Einzelbild herunterladen
 

Mlüchievnev Jettuns

Schlüchiemer Kreisblatt - Gchlüchtemer Tageblatt

Nr. 200

Verantwortlich für den gesamten Inhalt: H.-K, Hvhmeifter, Schlüchtern. Druck u. Verlag der Fa C. Hohmetster in Schlüchtern. Fernfpr. Nr. 65. Teleyr. Schlüchterner Ztg. Postschecks: Frantfurt M. Nr. 11402.

Samstag,- 27. August 1921

Bezugspreis: Biertetjährkich tn Schlüchtern M.ll durch die Post M. 12,. Auzeigkvprkis: Die Klei,n- zeile M. 1,, die Rellamezeile 3,, sämtlich ohne besonderen Zuschlag. Bei Wiederholung Rabatt.'

73. Jahrg.

Aus der Heimat.

Bora«sfichtl. WM§rNvg. M? 28. 8. (SsuntG): Wechselnd bcwöift, zeitweise hiüer, ct^aS kühl-r, Regenschauer, strichwetie Gewitter.

Am 29. 8. (Montag): Teils Heiter, teils wolkig, Tem­peratur wenig verändert, etwas Rege«.

* (Trinkbranntmein der RrichsmoMpolvermaliung.) Die RrichSMonopolverwaltung für Branntwein beginnt mit dem Verkäufe ihrer Erzeugaiffe. Zur Herstellung derselbe» werden nur bester filtrierter Weinspn» und reiufte Zutaten verwandt, die einer vorherigen genauen Prüfung unterliegen. Die Tcinkbranntweinr haben daher einen reinen und ange­nehmen Geschmack. Zunächst gelangt einKlarer" Trink- braautwein mit Korng schmück undKümmel" zum Verkauf. Die ReichÄMsnopoiverwaitung für Branntwein übernimmt die volle Gewähr, daß die auf den Flafchmaufschriftsn an­gegebene Weingeiststärke genau innegehaUen wird und deß jede Flasche genau 7« Liter Trinkbrauntwein enthälr, auch (I wenn die von der Flaschenfabrik zu groß gelieferte Flasche nicht genügend gefügt erscheint. Der Preis einer der oben- I genannten Sorte beträgt Mk. 31. einschließlich Glas. M Leere Flaschen werden zum Preise von Mk. 1. zurückze nommen. Die Firma Koch, Hanau a. M. hat den BeUrKb - für die Kreise Hanau, Offmdach, Gelnhausen, Schlüchtern und Büdingen ub-rnomm-n, sie belüft das Publikum nicht I direkt, sondern nur durch Wiederverkäufe?, sie steht dem verbrauchenden Publikum jedoch mit Anzaben über Namen | der Wieder» rrkäufer zur Vs.fügung. Untervertriebtzstellen find in: Schlüchtern: Joh. Gutermuth j>m. Steinau: Ävg. Weffel, Juh. W. HZNSNN. SsimünsterSoden: Emil Heinr. Schuelder.

a. |* (Die Kommuualifirrung der Apotheken.) Nach einer Mitletiung des preußischen Ministeriums für Volkswohlfahrt I besteht die Absicht, das Apgtheienwe ea im Rich eiNheitUch I zu regeln. Indessen wird bis zu biejer Neuregelung noch längere Zeit vergcheu. Der WohlfahrtSminister hält es ' M daher für geboten, mit der Ausschreibung neuer Apotheksn- wM küUjtsiionm nicht mehr zu zögem. Mit der Vorlage e.nes -T Retchsopothek-Ngesetzes durch das RsMuünisrenum des r Zunem soll roch solange aewarler werde«, h>s ftd; überfein r läßt, welche Rückwirkungm die Gestaltung des tu Aussicht | genommenen Rahm ngesetzes über die Kommnuaiisierung von Wiltschaftsbeirieben auf die Neuregelung des Äporhereuwesen , I üben wird.

