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Schlüchterner Zeitung

Gchlüchtemer Kreisblatt Schlüchterner Tageblatt

Beranlwortiich für den gesamten Inhalt: H.-K Hohmeister, Schlächtern, Druck u. Berlag der An C. Hohmeister in Schlächtern. Fernspr. Nr. 65. Telegr. Schlüchterner Ztg. Postscheck!.: Frankfurt M. Nr. 11402.

BezngspteiS: Vierteijäbvitch lnSchiücktern M.11

Samstag, 3. September 1921 M^^^LL^^ 73 Jahrg

besonderen Zufchiass Bei Wiederholung Kabelt.

-4 Aus der Heimat

^1- Borarrsfichtl. WittcrAug Am 4. 9. (Sonntag): .zM heiter, trecken, Nacht sehr kühl, Tag, etwas wärmer. H Am ö. 9. (Montag): Ziemlich heiter, trocken, Nacht s. U Tag wärmer.

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(LandwauNLarheit im Stylember.) Nach ber im ili um August vorar. gegangenen Elndringung des Getreides j«aj der Sevttmder die Einerutung nahezu alles .übrigen, in Garten, Feld und Flur gedeiht. Vor allem-ist es Obst- und Kartoffelernte, die t» in diesem Monate alle sie des Sandmanns anspannt, und das umsomehr, als gewaltigen Arbeitslast nar die knapp bemessenen und iter kürzer werdenden Tagesstunden gegenüber stehen. was Hände hat, muß deshalb in diesem Monat : mit ans Werk. Seit die Preise für Baumobst die r des letzteren mehr und mehr lohnend gestaltet haben, man vom E «ernten durch Schütteln der Bäume bei ein und Birnen fast völlig abgetommen Jede Frucht zur Vemerdung von Druck- und Faüfleckea einzeln mit Hand oder dem ObpPflücker geerntet, eine zertraubeudr ' beschwerliche Arbeit. Zwischendurch wird hier und da wohl noch ein v-r'pälrter GrummetschutU vorgeuomMen, sich bet «armer Septembern»ittemvg noch immer lehnt, en Mitte des Monats beginnt dann die Kartoffrllese. der Poefie, die die Getreideernte umkleidet, tzasterdieser leider nichts, rein garnichtS an. Es ist eine mühselige, bere und rasch ermüdende Tätigkeit, namentlich wo, meist im Kleinbetriebe, die modernen landwirtschaftlichen Maschinen nicht zur Verfügung stehen. Der gebogene den und die stundenlang gebeugten Kniee schmerzen selbst mit dieser Arbeit VerHautea «och tagelang nachher- auch dieses Stück Arbeit muß und wad bewältigt m. Und man geht mit dem fitzten Rest von Kiafi Arbeitslust nochmals frisch und seühl ch Uus Werk. Denn wiakt endlich die Z-lt der Raff: und Erholuag, er mit dem zeitigen Frühjahr die Arbeu von neuem beginnt.

* Landwirte, düngt das Winter gstrelde auch mit Kali 1 M die Stickstoffoüvguug im Frühjahr gnfin Erfolg haben, n muß vorher auch genügend mit K gedüngt werden. Kalidüngung wird zum Herds» am besten auf die pp-l der Vorfrucht oder doch einige Wochen vor der gegeben. Auch die W.nursaaten, namentlich Winter- e, Roggen, SlapS usw., find für eine reichliche Kalt« «frug satt immer sehr banfbar; sie wirkt aus die Br- telung, vcftockung, als Schutz gegen Frost und Lager, if die Ausdtidupg der Körner, überhaupt aus eine hastige 15 gesunde Eaiwicktvng der ganzen Pflanze vorteilhaft ein. * Schlüchiern. Wie wir vornehme», treffen zu der euiöruvg am 10. September auch auswärtige Käufer und zwar sowohl Liebhaber für Retuzucht- wie für iuugsbuUen. Besitzern von Kreuzuagsduuen kaun »e6« ewpsohlen werden, ihre Tiere an diesem Tage nach lüchteru zu bringen.

