsstelle mit dem Plane um, aus Leichtmetail Ein- nab Dreimarkstücke zu prägen. Ueber die Ausgabe von Fünfmarkstückeu schweben »och Elwäzuugcn. Voransstchtltch werden in spätestens v:er Monaten die neuen Prägungen in den Verkehr kommen.

* (Hilfe für die AusiaudSdeutschen.) Der Reichswirt- schaftsmintster hat den Ausländsdeutschen zur Eclcichteru g des Wiederaufbaus ihrer Existenzen im Ausland bei der Ausfuhr von hierzu bestimmten Gütern bis zum Höchstwert von 200,000 Mark (in Ausnahmefällen auch darüber) die Ausfuhrabgabe mit rückwirkender Kraft erlassen. Zuständig ist der Retchskomm siar für Aus- unö Einsuhrb-willigung, Berlin W, Lützowufer 610.

* (Ehrung für Lebensretter.) Die Deutsche LebeiiS-

rettungSgesellschaft hat vor einiger Zeit an Stelle der weg- gefa&nen staatlichen Rettungsmedaille ein silbernes Abzeichen für LebeuSrettung geschaffen, das bereits in neuen Fällen verliehen worden ist. Um Irrtümer« vorzubeugen, und zu­gleich als Antwort auf Anfragen, die zuweilen an die Regierungsstellen gelangen, sei ausdrücklich festgestellt, daß dieses Rettungsabzeichen weder vom Staate verliehe« wird, noch daß der Staat irgendwelchen Einfluß auf die Bewilli­gung seiner Verleihung ausübt. Es handelt sich vielmehr um das Abzeichen einer privaten Gesellschaft, die den Zweck verfolgt, für di- Stellung eines Menschenlebens unter einiger Lebensgefahr eine würdige Form der Anerkennung zu haben.

Hk. (Aufhebung der Groß- und Kleinhondels-Höchst- preise für Kunfthonie.) Nr. 167 derJudustrei» und Handelszeitung" vom 20. er. enthält folgende Notiz:In der Großhandelsspanne der Höchstpreis für Kunsthonig war bisher die Fracht vom Hersteller bis zum Kleinhändler eingeschlofstv. Infolge der Aenderung und starken Erhöhung der F achtiätze hat sich die Festsetzung einer einheitlichen Großhaudelsspünue für das ganze Reich als untunlich er­wiesen. Der ReichSernöh ungsminister hat sich daher ent« schloffen, die Gwß und Kleinhandelshöchstpreise für Kunst­honig aufzuheben; die Herstellerhöchstpreise bleiben dagegen in Kraft. Die Asgemcffevheit der Hsudelszuschläze unterliegt künft'g den allgemeinen Preisprüfungsvorschriften.

* AuS der Rhön, den 20. Juli. (Ein verhängnisvoller Blitzschlag.) Auch gestern wurde die Rhöa wieder von G wi'tern heimgesucht. In der Nähe des BraunkohlenlagerS bei Wüstensachfen traf nachmittags gegen Ha b 5 Uhr ein Blitz eine Gruppe von drei Männern, die eine zeitlang in einem Hause Schutz gesucht hatten, als sie das Haus gerade wieder verlassen hatten. Sie halte» in her Nähe Heu ge­macht. Der Schmiß demeifter Auto« Günther aus Thaiden, ein Mann von 50 Jahre«, wurde durch d-n Blitz getötet, ebenso der Anfang der 20er Jahre stehende Wassermann aus Melperts. Ein dritter Mauu blieb völlig unverletzt, obwohl er sich ganz in der Nähe der beiden cndern befand.

* Frankfurt a. M. Die Polizei meldet: In einer höheren Lehranstalt, dem Wöblergymnastum, wurden am Samstag durch die Polizei 500 Gewehre aufgefunden und beschlagnahmt. Woher die Gewehre stammen, ist bis jetzt noch nicht festgestellt worden. Am Dienstag gelang es der Polizei, in dem Anwesen von Bonni, TennisplatzHunde- wiese" an der Eschers^eime? Landstraße, ein weiteres Lager,

Menge Munition u. andere Waffen aufzustnde«. 23essen und Munition wurden vcschtozuLhmi.

Die Ermittlungen werden fortgesetzt. Es Larf damit gerech- Vorgehen anschlreß«-; i-^rw'.. ._

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nrt werden, daß die Angelegenheit restlos aufgeklärt wir".

* glichen. Vor 8 Jahren wurde der Metzger und Handelsmau« Wilhelm Hambach dahier wegen Tierquälerei von der Strafkammer in Hanau zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Im Wiederaufnahmeverfahren gelang es ihm, ein freisprechendes Urteil zu erwirken. Die auf ca. 5 bis 6000 Mk. sich belaufenden Kosten und Entschädigungsan­sprüche falle« der Staatskasse zu.