A* Falsch- 50 Mark Scheine find gegenwärtig i» größerer | Zahl im Umlauf. Der am Härisigpen vo:kommende Fälschung I macht den Eindruck einer schon erwas abgenutzten Bakkaote. Darauf ist es wohl auch zurückzufuhreu, daß die , ziemlich # f schlechie Nachahmung in groß-m Umfange in Verkehr gesetzt I werden kounre. Der Druck ist undeutuch, die Nummern k sind m>ist «twas verwicht. Die Buchstaben am unteren I Rande der Vorderseite sind stets die gleichen BSb. Die Buch- k staden RBD ^Relchsbaukirirektormm) sind nicht, wie bei der U echten Banknote, mit durchlaufenden, sondern mit unter- k biochenen Strichen versehen.

* (Aufnahmeprüfung an Baugewerkschulen.) Der K preußische Mmestcr für Handel und Gewerbe hat folgende »estimmrngen get offen: Wenn ftmans die Ausnahmkprüfung sb'tjiül eine höhere als die 5. Klaffe einer B^ugewerkschule l8dicht bestanden hat, soll eS ihm »echt möglich feln, unter 6 k Versstw-tgung des nnpüusttgm PrüfungSergebu.ffes und ohne NGeilgeih.it zu Vervolllmmrung seiner Äennlniffe gehabt }u hiben, alsbald eine Wiedergalung der Prüfung an einer ^«NMtten Anstalt h rbelzusühren. Der Diret-or der Anstalt Miß deshalb verpsttchtet, in jedem Fall eines solches Nichtbs- MMßehevs der Prüfung fo[ort allen anderen gleichgestellten MM^argewerkschuten MnleUung zu machen. Äutz-rdem hat, f^WMer eine Ausvehm« Prüfung für eine höhere als die 5. Klaffe Wiegen will vorher eine Erklärung darüber abzugeben, ob Wt bereits an einer anbertn Schule sich einer Aufnahme- | Wliisung für dieselbe Klaffe unierzogen Hai.

, I* (Eintragung von Handwerkern ins Handelsregister.) MS kommt sehr oft vor, daß reine Haudwerksbetriebr die Mtfforderung erhalten, sich ins Hanbetsregister eintragen zu MßtN. In den meisten Fällen sehlt diesen Aufforderungen rechtliche Grundlage, weshalb den Handwerkern dringend MApsohieu wird, nach Empfang einer derartigen Aufforderung M sofort an die zuständige Hantwerkekammer oder JnnungS- vsichüslSstelle zu wenden. Man achte aber earauf, daß eine »gellte Frist für Widerspruch nicht versäumt wird.

I* (1925 gibt eS w eder ParadieLäpfel.) Nicht etwa I^Mateu, die ja auch ParasteSäpfel tzetsten aus die Wraucht man nicht jahrelang zu warten sondern richtige Madiesäpftl von der Sorte, wie sie einst im Garten Eden iNfen, »he der Cherub mit dem Flammenschwert ars ächter davor gesetzt wurde. So behauptet wenigstens ein Merlkanischer Latrupiedtger namens Rucherforo. Rathersord, 1, in Amerika sehr dekanvl ist, hat in einer R- > zu r^Sotl gesagt, im Jahre 1925 werde der Herr der Menschheit '5- Nahrung wtedeefchevken, die Adam iM Paradies hatte dir ihn unsterblich machte, die er aber verlor, als er r16 dem Pmabiese vertrieben wuidc. Indessen soi en teirc- r^iri9 alle sitzt lebenden Menschen diese paradieirsche Nahrung , |Ä ßhm bekommen, da die Jahre bis 1üLb so von Krieg und ist' T^iU erfüllt sein werden, daß nur ein Drittel der jetzige»

Mvöikerung der Erde das gHgnrte Aspftij hr erleben wird Dank der ParadieSnshruuz eb^z fblet? «ie Ueberlebendi» das ewige L-ben erlangen. Rucherfort behauptet, dies buchstäblich in der Bibel vorauSZekapt, asch die Jahreszahl. Gleichzeitig sagt er, daß alle, die 1925 von dieser Nahrung genieß.'« werden, ih;.-r Jugend ß-eft und Forme« wieder- erhalien würden. (Der Mann scheint einer der ersten Bibelforscher zu sein, wie fv j tzt täglich in größeren und kleineren Orten avftretea- Dre Sache mit den Paradies- äpfeis wäre ganz schön. Wenn nur nicht wieder eine Sva ins Paradi-s kommt nno alle; verdirbt. R .d)