* Schlüchiern. Man schreibt uns: Der Wind geht die Sivpptlselder, bei Laub der Bäume fängt an, sich färben, die Singvogel sammeln sich, um den Flug nach i sonnigen Süden anjutteten. Hiermit in auch des Jahres aste Zeit vorüber. Der Sommer 1921 wird vielen "Ichen als ein heißer und jeden schöner im Gedächtnis iben. Der sticke Beobachter konnte sehm, auf welch man« la^e Weise die Menschen der tropischen Hitze zu ent« heu suchten. Ein Tert wanderte bergauf nach dem Walde, unter dem Schutz »es dichten Buchenwaldes Kühlung zu m. Andere wiederum fanden Ersrischung in einem Bad Freien. Weich' ein srohis Leden und Treiben kannte dieses Jc.hr in der hiesigen Bade-Ansiatr fibm. All Jung war vertreten, um sich im Wass.r zu tummeln, dankenswerter Weise wird es auch ron jedermann^ anet« , daß die Stadt Schiuch.ern noch vor Ausbruch des ^geS die schöne Bade Anlage zuc Hebung der Gesuabyeus-

6 geschaff n ha«, ist doch das Basen im Freien etwas icheS, Kocper un, Geist Erfrischendes. Nun gibt es auch in Schlüchiern viele Menschen, die wegen irgend körperlichen Fehlers im jraen W.ffer nicht baden fen. Leider ist für diese Bedauerusw.tten noch Nicht »>gt. Wohl sind ihnen auf ärz-lichen Rat hin Lust- und Roenbam verordnet, aber wo Ionen ste diese mhmen? ^ave-Austait ist zu klein; der Pmtz reicht kaum für Schwimmdad-Besu^er. Jr den Wald zu gehen ist ich weit und bringt die Gefahr mit sich, von «schlangen Ungeziefer belä|iigt zu werten. Der Wunsch Vieler ist « Üujr« urb Doriueu-Änlage vahe der Stadt. Ein Stück tulanb neben der Schwimmanstalt wäre doch geradezu für diese» guten Zweck. Zugleich wurde es auch den üben Kindern zugute komme«, den Kleinen wäre Getegen- geboten, nach dem Bade im Freien zu spielen, zu gen und zu turnen. Im uvheu Thürtnger-Lande gibt üue ganze Anzahl Stäolchen von SchlüchteruS G.öße, derartige Luft- und Sonnenbäder bereits besitzen. Alle be< und Naturfreunde tragen den sehnlichsten Wunsch, Ml« Stadt sich zu solch einer Anlage recht bald rntjchitetzen

* Salmünster- Zum Artikel »Großer Spidemieausdruch" Valmünster in Nr. 808 der »«chiüchtcruer Zistung"

ihr.

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schreibt man uns: Es scheint in der Tat die Neigung zum Aberglauben und zum Wahrsagen in unserer weiblichen Be- völkernug, unter dem Einfluß der Zigeuner, die stch im Städtchen mit Vorliebe oufzuhalterr pflegen, immer mehr herrorzutreten. Einstweilen ist dies aber eine Erscheinung rein lokaler Natur, dir ohne Anziehungskraft auf d'e Nach­barschaft geblieben und deshalb um so leichter zu bekämpfen IX Von fachmännischer Seite wird auf die unfehlbare Wirkung der Bardaroffaquelle Sodens Hinzewieseu, die wir allen denjenigen bestens «mpfeh'rn, hk den unwiderstehlichen innere« Drang den Schleier ihrer Zukunft zu lüften, empfinden und sich zu der mystischen Persönlichkeit der Hirter-gasse hingezogen fühlen.

* Gelnbans-u. Die Mäuseplage trat seit Jahren nicht in dem Umfange zu Tage, wie in diesem Jahre. Im Felde zeigen sich die schädlichen Nager in solch ungeheurer Menge, daß die Landwirte mit Recht eine schwere Schädigst-g der Kartoffelernte fürchten. Die Witterung begünstigt die bekannte unheimlich starke Vermehrung der Mäuse außer­ordentlich, da seinerseits der Winter sehr trocken war und säst gar keine Schneeschmelze mit nachfolgender Kälte brächte, die bekanntlich den Mäusen stark zusetzt und andererseits der regenarme heiße Sommer die Entwicklung der jungen Tiere sehr begünstigte.. Beim Umackem der Stoppelfelder wimmelte «8 daher auch meist geradezu von alten nud jungen Mäusen.