* Neuhof. Nach 27-jähriger Tätigkeit am Hies. Orte starb nach langem Leiden im 58. Lebensjahre der Lehrer Kaufmann Rstschild, ein geborener Schlüchteraner. Der Verstorbene zeichnete sich durch seltene Klugheit und Bieder- keit des Charakters aus und erfreute sich außergewöhnlicher Beliebtheit, wovon die feierliche Beerdigung und Teilnahme der Bevölkerung beredtes Zeugnis ablegt.

* Neuhof. Herr Dr. Bogner ist für einige Tage ver­reist. Mit seiner Vertretung ist Herr Dr. Toelle in Flieden betraut.

Korsanly in Paris.

I Korfanty hat sich bei seinem Pariser Debüt die Ge. ssegenheit nickt nehmen lassen, sich selbst zu blamieren, un) seine polnischen Freunde in Paris zu ärgern. DerTemps' bat, unterstützt von Pariser Polen, sich darüber beschwert, vaß Korfanty sein Interview nicht dem großen PariserAbend­blatt", sondern dem Radiobüro gewährt hat. Es stellt sich jetzt heraus, daß das Interview der Radioagentur aus bei! Fingern gesogen ist. Der Pariser Vertreter desEst Europe" scheint von der Ankunft Korfantys gehört und unter Zuhilfe­nahme eines Redakteurs der Radioagentur Korfanty auf bet Treppe zu stellen gesucht zu haben. Korfanty lehnte irgenv- welche Erklärungen ab, sagte aber doch soviel, daß der gewitzt: Mann desEst Europe", wie es in solchen Fällen gebräuch­lich ist, ein Interview daraus konstruieren konnte, dessen In, halt der Wahrscheinlichkeit psychologisch entspricht-, und damii der Wahrheit nahekommt. Korfanty hat damit aber schoii vor seinem ersten Auftreten vor der Pariser Rampe aus dei Loge desTemps" ein Zischen geerntet. Noch ungeschickte, war aber, daß er die polnischen Pressekreise in Paris abge. wimmelt hat mit der klassisch dummen Begründung, er sei nicht hergekommen, um Jouru »lismus, sondern um Politil zu machen. Die Polen zeigen sich darüber sehr erbost. Ein größeres Armutszeugnis hätto äch der Rädelsführer der palt irischen Politik in Oberschlesien nicht geben können, zumal ist Varis, wo jeder Schusterjung- meiß, daß der Journalismus hie' andere Hälfte der ganzen T Hit bedeutet.

Zu dem Debüt Korfantys in Paris meldet der Bericht- erstatter derVoss. Ztg." noch folgendes: DerJntranc sigeant" veröffentlicht eine seltsam anmutende Nachricht, bei zufolge Korfanty krank sei und - halb nicht imstande seit (Derbe, die Interessen, zu deren - iahrung er nach Paris ge, lßmmen.Jei, jp ^irig zu verteid n n, wie es es aewünicki

hätte. DerJntransigeant" fac an anderer Stelle, Kor­fanty sei nach Paris gekommen, um yie Lage in Oberschlesiet mit zwei Worten zu charakterisierem: Entscheidung obei Aufstand. Da Korfanty selbst einem Vertreter der Radio« agentur gegenüber versichert Hai, man dürste die Drohungen riner deutschen Erhebung nicht ernst nehmen, kann nur ein neuer polnischer Aufstand gemeint sein. So scheint auch das ,'Journal des Debats" die Aeußerungen aufzufassen, das in einem Leitartikel sagt, in Oberscliesien werde es sicher zu noch viel schwereren Unruhen als bisher kommen, falls die Ver. kündeten nicht sofort in einer Entscheidung dafür sorgten, daß ihre Truppen in Oberschlesien dem Beschluß des Obersten Rates Achtung zu sichern vermögen.

- Das Blatt sagt weiter, es sei überzeugt, daß die Eng­länder nicht zögern würden, einen etwaigen deutschen Angriff niederzuschlagen und die Franzosen würden bereit sein, jedem polnischen Vorstoß Widerstand zu leisten. Frankreich solle die Anwesenheit Korfantys in Paris benutzen, um ihm gebiete* tische Ratschläge zu erteilen. Die Polen hätten nicht ba& Recht, Frankreich neuen Komplikationen auszusetzen und Agi­tationen und Gewalt würden ihren Interessen nicht dienen. Der Eindruck, daß die Erklärungen Korfantys in maßgeben« um Kreisen einen ungünstigen Eindruck gemacht haben, wird Erstarkt durch die Art in der derTemps" berichtet. Das blatt erwähnt die Ankunft Korfantys in Paris kurz an ent« i«Htner Stelle und bemerkt dazu nur, der polnische Diktator labe einer Agentur Erklärungen gemacht, aus denen sich nichts MLs^von Bedeutung eraebe. ____ '

Feuergefechte mit Zusurgenie».