* (Die neue Zeit ) ImHettstädter Tageblatt" (Nr. 169 vom 23 g«U 1921) künsigt der MenuettklubFo - tuna" zu Leimbach sein diesjähriges Stiftungsfest a», dos sich hrzeichnenLerwetse aus zwei Tage, auf den 23. und 24. Juli erstreckte. In dem. mitgeteitten Programm heißt es: Sourahend von abends? Uhr ab gemütüchss Tanzkränzchen. Hierbei erhält die Dame, welche das kürz-ste Röckchen trägt, eine hochfeine Torte. Die Dame, wüche den weitesten Blusenausschnitt trägtz ein Paar elegante Blumenvase«. Die Trägerin der größten Haarschleife erhält eine hochfeine Tafel Schokolade." Kommentar üorcflüffig!

* Schlüchtern. Von irt-ressierter Seite werden wir um Aufnatzme nachstehender Zeilen gebeten.

(Eine berechtigt- Preiserhöhung?) Schon wieder mal eine PreiSfts^erung!, man wAß ja gar nicht, wo man das Geld alle h^rnehm.» foX D:cse L-ule kösnea niemals genug bekommen! Jeder will so schnell wie möglich reich werben 1 Go wird wohl mancher sagen, der den Preisauf- schlag der Friseure vom 1. September ab erfahren wird. Und wie kleinlich und unberechtigt diese Worte sind, wirb jeder etwas weitblickende und die Zeitoerhältniffe aufmerksam betrachrende Mann unumwunden gugeben müssen. Nur licige kleine Vergleiche, welche die beste» Leweise für die Notwendigkeit einer PreiserhöhunZ find: Man kann heute taufen, war man will, überall haden die Sachen eine 10lösache Steigerung im Preise g>gen die Zeit vor dem Kriege erfahren. Zahlte man früher für 1 Laib Brot 0,50 Wk., für 1 P:L. Butter 1 Mk., für 1 Pfd. Mehl 0,18 Mt., für einen ÄNMg oO 'ynv für 1' Paar Stiefel . 15 Mk., so zahlt «an heute für 1 Lach Brot 6 Mk, für Butter 24 Mk., für Mehl 3,60 Mk., für einen Anzug 1200 Mk. unb ein Paar Sti?sel 250 Mk. Es ist wohl unnötig, noch mehrere solcher Beispiele anzuführen, denn das darf man ruhig behauptes, es gibt wohl Nichts, was keine ähnliche Steigerung erfahren hätte. Ja, haben es denn die FUseure anders gemacht, haben sie mcht auch eine 1020f«tpe Steigerung in ihren Preisen?! Daß dies durch­aus uicht stimm!, mögen einige Zahlen beweisen: Früher kostete Rasteren 0,15 Mk., Haarschneidm 0,30 Mt. und jetzt 0,50 Mk. bezw. 1,50 Mk., also nur das 3 vezw. Sfache. Sie müssen doch ebenfalls die teueren Preise zur Bestreitung ihres Lebeusunterhaltes bezahlen. Zudem stehen die Ein taufspieife für die zur Ausübung ihres Berufes Rotwendigen Hilfsmittel in starkem Gegenstatze zu den Emnahmen durch Rusieren usw. So kostete z. B. früher daS Pfd. Raster- seife 0,50 Mk. und heute 15 Mk. (also das 30fache!) Arhnlich ist es mit allen andern Sachen. Die hohen Steuern, Mieten und Uutechaltungkoften (Löhne, Licht, Heizung usw.) seien nur nebenbei erwächst, da si- ja jeder schon am eigenen Leib verspürt hat. Aus diese» Zeile» wirb es wohl jedem versünsrig- und gereHtbenkenden Menschen !tar fein, daß die neue Pcei-erhöyung durch die ZArverhältn-ffr bedingt und eine unbedingte Notwendigkeit zur Gewährleistung d-r weiterru Existenzmöglichkeit ist.

* Schluchten. Die Frist zur Abgabe der cidrsstattliche» Versicherungen und Abstemprlang tschechoff owakischer W?ct- pcp ere gemäß der 3. B kauntm^chung vom 30. Juni 1921 R, G. Bl. 6. 800 ist für die in den bereits über- mitielttn amMchm Virzeichnissen der Tschecho Slowakischen R-gtenrsg» «ufgeführte» Wertpapiere bis zum 15. Okwder 1921 v rlängeit.