* Gießen. Im vergangenen Jahre wurden in Ober- Heffen und in den Kreisen Fulda und Schlächtern zahlreiche Eisenbahndiebstähe in Eisenbahnhöfen verübt. Die Diebe erbrachen meist die Güterschuppen kleiner Bahnhöfe, hie und da auch plombierte Eisenbahnwagen und raubten Lebens- mitteln in erheblicher Menge, sowie Reisegepäck. In Burg- gemünden und Niedergemünden fielen thuen für 2ö000, in Ortmberg für 13 OOO Mark Werte in die Hände. Auf einem ihrer Diebeszüge in das obere N ddertal gelang eZ der verdienstvollen Aufmerksamkeit des Wachtmeisters Buch­hammer in Ottmberg, vier Leute feftzunehmen, die zu den Eisenbahurät-bern gehörten. Es handelte sich um eine Bande von Frankfurt a. M, die systematisch Beutezüge nach Oberheff a nuternahm und zwar stets mit verschiedener Beteiligung. Nahezu 30 Einbrüche sind zur Auzeige gebracht worden, doch es gelsag nur ör! einem hcuiest Teil, die Taten einwandfrei nachzuweisen. Unter Anklage standen der Schlosser Heinrich Meiß aus Ramstadt, der Arbeiter Josef Schitagyoff aus Marjoß, der Maler Simon Reinhardt aus Frankfurt a. M. der Heizer Karl Griebel aus Reu- heimsbach, rer Dreher Wilhelm Gratz aus Overrad und der Schlosser Christoph Gotienhof aus Fiörsheim. Es wurden verurteilt: Meiß zu 5 Jahren, Reinhardt und Gattenhof zu 4 Jahren, Schtinglvff zu 3 Jahren und Griebel zu 2 Jahren 3 Monaten Zuchthaus, sowie 10 Jahren Ehrverlust. Kratz erhielt unter Zubilligung mildernder Umstände ein Jahr Gefängnis. Ein weiterer Teil der Angeklagten wurde mangels Beweises freizesprochen.

* Hersseld. Unterschlagungen in größerem Umfange hat sich ein hiesiger in einem Fadr.kbetrleb tätiger Kaufmann zuschulden kommen lassen. Er hat sich selbst der Staats­anwaltschaft in Caflel gestellt.

* Ejchwege. Wie der Vertreter br. Eisenbahadireklio» Kassel in einer hier stattgesundeue» Besprechung erklärte, wird es sich leider nicht umgehen lassen, auf der Strecke Trey a-Malsfeld-Niederhoae-Letnefelde den Nevendahudetrlev elnzufühcev, weil dadurch 1si Mill. Mk. erspart werden können. Die Zuschüsse betrugen zur Zeit 4 Millionen Mark.

M IWIMge» 60H MW.

S« häßlichen Auftritten, die zu einer schweren Derwuni dung des unabhängigen braunschweigischen Ministerpräsiden­ten Oerter führten, ist eZ in Delligsen bei Alfeld gv kommen. Dort hatte die Direktion der Alfeld-Delliase, Maschinen- und Fahrzeugfabrik ihre gesamten Werke still, legen wollen und das braunschwetgische Ministerium wollt, diese Maßnahme durch Verhandlungen abwenden. Zu die, >sem Zweck begaben sich Ministerpräsident Oerter und du fozmldemokratischen Minister Antrick und Steinbrecher nack Alfeld, wo die Verhandlungen auch zu allgemeiner Zufrie- denheit ausfielen. Von Alfeld ging es nach Delligsen, w, bre Minister den Arbeitern das Ergebnis mitteilen wollten. Die Minister kehrten dort in ein Gasthaus ein, um zu effen.