' Im Kreise Rosenberg ist die Lage neuerdings wieder ifdjledjter. Ueberall bilden sich wieder polnische Banden. Am vergangenen Freitag drangen in das Gut Altrosenberg etwa 12030 mit Maschinengewehren bewaffnet« Insurgenten ein, plünderten und steckten einen großen Keller, in dem sie Mu- juition vermuteten, in Brand. Als deutsche Apo eintraf, zogen sich die Banden unter heftigem Feuer zurück. Ilm Samstag wurde das Gut Jordansmühl bei Rosenberg von einer starken polnischen Bande besetzt und diese erst nach einem Feuergefecht von deutscher Apo vertrieben. In Wasier- ibeck drang eine Jnsurgentenbande beim Gemeindevorsteber ein und raubte die Kasse aus. Auch das Privatgeld des Ge-, meindevorstehers, etwa 2000 Mark, wurde mitgenommen." ^Die Insurgenten zogen sich nach Fann zurück, nachdem sie ' dem Vorsteher gedroht hatten, sie würden wiederkommen, um ihn zu erschießen. j

Die Verstimmung in London.

Wie dieChicago Tribune" wissen will, werde Frank« reich in jedem Fall weitere Truppen nach Oberschlesien senden, Unbekümmert darum, ob England und Italien sich seinem

Die in englischen und Gingen franMschM"73Mtrtu-Ot»^ Ausdruck gebrachte Ansicht über die Zusammenkunft des Ober­sten Rates, dessen Vertagung bis zum Spätherbst von diesen glättern nicht gutgeheißen worden war, scheint auch auf bt^ Stimmung am Quai d'Orsay ihre Wirkung ausgeübt gH haben. So geben heute derTemps",Journal des De« bats" undJntransigeant" einstimmig den Sinn der von der französischen Regierung an die Londoner Regierung ge­dichteten Note dahin wieder, daß ein Beschluß vom Obersten Rat in der oberschlesischen Frage gefaßt werden könne, sobald die Alliierten über die notwendigen militärischen Kräfte in

Oberschlesien verfügten, um den beiden Parteien ihren 6nb schluß aufzuzwingen. Man faßt jetzt eine

Tagung des Obersten Rates im Laufe des August in einer Ortschaft von Savoyen in der Nähe der italienischen Grenze ins Auge, da L l o y y George von seinem Ferienaufenthalt im Engadin sich leicht an einen solchen Platz begeben könne. DasJournal bei Debüts" erklärt in einem Leitartikel, daß auf alle Fälle bd Ausschlaggebende für die Alliierten sei, in Oberschlesien übel genügend Truppen zu verfügen. Deshalb habe die franzöc fische Regierung vorgeschlagen, die Verstärkungen nach Ober« schlesien zu schicken.

Vor AeuDahlen in England.

Der englische Abg. Kenworty berichtete in einer RedH daß Lloyd George beschlossen habe, Sie Neuwahlen im Okto­ber oder November vornehmen au lassen, und er fügt hinzu, daß Lloyd George das Land auffordern werde, ihm all« Vollmachten vor seiner Reise nach Washington zu erteilen, wo er die orientalischen Angelegenheiten regeln wolle, nach^ dem er in beklagenswerter Weise bei der Regelung der west­lichen Angelegenheiten gescheitert sei. Arthur Henderson er­klärte in einer Arbeiterversammlung zu Darlington, daß Man sich rechtzeitig zu den Neuwahlen, die in nächster Zest zu erwarten seien, vorbereiten müsse.

Daily Herald" teilt mit, daß die Labour Party einen großen Wahlfeldzug von Nordschottland bis Westengland vorberette. Achtundzwanzig Generalversammlungen seien in AuSsicht genommen, die sich mit den Fragen der inneren Organisation zu beschäftigen haben werden. Alle Funktio näre, Kandidaten und Sekretäre werden an den Vcriarnm- lungen teilnehmen. Man hoffe auch auf Teilnahme der Ge- iverkschaftsverbände, der lokalen Arbeiterorganisationen uns per großen genossenschaftlichen Vereinigungen. In der Fragt der Neuwahlen werde man den Weg, der auf der Jahres, iügunq der Labour Party in BrigHton vorgezeichnet wurde, konsequent weiter verfolgen: Ablehnung eines Bündnisses mit irgendeiner bürgerlichen Partei. Der Feldzug werde an, Lonnabend mit Versammlungen in Durbam und Aorkshire tingeleitet.

Arthur Henderson, der Sekretär der Labour Party, bat eine Konferenz der Trade Unions für den 28. Juli eint*» rufen, um im Einklang mit den ländlichen Gewerkschaften das Agrarprogramm der Partei auszuarbette». J