* Frankfurt. Die Banköramtenschaft hat seither freiwillig ohne Vezc>h.ung Ueber: unv^r gemacht oder sich, sow -tt die Mehrarbeit bezahlt wurde, mit einem ganz geringen Satz begnügt. Der Forderung her besseren Bezahlung der Ueber« stunden gegenüber verhielte» sich die Banken adlchamd. Jetzt hat nun eine starkdesuchte Bankbeamtenversammlung desch offen, die Leistung aller Ueberstunsenarbeit mit sofor­tiger Wirkung abzulehnen und die Beiriebsrüte aller Banken beauftragt, sofort bei den Direktionen vorstellig zu werde», um eine angeMeffene Bezahluag durchzuschen. Verhalte« sich die Bänkcu weiter cbie^netib, wirb die Beamten Hast durch Zwangsmüßnahmen sich R-cht zu verschaff-n suchen.

* Frautimt a. M. (Die Geliebte nüführt.) Der 22jährige Gtud-ut Robert Schapirs knüpfte emr Liebschaft mit einer I7jähe!gea Haustochter von hier an und beschloß kurzer Hand, die Angebetete zu heirate«. Da die Eltern diesem Vorhaben aber einigermaßen skeptisch gege-üiö r landen, entführte der Student feine jugenbii :,e Gelsibte. Atan hat das Mädchen zum letzten Mal am 6. Juli n Fulda gesehen, aber ohne Begleitung ihres Vers .hre^s. SLapi:o ist Schweizer unb hat wah schemlH au > diesem Grunde große Geldmittel zur Verfügung.

itimwtäwner

- London, 2L Aug. (Priv.-Telch.

Das Luftschiff Z. R. II ist über Hull, explodiert. Die Trümmer find in den Humberfluh gefalle». Das Schiff kehrte von einer versuchsweiseuFahrt vor der Ueberqnernug des Atlantischen Ozeans zurück. Die Besafinng des Lust- schifses betrug 47 Mann, von denen 41 den Tod fanden.

*

Der bevorstehende Ozeanflug des Riesenluftschisses Z. R. II. bildete seit Wochen i« England den hauptsächlichste» Ge­sprächsstoff. Das Schiff war i» strenger Anlehnung an die Bauart der deutschen Zeppeline geschaffen und führte bisher den Name» R. 38. Vor einigen Wochen war es nach Amerika verkauft worden und sollte dem Pafiagierdieust zwischen Amerika und Europa dienen. Nach dem erste» Flug hätte das Luftschiff in amerikanische» Befitz übergehen sollen. Z. R II. war das größte aller bisl-^r gebaute» Luftschiffe. Es übertraf de» größten deutsche» Zeppelin mit seinen 76 500 kbm noch um 8 kbm. Allerdings war es etwas kürzer: seine Länge betrug nämlich 212 statt 226 Meter. Seine Maschine» leisteten sechsmal 350 Pferdekräfte. Mit dem Ban wurde bereits im November 1918 begonnen. Es sollte 50 Tonne» Nutzlast und 30 Tonne» Betriebsstoff führen und eine Stundengeschwindigkeit von 110 Kilometern entfalte», während die Höchstgeschwindigkeit 130 Kilometer betrug. Z. R. II. besaß 7 Gondel» und 14 Gaszellen. Die bisherigen Persuchsflüge von der Luftschiffwerft Cardington, wo das Schiff erbaut wurde, scheinen nicht besonders be­friedigt zu haben. Noch gestern wurde ein Flug unter­nommen, der vom Nebel stark behindert war. Es wurde daran gezweifelt, daß das Schiff den Ozeau in fünf Tagen übergueren würde. Der heutige Flug war auf 84 Stunde» festgesetzt, fand aber seinen schnellen und tragischen Abschluß durch die furchtbare Katastophe.

Monarchistische Kundgebungen in Bayern.