Nun hatte man in Delligsen schon vor längerer Zeit einet, Galgen errichtet, der vor der Kirche steht. Es ist ein roh- angestnchener Doppelgalgen, sodass immer gleich zwei ge/ hangt werden können. Nach diesem Galgen wurden jeweifia Leute geschleppt, die des Wuchers oder der Preistreiberei ve« dachtig waren. Sie mußten unter dem Galgen ihre Sünde» bekennen, Besserung geloben und eine tose Fahne schwenken. Gerade als die Minister zu Mittag aßen, wurde ein Land» Wirt zum Galgen geführt, aber er gelobte nichtBesserung'. Er bestritt vielmehr mit hartnäckiger Bestimmtheit, jemals Wucher getrieben zu haben. Erst als er versicherte, daß er puch in Zukunft niemals Wucher treiben wurde, ließ man ihn los.

Aber, da man nun einmalbei der Arbeit' war, so sollte auch der Wirt, bei dem die Minister aßen, an den Galgen kommen. Die Menge rief stürmisch nach dem Wirt, aber der dachte gar nicht daran. Als ihm die Sache brenzlig wurde. NijchtE i auf bw »ad«, a*. w-tr tw m^

wollte in das Haus stürmen, aber nun warf sich Minister, franbent Oerter auf dem Hausflur den Leuten entgegen und sefahl den Wirt in Ruhe zu lassen. Als Oerter einen jungen Burschen, der dem Wirt unter allen Umständen zu Leibe gehen wollte, zurückstieß, erhielt er einen Stockschlag übek den Kopf, sodass er eine stark blutende Wunde davontrug. Oerter mußte sich in ärztliche Behandlung begeben, und erst h?ch vieler Mühe gelang es den beiden anderen Ministern, fie Leute zu beruhigen. Als Täter werden junge Burschen fezeichnet, die von russischen Kommunisten vufgehetzt sind. In ser Menge wurden viele Sowjetsterne getragen und häufig Deutsch mit russischem Akzent gesprochen.

Ueber die eigenartige und eigenmächtige Justiz der Del. »gier Kommunisten wird weiter gemeldet, daß man dort von Ellen Seiten die Bauern zusammentrieb und vor den Galgen mhrte. Selbst Frauen schonte man nicht. Unter dem h-u- enden Beifall der Menge wurde ein Bauer so bearbeitet, daß Er kaum mit dem Leben davonkommen wird. Die Menge frang in die Häuser vieler Landwirte ein und verübte aller--- iet Gewalttätigkeiten. Wurst, Fleisch und selbstgebackener Kuchen wurden auf die Straße geworfen. Eine Landwirts- frau mußte mit einer roten Fahne in der Hand einem Zuae fum Galgen voranziehen. Als der Mann und ber Sohn tiefer Frau nach Hause kamen und ebenfalls zum Galgen ge­schleppt werden sollten, traten sie mit Axt und Revolvern bett ttngretfern entgegen. Hierdurch eingeschüchtert, zogen sich die Kngreifet zurück und richteten einen Steinhagel gegen das haus, sodaß keine Fensterscheibe ganz blieb.

Aus Braunschweig ist eine Abteilung Schutzpolizei nach delligsen unterwegs um weitere AuSsckreitungen zu ber« fiten

Bayern und die Reichsregierung.

Die Führer der bayerischen Koalitionsparteien hatten sich »estern zu einer Veratnna zusammen gefunden. Bei dieser Besprechung wurde hauptsächlich die Möglichkeit erwogen, daß He Reichsregierung die Aufhebung des Ausnahmezustandes verfüge, ohne sich vorher mit dem Münchener Kabinett ins Einvernehmen zu setzen. Tritt dieser Fall ein, so sieht mau die Lage sowohl bei der bayerischen Regierung wie auch bei den Koalitionsparteien als äußerst ernst an, weil selbst bei dem besten Willen nicht zu sage« ist, ob die bayerische Regie- rnug in der Lage wäre, die entsprechenden Berfügunge« der Reichsregierung üb-rhaMt hurchfähre» zu kSmwu.