Die bayerische Mitte'partei hatte gestern zum Namens­tage des ehemaligen KönigS Ludwig im Hofbräubaus eine stark beinchte Versammlung abgehalten. Der Redner zählte die verschiedenen bäuerischen Könige, die den Namen Ludwig trugen, auf und kam zu dem Schluß, daß die republikanische Staatssorm auch in glückliche» Zeiten niemals, die Kunst so herrlich anfbiühen lasten könnte, wie die Monarchen in den vielen deutschen Fürstenfitzen und wie sie dies auch in Bayern getan hätten. _

Sie Reise des Kardmaks Mercrer. '

DerKurjer Polski" hatte gemeldet, daß Deutschland wegen einer beabsichtigten Durchreise des Kardinals Mercier durch Deutschland nach Warschau seine Bedenken zu erkennen gegeben habe. Wie wir hierzu von zuständiger Stelle er« fahren, ist diese Nachricht unzutreffend. Weil der deutschen Regierung von der beabsichtigten Reise des Kardinal? Mer­cier nichts bekannt war, konnte sie auch keine Bedenken zu erkennen geben.

Russisches Mißtrauen.

Aus Moskau wird gemeldet, daß man in dortigen Re­gierungskreisen mit dem Uebereinkommen, das mit den amerikanischen Bevollmächtigten abgeschlossen wurde, äußerst unzufrieden ist. Man hält besonders die amerikanische Kon­trolle der Verteilung für gefährlich, bie nach Anückü bei Sowjetregierung eine direkte Einmischung in Rußland? innere Angelegenheiten bedeutet. Man glaubt in politischen Kreisen, daß bei der praktischen Durchführung des Uebereini kommen? sich große Schwierigkeiten ergeben werden. Dit Hilfsaktion, welche die russische Sowjetregierung durch bu Vermittlung von Marim Gorki selbst erbeten hat, bereitet den Kommunisten, je mehr sie sich ibrer Verwirkkichunz nähert, immer größere Sorgen. In der Moskauei Prawda" schreibt Radeck: Wenn wir zulaflen, daß die aus. ländische bürgerliche Hilfsorganisation die Kontrolle ube, die eingestihrten Lebensmittel besitzt, so ist das gleichbedeu­tend damit, der internationalen Kontrerevolution zu Hilft zu kommen.

Der Bölkerbnnd eine «koke Organisakion".

Wie aus Paris gemeldet wird, hat Graf Ischi nach dem Eintreffen der ablehnenden Antwort des spanischen Bot­schafters zunächst mit dem belgischen Delegierten Hymans und dem brasilianischen Vertreter wegen Uebernahme bei Berichte verhandelt. Hymans war verhindert, den Austraz zu übernehmen, da er bereits die polnisch-litauischen Ver< .Handlungen im Völkerbund führt. Der brasilianische Ver« treter lehnte ab. c ,

Die Blätter fahren fort,, darauf hin uwersen, daß, wenn . bte europäischen Regierungen sich fürchten, innerhalb bei Völkerbundes eine Verantwortung zu übernehmen, wie biet bei Spanien der Fall gewesen sei, der ganze Völkerbund ein# tote Organisation" bleiben würde.

Rakhenau und Loucheur.

Die »Netto« Francaise" gibt eine Meldung mieden, wonach die Wiesbadener Besprechungen zwischen Dr. Ratbena» und Louchenr sich um nichts geringeres drehen sollen, als um einen Entwurf zu einem WirtschaftSbündnis zwischen Deutschland und Frankreich. Beide Minister geb- stch : b-r die Widerstände Rechenschait, die dieser Man in beiden Länder finden mer^e. ich einen iebocfi über die Grundlinie bereits einig zu fein. Der Kern dieses Abkom-eus bestehe darin, daß Frankreich einwillige, die Elftschädia -ngszab'un- gen in deutschen Fndustriepapteren anzunebmen die von der franaöfischenFndnst'ne ausgenommen werden i^tt. tWr ne -er .Kursgewinne, die mit dieser Operation für die in Frage kommenden Papiere verbunden wäre, würde Deutschland die An"?^ät keiner an Frankreich geleisteten Zahlungen zurückerbakten. Die Nachricht des nattonaltstischen Blattes Über diesen mehr all phantastischen Plan ist Zweissilos mit Vorsicht aufMuabm««.