Auch im übrigen dürften die bayerische« Koalitiousparteie« in ihrer Meinung im Große« und Ganzen mit der Auf­fassung der Regiernng Lbereiustimmeu. Bei dem gestrigen bayerischen Ministerrat waren, wie vor allem gegenüber un­richtigen Nachrichten nochmals festgestellt sei. neben dem ltnlsormverbct die Zeitungsverbote Gegenstand der Beratun­gen. Man ist im bayerischen Ministerrat z« der Ueberzeu­gung gekommen, daß dieser Erlaß nicht unwidersprochen ge» wffen werden dürfe,' der bayerische Gesandte in Berlin ist deshalb auch bereits beauftragt worden, bei der Reichsregie- rnng ernste Vorstellungen zu erheben, besonders gegen baS v°« der Reichsregierung verfügte Verbot bayerischer Jeitungen.

Protest der bayerischen Mükelpartei.

Aus München wird gemeldet: An den Verordnunge« der Reichsregierung erläßt die Bayerische Mittelpartei fol- gende Kundgebung:

Die Reichsregternng hat mit der Verordnung des Reichs­präsidenten Herrn Ebert zu einem neuen Schlage ausgeholt gegen die geringen Rechte, die die Weimarer Verfassung den Bundsstaaten noch gelassen hat. Die Verordnung, die der sozialdemokratische Reichspräsident am 29. August auf Grund des Artikels 48 der Reichsverfassung angeblich zur Wieder- Herstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung für dar Reichsgebiet erlnifen hat, ist sowohl nach ihrem Wortlaut wie auch nach der offiziellen Erläuterung der offenbare Versuch, einen

Annahme-,nstand gegen rechts

tu schaffen. Wir haben als Partei keinen Anlaß, gegen M4 Rechtlosmachung weitester Schichten des deutschen Volkes zu protestieren. Wenn die junge Republik bereits so weo 'st daß sie zu solchen Mitteln greifen muß. wctfit der Reichspräsi. d-nt, der als sozialdemokratischer Parteifunktionär zur Prä. jüdeutschast gelangt ist, einSozial'stengesetz gegen recht?' frchaffen will, wenn man alaubtz das nationale Erwachen dr? x-entschen Volkes durch Polizeimaßnahmen niederhalten ab Tonnen, so enthüllt sich darin eine solche Schwäche, daß mir in aller Ruhe den Ausammenbruch dieser Gewaltpolitik abwar- ken können. Schärfsten Widerspruch erheben wir aber da, -gegen, daß die Hüter der Wermarer Verfassung «nter

Berletznng dieser Bersassung

mi Versuch machen, in bu Erekutivgewalt der Bnndesstaate, t nzugreijen und ihre Justizhohet anzutasten. Unter diese» Gesichtspunkte erblicke» wir in der Verordnung des Reich« Präsidenten, für die in dieser Einseitigkeit gar kein Anlaß vor. lag, einen scharfen Vorstoß gegen Bayern und dessen Regi«- irnng, die man vor dem Erlaß dieser Bervrdnung nicht einmal -gehört hat. Durch ein derartiges Vorgehen wird nicht bt< irinbe und OrdnnuA in Deutschland gesichert, sondern ein

Instand der RcchtSnnsicherheit

-a. schaffen, wie er in Bauern bisher glücklicherweise nicht be­fanden hat, und der ReichSverdrossenheit ans bedauerliche Pfeife neuerlich Nahrung zugeführt.

Wir erwarten daher von der bayerischen Regierung, daß pe allen Versuchen, die E'nzelstaaten ihrer StaatsperGnlich ikeit vollends zu entkleiden, ernstlichen Widerstand entgegen« ' -t und daß mit aller Entschiedenheit und unter allen Um. 'ständen an dem

bayerischen AnSuahmeznstanb festhält, dessen Beseitignng zu fordern, die Reichsregierung nach dem Erlaß tbre» «uSnabmegese-e» wahrlich kein moralisch»» Recht ^nehr hat.